Homeschooling, virtuelle Treffen mit Freunden via Zoom oder einfach nur pure Langeweile, da sonst nichts anderes geht: Seit Corona verbringen nicht nur Erwachsene mehr Zeit vor dem Bildschirm, sondern die eigenen Kinder gleich mit. Dabei gibt es in der “realen” Welt so viel Kreatives und Spannendes zu entdecken.

Familie zwischen Homeschooling & Homeoffice

Seit gut einem Jahr sind Eltern und ihre Kinder fast ausschließlich in den eigene vier Wänden aktiv. Das reicht vom Homeoffice der Eltern, bestehend aus Videokonferenzen oder langen Telefonaten bis zum Homeschooling der Kinder. Die komplette Familie muss die meiste Zeit des beruflichen oder schulischen Alltags online bestreiten. Eine Herausforderung für viele Eltern. Es gilt jetzt für viele Eltern Beruf und Familie neu zu vereinbaren. Die Work Life Balance ist in den vergangenen Jahren in vielen Familien mühsam aufgebaut worden. Durch die veränderten Umstände fällt sie in sich zusammen und muss komplett neu strukturiert werden.

Aber auch für Kinder ist die aktuelle Lage nicht leicht. Freunde aus der Schule treffen und gemeinsam etwas draußen unternehmen ist nicht mehr so ohne weiteres möglich. Durch die Corona-Krise fallen diese Aktivitäten fast komplett weg. Kinder und Jugendliche sind gezwungen, ihre Freizeit alleine oder in der digitalen Welt zu verbringen. Ohne lässt sich der Kontakt zu den Freunden kaum halten. Also verbringen viele der 8 bis 18 Jährigen seit gut einem Jahr nicht nur ihre Freizeit, sondern auch ihre komplette Unterrichtszeit am Tag vor dem Bildschirm.

Einfluss von digitalem Konsum auf Kinder

Die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen nimmt seit den letzten Jahren stetig zu. Dagegen verringert sich die aktive Zeit an der frischen Luft weiter. Die Zeit am Bildschirm und der übermäßige Konsum von Sozialen Medien über Smartphone, Tablet und Co haben zum einen Folgen für den Körper.

Durch die mangelnde Bewegung an der frischen Luft, werden die motorischen Fähigkeiten und die Wahrnehmungen über alle Sinne nicht gefordert. Neben der fehlenden körperlichen Betätigung fehlt jedoch das soziale Miteinander, vor allem die Kommunikation mit Gleichaltrigen. Diese geht durch übermäßige Bildschirmzeit und dem surfen auf YouTube und weiteren Social Media Kanälen verloren. Doch nicht nur das. Auch die Körperhaltung wird durch übermäßige Nutzung von Smartphones beeinträchtigt. Ständiges nach unten auf den Bildschirm blicken belastet den Nacken. Acht Stunden und mehr im Homeschooling vor dem PC – im schlimmsten Fall nicht mal an einem Schreibtisch – können schon früh zu Rückenproblemen führen.

Kreative Kinderbeschäftigung draußen in der Natur

Je nach Altersgruppe sollte die Bildschirmzeit für das Kind angepasst werden. Nur durch zeitliche Begrenzungen und Regeln im Umgang mit digitalen Medien, lernen Kinder und Jugendliche nicht nur ihre Grenzen kennen. Sie erfahren auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Social Media und Co.

Doch wie gelingt es, die eigenen Kinder zu Spiel und Spaß fernab vom Bildschirm zu motivieren? Mit viel Kreativität! Es kann unglaublich viel Spaß machen, mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien die tollsten Sachen zu bauen. Zusammen kann man sich in unterschiedliche Fantasiewelten träumen. Sei es Abenteuerwelten von Rittern, Drachen, Feen oder Piraten. Um mit allen Sinnen aktiv zu werden, sollten Eltern mit ihren Kindern draußen Experimentieren, Spielen und gemeinsam Forschen.  Doch auch zu Hause bieten sich unendlich viele Möglichkeiten und Ideen für kreative Kinderbeschäftigung – ganz ohne YouTube-Videos, dafür aber mit einer Menge Spiel und Spaß.

Indianer spielen

Wie wäre es, den eigenen Garten in ein Indianer-Dorf zu verwandeln? Mit einfach Tricks entsteht ruck-zuck ein Wild-West-Abenteuer vor der Haustür. Ganz einfach geht das zum Beispiel mit:

  • einem selbst gebastelten Stirnband aus Filz oder Leder und Federn
  • echter Indianischer Kriegsbemalung mit Kinderschminke
  • einer Friedenspfeife aus Stöcken,
  • selbst geschnitztem Pfeil und Bogen
  • und einem selbstgebauten Tipi aus Bettlaken

Während eins gemeinsamen Spaziergangs im Wald, kann aus verschiedenen Naturmaterialien tolle Dinge gebastelt werden. Zum Beispiel eine Flöte aus einer Weidenrute. Oder es werden gemeinsam Brettspiele gebastelt und nachher miteinander gespielt. Das macht auch den Eltern Spaß!

Brettspiele spielen

Corona hat den Alltag von Familien, die im Homeoffice und im Homeschooling feststecken, komplett verändert. Ebenso die Nutzung der mobilen und sozialen Medien. Doch mit einfachen Ideen und ein bisschen Kreativität können Eltern ihre Kinder ganz einfach auch ohne Smartphone und PC beschäftigen. So hat Langeweile zwischen Homeschooling und Homeoffice keine Chance.

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