Solitär ist ein populäres Kartenspiel für eine Person, das kurzweiligen Spielspaß verspricht und die grauen Zellen fordert und fördert. Um erfolgreich zu spielen, braucht es strategisches Denkvermögen und dazu ein bisschen Glück. Wie Solitär genau funktioniert und welche Maßnahmen den Ausgang des Spiels positiv beeinflussen können, verrät dieser Beitrag.

Womit wird gespielt?

Für Solitär ist ein Deck französischer Spielkarten erforderlich. Es empfiehlt sich, auf einem größeren Tisch zu spielen, um diese leicht und übersichtlich auflegen zu können.

Was ist das Ziel des Spiels?

Es geht darum, vier Stapel zu bilden, deren Karten jeweils dieselbe Farbe haben. Das heißt, es sollen alle Kreuz-, alle Pik-, alle Herz- und alle Karo-Karten zusammengelegt werden. Zusätzlich gilt es die Kartenwerte aufsteigend zu sortieren, beginnend mit dem Ass, das die kleinste Karte ist, und endend mit dem König, der als höchste Karte fungiert.

Wie startet das Spiel?

Zunächst muss die Basis geschaffen werden – und zwar so:

  1. Schritt: Karten mischen – per Hand oder, für mehr Komfort, mit einer elektrischen Kartenmischmaschine.
  2. Schritt: Sieben Karten verdeckt nebeneinanderlegen.
  3. Schritt: Darunter leicht überlappend sechs weitere Karten in eine Reihe legen – danach fünf Karten, vier Karten, drei Karten, zwei Karten und zum Schluss noch eine Karte.
  4. Schritt: In jeder Reihe die letzte Karte aufdecken.
  5. Schritt: Die übrigen Spielkarten als kompakten Stapel auf den Tisch legen. Sie bilden den sogenannten Talon. Er kommt zum Einsatz, wenn aus dem Spiel heraus keine Züge mehr möglich sind. Dann darf der Spieler von ihm eine Karte abnehmen.

Wichtig: Neben dem Talon sollte Platz für vier Kartenablagestapel sein.

So wird weitergespielt

Nach den Vorbereitungen geht es so richtig los mit Solitär. Hier kommen die Regeln im Detail:

  • Passende offene Karten in absteigender Reihenfolge untereinanderlegen. Dabei gilt es schwarze und rote Karten abwechselnd aneinanderzulegen. NICHT erlaubt ist es hingegen, mehrere schwarze oder rote Karten aneinanderzureihen.
    Beispiel: Liegt in einer Reihe ein schwarzer Bube und in einer anderen Reihe eine rote Dame offen, so darf der Bube unter die Dame gelegt werden. Würde sich der Bube rot oder die Dame schwarz präsentieren, so wäre es nicht gestattet, den Buben unter die Dame zu legen. Die farbliche Abwechslung muss also stets gegeben sein.
  • Sobald durch die zuvor beschriebene Regel eine verdeckte Karte frei wird, diese umdrehen und versuchen, sie nach dem obigen Prinzip in einer anderen Reihe anzulegen.
  • Bieten die offenen Karten keine Anlegemöglichkeiten mehr, eine Karte vom Talon abheben. Lässt sich diese wieder nirgends anlegen, noch eine Karte abheben. Dies so lange fortsetzen, bis der Spielfluss wiederhergestellt ist.
  • Sobald ein Ass zum Vorschein kommt – ob bei den gelegten Karten oder durch das Abheben vom Talon, einen Ablagestapel beginnen.
  • Auf das Ass in aufsteigender Reihenfolge die farblich passenden Karten legen. Zur Erinnerung: Hier reicht die reine Farbgebung allein – sprich schwarz oder rot – nicht mehr aus. Es müssen die konkreten Kartenfarben jeweils übereinstimmen (Kreuz, Pik, Herz und Karo).
    Beispiel: Die vollständige Herz-Reihe reicht vom Herz Ass über Herz 2, Herz 3, Herz 4 und so weiter bis zum Herz König.
    Wichtig: Ist sonst kein Zug mehr realisierbar, darf die oberste Karte des Ablagestapels auch wieder in die Reihe mit den gelegten offenen Karten aufgenommen werden.

Wann ist das Spiel zu Ende?

Eine Runde Solitär ist zu Ende, wenn

  • alle vier Kartenablagestapel voll sind. Dann ist das Spiel gewonnen.
  • keine Karten mehr angelegt werden können und es noch verdeckte Karten gibt. Dann ist das Spiel leider verloren.

Strategische Tipps für eine höhere Gewinnchance

Zusätzlich zu den allgemeinen Spielregeln für Solitär gibt es ein paar kleine strategische Maßnahmen, mit denen die Wahrscheinlichkeit, die Spielrunde zu gewinnen, steigt:

  • Zuerst immer so viele Karten wie möglich auf die Ablagestapel legen.
  • Den Talon nur dann benutzen, wenn es wirklich sein muss.
  • Die Spielzüge möglichst so wählen, dass sich die Karten der längsten Reihen zuerst aufdecken lassen.
  • Die Kartenablagestapel möglichst gleichmäßig befüllen.

Übrigens: Auch wenn Solitär, wie der Name schon sagt, grundsätzlich ein Spiel für eine Person ist, spricht nichts dagegen, zu zweit oder in einer größeren Gruppe zu spielen und sich zu beraten, um das Spielziel gemeinsam zu erreichen.

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