Er kann aussehen wie ein ganz normaler See. Die Rede ist von einem Schwimmteich. Er ist eine Alternative zu einem traditionellen Swimming Pool. Der Unterhalt ist kostengünstig und die Wasserqualität steht dem chlorierten Wasser nicht nach, obwohl sie mit harmlosen Methoden erreicht wird.

Ein Schwimmteich ist ein System, das aus drei grundlegenden Teilen besteht: einem Badebereich, einem Sumpfbereich (in dem das Wasser durch Pflanzen und Mineralien gereinigt wird) und mechanischen Filtern. Das System ist in der Regel mit einer Sauerstoff führenden Wasserkaskade angereichert.

Wie funktioniert ein ökologischer Schwimmteich?

Das System arbeitet mit natürlichen Selbstreinigungsprozessen des Wassers, die in der Natur existieren – Konkurrenz der Pflanzen um Nährstoffe, Beseitigung von Stickstoff- und Phosphorverbindungen, Sorptionsphänomene an den verwendeten Mineralien und sogar das Phänomen, dass einzellige Algen von mikroskopisch kleinen Krustentieren, die im Teich leben, “verschlungen” werden.

Das wichtigste Element des Schwimmteichs ist die Sumpfzone, die als Kläranlage für Bodenpflanzen dient. Es ist sehr wichtig, eine richtige Füllung des Sumpffilters und die Auswahl der Anlage zu treffen. Der Boden muss eine ausreichende Strömungshydraulik gewährleisten und das im Wasser entwickelte Zooplankton schützen.

Die hier vorhandenen Bakterien spielen eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Stickstoffverbindungen. Sie wandeln Ammoniak – ein Produkt der Zersetzung von abgestorbenem Gewebe – in Nitrate um. Ammoniak wird auch von Aluminium-Silizium-Gesteinen und Zeolithen adsorbiert, die den Filter füllen. Die Wahl des Substrats hängt von der Qualität und der chemischen Zusammensetzung des Wassers ab. Mehr zur Wasserökologie bei Schwimmteichen erfahren Sie vom Teichmeister der Schwimmteich und Naturpoolprofi.

Die Konstruktion des Teichbeckens hängt in erster Linie von den Anforderungen der Anwender ab. Tiefe Zonen ermöglichen den Sprung ins Wasser, flache Wasserflächen sorgen für sicheren Spaß im Wasser für Kinder. Das Becken wird in den meisten Fällen mit einer wasserdichter Folie ausgelegt. Die am häufigsten verwendeten Folien von hoher Beständigkeit sind PE, PVC und EPDM.

Über der Wasseroberfläche am Rand des Schwimmteichs befindet sich eine Kapillarsperre, d.h. ein einige Zentimeter langer Folienabschnitt, der verhindert, dass Wasser durch den umgebenden Boden aus dem Teich “gesaugt” wird. Die Kante muss entsprechend verstärkt werden. Bei stark ansteigendem Wasserstand kann ein Überlaufen verhindert werden, indem ein saugfähiger Brunnen mit Kies, Steinen oder Ablagerungen gebaut wird. Die Oberseite ist mit Kieselsteinen bedeckt und bildet einen Strand.

Die Stabilität der die Isolierung bedeckenden Deckschicht wird durch eine Neigung der Kante von höchstens 25% gewährleistet. Der Boden muss ein Gefälle aufweisen, damit die Bodensedimente in den tiefsten Teil des Beckens gelangen können, wo sie durch den Bodenablauf aufgefangen werden. An dieser Stelle beträgt die Teichtiefe mindestens 2 m, damit die von den Badegästen aufgewirbelten Sedimente das Wasser nicht trüben. Der Schlamm wird in die Kanalisation geleitet oder in einem Schlammbrunnen getrennt, der mit einem System von mechanischen Filtern verbunden ist.

Da der Betrieb der Pumpe mit Stromverbrauch verbunden ist, ist es wichtig, dass der Durchfluss elektronisch entsprechend der Intensität der Teichnutzung eingestellt wird. Ein gut durchdachter Sumpffilter benötigt wenig Durchfluss.

Im Badebereich befindet sich auch ein Skimmer – eine Vorrichtung, die Feststoffe von der Oberfläche des Teiches und dem Boden des Teichs aufnimmt. Seine Position wird durch die vorherrschende Windrichtung bestimmt, die den Transport von Verunreinigungen (z.B. Laubblätter) unterstützt.

Der Prozess der Wasseraufbereitung wird durch eine Kaskade unterstützt, die das Wasser vom Badeteil zum Sumpffilter leitet, den Oberflächenstrom des Wassers erhöht und auch seine zusätzliche Sauerstoffversorgung ermöglicht. Die Kaskade kann mit sumpfigen Pflanzen bepflanzt werden, die das Wasser reinigen.

Projektplan für den Bau eines Naturpools

Zur Vorbereitung eines Projekts benötigt ein Landschaftsarchitekt die folgenden Unterlagen:

  • Geodätische Daten (oder Karte zu Planungszwecken) mit Informationen über die Medien – elektrische Anschlüsse, Wasserversorgung, Kanalisation, Regenentwässerung und alles, was sich innerhalb der geplanten Konstruktion befindet
  • Informationen über die Vorstellungen/Wünsche sowie Vorschläge für Aussehen, Ort, etc;
  • Fotos, die von verschiedenen Seiten den Standort mit Horizont und die Position des Teiches vor dem Hintergrund der Hausfassade zeigen
  • Geologische Untersuchung, die über die Art des Bodens und den Grundwasserspiegel informiert

Am besten ist es, sich bereits beim Bau eines Hauses für einen Schwimmteich zu entscheiden, denn Erdarbeiten, die mit dem Einsatz von schweren mechanischen Geräten verbunden sind, können den zuvor angelegten Garten zerstören.

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Redaktion

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