Aus dem Leben eines Taugegarnichts

24.04.2006 um 18:39 Uhr

Bei uns ist jeder gern geseh'n, nur blöde muss er sein...

Wochenende. Freilichmuseum Kommern.

Die sorgfältig ausgearbeitete Wegbeschreibung hab ich natürlich gleich auf dem Schreibtisch liegen lassen. Aber den größten Teil der Strecke war ich schon mal gefahren, der Rest war ausgeschildert. Wobei ich mir für die Zukunft an Mini-Autobahnkreuzen Zusatzschilder wünsche. Wenn ich die A1 in Richtung Süden fahren will, dann möchte ich mich nicht erst kurz vorher entscheiden, ob die Richtung Aachen oder Venlo/Euskirchen die richtige sein könnte. Schreibt doch "Süden" oder "Norden" ran. Oder untermalt die Städtenamen mit Rottöhnen für Süden und mit Blautönen für Norden. Autobahnen
in Ost-West-Richtung gibts ja nicht ganz so viele.

Ich bin jedenfalls ab der Autobahnausfahrt den Schildern gefolgt, und wo kein Schild war, bin ich brav gerade ausgefahren. Oh, kuck mal, wie schön: Landschaft, Frühling, Sonnenschein, grüne Wiesen. Und kuck mal da, Pferde!
Ja.
An der Stelle wäre auf der anderen Seite der Parkplatz gewesen. Unser Centi fährt also erst mal durch die halbe Eifel, bis es sich nach zehn Minuten mal zu wundern anfängt, anhält und fragt.
Hgrmpf.
Jedenfalls wars sehr schön. Es war Frühlingswetter, die Sonne schien, ich hab Sheepard mit nem rosa Kind auf den Schultern und nem Ernie-Gasluftballon in der Hand gesehen, Bauerngüter erforscht und es mir zum Schluss nicht nehmen lassen, eine Runde auf dem Kettenkarusel zu verbringen.

Und woher waren die ersten beiden Autos, die mich auf der A61 Richtung Koblenz überholt haben? Torgau und Gotha.

Egal, wohin du gehst, ein Sachse (/Thüringer) war schon vor dir da.

Der Gründe für mein Wenigbloggen zur Zeit gibt es übrigens viele, neben der allgemeinen Unlust, Unkreativität und Unspannentheit meines Lebens wäre da das Mitspielen in drei verschiedenen Rollenspielen (eins davon), das Ausfüllen der Steuererklärung und das Planen meines Irlandurlaubes ab nächster Woche. Im Zuge dessen ich 50 Euro in die Hände der deutschen und der irischen Post gegeben habe, ich möchte nicht darüber reden. Außerdem hab ichs ja.
Ich habs sehr manigfaltig.
Ich hab zum Beispiel einen an der Klatsche, einen Sprung in der Schüssel, ein paar Tassen im Schrank, wenn auch längst nicht alle, ich habe den Biss von einem Affen, ich besitze einen Schlauch, auf dem es sich wunderbar stehen lässt, und eine Leitung, mit der man Bonn versorgen könnte, dann wäre da noch die modische Schnittholzsammlung für die Stirn, ein paar Vögel nenne ich auch mein eigen, und hin und wieder ein paar lipidbefüllte Gefäße an meinen Füßen. Manchmal findet sich etwas Sand im Getriebe, Tomaten auf den Augen, und irgendwo muss hier auch noch ein Rad von mir liegen, zusammen mit einer Schraube, die neulich irgendwo rausgeflogen ist und außerdem hat man mir ins Hirn gefurzt.

Also alles beim Alten.