Aus dem Leben eines Taugegarnichts

01.12.2006 um 16:19 Uhr

Stille Nacht...

Folgender dramatischer Dialog ereignete sich heute Mittag im Supermarkt.
Dramatis Personae: das Centi und die Kassiererin.

K: Hallo!
C: ...
K: Das macht dann sechsfünfundneunzig, bitte.
C: ... *Geldreich*
K: Danke sehr!
C: ...
K: Und ihr Kassenbon. Schönes Wochenende!
C: ...

Ich hab versucht, ihr mit freundlicher Mimik zu verstehen zu geben, dass ich ihr nicht deswegen nicht antworte, weil ich sie nicht leiden kann, sondern dass es andere Gründe hat. Auch wenn es mimisch natürlich schlecht darzustellen ist, dass meine Erkältung sich gestern entschieden hat, in welche Richtung sie sich entwickeln will, und dass sie die Laufbahn des Hustens eingeschlagen hat, was gestern Abend zur Folge hatte, dass meine Stimme ihre Koffer gepackt hat und mit knallenden Türen zurück zu ihrer Mutter gegangen ist. Oder so.

Ein weiterer Grund, warum das Internet unsere Zukunft ist und analoge Echtzeitkommunikation nicht funktioniert. Telefonieren ist zur Zeit nicht, dafür kann ich aber den meisten Leuten mailen und auf diesem Wege gute Tipps für meine schweigende Zeit erhalten. So erklärte mir meine Kollegin M., dass, sollte es bei mir brennen, ich ihr eine SMS schreiben könnte, sie würde dann die Feuerwehr für mich rufen. Ich habs noch nicht ausgetestet, aber ich vermute, der Feuerwehr kann man nicht mailen (da ist der Pizzaservice schon fortschrittlicher), dass die Wohnung gerade brennt und man anrufen würde, aber man furchtbar heiser ist, was mit der Rauchentwicklung durch den brennenden Vorhang neben dem Schreibtisch, der nebenbei aus Polyester ist (Also der Vorhang, nicht der Schreibtisch. Ahahaha...) und ganz furchtbar stinkt, nicht eben besser wird, und dass sie deswegen doch bitte gelegentlich mal vorbeikommen möchten. Schnell.
Und mein Vater, der wochenendes etwa so oft im Internet ist wie... gar nicht, meinte, wenn irgendwas wäre, solle ich meine Eltern anrufen, zwei Mal lang und einmal kurz husten (oder umgekehrt?), auflegen und ihnen eine Mail schreiben, sie würden dann den PC anmachen.

Gepriesen sei in diesem Zusammenhang noch mal mein neuer Laptop, für den ich bis auf "Hübscher" (*säusel* Na, schon was vor heute Abend? Fröhlich ) und "Dreizehnhunderteuro" (Den Namen muss man mit der richtigen Betonung (Also im Sinne von "Ogottogottogott, wie konnte ich nur so ein Schweinegeld ausgeben?!") aussprechen und es kommt besonders gut, wenn man sich dabei mit einer Hand an die Stirn schlägt.)(Ich würde zu gern wissen, wie viele meiner Leser das gerade ausprobieren.) noch keinen Namen habe (Ha, ihr musstet jetzt den Satzanfang nachschauen, ne?), ohne den ich in diesen stillen Zeiten ("Stihille Nacht, heilige...") aber ziemlich aufgeschmissen wäre. Und ohne den ich direkt sinnvolle Dinge tun müsste. Let me not think on't.

Das Gespräch gestern ist jedenfalls für mich und meine Kollegin gut verlaufen, und das, obwohl wir beide heiser und schlecht vorbereitet gewesen sind. Um die Büroklammern kümmer ich mich dann nächste Woche.

Jetzt ist mir gerade langweilig, weil es zu spät ist, um sinnvolle Dinge (*grusel*) zu tun, aber eigentlich noch zu früh, um schon wieder Baldur's Gate 2 zu spielen.
Dilemma.