Viele Gin-Fans werden beim Anblick von Gin Made in Germany denken: Noch ein Gin und bei weitem nicht das Original. Denn wenn Gin, dann muss dieses Produkt nicht zwangsläufig aus dem Ausland kommen. Es gibt nun aber eine neue Generation von Gin-Fans, die auf Gins setzen, deren Grundlage die Früchte aus heimischen Streuobstwiesen bilden. Nachhaltigkeit wird auch in jeder weiteren Hinsicht bei der deutschen Gin-Produktion großgeschrieben. Neben Glasflaschen werden auch Steingutflaschen eingesetzt sowie Holzverschlüsse und Recyclingpapier für die Etikettierung im Rahmen des Abfüllens. Gin kaufen macht so nicht nur Spaß, sondern gibt auch ein besonders gutes Gefühl, dass hinter der Herstellung des Gins sehr viel Nachhaltig steckt.

Regionale Produktion

Was die Nachhaltigkeit des heimischen Gins ausmacht, ist die Verwendung der Früchte der heimischen Streuobstwiesen. Hier wird auf kurze Transportwege gesetzt. Im Idealfall stehen die Bäume, von denen die Bio-Zutaten für den Gin stammen, ganz in der Nähe der Destillerie und der Transportweg ist sehr kurz. Die Verwendung regionaler Produkte hat gerade in den letzten Monaten einen neuen Hype erlebt und findet immer mehr Freunde und Zuspruch. Wurden heimische Destillerien in den letzten Jahren noch etwas schräg beäugt – nach dem Motto: Was wollen die denn da auf die Beine stellen? Deren Produkte können eh nicht mit den großen Gin-Marken der Welt konkurrieren! Seit es Lieferengpässe gibt und Containerstaus in den Häfen etc. – bedingt durch die Corona-Pandemie – haben sich die Stimmen der Verbraucher etwas relativiert. Und mit den steigenden Preisen aufgrund von Ukraine-Krieg und Energiekrise greifen immer mehr Verbraucher zu den heimischen Produkten, insbesondere wenn es um Gin kaufen geht.

Botanicals von Streuobstwiese und aus Kräutergarten

Die Botanicals für den heimischen Gin stammen mitten aus der Natur – von der Streuobstwiese und dem Kräutergarten. Die Destillerien, die auf Botanicals von der Streuobstwiese und aus dem Kräutergarten setzen, sind sich dem neuen Trend von vielen Verbraucher bewusst auf regionale Produkte zu setzen. Die Streuobstwiese und auch der heimische Kräutergarten sind längst nicht mehr die gängigste Form des Anbaus. Immer mehr Gemeinden setzen – im Zuge des erhöhten Umweltbewusstseins – wieder auf die Anpflanzung von Streuobstwiesen, wie sie noch vor einem halben Jahrhundert um fast alle Dörfer anzutreffen waren und von denen Äpfel und Birnen direkt vom Baum gegessen worden sind. Auf den Streuobstwiesen werden keine Pestizide angewandt.

Ernte und Transport der Botanicals

Dass im heimischen Gin auch tatsächlich Bio-Zutaten aus der heimischen Region enthalten sind, dafür garantieren die Anbieter. In der Regel gibt es sogar eine regionale Angabe über die Streuobstwiese, von der die Früchte stammen für die Herstellung des Gins. Die Verlesung der Botanicals geschieht in der Regel in Handlese. Und die Verbringung der Botanicals von der Streuobstwiese zur Destillerie geschieht in der Regel schonend und auf nachhaltigem Weg.

Rezepturen für den heimischen Gin

Die Destillerien, die sich von den Streuobstwiesen und aus den Kräutergärten beliefern lassen, arbeiten Jahr für Jahr an neuen Rezepturen für den heimischen Gin. Ziel der Destillerien ist es einen ehrlichen Geschmack zu erhalten direkt aus der Flasche und durch neue Kreationen die Verbraucher dazu zu bewegen gerade diesen Gin kaufen zu wollen. Auch bei den Kräutern wird bei den Rezepturen für den heimischen Gin auf heimische Kräuter gesetzt, wie den Wiesensalbei und Thymian und viele andere Kräuter. Oftmals ist es mehr als nur ein Dutzend Botanicals, die ihren Weg in die Glas- oder Steingutflasche mit Holzverschluss finden. Zwar heißt es: Weniger ist mehr. Doch heimischer Gin unterscheidet sich eben auch in Anzahl und Vielfalt von den Destillaten bekannter Marken ausländischer Anbieter.

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