Aus dem Leben eines Taugegarnichts

30.09.2004 um 22:05 Uhr

Färdsch.

Stimmung: Machen S' halt en Strich.


Ich habe jetzt meine letzte Prüfung hinter mir und bin fertig mit meinem Studium. Und ich kann das ohne jede emotionale Regung sagen, weil es mir wohl einfach noch nicht wirklich klar geworden ist.
Viel ändert sich ja für mich nicht, ich mache meine Arbeit erstmal so weiter. Nur halt ohne Geld. Welch unwichtiges Detail.

Ah ja, mit meiner letzten Prüfung bin ich eigentlich ganz zufrieden: 11 Punkte, das ist ok. Danke an alle, die mir Glück gewünscht haben!
Nur insgesamt reichte es nur für eine 9,97.
9,97. Was ist das für eine dämliche Note?! Warum hätte man da nicht aufrunden können, hm? Komma 97. So ein Schwachfug.
Aber egal, ich bin nicht damit zufrieden, aber ändern kann ich es ebensowenig, und schlecht ist es ja auch nicht.

Im Übrigen bleibe ich dabei: Dresden ist im Großen und Ganzen eine hässliche Stadt. Sie mag schöne Ecken haben, aber die hat jede Stadt. In erster Linie aber ist sie hässlich und unwirtlich und ich habe gestern und heute nicht einmal das Gefühl gehabt, dort je beheimatet gewesen zu sein, obwohl ich ganzes Jahr dort gewohnt habe. Zwischen mir und Dresden gab es immer nur eine friedliche Koexistenz, nie mehr. Und jetzt bin ich diese Stadt los! *aufatme*

Zu irgendwelchen emotionalen Regungen gleich welcher Art bin ich derzeit seltsamerdings noch nicht fähig, ausgenommen allgemeine Lebensfreude. Seltsam, aber das kommt vielleicht noch, ich habe noch nicht ganz begriffen, dass ich jetzt fertig bin, aber das sagte ich bereits. Ja...

Die Bewerbungsunterlagen sind nun abgegeben und ich werde mich dort auf jeden Fall nochmal so melden... oh, ich möchte diesen Job haben...

Meine Wohnung sieht nun nach einer Woche des Lernens und des damit verbundenen Hausens aus wie... wie... na, wie sie demnach logischer Weise aussehen muss und daher werde ich mich nun erst einmal der allgemeinen Ordnung meiner Wohnung und der Ordnung meiner Unterlagen widmen.
Aber erst morgen. Den Rest des heutigen Tages werde ich dazu nutzen, zu grübeln, was mir netRebel mit seinem Kommentar sagen wollte. Der hat mich verwirrt. Ich suche mein Spühlmittel nämlich selbstverständlich nach der Farbe aus, und da kommt nur blau in Frage, keinesfalls aber gelb oder gar rot! Aber ich denke, das war wohl eher nicht die Essenz des Eintrages.
Mann, Mann, Mann, da ist man grad' von der FH weg, da muss man sein Hirn trotzdem weiter anstrengen, hier bleibt einem auch gar nichts erspart...

23.09.2004 um 23:23 Uhr

Engel links, Engel rechts

Stimmung: geteilte Stimmung ist doppelte Stimmung.

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich kommenden Mittwoch eine mündliche Prüfung habe? Oh, ich bin so schlecht... immerhin habe ich heute schonmal meine Unterlagen zusammengesucht... Naja, ich hab das ja alles schonmal notdürftig gelernt, das Sonntag, Montag und Dienstag nochmal zu wiederholen, sollte möglich sein, oder? ODER?!

Im Moment sieht es nicht danach aus, als müsste ich die nächsten paar Monate weit weg ziehen. Oder überhaupt irgendwo hinziehen. Weil von außerhalb steht gerade keine Bewerbung, bei der ich ein Vorstellungsgespräch hatte, mehr aus...
Mit einem heiter'n und einem nassen Aug', würd' ich sagen. Schon dumm, noch immer keinen Job zu haben. Dann wieder: Wäre ich dort unten glücklich geworden? Wer weiß. Aber wenigstens Nea hätte den Job kriegen können. Erstens hätte mich das für sie gefreut und zweitens hätte ich dann wenigstens nicht das Gefühl, dass man als Berufseinsteiger schonmal abgegessen hat.

Aber da ich im Moment sowieso nicht weiß, was ich will, ist das in Ordnung. Nein, warte, ich will ja hierbleiben. Nein, ich will wegziehen. Ich will oft umziehen, alle zwei Jahre in eine andere Stadt, und ich will viele neue Leute kennenlernen und viel unternehmen. Nein, ich will endlich mal einen festen Wohnsitz und ein reguläres Leben. Und ich will Liebe. Nein, halt, ich will Single bleiben. Ich will nur noch ins Bett und schlafen. Aber am liebsten würde ich jetzt auf einen fliegenden Teppich steigen und über Flüsse und durch Wälder fliegen, vom Mond beschienen unter den Sternen...
Aaaaaaaaaaaargh! Ist jetzt hier mal Ruhe, oder was?!
*EngelNr.1plopp* *EngelNr.2plopp*
Danke.

Nun ja, eine Ausschreibung heute ganz in der Nähe entdeckt, werde morgen meine Unterlagen mal persönlich vorbei bringen. Meint ihr, das bringt was? Ja, ich mach' mir dadurch noch mehr Hoffnungen und veranstalte dann ein Chatbesäufnis, wenn's nichts wird.

Good night, and joy be with you all.

22.09.2004 um 22:50 Uhr

Sommertag

Musik: The keeper *träller* Hey down (Ho down) Derry derry down

So schlecht war ich heute gar nicht mal... obwohl ich schwach angefangen habe.
Vormittags war ich nur halb ansprechbar und habe es nur fertig gebracht, dösig und ziellos im Internet zu surfen. Dann habe ich 1,5 Liter Wasser auf der großen Kochplatte verdampft und so meine Küche in eine Dampfsauna verwandelt, was mir die kleine Kochplatte wohl übel genommen hat, weil sie ab da nicht mehr funktionierte, ohne die Sicherung zu exen. Inzwischen scheint das aber wieder geheilt zu sein. Puuhh...

Gegen drei Uhr bin ich dann aus meiner Lethargie erwacht und habe angefangen, meine To-do-Liste abzuarbeiten.
Fehlte noch das Geschenk für meine Mutter... merkt ihr was? Der Kreis schließt sich, darum haben sich auch meine ersten Blogs im letzten Jahr gedreht... dieses Jahr ist es noch etwas kurzfristiger geworden, hat sie doch übermorgen Geburtstag.
Also war ich in der Stadt und habe mich umgesehen nach roten Zahnputzbechern. Das neue Bad wird nämlich tendenziell rot. Außerdem sind wir verzweifelt.
Ich habe also in klirrender Kälte (ein kühler Sommertag. Lasst mich in meinem Glauben, in meiner fluffigen, kuschligen, wohl behüteten kleinen Welt ist noch immer Sommer! *sing* In the summer time, when the weather is hot...) sämtliche Geschäfte der Stadt nach roten Zahnputzbechern durchkämmt - nichts. Man kann blaue Zahnputzbecher haben, grüne, weiße, silberne, rosane... und man kann rote Putzeimer haben, rote Lockenwickler und Feuerlöscher. Aber keine roten Zahnputzbecher. Na schön, es war ohnehin eine bescheuerte Idee.
Die zweite Idee war ein Schirmständer. Ja, wir sind dieses Jahr ganz besonders sentimental.
Gab's in den Geschäften, in denen ich gesucht habe, natürlich auch nicht. Also ein sehr frustrierender Einkauf. Wie so ziemlich alle meine Einkäufe frustrierend sind, außer Lebensmitteleinkäufe. Da frustriert dann immer nur der Kassenzettel. Vorteil bei meinen anderen frustrierenden Einkäufen: Kein Kauf => kein Zettel.

Ein Krisentelefonat mit meiner Schwester brachte zu Tage, dass wir ihr schon lange keinen Schmuck mehr geschenkt haben. Zum ersten, zum zweiten und zum dritten - verkauft an die verzweifelten Töchter einer Frau, die schon alles hat.

Bin heute darauf angesprochen worden, ob ich für die Prüfung nächste Woche schon alles auswendig könne. Schließlich hätte ich ja Urlaub. Unwissende. Ich hasse Lernen. Das war früher mal anders, da war ich verstrebt und habe gern gelernt, aber inzwischen hasse ich es. Und wenn ich an die mündliche nächste Woche denke, wird mir übel (was daran liegt, dass die Mündliche auch übel wird... Centi schmeißt schweigend 10 Cent ins Phrasenschwein. ) Was mich allein aufrecht erhält, ist der Gedanke, dass es vermutlich die letzte Prüfung ist. Hach

An der Bewerbungsfront sieht's düster aus, aber so schnell gebe ich natürlich nicht auf! Ich bin das Centi, ich bin mit den Helden groß geworden, die in Stiefeln sterben. Ich bin die beste Mitarbeiterin, die man sich wünschen kann, und irgendwann wird das auch mein Traumarchiv bemerken und mich mit Handkuss einstellen!
Und ich suche schonmal die Telefonnumern von Zeitarbeitsfirmen hier in der Stadt raus.

22.09.2004 um 00:05 Uhr

...von dess' Bezirk eine Wanderin wiederkehrte...

Bevor hier die Erbstreitigkeiten losgehen, melde ich mich mal als lebend zurück. Stimme aus dem Off: Ooooooohhhh.....
Der Anruf kam von meinem persönlichen Betreuer, endlich habe ich auch mal seinen Namen erfahren. Erstaunlich junger Kerl, solariumsgebräunt und blondiert, passte so gar nicht ins Bild eines Angestellten bei der Arbeitsagentur, aber egal. Hat mich über meine Pflichen bei der AA aufgeklärt. Muss mich da jetzt jeden Monat melden. Ist das bei Bewährungsstrafen nicht genauso? Na egal, wenn sie mir die Reisekosten erstatten, sind es meine Freunde.

Von meiner imaginären meterlangen To-do-Liste habe ich heute exakt.... *nachrechne*... Null Punkte erfüllt. Hm... gibt Abzüge in der B-Note, und ist ein wenig ausbaufähig. Ich finde, morgen ist ein guter Tag, um mit der Aufarbeitung anzufangen.

Sonstige Erkenntnisse: Chatbesäufnisse sind unter der Woche sinnlos, da die meisten am nächsten Tag arbeiten müssen (bis auf die, die zum Urlaub gezwungen sind...) und daher bald verschwinden. Und sich allein vor'm PC zu betrinken ist ja so armselig.
Was die Faszination von Chatbesäufnissen ist, Bob? Gute Frage. Vielleicht der Komfort, dafür nicht aus dem Haus zu müssen und sich zu jedweder Zeit ins Bett fallen lassen zu können. Es brauchte kein Vorbereitungen und kein Aufäumen, ist also ideal für Zwischendurch. Muahaha. Nicht jeder hat jemanden in der Nähe, der zu sowas taugt.
Klarer Nachteil ist natürlich, dass mit fortschreitender Stunde das Schreiben schwerer fällt, was allerdings wiederum zur Folge hat, dass man den Alkoholpegel nie zu sehr wachsen lässt. Man bleibt also immer bei einem gesunden Level. Also so, dass man unter'm Tisch liegen kann, ohne sich festhalten zu müssen. Mit Laptop hat man übrigens beim Unter'm-Tisch-Liegen klare Vorteile.

Im Übrigen kam der Gedanke der Chatbesäufnisse wohl einfach dadurch auf, dass sich Leute aus allen Teilen unserer schönen Republik nicht so einfach an einem beliebigen Tag mitten in der Woche treffen können. Also wenn man mal einen spontanen Grund hätte, sich zu betrinken. Zum Beispiel Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag.
Aber wie erwähnt ist es armselig, sich allein vor dem PC zu betrinken.

[Übrigens habe ich gerade ein schreckliches Dejá-vu.]

So fill to me the parting glass,
good night, and joy be with you all.

21.09.2004 um 15:01 Uhr

Der Rest ist Schweigen...

Ich habe gerade einen Anruf von der Agentur für Arbeit erhalten. Sie hätten noch ein paar Fragen wegen des Antrages, den ich ihnen geschickt habe (die Reisekostenerstattung für die Vorstellungsgespräche) und ich sollte doch mal bitte vorbeikommen.
Gesagt wurde mir das von einem äußerst sympathisch klingenden Mann, der... wirklich äußerst sympathisch klang.
Kommt euch das nicht auch ein wenig unheimlich vor? Ich meine, sie haben Fragen zu meinem Antrag, der - würde er in vollem Umfang genehmigt werden - sie ein kleines Vermögen kosten würde. Und sie laden mich ganz ganz freundlich ein, sie mal zu besuchen. Allein, unter vier Augen.

Es war nett, euch kennen gelernt zu haben und hier bloggen zu dürfen, leb' wohl, schnöde Welt. Ich bin des Todes. Sie werden mich heute nachmittag meucheln, aus dem Weg räumen, endgültig zum Schweigen bringen, kalt machen, abmurksen, mir das Lebenslicht ausblasen, mich mit meinen Vorfahren bekannt machen, kurz: oh-oh.

Na schön, ich werde mich stoisch in mein Schicksal ergeben, aber vorher noch kurz etwas loswerden:
Meine weltlichen Besitztümer fallen außer dem nachgenannten an meine Eltern:
Bilbo geht an Nea. Wehe, du sorgst nicht gut für ihn!
Pip kriegt die restlichen Kornblumensamen, die noch in meiner Tasche sind, Mel bekommt die Flasche Rotwein aus meinem Vorratsschrank, ihr Dalmatiner kriegt mein Schaffell, Christina/Weibsbild sämtliche Fruchtweine, die ich noch so habe. Nimiel meinen Nutella- und Fillinchen-Vorrat.
Hm... was noch? Irgendwie habe ich erstaunlich wenige Sachen, die anderen was geben könnten...
Aber das kann mir ja jetzt auch egal sein. Ich gehe jetzt.
I have done.

Das Centi

20.09.2004 um 23:31 Uhr

Monnacht

Und es ward wieder Montag. Soll mir diesmal egal sein, ich weile ja aus bereits genannten Gründen im Urlaub.

Meine Eltern haben den Umzug nun zum größten Teil hinter sich gebracht, die Kartons sind ausgeräumt, oder auf dem Boden, oder im Keller..., die wichtigsten Kabel verlegt, die Fernsehprogramme sortiert und die alte DDR-Fahne sicher verstaut. Bereit sein ist alles.

Am Samstag bin ich auf wundersame Weise genesen, ich habe keine Ahnung, welche von meinen Geheimmitteln geholfen hat: das Zink, das Vitamin C, der viiiele Schlaf, die Hühnersuppe, die Unmengen von Schokolade (glaubt es, das macht gesund!) oder das steinerweichende Jammern. Wer weiß. Egal, Hauptsache gesund.

Heute dann mal wieder die Familie mütterlicherseits besucht, Omma aus'm Heim geholt und zum Onkel gekarrt, gegrillt (natürlich nicht die Oma!) und halb erfroren (also ich). Vermutlich bin ich morgen wieder todkrank. It suuuucks!
Außerdem war ich endlich beim Fotografen. Oh, ich werde die Bilder hassen, ich weiß es.

Jetzt bin ich eigentlich nur noch müde und will ins Bett. Seit etwa zwei Stunden. Aber ich habe Urlaub und damit die heroische Pflicht, lange aufzubleiben und morgen auszuschlafen. Also sitze ich hier mit immer kleiner werdenden Augen, lese altbekannte Comics und versuche, mich mit sinnlosen Tests wach zu halten.
Daraus gewonnene Erkenntnisse:
- Die vier Elemente sind Essen, Saufen, Kiffen und Schlafen.
- Wenn ich schon ein Attentat plane, muss ich's auch minutiös vorbereiten.
- Das nächste Mal bleib' ich gleich zu hause.
- Bankräuber haben einen miserablen Geschmack.
- Ich sollte ins Bett gehen.

Good night, and joy be with you all.

17.09.2004 um 21:27 Uhr

Oh liebliche Stille...

Eine schwerkranke Frau wie ich ist natürlich stets auf der Suche nach Ruhe, um im Stillen leiden zu können. Daher hatte ich mich auch entschlossen, erst Freitag zu meinen Eltern zu fahren, damit ich nämlich noch einen ruhigen Abend verleben könnte, und damit ich morgens in Ruhe packen könnte.

Und die Gelegenheit könnte ich gleich nochmal nutzen, um mein Auto umzumelden (Nebenwohnsitz). Und den Brief beim Arbeitsamt, pardon, bei der Arbeitsagentur abzugeben. Und da die Apotheke auch quasi auf dem Weg liegt, könnte ich gleich noch ein paar Paracetamol mitnehmen.

Dies alles in umgekehrter Reihenfolge, und da die Kfz-Zulassungsstelle ab 11:00 schließt und ich wenigstens eine dreiviertel Stunde dahin brauche... war's mit der Ruhe vorbei, ehe sie angefangen hatte.

Ich quälte mich also halb neun (das ist unmenschlich!!) aus dem Bett, suchte im Halbschlaf meine Sachen und die Unterlagen zusammen, die ich für die Ummeldung brauchte, und machte mich in die eisige Kälte (es waren schon unter 20°C, ich will wieder Sommer!!) auf. Etappe 1 war der Weg zur Apotheke, der zwar vom Auto aus nur noch zehn Meter betrug, aber von einer Ampel, die mich gefühlte zwei Stunden in der Kälte stehen ließ, behindert wurde.

Die Einfahrt zur Arbeitsagentur verfehlte ich zunächst, weil ich den Weg gewöhnlich nur nehme, um zum Aldi dahinter zu gelangen... und danach stand ich in der Stadt eine viertel Stunde im Stau, weil die *piiiiiiiiiep* Markierungen neu gesetzt wurden.

Einem leidenden Menschen wird auch gar nichts erspart. Und für die Ummeldung musste ich dann auch noch 11 Euro berappen, davon kann ich mich eine Woche lang ernähren!

Aber na schön, irgendwann kam ich daheim an, und es gab - Klischeealarm! - Hühnerbrühe (mit Nudeln). Danach beschloss ich, ich hätte mir nun ein wenig Ruhe verdient und hatte gerade die Couch ausgeklappt und die Kissen zurecht gelegt, als meine Eltern meinten, es sei so schönes Wetter, wir könnten nochmal in den Garten gehen.

"Oh nein, ohne mich, ich will nur meine Ruhe..."
"Ach was, frische Luft wird dir gut tun!"

Dafür muss man wissen, dass meine Eltern Sauerstoff als Allheilmittel zu betrachten scheinen. Wenn man krank ist, muss man an die frische Luft, dann wird man wieder gesund. Als ich mit Akne zu kämpfen hatte, fehlte mir nur die frische Luft und wer sich daheim ein Bein bricht, hätte besser an die frische Luft gehen sollen.

Mein Wehren half also alles nichts, es ging in den Garten. Na schön, dachte ich, da würde ich mich eine Weile in Ruhe in die Sonne setzen, den Vögelein zuhören und dann wieder nach hause schlendern.

Ja, es war idyllisch, wie ich so in meinem schwarzen Pullover schwitzend in der Sonne lag, während mir ein eisiger Ostwind ins Genick fuhr. In der Ferne summte ein Rasenmäher vor sich hin, während sich in den Nachbargärten ein paar Schrettermaschinen einen Wettstreit lieferten, wer am längsten, lautesten und nervtöndsten lärmen konnte, ich ständig von einem Igel im Gebüsch neben mir beschimpft wurde und tausende von Spinnenweben (mit Spinnen!) in den Bäumen um mich herum drohten.

Kurz nach vier machten wir uns endlich auf den Rückweg von dieser Wildnishölle, trafen allerdings noch eine Bekannte, die uns nach hause begleitete. Und sich Ewigkeiten mit meinen Eltern unterhielt. Und unterhielt. Und... Die Verabschiedung begann 16:50 und endete 17:20 und danach war mein Kopf auf das doppelte Volumen angewachsen, aber spätestens nach dem Essen hatte ich endlich meine Ruhe. Gut so, ich hatte mich schon allmählich wie Bernd, das Brot gefühlt.

 

16.09.2004 um 18:53 Uhr

School day's over

Musik: Schoolday's over

Meine Einträge in letzter Zeit waren wohl etwas rarer, das lag zum einen daran, dass ich zu tun hatte (hatte ich? ah, egal...), zum anderen daran, dass ich immer vor dem Schreiben überlegt habe, was ich denn schreiben könnte. Also was Sinnvolles. So ein Blödsinn.

Damit ist jetzt Schulz, ähm... Schluss und ich schreibe jetzt, wann es mir passt, ha HA! Ob euch das interessiert, war mir ja schon immer egal. Muahahaha.

Heute war also mein letzter offizieller Tag im Stadtarchiv. Wie ich mich jetzt fühle?
Krank, wie seit Montag. Elend. Ich bin einfach zu wehleidig, jeder andere würde mit der simplen Erkältung noch durch die Stadt jagen und Erledigungen tätigen, aber das Centi beschließt, dass es mit 37°C krank ist, und dass es gefährlich ist, eine Mandelentzündung und anderes zu verschleppen und verkündet, dass ein oder zwei Tage im Bett nicht schaden können.
Uuuh, hört euch diesen Husten an, das kann leicht eine Lungenentzündung werden!
Die Passbilder, die ich seit Tagen machen lassen wollte, kann ich auch noch Samstag oder Montag machen lassen und die Bewerbungen, die ich diese Woche schreiben wollte, schreibe ich eben nächste Woche zusätzlich (Hab' ja ohnehin keine Passbilder mehr...).

Zu heute: Ich habe für meine [bliebiges Adjektiv einsetzen] Arbeit ein Buch bekommen und meine Betreuer haben wieder "guter Bulle - böser Bulle" gespielt. Zuerst hat sie mir erzählt, dass ich noch viel lernen müsste, etc. etc., dann hat er relativiert und meinte, ich könnte auch gut als Leiterin in einen Ein-Mann-Betrieb gehen. Yay him!

Außer, dass eine meiner Nachbarinnen seit einiger Zeit bei einem meiner Nachbarn an die Tür hämmert und ihn anschreit, ist hier eigentlich alles normal und daher werde ich mich nun wieder mit einem guten Buch zur Ruhe legen.

Good night, and joy be with you all.

15.09.2004 um 19:12 Uhr

And if the weather treats me right, I'm happy ev'ry day

Hu, viel passiert seit dem letzten Eintrag, ich geb' das schnell im Telegrammstil wieder:

Donnerstag:
Als das Centi 16:15 nach hause kam, trägt sie die Mülltonne grummelnd in den Keller, blogt sich die Seele aus dem Leib und packt ihre Sachen, um das Wochenende zum Großteil wieder bei ihren Eltern zu verbringen und das Auto in die Werkstatt zu schaffen.
Auf dem Weg nach draußen, gegen 17:30, ein Blick in den Briefkasten:
Die städtischen Umzugsdienste bitten mich, die Tonne am Montag bitte raus zu stellen.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrrgggghhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bilbo wird in die Werkstatt geschafft. Antriebswelle oder so.
Mein lieber Schatz, mein Augenstern, Verlobter, Traum meiner schlaflosen Nächte, Trost in finsteren Zeiten, Liebling, Wegbegleiter und -bereiter, du weißt ich liebe dich wie die Sonne, den Mond und die Sterne, mein treuer Freund, aber allmählich bist du auch verdammt teuer! Ich werde dich wöchentlich waschen wenn du willst, ich kontrolliere den Reifendruck und den Ölstand öfter, aber, mein Juwel, mein Augapfel, mein angebetetes Kleinod, ich bitte dich: Hör' auf, ständig irgendwelche Krankheiten zu haben!

Freitag
Besorgungen mit Muttern in der Stadt, gute alte Familienidylle in meiner lieben Heimat.
Ich werde sentimental, in Deckung!

Also weiter... Bilbo abgeholt.

Samstag
Eltern machen sich in Richtung Weimar auf, Babysitting für meine Nichte.
Ich fahre wieder heim, mache ein paar sinnlose Dinge und räume auf. Ok, der letzte Teil war gelogen, aber es klingt so viel besser.

Sonntag
Mittagessen bei Omma, Schwester + Lebensgefährte, Nichte, Eltern und ich ebenfalls da.
Verlasse am späten Nachmittag randvoll gefüllt (mit Essen, nicht was ihr schon wieder denkt!) den Platz und fahre zurück.
Vorkehrungen für das Bwerbungsgespräch am Montag, Fahrt zum Rollenspiel.
Ich liebe diese Bande. 5 Chaoten, die nichts als Unsinn im Kopf haben, yay them! Sollte ich umziehen, möchte ich die Kerls mitnehmen.

Montag
Anruf Eltern. "Wie geht's dir?" Äh... ist das 'ne Fangfrage?? War's nicht, Eltern, Schwester und Lebensgefährte haben sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen und waren auf Hinweissuche.
Tonne aus dem Keller geholt.
44 km Fahrt, Vorstellungsgespräch, am Ortsausgang umgekehrt und zurück, weil man vergessen hat, den Wisch vom Arbeitsamt ausfüllen zu lassen, na, ich hab ja Zeit. Auf die Weise habe ich den Personalmenschen dort kennengelernt und herausgefunden, dass er in meiner Heimatstadt wohnt. Gewohnt hat. Irgendwie so. Egal.
Heimfahrt, jetzt aber wirklich.
Was leckeres zu essen gemacht und ins Bett gelegt.
Festgestellt, dass ich krank werde. Ausgerechnet...
Zink, Schokolade und Vitamin C, Schal und im Bett geblieben.
Route für Dienstag rausgesucht. Früh ins Bett gegangen (auch wenn ich da eh die ganze Zeit war...)

Dienstag
Kurz nach 7:00 Paracetamol reingepfiffen und losgefahren.
A72, A9, A6, A81, A8. Durchschnittlich eine Engstelle pro Kilometer. Argh.
Als Ausfahrt von der A8 war die Nr.50 notiert. Fluche nach 51 und 52 und kehre mangels Parkgelegenheit um.
Parkgelegenheit zwischen 51 und 50 zeigt, dass ich die falsche Ausfahrt notiert habe, es war die 54. Fluuuuuuch!
Weitere Paracetamol, umgekehrt, richtige Ausfahrt, rein in die Stadt. Rote Ampel Nr. 1 - 142 verflucht, angeschrien und beschimpft.
Wutentbrannt auf dem richtigen Parkplatz gelandet, Wut an wartenden Kollegen ausgelassen, selbige dann begrüßt.
Weiter Wut an Kollegen ausgelassen.
Mit Kollegen in Ruhe essen gewesen, Unmut auf andere Sachen gelenkt. Weiter palavert, zu den Vorstellungsgesprächen gegangen, weiter palavert , verabschiedet, letzte Paracetamol, heimwärts gezogen.
Etwas entspannter, keine Baustellen mehr. Sonnenuntergang im Rücken. Hach...

In solchen Momenten spüre und liebe ich meine Freiheit. In meinem Auto mit meiner Musik auf dem Weg zu meiner Wohnung. Keiner, der mir den Weg vorschreibt, der mir sagt, dass ich Pickel habe (NEA! Du hast mich mit diesen Fieberpickeln in das Vorstellungsgespräch gelassen! Ich bring' dich um!! ), der mich zusülzt.
Nur das Auto, die Straße, der Sonnenuntergang, die Musik und ich. Hach.
Ein freies Leben führen, wie schön. Gut, man könnte es auch Chaos, Perspektivlosigkeit oder Unsicherheit nennen. Aber wir sagen "Freiheit" dazu und finden es klasse.
Wie in diversen wunderbaren Liedern.

Die einzigen, die mir Vorschriften machen wollten, waren diese seltsamen 120-Schilder. Auf einer breiten, geraden, dreispurigen, erstklassigen Autobahn.
Bilbo hatte irgendwann keinen Bock mehr, unter Leistung zu fahren und zog an, so ließ ich ihm die Zügel und wir zogen mit Reisegeschwindigkeit (140) an all den BMWs, VWs und Audis vorbei.
Die ließen das natürlich nicht auf sich sitzen und kamen so aus ihren 120er-Trott heraus, beschleunigten auf 145, um mich zu überholen und fuhren dann vor mir mit 145 weiter.
SEHET! Die Macht, die selbst dem kleinsten Auto gegeben ist! Selbst ein Peugeot 106 vermag große dunkle Autos dazu zu bringen, eine Ordnungswidrigkeit zu begehen! Ha HA!

20:15 Ankunft (4h15 min! Yay me!).
Eltern angerufen. "...Auch so weit weg..." "Ja... aber..." *seufz*
Zwecks Frustbewältigung an diversen Forumsdiskussionen beteiligt, provoziert, Fan-PM erhalten.
Bett.

Mittwoch
Heute endlich Gelegenheit ergriffen, das zu tun, was ich mir schon seit langem mal wieder vorgenommen habe:
Einen Tag im Bett verbringen.
Lesen, surfen, noch mehr lesen, noch mehr surfen. Schokoriegel, Paprikachips (igitt!), Tee und Chili. Nicht genau in der Reihenfolge.
Sinnvolle Aktionen beschränkten sich auf das Ausfüllen von Anträgen, das Postholen und das erneute in den Keller Bringen meiner Mülltonne (die im Übrigen keinerlei Kennzeichnung aufweist).
Dafür bin ich morgen wieder fit für die Arbeit, den letzten Tag vor dem Urlaub.

09.09.2004 um 17:04 Uhr

Der liebe Rechtsstaat.

Der Tragödie erster Teil.
Ich hatte am Dienstag einen Zettel im Briefkasten, ich solle am Donnerstag ab 7:00 bitte meine Mülltonne rausstellen, damit sie registriert werden könnte.

Ich also am Mittwoch den Absender, die städtischen Umweltdienste, angerufen.
Centi: Äh... ist das der Antrag, den ich im April gestellt habe...? Vor fast fünf Monaten?
Umweltdienst: Ja, da sind Sie noch früh dran.
Centi: Ah ja... Es wäre möglich, dass ich in den nächsten Monaten wieder wegziehe, dauert eine Abmeldung genau so lange?"
Umweltdienst: Japp.
Centi:
Oookkayyy..... dann möchte ich bitte das ganze Brimborium canceln, also streichen Sie mich bitte aus dem Computer, nicht dass da morgen jemand vor meiner Haustür umsonst steht, ja?
Umweltdienst: In Ordnung. Rufen Sie bitte noch das städtische Umweltamt an, um den Auftrag dort auch nochmal zu stornieren.

Centi: Hallo, städtisches Umweltamt. Blablabla, und ich möchte den gesamten Auftrag hiermit canceln, meine Tonne bleibt im Keller.
Umweltamt: Ähm... aber... wir müssen die Tonne trotzdem registrieren... so für Ihre Nachmieter und so...
Centi: Meine Nachmieter sind mir eigentlich egal, deswegen zahl ich doch keine Grundgebühren!
Umweltamt: Ähm.. wir halten mal Rücksprache mit dem Umweltdienst und rufen Sie dann zurück.

Umweltamt: Frau Centaurea, wir machen das jetzt so, Sie stellen Ihre Tonne morgen raus und die wird dann registriert.
Centi: Ähm... Moment. Hat das irgendwelche Folgen für mich?
Umweltamt: Nein.
Centi: Also keine Gebühren?
Umweltamt: Naja, die Grundgebühren halt.
Centi: Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh! Ich zahl keine Grundgebühren!!!
Umweltamt: Dann kommen Sie am besten mal hier vorbei oder schreiben uns einen Brief, dann können wir die Gebühren reduzieren.
Centi: Reduzieren?
Umweltamt: Auf Null.
Centi: Oookkaaaaaayyyyyyy....

Habe nun also meine Tonne rausgestellt, und werde demnächst ein Brieflein schreiben, in dem ich um Befreiung von den Gebühren bitte, nein, diese fordere. Bin ja mal gespannt.



Der Tragödie zweiter Teil :

Ich arbeite bekanntlich nur vier Tage die Woche, deswegen und weil ich genug zu tun hatte, mir die Arbeit Spaß machte und ich im Oktober eh arbeitslos bin, verspührte ich jetzt nicht so sehr das Bedürfnis meinen Urlaub zu nehmen und hab nun also noch 9 Tage übrig.
Von denen wollte ich noch 5 nehmen oder so und den Rest verfallen lassen.
Wurde dann letzte Woche von Cheffin nochmal darauf aufmerksam gemacht, dass ich noch Urlaub habe, der mir zusteht.

Centi: Ja, ich nehm so und so viel, den Rest lass' ich halt verfallen.
Cheffin: Aber der steht Ihnen zu!
Centi: [Warum werde ich nur das Gefühl nicht los, dass sie mich loshaben will??]
Aber... ich will ihn nicht, ich brauch ihn nicht...
Cheffin: Fragen Sie nochmal Dresden, ob das so rechtens ist.
Centi: [Muahaha, klar, sicher. Was sollen die mir sagen? Mich zwingen, den Urlaub zu nehmen? Muahahaha!! *Schenkelklopf* ]
Tach, Dresden, ich hab da noch Resturlaub, den würd' ich gern einfach verfallen lassen, ist doch ok so, oder?
[Die sagen jetzt ja, dann bedank' ich mich und leg' wieder auf. So ein Blödsinn!]
Dresden: Nö.
Centi: Ok... Was?! Wie 'nö'?!
Dresden: Der steht Ihnen zu, den müssen Sie nehmen!
Centi: Aber... aber... ich will nicht...?
Dresden: Es gibt keinen zwingenden Grund, warum Sie den nicht nehmen sollten.
Centi: Kann der nicht einfach verfallen??
Dresden: Nein, Sie müssen im Jahr 20 Tage Urlaub nehmen, sonst müsste er ausgezahlt werden und das lässt das Finanzamt nicht zu.
Centi: Aber... aber... blablabla
Dresden: Ja, so menschlich versteh' ich Ihre Gründe ja, aber rein rechtlich ist das halt nicht möglich.
Centi: [*schluck* ]
Dresden: Ich halte nochmal Rücksprache mit Ihrem Vorgesetzten und rufe dann zurück.
Centi: Okaayyyy.....

Cheffin kommt kurz darauf hoch.
Cheffin: Ich bin gerade von Dresden angerufen und dazu angehalten worden, darauf zu achten, dass Sie Ihren Urlaub noch nehmen.
Centi: Nee jetzt, oder?
Cheffin: Doch, es gibt keine zwingenden Gründe, warum Sie den Urlaub nicht nehmen sollten, also sollen Sie den unbedingt noch nehmen.
Centi: [*seufz* *Kalenderrausnehm* *nachrechne* *schluck*]
Also... also... wenn ich die beiden Tage, die ich wegen der Vorstellungsgespräche frei gehabt hätte, als Urlaub eintrage, dann bin ich noch heute... und noch... einen Tag bei Ihnen...
Cheffin: Dann machen wir das so. *strahl*
Centi: [Warum werd' ich nur das Gefühl nicht los, dass die mich loswerden wollen?!]
Okkayyyy...

Ja, ich bin jetzt also zwangsbeurlaubt für den restlichen September (minus einen Tag). Ja... dann... ähm... kann ich dann öfter hier schreiben, mehr Bewerbungen raus schicken... mal wieder lesen... PC-Spiele.... ja...
Aber eigentlich würde ich auch gern weiterarbeiten...
Aber gut, ich darf halt nicht. Muss man einsehen.
*Amoklauf*


Seitdem höre ich seltsame Stimmen.
Muss. Menschheit. Vernichten. Muss. Menschheit. Vernichten. ...

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Ja, mein edler Ambosskreditgeber, danke. Vielleicht kann ich dir die alle irgendwann zurückgeben. So in... zwanzig Jahren...
Hab dann stattddessen eben um ein Praktikum im Okober gebeten, das mir dann auch zugesagt wurde.

08.09.2004 um 22:35 Uhr

Donnerstag, 2.9.2004

Na schön, na schön, ehe ich mir einen Verzug von Wochen aufhalse und dann zu Ostern meine Weihnachtsgrüße versende, bringe ich meinen Bericht jetzt endlich zu Ende. Aufatmen aus dem Off.
Dann kann ich auch endlich mal wieder ein paar eMails schreiben... *hüstel*

Also Donnerstag... hach, das ist schon wieder so lange her... wie die Zeit vergeht... *sinnier* gestern war ich noch in Marburg, morgen geh' ich quasi schon in Rente... hach.... ja... damals...
Ähm, ja, Donnerstag also.

Mein Wecker (also meine Armbanduhr. Casio. Etwa vier Jahre alt. Oder so. Das Armband hab ich voriges Jahr neu gekauft, Leder hält halt nicht so lange, und es gibt so wenige Digitaluhren, die ein Lederarmband haben, aber was erzähle ich hier schon wieder...) klingelte gegen 7:30 und fast motiviert quälte ich mich also aus meinem warmen, weichen, gemütlichen, bequemen, Geborgenheit schenkenden Bett, wie ich das ja bereits gewohnt bin.
(Mann, Centi, bei dem Tempo brauchst du bis morgen früh!)
Schlich mich aus dem Zimmer, damit mein Gastgeber, der das Privileg von Sommerferien genoss (Ich hatte auch mal Sommerferien. Da war ich aber noch jung. Damals.), in Ruhe weiterschlafen konnte.
Wurde dann von seiner Mutter zum Frühstück genötigt, wie am Vorabend zum Abendessen ("Willst du was essen?" "Nein, ich hab keinen Hunger, aber Danke!" *Magenknurr* "Ich räum' das jetzt ohnehin hin..." "Naja, vielleicht eine kleine Scheibe Brot...").
Dann machte ich mich auf den Weg. Ich hatte eine gute Stunde mehr eingeplant, war also relativ entspannt und wartete mein Autobahnkreuz ab. Nein, den Namen hatte ich mir natürlich nicht gemerkt, auch die Nummer nicht, aber ich wusste ja, wo ich hin wollte.
Es kamen tatsächlich 4 (vier!) Autobahnkreuze auf dieser ca. 20km langen Strecke, bei jeder einzelnen habe ich überlegt, ob das die richtige ist ("Nein, das ist nicht die A6..."), die fünfte war es dann.
Und in dieser Zeit wurde der Verker zähflüssiger.
Ich malte mir dann schon alle Alternativen aus für den Fall, dass ich eine Stunde im Stau verbringen musste... laufen, Taxi holen, Hubschrauber, THW, Rotes Kreuz, Katastrophenschutz...
Aber auf der ganzen Strecke entwickelte sich zum Glück kein handfester Stau und so konnte ich dann auch das letzte Stück Bundesstraße vor Mosbach in Ruhe genießen. Hach, was für eine Gegend, toll, einfach wunderschön.
Wald, Hügel, Wiese, Horizont,... da stimmte einfach alles.

In Mosbach selbst suchte ich mir dann einen Parkplatz wo ich checkte, ob ich im richtigen Teil Mosbachs war und wo ich am günstigsten parken konnte, um schnell zur Innenstadt und wieder raus zu kommen (Ich hatte die Größe dieses Ortes gnadenlos überschätzt.) Als ich also so stand, klopfte es bei mir an die Scheibe *schock* und ein Mann stand neben mir *schock*, der mir... sein Parkticket anbot. (Das registrierte ich erst, als ich den Dialekt von seinen Worten subtrahiert hatte.)
"Äh... ich... äh.. nein... Aber Sie können mir doch sicher sagen, wo ich hier am besten parke, wenn ich... blablabla."
(Hatte ich schon erwähnt, wie gnadenlos ich die Größe des Ortes überschätzt hatte?)

Den richtigen Parkplatz (genau den, der in der prallen Sonne lag) fand ich dann auch gleich und lief in die Richtung, die mir der Wegweiser als Richtung "Marktplatz" zeigte, ich hatte noch über eine Stunde Zeit. Nebenbei schrieb ich eine SMS an Nea, die eine halbe Stunde vor mir einen Termin hatte, um zu fragen, ob sie schon da sei.
Erhielt daraufhin einen Anruf, sie wäre bereits auf dem Bahnhof. Wisse nur nicht genau, ob es der richtige sei. Ich überlegte, dass das ja kein Problem wäre, schließlich hätte ich sie mit dem Auto holen könnten. Gut, ich hatte keine Ahnung, wo sie war oder wie ich dahin käme, aber egal.
Erhielt dann auf dem Weg durch die Fußgängerzone zum Bahnhof, wo ich sie abholen wollte, noch einen Anruf, sie wäre auf einem anderen Bahnhof der Stadt, aber in zwei Minuten würde ein zug kommen, der sie in fünf Minuten zum richtigen brachte.
Setzte mich also auf eine Bank auf dem Bahnhof und wartete.
Ein weiterer Anruf. "Ich hab' gerade etwas ganz Blödes gemacht...." Der Zug in die Gegenrichtung. Oh nein. [Es stellte sich später heraus, dass sie den Schaffner, der im Zug stand, fragen wollte, ob dies der richtige Zug wäre, musste dazu aber einsteigen. Und in dem Moment, in dem die alles entscheidende Antwort "Nein" erfolgt war, waren hinter ihr die Türen zu gegangenund der Zug fuhr.]
20 Minuten in die falsche Richtung, dieser vermaledeite Zug, dieser Mistgrübel, der elendige, dieses verf***te Scheißding von einer Müllkarre, der Schrotthaufen, der Ausbund eines erbärmlichen Regionalschleichers, dieses dämliche Teil also hielt gewöhnlich an jedem noch so kleinen Kaffbahnhof. Aber heute hatte er beschlossen, er könne ja zur Abwechslung mal 20 Minuten lang fahren.
Tja, selbst Bilbo hätte da nichts mehr machen könnten, und so machte ich mich auf in Richtung Rathaus zum Termintausch. Nebenbei telefoniert. "Was? Wo bist du??" "Ich *knister* eingestiegen *piiiep* zwanzig Minuten *rausch*..."
Kurz darauf wurde die Verbindung also wegen Sinnlosigkeit unterbrochen und ich schaute auf.
Wo zum Geier war ich hier?!?!
Naja, weit konnte es nicht sein, ich musste nur bergab... und ... rechts... ja...
...
"Entschuldigen Sie, ich suche das Rathaus...?"
"Da sind Sie hier ganz falsch! *wegbeschreib* Können Sie mir gleich sagen, wie spät es ist? Ich muss meinen Zug noch kriegen..."
*grins*

Dann stand ich also in der Wartehalle. Ja, da waren Stühle, aber ich konnte doch jetzt nicht sitzen, außderm war ich in wenigen Minuten dran. Also lief ich im Kreis. Und im Kreis. Und im Kreis.
Interessante Balken. Stützpfeiler aus Baumstämmen. Schön. Außerdem verleiteten sie dazu, die Hand darauf zu legen und zu sinnieren: "Dieser Baum ist alt!" (Für Herr-der-Ringe-Fans) "Nein, warte, dieser Baum ist tot! Mein Freund,... der Baum... ist tot... *Baumumarm*" Mann, ich hoffe wirklich, die hatten da keine Überwachungskameras...

Um hier abzukürzen: Die Stelle stellte sich als eine Ein-Mann-Stelle heraus, ich frage mich, warum sie Berufseinsteiger überhaupt eingeladen haben... ein Zwischending zwischen "Unschaffbar" und "Himmel auf Erden".
Sonst lief alles glatt, der Termintausch machte keine Probleme (zumal sich die Termine mittlerweile um eine Viertelstunde nach hinten verschoben hatten), die nachfolgenden Züge auch nicht mehr und so schaffte Nea ihren Termin und wir konnten danach unser Wiedersehen feiern!
Mittagessen und spazieren durch die wunderschöne Innenstadt. Gut, durch die war man in zehn Minuten komplett durch (wir hatten da die Größe dieses Ortes ein wenig überschätzt...), aber da konnte man ja mehrmals durchgehen, schön genug war sie wirklich.
Die Stunden vergingen wie im Flug und es wurde Abend und wir verabschiedeten uns.

Nea stieg nun in den Zug und ich stieg wieder in mein Auto ein und fuhr nun gen Osten. Das Mittagszazicki hatte böse, böse Spuren hinterlassen und ich hatte durchaus Sorgen, dass der Autolack von diesem umwerfenden Geruch abgebeizt werden könnte, aber Bilbo stand das durch wie ein Mann.

Eine tolle Fahrt, endlich mal wieder unbekannte Autobahnen, eine tolle Gegend und den Sonnenuntergang diesmal im Rücken. Eigentlich schade.
Mit diesem Sonnenuntergangswahn werde ich noch irgendwann einen ganzen Autobahnfluss lahmlegen. Ich höre schon die Radiodurchsagen...
"Achtung auf der A4 Dresden Richtung Eisenach, zwischen Stadtroda und Jena Lobeda steht ein Centi auf der Autobahn. Die Störung wird nach Sonnenuntergang behoben sein, bitte bewahren Sie Ihre Kontenance!"
"Hey, Sie! Können Sie Ihr Auto mal von der Stelle bewegen?! Sie halten den ganzen Verkehr auf!"
"Psssst! Sehen Sie Sich doch den Sonnenuntergang an! Ist das nicht wunderschön?! *schmacht*"
"Machen Sie Sich von der Fahrbahn runter, oder ich hole die Polizei!!"
...

Äh... ja...

Wie gesagt, eine geniale Fahrt, die aber schon nach vier Stunden zu Ende war.
Hallo?! Map24 hatte mir 4 1/2 Stunden versprochen! Ich will mein Geld zurück! Äh.. ich meine, ich will... ich will... hach...
Ich kam also bei meinen Eltern an, die noch immer mit den Nachwehen des Umzugs zu kämpfen hatten und auch noch haben, aber dazu ein anderes Mal.

Damit will ich diese unsägliche Serie von Tagesberichten beenden, die nächsten Einträge wieder in etwas akkumulierterer Form. Noch ein Aufatmen aus dem Off.

Good night and joy be with you all.

06.09.2004 um 19:39 Uhr

Mittwoch, 1.9.04


Ich bin also Mittwoch wie gewohnt auf Arbeit, um von da aus dann gegen vier in Richtung Hessen zu düsen.
Die A4 ist ja so langweilig. Der Verlauf ist noch immer der gleiche wie vor zwei Jahren, außer dass die Baustellen jetzt woanders liegen. Daran sollte man mal was ändern. Sie könnte zum Beispiel mal durch einen Laubwald führen. Oder am Meer vorbei. Irgendwie sowas.
Was sie etwas spannender machte, war die Tatsache, dass ich wieder einmal in den Sonnenuntergang fuhr (also jetzt nicht bis ganz ran...). Schöööön...
Gut, ich hab halt auch nichts mehr gesehen, weil meine Windschutzscheibe total siffig war. Aber das war ja auch nicht nötig, ich kannte die Strecke schließlich.

Dabei habe ich eine neue Berufsidee gefunden. Auf der A5 zwischen Gießen und Frankfurt muss es irgendwo jemanden geben, der alle Autos rausfiltert, die nicht groß und dunkel sind. Oder wenigstens eins von beidem. Wie ich da durch kam? Gute Frage. Vermutlich hat der unseriöse-Autos-Rausfilterer gerade einer hübschen Blondine in einem großen dunklen Cabrio hinterhergestarrt, als ich gerade hinter einem BMW war.
Heieiei, kam ich mir mit meinem hydrantroten Peugeot 106 zwischen all den großen dunklen Autos komisch vor... Ich meine, ich bin da lang gefahren wie jedes andere Auto auch, ich habe etwa so viel überholt, wie ich selbst überholt worden bin und zumindest die rechten drei Spuren (von ungefähr 12, ich hab nicht gezählt) habe ich gut ausgenutzt.
Wobei ich mir auf der ganz rechten schon komisch vorkam. Ich glaube, die ist wohl für Flugzeuge reserviert. Weil da fuhr halt keiner. Außer mir hin und wieder.
Naja, irgendwann war ich dann südlich von Frankfurt, und damit gab es dann wieder eine überschaubare Anzahl an Spuren, hin und wieder ein buntes oder gar kleineres Auto (bunt und klein habe ich nicht gesehen, soweit ich mich erinnere) und manche fuhren sogar ganz rechts.

Das Phänomen muss übrigens wirklich an der Gegend gelegen haben, nicht etwa an der Herkunft der Autos, ich wurde nämlich auch genug von sächsischen Landsleuten überholt. In großen dunklen Autos natürlich.

Das erinnert mich übrigens an...

< Exkurs >
Irgendwann Anfang der 90er fuhr meine Familie mit mir (ich hatte ja keine Wahl) in die Alpen und beschloss eines Tages, sich die Großglockner-Hochalpenstraße anzutun. Sich und mir, aber egal.
Jedenfalls war da natürlich ordentlich Betrieb und beim gelangweilten auf-die-Nummernschilder-Starren begann nun meine Schwester, eine Liste zu führen.
Die Bestand im Prinzip aus zwei Spalten: Sachsen und Rest-Welt.
Für jedes Auto, das uns entgegenkam, wurde nun ein Strich auf die Liste gesetzt.
Ja. Jetzt müsste mir eigentlich noch irgendetwas kreatives einfallen, um die Spannung noch ein bisschen zu steigern, aber ich habe überlegt und überlegt und mir ist wiedermal nichts eingefallen, noch nicht einmal eine gute Überleitung. Mann, bin ich schlecht.
Das Ergebnis war also nach einigen dutzend Autos, dass das Verhältnis von Sachsen : Rest-Welt = 1:2 war.
Glaubt es oder lasst es, aber jedes dritte Auto, das uns an diesem Tag dort oben entgegen kam, war ein Sachse. Der Rest waren Thüringer, Brandenburger, Hamburger, Bayern, Österreicher, Schweden, Japaner, Niederländer, Italiener und alles andere.
Ich frage mich in solchen Momenten immer, wie das zu dieser Zeit daheim aussah. Ging dann ein einzelner Mensch durch die größte Straße Dresdens und hörte nur das Rauschen des Windes? Ein Dornbusch, der träge vom Wind über die Straße getragen wird, ein Grillenzirpen irgendwo auf der Prager Straße, ein Ladenschild, das sich quietschend bewegt, während eine Katze über die Ampelkreuzung am Albertplatz schleicht?
Wie kam das? Gab es einen Aufruf bei Antenne Sachsen? "Heute Großreinemachen in Sachsen: Alle Anwohner sind aufgefordert, die Wiese vor ihrem Haus vom Müll zu befreien, oder zur Großglockner-Hochalpenstraße zu fahren."
Oder habe ich in Geographie wieder einmal nicht aufgepasst und das Große da auf der Karte war Sachsen und Deutschland ist ein Teil davon?
Oder litt Sachsen an einer geheimen Überbevölkerung, die nicht erkannt wurde, weil wichtige Volkszählungsunterlagen vernichtet wurden und in wirklichkeit hat Sachsen 80 Mio. Einwohner? Das würde erklären, warum die Straßenbahnen in Dresden immer so verdammt voll waren und warum der Brombeerwein hier im Globus immer so schnell alle ist.

Äh... wo war ich? Ach ja...
< /Exkurs >

Ja, irgendwann hatte ich dann die richtige Autobahnausfahrt. B. war größer, als ich es in Erinnerung hatte. Und größer, als es auf Map24 ausgesehen hatte. Aber gut, ich wusste, ich musste eimal rechts und irgendwann nach dem Knick in der Straße links. In die A.-Straße. Da war keine A.-Straße.
Aber da war eine Araltankstelle und da wir wissen, dass in der Araltankstelle immer junge hübsche Männer arbeiten ... ähm... ich meine, da wir wissen, dass die kompetenten Mitarbeiter bei Aral jedem Kunden freundlich helfen, den Weg zu finden, war dies dann auch meine Anlaufstelle und ein kompetenter junger hübscher Mitarbeiter wies mir dann auch mit Hilfe einer Straßenkarte, auf der ersichtlich war, dass ich hier ziemlich falsch war, den Weg.
Dann hatte ich das Wohngebiet gefunden, hab gegen 9 nochmal eine unschuldige Passantin angefallen, die daraufhin zu ihrem Mann ins Haus stürmte und sich für mich von ihm den Weg erklären ließ.
Ja, und dann kam ich an, wir redeten noch bis kurz vor zwölf, dann fiel ich ins Bett (müde genug, die Powerrangerbettwäsche zu ignorieren) und schlief wie ein Stein durch. Das hätte jetzt eine fast elegante Überleitung sein können, aber ich finde, Donnerstag sollte ich ein ander Mal ausführen.

Good night and joy be with you all.

04.09.2004 um 23:44 Uhr

Montag ist aller Wochen Anfang

Hohoho, was für eine Woche.
Eigentlich fing sie ziemlich bescheiden an. Mit einem Montag.
Dem Montag der ersten meiner letzten beiden Prüfungen.

Montag
Ich stand also auf, an diesem Montag, und machte mich wieder einmal auf den Weg nach Dresden, um dort nun geprüft und für zu leicht befunden zu werden.
Eigentlich weiß ich auch gar nicht, was schlimmer war: Die Fragen, oder meine Antworten. Beides in jedem Fall ziemlich grausam, aber da ging es meinen Kollegen ebenso, fand ich etwas beruhigend.
Nach der Prüfung führten wir denn auch Gespräche, in denen wir die beste Möglichkeit des Selbstmordes analysierten. Ernüchterndes Fazit: Es gibt keine absolut sichere und angenehme Art, sich selbst das Leben zu nehmen. Nicht einmal dazu sind wir also fähig. Elend.

Nach der Prüfung fuhr ich dann wieder heim nach Zwickau, um dort für die Dienstagsprüfung zu lernen. Eigentlich hätte ich mich lieber ins Bett geworfen, mich betrunken, mit meinem Teddy gekuschelt, eine Zeitreise unternommen oder ein wenig im Internet gesurft, aber man kann eben nicht alles haben.
Habe also den restlichen Abend genutzt, zwei Ordner durchzusehen und zu hoffen, dass irgendetwas hängen bleibt, hab mir acht Baldrianperlen reingepfiffen und bin ins Bett.

Dienstag
Um - und täglich grüßt das Mumeltier - erneut nach Dresden aufzubrechen, um dort geprüft und für zu leicht befunden zu werden.
Same shit, different day. Aber ich denke, ich habe genug geschrieben, um nicht durchzufallen. Ich hoffe, ich werde dahingehend nicht berichtigt werden.
Also wieder heim. Als krönenden Abschluss verpasse ich - über die Freude, einem Blitzer entgangen zu sein - meine(!) Autobahnausfahrt. Selten so geflucht.

Wurde allerdings alles wieder aufgewertet, als ich am Dienstag diesen Gästebucheintrag hier vorfand, vor dem ich circa eine halbe Stunde sitzen blieb, ohne dass mir eine Erwiderung eingefallen wäre. Aber auch gar nichts. Außer dass Nea und Lax offenbar wie die beiden Magdeburger Halbkugeln zusammenpassen. Aber das ist ja keine richtige Erwiderung.
Die nächste halbe Stunde habe ich benutzt, um ein wenig in meinem eigenen Blog herumzuklicken, um herauszufinden, ob der Gästebucheintragsautor auch wirklich das richtige Blog erwischt hat.
Daraufhin saß ich noch eine halbe Stunde davor. So etwa. Staunend und leicht debil grinsend. Habe eine Antwort dann weiter aufgeschoben, bis mir eine gute Erwiderung einfällt. Irgendwas, das über ein schlichtes "Danke *rotanlauf*" hinausgeht. Gar nicht so leicht.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass mir in nächster Zeit einfällt, was ich schreiben könnte. Bestimmt. Hoffe ich.

Jedenfalls musste ich ja am Donnerstag in Mosbach sein, also hatte ich beschlossen, Mittwoch nach der Arbeit gen Hessen zu fahren, was wiederum bedeutete (um den Kreis zu schließen), dass ich am Dienstag meine Sachen packen musste.
Da ich nun beschlossen hatte, den Dienstag ganz extrem zu entspannen und zu relaxen, ging ich ihn auch dementsprechend relaxed und entspannt an. Ich nahm mir also vor, abends ein ganz gemütliches und entspannendes Bad zu nehmen. So zum relaxen. Und dann ganz früh ins Bett zu gehen, um morgens so richtig entspannt zu sein. Und auch sonst keinen Stress zu machen.

Die ganze Relaxerei führte dann dazu, dass ich gegen acht noch immer nicht gepackt hatte, was wiederum dazu führte, dass ich wie ein angestochenes Huhn in meiner Wohnung umherlief, um so schnell wie möglich meine Sachen zu packen, wobei ich natürlich darauf achten musste, nichts zu vergessen, schließlich wollte ich gleich von der Arbeit aus losfahren. Und außerdem wollte ich ja heute ganz früh ins Bett gehen, um morgens so richtig entspannt zu sein. Natürlich nach einem gemütlichen Bad. In so richtig entspannter Atmosphäre. Ja...

Völlig ausgelaugt vom Entspannungsmarathon fiel ich dann ins Bett.
Und um den geneigten Leser (wobei ich mich immer frage, in welche Richtung er denn geneigt ist, und warum er geneigt ist. Zum Beispiel über der Kloschüssel nach zu hohem Alkoholkonsum. Oder so. Manche Witze sind einfach erst nach einem Glas Brombeerwein lustig.) nicht zu sehr zu langeweilen, setze ich den restlichen Bericht morgen fort. Oder Montag. Und gehe jetzt ins Bett. Ganz entspannt.

Good night and joy be with you all.