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13.09.2005 um 12:55 Uhr

Warum ein Diesel nicht immer günstig kommt

Wer sich beim Kauf eines Neuwagens wegen des Preisvorteils an der Tankstelle für einen Diesel entscheidet, sollte in Zukunft genau rechnen. Ein Vergleich, mit welchen Modellen welcher Fahrertyp dennoch sparen kann.

    spritpreise dpa/adac

vergrößern Dieselfahrer zahlen pro Liter knapp 15 Cent weniger - doch die höheren Anfangskosten können dadurch nicht immer wieder reingeholt werden.
Foto: dpa/adac

 

Laut einem aktuellen Diesel-Benziner-Vergleich zahlt jeder fünfte Dieselfahrer bei den Kilometerkosten drauf. Dies gilt nach Angaben des Autoclubs ADAC für den Durchschnittsfahrer, der pro Jahr nicht mehr als 20.000 Kilometer fährt.

Der ADAC-Kostencheck zwischen 420 vergleichbaren Benzinern und Dieseln ergab außerdem, dass sich der Diesel für Autofahrer in rund fünf Prozent der Fälle nicht einmal bei 30.000 Kilometern pro Jahr rentiert.

Grund: Der höhere Kaufpreis sowie die höheren Steuern und Versicherungen können über die niedrigeren Spritkosten nur selten wieder reingefahren werden. Dies treffe zum Beispiel auf den Audi A4 2.5 TDI, BMW 745d Steptronic oder Chrysler PT Cruiser 2.2 CRD Touring zu.

Die gute Nachricht für den Diesel: Obwohl der Preisvorteil gegenüber Super-Benzin seit 1995 von rund 23 auf etwa 15 Cent geschmolzen ist, rechnet sich der Kraftstoff noch immer bei jedem dritten Diesel bereits ab einer jährlichen Laufleistung von etwa 10.000 Kilometern.

Beim Ford Mondeo Turnier 2.2 TDCi spare man so 5,7 Cent pro Kilometer, beim Mercedes S 320 CDI sogar 10,7 Cent pro Kilometer gegenüber der Benzinerversion. Bei 15.000 Kilometern pro Jahr rechne sich der Diesel in rund 57 Prozent der Fälle, berichtet der ADAC.

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13.09.2005 um 12:49 Uhr

Diesel-Rekordfahrten: In 30 Tagen viermal um die Welt

DIESEL-REKORDFAHRTEN<br>In 30 Tagen viermal um die Welt<br>Dieselmotoren f&uuml;r Pkw sind in den USA immer noch kein Thema. Der aktuelle Anteil am Gesamtmarkt betr&auml;gt gerade mal ein Prozent. Um den dieselrenitenten Amis die Qualit&auml;ten ihrer Selbstz&uuml;nder zu demonstrieren, hat Mercedes seinen neuen V6-CDI jetzt gleich eine ganze Reihe von Weltrekorden fahren lassen.<br><br> <br> <br>Weltrekordfahrt des Mercedes V6-CDI-Diesel: Zahlreiche Weltbestleistungen f&uuml;r alle Fahrzeugkategorien und -klassen<br>Auf einem Hochgeschwindigkeits-Rundkurs im texanischen Laredo erzielte der 224 PS (165 kW) starke Sechszylinder in drei serienm&auml;&szlig;igen E 320 CDI-Modellen neue Weltbestleistungen f&uuml;r alle Fahrzeugkategorien und -klassen &uuml;ber 100.000 Kilometer, 50.000 und 100.000 Meilen. Dar&uuml;ber hinaus knackten die drei sechsk&ouml;pfigen Fahrerteams auf den insgesamt 20.000 Runden 19 weitere Distanz- und Zeitrekorde in der Fahrzeugklasse 2,5 bis 3,0 Liter Hubraum (siehe Liste).<br>Beaufsichtigt wurden die Rekordfahrten von der F&eacute;d&eacute;ration Internationale de l'automobile (FIA), der internationalen Regulierungsinstanz f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung solcher Weltrekordversuche. Deren Kommissare hatten zuvor im DaimlerChrysler-Werk in Sindelfingen drei Fahrzeuge ausgew&auml;hlt, verplombt und in die USA verschickt. Denn laut den weltweit anerkannten Statuten sind w&auml;hrend des Rekordversuchs Reparaturen nur bis zu einem gewissen Grad zul&auml;ssig, ein Wechsel kompletter Baugruppen wie Motor, Getriebe oder Abgasanlage gar nicht erlaubt. Beides war nach Mercedes-Angaben w&auml;hrend der 30-t&auml;gigen Tortur, in der klimatische Schwankungen und permanente Ersch&uuml;tterungen Mensch und Maschine maltr&auml;tierten, aber auch nicht notwendig. &Uuml;ber die gesamte Laufstrecke waren pro Fahrzeug lediglich zehn Inspektionen f&auml;llig, bei denen das 26-k&ouml;pfige Mechanikerteam ebenso oft Motor&ouml;l, Luft- und Dieselfilter wechselte.<br>Womit ihnen nach der Zielankunft der Applaus der Amerikaner sicher war, wie etwa des von der FIA mit der &Uuml;berwachung der Rekordfahrt beauftragte United-States-Auto-Club-Pr&auml;sidenten Rollie Helmling: 'Von den zur&uuml;ckliegenden Weltrekordversuchen unter unserer Aufsicht geh&ouml;rt der Mercedes-Weltrekordlauf mit Sicherheit zu den beeindruckendsten.' Und auch Pilot Brendan Gaughan, der in der erfolgreichsten US-amerikanischen Rennserie NASCAR f&auml;hrt, fand es 'sagenhaft, dass ein Dieselfahrzeug eine vierfache Erdumrundung mit einem Schnitt von knapp 140 Meilen (225 km/h) pro Stunde bew&auml;ltigt. Neben dieser sportlichen Leistung &uuml;berzeugt mich die Laufruhe und der Komfort, beides liegt auf dem hohen Niveau eines V8-Benziners.'<br>Mercedes vermutet, dass auch Gaughans Landsleute immer &ouml;fter zu dieser &Uuml;berzeugung gelangen. Der geplante Jahresabsatz des Mercedes E 320 CDI in den USA sei bereits nach f&uuml;nf Monaten erf&uuml;llt gewesen. Allerdings waren das auch gerade mal 3000 Fahrzeuge.<br>Dabei sei das &ouml;konomische und &ouml;kologische Potenzial des Dieselmotors in den USA nach Mercedes-Berechnungen gigantisch. Ein Anstieg des Dieselmarktanteils bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf rund 30 Prozent w&uuml;rde in den USA t&auml;glich rund 1,4 Millionen Barrel Roh&ouml;l einsparen. Das entspr&auml;che dem gesamten US-&Ouml;limport aus Saudi-Arabien. <br>Hochgerechnet auf einen westeurop&auml;ischen Dieselmarktanteil von 50 Prozent erg&auml;be sich sogar das astronomische Einsparpotenzial von j&auml;hrlich rund 133 Milliarden Liter.<br>Einen zus&auml;tzlichen Schub f&uuml;r den Dieselmotor erhofft sich Mercedes jetzt durch die j&uuml;ngsten Ank&uuml;ndigungen der Bush-Regierung, ein Programm f&uuml;r sparsame und abgasarme Automobile aufzulegen, in dem 'Clean Diesel'-Modelle und Hybridfahrzeuge in den kommenden Jahren mit 2,5 Milliarden Dollar steuerlich gef&ouml;rdert werden sollen.<br><br> <br>
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