Viele Eigenheimbewohner sind mit ihrem Zuhause grundsätzlich zufrieden. Dennoch gibt es häufig ungenutzte Potenziale, durch die Häuser komfortabler, sicherer oder effizienter gemacht werden können. Dafür muss nicht zwingend alles saniert und umgebaut werden. Schon einzelne, gezielte Nachrüstungen können im Alltag für einen großen Unterschied sorgen und das eigene Zuhause aufwerten.
Inhaltsverzeichnis
Nachrüstung Nr. 1: Smart Home Technologie
Smart-Home-Technologien gehören zu den flexibelsten Nachrüstungen überhaupt. Sie lassen sich schrittweise einführen und ganz einfach an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Das Ziel besteht darin, verschiedene Systeme im Haus intelligent zu vernetzen und automatisiert zu steuern. Ein zentraler Bereich ist dabei die Heizungssteuerung. Smarte Thermostate ermöglichen es, die Raumtemperatur präzise zu regeln und das sogar aus der Ferne per Smartphone. Heizzeiten können auf diese Weise einfach an den Tagesablauf angepasst werden, sodass Energie nur dann verbraucht wird, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Auch die Beleuchtung lässt sich intelligent steuern. Lampen können zum Beispiel automatisch ein- und ausgeschaltet oder in ihrer Helligkeit oder Leuchtfarbe angepasst werden. Das sorgt nicht nur für Komfort, sondern kann ebenfalls zur Energieeinsparung beitragen. Ein weiterer wichtiger Aspekt von Smart Homes ist Sicherheit.
Smart-Home-Systeme können Bewegungsmelder, Kameras oder Tür- und Fenstersensoren integrieren. Im Ernstfall, etwa, wenn sich jemand an der Haustür zu schaffen macht, werden die Bewohner sofort benachrichtigt. Viele Systeme ermöglichen einen direkten Zugriff auf Live-Daten, sodass man den Übeltäter nicht nur auf Video hat, sondern in Echtzeit beobachten und die Polizei informieren kann. Natürlich können auch Entertainment-Systeme smart gesteuert werden, damit beispielsweise per Sprachbefehl die gewünschte Musik abgespielt wird. Mittlerweile gibt es fast keine Grenzen: Wer sein Zuhause ganz und gar smart gestalten möchte, kann sogar Kühlschrank, Kaffeemaschine und Saugroboter ins System integrieren. Für manche ist das bloß Spielerei, für andere jedoch eine Möglichkeit, den Alltag komfortabler zu gestalten.
Nachrüstung Nr. 2: Vorbau-Rollladen
Sogenannte Vorbau-Rollladen werden außen vor dem Fenster montiert und benötigen in den meisten Fällen keine aufwendigen Eingriffe in die Bausubstanz, was sie zu perfekten Kandidaten für eine Nachrüstung machen. Zum Beispiel diese hochwertigen Rollladen aus München können unkompliziert angebracht werden und sind gleich auf mehrere Weisen von großem Nutzen, denn sie können weit mehr als bloß Abdunkeln. Einer der wichtigsten Vorteile ist der Hitzeschutz im Sommer.
Da die Sonneneinstrahlung bereits vor dem Fenster abgefangen wird, heizen sich Innenräume deutlich weniger auf. Das verbessert das Raumklima und kann den Einsatz von Klimageräten reduzieren oder sogar überflüssig machen. Im Winter tragen Rollladen zur Wärmedämmung bei. Zwischen Fenster und Rollladen entsteht eine isolierende Luftschicht, die Wärmeverluste verringert. Dadurch bleibt mehr Heizenergie im Haus, was sich ebenfalls positiv auf die Energiekosten auswirkt. Einige Modelle bieten außerdem Lärmschutz, was vor allem in lauten Wohngebieten, etwa in der Nähe eines Flughafens oder an Bahngleisen, ein wichtiger Faktor sein kann. Zudem gibt es Vorbau-Rollladen, die darüber hinaus Schutz vor Einbrechern bieten. Stabile Konstruktionen mit speziellen Sicherungen erschweren das gewaltsame Öffnen. Viele Systeme lassen sich zusätzlich mit automatischen Steuerungen kombinieren, sodass sie auch in Abwesenheit der Bewohner regelmäßig bewegt werden, was für zusätzliche Abschreckung sorgt. Und auch Insektenschutz kann mit Vorbau-Rollladen umgesetzt werden. Es gibt also viele gute Gründe, an dieser Stelle zu investieren und nachzurüsten.
Nachrüstung Nr. 3: Solarthermie und Photovoltaik
Zugegeben, diese Ideen zur Nachrüstung sind nicht ganz so einfach umgesetzt, lohnen sich aber dafür besonders. Sowohl für Solarthermie als auch für Photovoltaik werden Sonnenlichtkollektoren benötigt, die für gewöhnlich auf dem Hausdach angebracht werden. Während eine Photovoltaikanlage das Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandelt, nutzt die Solarthermie die Sonnenenergie direkt zur Wärmeerzeugung, meist für Warmwasser und teilweise zur Heizungsunterstützung. Im Idealfall werden beide Systeme nachgerüstet, um sich gegenseitig zu ergänzen. Doch auch die Anschaffung von nur einer Technologie ist sinnvoll. Photovoltaikanlagen haben den Vorteil, dass der erzeugte Strom im gesamten Haushalt genutzt werden kann, vom Kühlschrank über die Waschmaschine bis hin zur Wärmepumpe oder dem Laden eines Elektroautos. Überschüssiger Strom kann zudem ins öffentliche Netz eingespeist oder in Batteriespeichern für später gespeichert werden. Dadurch erhöht sich die Unabhängigkeit vom Energieversorger deutlich und es kann vielleicht sogar Geld verdient werden. Optimalerweise ist die PV-Anlage notstromfähig, das heißt, sie trennt sich bei einem Stromausfall vom öffentlichen Versorgungsnetz, versorgt das Haus aber weiter.
Allerdings schwankt die Stromproduktion je nach Wetter und Tageszeit, weshalb ohne Speicherlösung nicht immer der volle Nutzen ausgeschöpft werden kann. Außerdem benötigt eine Photovoltaikanlage meist deutlich mehr Platz, damit man tatsächlich annähernd autark sein zu kann. Solarthermie hat einen geringeren Platzbedarf. Wer zum Beispiel in erster Linie den Warmwasserbedarf seines Haushalts fast vollständig decken möchte, braucht oft nur wenige Quadratmeter an Sonnenlichtkollektoren. Insgesamt ist die Nachrüstung jedoch in der Regel aufwendiger, da meist Rohrleitungen durchs Haus verlegt werden müssen und die Anbindung an das Heizungssystem realisiert werden muss. Egal ob man sich für Photovoltaik oder Solarthermie entscheidet, in beiden Fällen tut man langfristig seinem Geldbeutel etwas Gutes, insbesondere, wenn wir davon ausgehen müssen, dass es immer wieder zu Gaskrisen und generell steigenden Energiekosten kommt. Der Wechsel auf erneuerbare Energien ist wirtschaftlich auf lange Sicht sinnvoll und zudem ein wichtiger Schritt für den Umwelt- und Klimaschutz. Wer umsteigen möchte, kann sich über Förderungen informieren, etwa bei der KfW.
Das sind natürlich nur einige Ideen, wie das eigene Zuhause aufgewertet und verbessert werden kann. Ebenfalls empfehlenswert sind zum Beispiel Anpassungen für mehr Barrierefreiheit. Vielleicht gibt es auch den Traum von einer eigenen Sauna oder einem Wintergarten. Wichtig ist, dass man sich in den eigenen vier Wänden immer wohl und sicher fühlt. Die persönlichen Bedarfe können sich im Laufe des Lebens ändern, weshalb immer mal wieder Veränderungen in Betracht gezogen werden sollten. In vielen Fällen können Nachrüstungen die Lösung sein.

