Wir leben in einer zunehmend digitalen Gesellschaft, die uns heute zahlreiche Vorteile bietet. So stehen Informationen jederzeit zum Abruf bereit und Bestellungen sind in wenigen Sekunden erledigt. Doch die Digitalisierung geht auch mit einigen Gefahren einher. Cyberkriminelle nutzen nämlich das Internet, um potenzielle Opfer zu finden.
Dieser Artikel stellt die Risiken im Alltag vor und erklärt, was man selbst dagegen unternehmen kann. Die gute Nachricht: Bereits mit ein paar einfachen Tipps lässt sich eine hohe Sicherheit gewährleisten – Cyberkriminelle haben dann keine Chance.
Inhaltsverzeichnis
Cybergefahren sind zuletzt wieder angestiegen
Deutschland gilt heute leider als das „Top-Angriffsziel“ von Angreifern aus dem Internet. Sie machen dabei keine Unterscheidungen zwischen Unternehmen und Einwohnern. Wer über ein digitales Konto verfügt, ist ein mögliches Opfer. Was den Kriminellen in die Hände spielt: Viele unterschätzen die Gefahren oder sind schlichtweg wenig informiert.
So stieg allein die Anzahl an schweren Ransomware-Angriffen von 950 auf 1.041 gemeldete Fälle innerhalb eines Jahres. Zwar kündigte die Regierung ein neues Gesetz zur Cyberabwehr an, doch viele der Angreifer befinden sich im Ausland. Das macht die tatsächliche Umsetzung schwierig – man sollte also lieber nicht komplett darauf vertrauen.
Angreifer nutzen unterschiedliche Attacken
Besonders beliebt sind unter anderem die zuvor genannten Ransomware-Angriffe. Dabei schleusen Kriminelle ihre Schadsoftware ein, die alle Daten verschlüsselt. Anschließend verlangen sie für das Entschlüsseln ein hohes Lösegeld. Viele Betroffene sehen sich leider dazu gezwungen, das Geld zu zahlen und belohnen somit die Angreifer.
Online-Konten werden ebenfalls sehr gerne gehackt, so war fast jeder Dritte bereits einmal davon betroffen. Schwache Passwörter oder Datenbanklecks können als Einfallstor dienen und den Angreifern einen unberechtigten Zugriff ermöglichen. Da Menschen heute immer mehr Konten haben, erhöht das auch die Angriffsfläche für Kriminelle.
Zudem kann künstliche Intelligenz (KI) den Angreifern heute sogar beim systematischen Betrug unter die Arme greifen. Sie erstellt innerhalb von Sekunden personalisierte Phishing-Nachrichten, die auf den ersten Blick seriös und somit täuschend echt wirken. Im Anhang befindet sich dann aber Schadsoftware, die das ganze System infiziert.
Praktische Tipps zur Abwehr gegen Cyberkriminalität
VPN für zusätzliche Sicherheit nutzen
Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) kann zur Sicherheit beitragen, indem es alle Übertragungen verschlüsselt und sogar weitere Gefahren wie Phishing oder betrügerische Werbeanzeigen blockiert. Das kann speziell für Nutzer mit wenig IT-Erfahrung von Vorteil sein, weil eine praktische VPN-App dabei sämtliche Aufgaben automatisch übernimmt.
Das VPN lässt sich sogar direkt auf dem Router konfigurieren, um alle damit verbundenen Geräte effizient zu schützen. Dafür muss man zunächst die IP-Adresse des Routers finden und über einen Webbrowser aufrufen. Oft ist sie als Sticker auf dem Router angebracht. So erhalten Nutzer Zugang zu den Router-Einstellungen, um das VPN zu konfigurieren.
Für jedes Konto ein starkes Passwort verwenden
Die meisten Cyberangriffe gelingen nur deshalb, weil viele Menschen nach wie vor zu schwachen Passwörtern tendieren. Dabei gilt die Regel: Je leichter man es sich merken kann, desto einfacher ist es zu knacken. Zufällig erstellte Passwörter ab einer bestimmten Länge mit Zahlen und Sonderzeichen bieten demnach den besten Schutz.
Moderne Passwort-Manager sind hierbei eine praktische Hilfe. Sie erstellen auf Knopfdruck für jedes Konto ein unknackbares Passwort und können es im Anschluss sicher verwahren. Im Gegenzug muss man sich lediglich ein einziges Master-Passwort merken. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für jedes wichtige Konto gilt heute ebenfalls als Muss.
Geräte und Software immer aktuell halten
Einige erfolgreiche Angriffe lassen sich aber auch auf Lücken im System zurückführen. So werden immer wieder neu bekannte Sicherheitslücken geschlossen, ob von Apple, Google oder Microsoft. Das bedeutet, regelmäßige Sicherheitsupdates sind eine wichtige Voraussetzung, um einen hohen Schutz vor Cyberkriminalität zu bieten.
Die gute Nachricht ist, dass Updates sich heute einfacher denn je installieren lassen. Meistens erfolgen sie automatisch im Hintergrund oder benachrichtigen den Nutzer, dass ein neues Update bereitsteht. Wer sich also nicht selbst darum kümmern möchte, sollte unbedingt die automatische Updatefunktion in den Einstellungen aktivieren.
Freunde und Familie über Gefahren aufklären
Kriminelle entwickeln ständig neue Maschen und nutzen beispielsweise KI, um täuschend echte Deepfakes zu erstellen. So fallen vor allem ältere Menschen auf den neuen KI-Enkeltrick rein, weil sie einfach nicht wissen, wozu moderne Technologie heute in der Lage ist. Aber selbst jüngere Menschen sind vor den ausgefeilten Betrugsmaschen nicht sicher.
So visieren Kriminelle gerne junge Menschen an, um sie mit hohen Nebenverdiensten oder Renditen zu locken. Dabei handelt es sich um klassischen Finanzbetrug, der heute aber zunehmend über Social Media oder Messenger-Apps erfolgt. Deswegen sollte man sich und alle Bekannten zu neuen Betrugsmaschen auf dem Laufenden halten.
Fazit: Dank einfacher Tipps haben Cyberkriminelle keine Chance
Die meisten Gefahren lassen sich bereits mit ein paar einfachen Tipps vermeiden. Ein VPN garantiert hohen Schutz und gilt vor allem im öffentlichen WLAN als unverzichtbar. Zudem sind starke Passwörter und Sicherheitsupdates ebenfalls ein Muss. Wer sich dann noch zu den Gefahren auf dem Laufenden hält, hat eigentlich kaum etwas zu befürchten.

