Der Wunsch nach schönen und geraden Zähnen ist heute vor allem durch die von den Sozialen Medien vermittelten Schönheitsideale größer denn je. Vor dem Gang zum Kieferorthopäden schrecken aber dennoch viele Patienten zurück. Weniger aus ernster Sorge vor Schmerzen oder genereller Zahnarztangst, sondern vielmehr weil sie eine langwierige Behandlung fürchten.

Viele Münchner möchten deshalb schon im Vorfeld wissen, wie lange es dauert, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Die Frage nach der Dauer lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten, da sie von vielen verschiedenen Faktoren abhängt und entsprechend stark variiert.

Wovon hängt die Länge der Behandlungsdauer beim Kieferorthopäden in München ab?

Zähne sitzen fest im Knochen und lassen sich nicht beliebig schnell verschieben. Damit sie von ihrer aktuellen in ihre neue Position wandern, muss der Körper an einer Stelle Knochengewebe abbauen und es an der anderen neu aufbauen.

Dieser biologische Umbauprozess braucht Zeit und lässt sich von außen kaum beschleunigen, ohne dabei Schäden an den Wurzeln zu riskieren. Wenn ein Kieferorthopäde in München nach gründlicher Anamnese den Behandlungsablauf plant, dann entscheidet die anatomische Ausgangslage über die Behandlungsdauer.

Ein schiefer Frontzahn lässt sich in der Regel schnell begradigen. Müssen jedoch im Zuge der Behandlungen Backenzähne weichen und der komplette Biss begradigt werden, benötigt der Körper deutlich mehr Zeit für den Umbau.

Auch die gewählte Technik beeinflusst den Verlauf. Moderne kieferorthopädische Verfahren arbeiten effizient, können die durch die Biologie gesetzten Grenzen aber nicht aushebeln. Zu viel Druck schadet dem Zahnhalteapparat nur und führt später häufig zu Problemen.

Ein erfahrener Kieferorthopäde in München achtet daher penibel auf das richtige Maß zwischen Fortschritt auf der einen und Gewebeschonung auf der anderen Seite.

Wie lange benötigt die kieferorthopädische Behandlung in München bezüglich einer festen Zahnspange?

Die feste Zahnspange ist nach wie vor der Standard für die Behandlung umfangreicher Fehlstellungen. Fachärzte kleben hierbei Brackets auf die Zähne und verbinden diese mit feinen Drähten. Der stetige Druck bewegt die Zähne in die gewünschte Richtung.

Durchschnittlich dauert eine solche Zahnbehandlung je nach Alter und Umfang der Behandlung zwischen 6 und 30 Monaten. Bei sehr komplexen Fällen kann sich die Behandlungsdauer auch auf bis auf zwei oder drei Jahre ausdehnen.

Kann ein Kieferorthopäde in München die Zahnbegradigung mit Alignern beschleunigen?

Zahnschienen (Aligner) sind ein wichtiges Hilfsmittel in der Kieferorthopädie. In transparenten Varianten fallen sie kaum auf und eignen sich daher auch gut für Erwachsene, die keine feste Zahnspange tragen möchten.

Dass sich die Behandlungsdauer mit der Methode beschleunigen und verkürzen lässt, trifft jedoch nur bedingt zu. Es kommt immer stark auf das Behandlungsziel an.

Bei leichten Korrekturen an Frontzähnen lassen sich mit Alignern tatsächlich binnen kurzer Zeit gute Ergebnisse erzielen. Viele Patienten in München erreichen mit Zahnschienen schon nach sechs bis neun Monaten das gewünschte Resultat.

Geht es jedoch um das Verschieben von Backenzähnen oder komplexe Drehungen, brauchen die Kunststoffschienen genauso lange wie eine feste Zahnspange.

Der Erfolg der Aligner hängt stark von der Disziplin ab. Eine gute Wirkung erzielen die Schienen nur bei konsequentem und langem Tragen. Wer sie oft vergisst, der zieht die Therapie in die Länge, da die Zahnbewegung bei jeder Pause stoppt.

Welche Rolle spielt das Lebensalter des Patienten bezüglich der Behandlungsdauer?

Das Lebensalter hat tatsächlich Einfluss auf das Tempo der kieferorthopädischen Maßnahmen in München. Bei Kindern und Jugendlichen ist der Kiefer noch leicht formbar und der Knochen reagiert prompt auf Druck. Das verkürzt die aktive Behandlungsphase.

Bei Erwachsenen ist das Kieferwachstum abgeschlossen, das Gewebe entsprechend fester und widerstandsfähiger. Der Körper braucht deshalb länger für Umbauprozesse. Allerdings auch nicht so viel länger, wie viele annehmen.

Etwa 10 bis 20 Prozent beträgt der zeitliche Unterschied zum Teenager. Davon sollte sich aber niemand abhalten lassen. Ein gutes Ergebnis lässt sich auch mit 50 Jahren noch erreichen. Erwachsene bringen zudem mehr Disziplin bezüglich der Mitarbeit mit. Das macht den biologischen Nachteil oft wieder wett.

Warum dauert das Stabilisieren oft genauso lange wie die Korrektur?

Nach der letzten Schiene oder Herausnahme der Spange ist erst Halbzeit. Zähne neigen leider dazu, in ihre ursprüngliche Position zurückzuwandern. Deshalb folgt zur Stabilisierung des Ergebnisses auf die aktive Bewegung immer eine Sicherungsphase, auch Retentionsphase genannt.

Die meisten Kieferorthopäden in München setzen hierzu feste Drähte hinter den Frontzähnen oder herausnehmbare Nachtspangen ein.

Wie lange diese im Mund bleiben bzw. getragen werden müssen, hängt davon ab, wie lange die vorherige Behandlung gedauert hat. Manchmal ist auch eine dauerhafte Sicherung nötig. Durchschnittlich dauert die Retention bei:

  • kleinen Schönheitskorrekturen (z. B. leichter Engstand): 6 bis 12 Monate
  • normalen Fehlstellungen (z. B. Lücken ohne Bissumstellung): 12 Monate
  • größeren Bisskorrekturen und Lückenschlüssen: 12 bis 24 Monate
  • sehr komplexen Fällen (stark ausgeprägte Fehlstellungen): 12 bis 24+ Monate
  • einer Gaumennahterweiterung: 3 Monate

Wir stellen fest: Zahnkorrekturen vom Kieferorthopäden in München brauchen etwas Geduld und eine gute Planung

Wer seine Zähne beim Kieferorthopäden in München korrigieren lassen möchte, der braucht etwas Ausdauer. Ob es nun ein oder zwei Jahre dauert, diktiert der Körper und nicht die Behandlungsmethode.

Seriöse Planungen setzen immer auf die Gesundheit, die Stabilität der Zähne und des Zahnhalteapparats, jedoch nicht auf das Tempo. Am Ende wird das Warten fast immer mit einem gesunden und geraden Gebiss belohnt, welches dann bei guter Pflege viele Jahrzehnte Freude bereitet.

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