Aus dem Leben eines Taugegarnichts

18.05.2010 um 20:02 Uhr

Pink - jetzt auch in cool!

Heute ist Jessica Watson siebzehn geworden. Zwei Tage nachdem sie im Hafen von Sydney eingelaufen ist. Nach einer siebenmonatigen Reise rund um den Globus. Womit sie die Jüngste ist, die jemals allein nonstop um die Welt gesegelt ist.

Das ist an Coolness ja schon kaum zu überbieten. Aber jetzt kommt das Geilste: Das Boot dieser rotzcoolen Göre ist pink. Barbiepink! Und damit ist das Mädel allein um die Welt gesegelt. In nem pinken Boot!

 

Ella's Pink Lady

 

Nein, ich bin noch nicht ganz über diese Endcoolness hinweg.

Jedenfalls: Ich will auch. Wieder segeln. Als Jüngste werd ich es ja nun nicht mehr um den Globus schaffen. Aber vielleicht krieg ich's ja als Älteste hin? Würde mir auch genug Zeit lassen, sämtliche notwendigen Bootsführerscheine zu machen und entsprechende Erfahrungen zu sammeln.

So teuer kann das doch nicht sein... Fröhlich


Legolas Greenleaf long under tree
In joy thou hast lived, beware of the Sea!
If thou hearest the cry of the gull on the shore,
Thy heart shall then rest in the forest no more!

14.05.2010 um 20:59 Uhr

Himmelfahrts-Kommando

facepalm
Gestern. Getan, was heutzutage nur noch wenige tun. Es ist einfach zu riskant. Aber manchmal braucht man eben die Herausforderung, der man in ihr hässliches Gesicht lachen kann. Und koste es... viel Zeit.
Frankfurt am Main. Innenstadt. Ohne Navi.
Eigentlich war die Strecke klar und alles astrein rausgesucht. Aber einmal falsch abgebogen, und schon ist man ohne Chance auf Umkehr der Straße ausgeliefert. Gerettet hat mich dann ein wir-reden-nicht-drüber-wie-teures Parkhaus.

Immerhin konnte ich hinterher, beim Spaziergang durch die Stadt bei jedem zweiten Gebäude sagen "Da bin ich vorhin auch dran vorbeigefahren."

Essen war gut. Und die Gespräche meines ehemaligen DSA-Meisters und Anhänge upper-class-nerdig. Endlich mal wieder normale Leute. Hab kaum ein Wort verstanden. War trotzdem gut.
Eventuell besteht Aussicht auf mehr oder weniger regelmäßig stattfindende Pen&Paper-Wochenenden. All hail the nerdism!

Robin Hood war... anders. Es gibt eh nur zwei wahre Robin Hüte: Errol Flynn und Carry Elwes. Alles andere ist billiger Abklatsch. Und die Rüsselkrähe... naja, erträglich.
[Spoiler]
Unsäglich hingegen wieder mal die unnötige Liebesgeschichte. Das Thema, so behandelt, war in den 60ern witzig. Doris Day und Rock Hudson durften das. Aber Galadriel Blanchet! Unwürdig!
Und der Volkssturm. Wie kommt man auf die Idee, im 12. Jh. als Frau mit einem kleinen Dutzend Kinder in eine Schlacht zu ziehen, in der gut tausend Leute kämpfen - und die eigenen Leute eh schon in der Übermacht sind?! Wtf! (Als sie so im Wasser lag dacht ich noch so: "War dumm, ne? Merkste selbst, ne?") Na Hauptsache, wir kriegen die "Mann rettet Geliebte"-Szene noch irgendwie unter. Arg, arg, arg.

Immerhin waren die irgendwie unspannenden und vorhersehbaren aber wenigstens nicht allzu unnötig brutalen Schlachten... gut gemacht?
Und wenn jemand weiß, was das für ein Walzer ist, zu dem der Gladiator und Galadriel da tanzen (wann und wo will Type eigentlich tanzen gelernt haben? Und hätte der Schritt auf die Kiste nicht etwas subtiler sein können?), kann er ja mal piepen, mir kam der so bekannt vor.
Lassen muss man ihm, dass die Stimmung gut war und...
Ach.

Spielt mehr Computer!

12.05.2010 um 21:43 Uhr

Centis kleine Irish-Dance-Kunde - Teil 2

Nach dem geschichtlichen Abriss kommt natürlich die Frage:

Wie sieht's heute aus...
...in Irland:

Was wir heute als Irish Dance kennen, ist ein Leistungssport. Higher, faster, sharper!
(Klicken , um eins der von mir am gernsten gesehenen Videos anzuschauen. Verschiedene Sprünge und Bewegungen in SloMo.)

Deswegen war in Irland auch eigentlich kein Mensch so blöd, dieses schweißtreibende Rumgehopse noch mit über zwanzig zu betreiben. Fröhlich

Gewöhnlich fangen dort die Kinder mit 4-5 Jahren an zu tanzen, zuerst in Softshoes, dann mit 6 Jahren, wenn die Grundtechniken sitzen und den kleinen Gelenkchen die Belastung zugemutet werden darf, in Hardshoes. Ein paar Jahre arbeiten sie sich hoch, gehen auf Wettkämpfe, bis sie alles gewonnen haben, was zu gewinnen war, oder schlicht keine Böcke mehr haben, und treten dann in "Ruhestand".
Dann ist Tanzen eine ganze Weile uncool, und erst mit 50 aufwärts findet man es dann wieder interessant - als Set Dance.

...und in Deutschland:

In Deutschland kennt man Irish Dance hauptsächlich seit dem Eurovision Song Contest 1994. Riverdance. Seither erst gibt es hier flächendeckend mehr oder weniger (besonders zu Anfang war der Anteil der möchtegern-Irish-Dance-Lehrer hier recht groß) guten Irish-Dance-Unterricht an Tanzschulen, hauptsächlich freilich die "coolere" Hardshoe-Variante für technisch mehr oder weniger gute Showeinlagen auf Stadtfesten und Irischen Abenden.

Show

 

Die Iren staunten wohl nicht schlecht, als sie feststellten, dass auf dem Festland tatsächlich geistig gesunde Erwachsene Irish Dance betrieben. Und manche probierten es daraufhin dann auch noch mal. Fröhlich Dafür wächst inzwischen auch die Zahl der tanzenden deutschen Kinder.

Irish Dance ist ein Wettkampfsport,

reglementiert und durchgeführt von verschiedenen nationalen und internationalen Dachverbänden. Der Einflussreichste ist die An Coimisiún le Rinci Gaelacha (Irish Dance Commission, An Com), die zur bereits erwähnten Gaelic League gehört und schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts mitmischt. Dennoch ist sie nur eine von vielen, und irgendwie haben sie alle eigene Regeln und Wettkämpfe und sind sich untereinander mal mehr und mal weniger einig.

Dass man sich im Tanzen miteinander misst, ist übrigens kein neumodisches Zeug, sondern eine Tradition, die sich wohl auf Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. Damals gab es wandernde Tanzlehrer, dance masters, die sich ständig neue Schritte ausdachten und lehrten. Zuweilen trafen sie aufeinander und wetteiferten darum, wer die meisten Schritte kannte.

 
Wettkampfregeln und Leistungsstufengedöns

Ich beschränke mich mal auf den Teil, der für mich relevant ist:
Es gibt für mich (also bei den Verbänden, deren Wettkämpfe - irisch "feis" [Fesch], plural "feisanna" - ich besuche) vier Leistungsstufen:
Am Anfang ist jeder "Beginner". Die folgenden Stufen erreicht man durch Siege in den entsprechenden Wettbewerben: Primary, Intermediate, Open.

Für jede Leistungsstufe sind die Bewegungen festgelegt, die man ausführen darf. Beispielsweise darf man im Beginner das gerade ausgestreckte Bein nicht über 90° heben und man darf keine Drehungen ausführen. Im Primary darf man sich nur um ein Viertel drehen, Toe Stands (Spitzentanz) gibt's erst ab Intermediate, usw.

Auf dem Wettkampf selbst stellt man sich für seinen speziellen Tanz (erzähl ich später) in seiner speziellen Altersgruppe vor den 1-2 Richtern in einer Reihe auf, dann treten jeweils zwei Tänzer vor, tanzen ihre 32-48 Takte ab, verbeugen sich knapp und machen dann den beiden nachfolgenden Tänzern Platz, die übergangslos einsteigen. Das Ganze hat gerade mit den Nummern, die man bekommt, gut was von einer Viehauktion.
Zu sehen beispielsweise hier: Klick.
(Erlaubt ist Filmen auf Feisanna übrigens nicht. Hüstel.)

Siegt man bei einer Anzahl von mindestens fünf Tänzern, steigt man eine Leistungsstufe hoch. Ist man dann endlich Open, kann man gegen die Besten der Besten antreten und sich ein Ei drauf pellen. Oder so.Fröhlich
Geld gibt's jedenfalls nicht, das zahlt man freilich im Gegenteil. Dafür kriegt man nen Pokal, die Mama platzt vor Stolz und man selbst weiß immerhin, dass man gut tanzen kann.

Neben den beschriebenen Solo-Wettkämpfen gibt es dann noch Duos und Gruppen, teilweise auch Formationen (mindestens 8 Tänzer). Das ist aber eher so ein "Ach ja, gibt's auch".

 

Outift auf Wettbewerben

Beginner treten gewöhnlich in "Trainingsoutfit" an, was gewöhnlich heißt: Rock, der eine Handbreit überm Knie endet, Hot Pants drunter (immer!), ein züchtiges T-Shirt und entweder eine schwarze Strumpfhose oder weiße Poodle Socks. Haare irgendwie, Hauptsache ordentlich.
Poodle Socks sehen so ein bisschen aus wie Tennissocken, enden etwa bei der Hälfte der Waden und werden zuweilen mit Sock Glue, Sockenkleber, am Bein festgeklebt. Ohne Scheiß. Es kann Punktabzüge geben, wenn die Dinger rutschen!

Cut


Als Primary/Intermediate trägt man dann oft das Kleid der jeweiligen Tanzschule und als Open dann die, uah, traditionellen Tanzoutfits. Wobei das nur Richtlinien sind. Ich trag auch als Beginner mein Tanzschulkleid, und habe schon eine super Open-Tänzerin in simplen Rock gesehen.

 

 

Das sauteure Wettbewerbsoutfit

Geht angeblich vage auf die Tracht der Bauernmädchen zurück, da muss man sich aber schon arg anstrengen, um diese Wurzeln in all dem Glitzer sehen zu wollen.
Der Trend geht anscheinend inzwischen vom Brett zur Rüsche. Kostenpunkt: Gebraucht kriegt man die für 400-800 Euro nachgeworfen. Wir fragen also nicht nach dem Neupreis.
Dazu trägt man entweder eine komplette Lockenperücke oder man steckt die Haare hoch und klemmt ein gelocktes Haarteil dran.

Wettkampf


Die Herren haben's inzwischen, dank Riverdance, einfacher. Schwarze Hose, schwarzes Hemd, bunte Weste, bunte Krawatte. Davor gab's nen Kilt, ein Jackett, das immer zu groß aussah, und dunkle Kniestrümpfe. Klick .
Es war die schlimme Zeit. Beschäftigt



Zum Tanzen kommen wir dann auch irgendwann mal. Beim nächsten Mal.

 

11.05.2010 um 17:36 Uhr

"Dat hättense eijentlich jemerkt hawen müssen"

Bilbo

"Willst du etwa sagen, ich kenne mein Auto nicht?!?!" keif

Klar, so zwischendurch dacht' ich noch so "Centi", dacht ich, "das klingt, als wäre der Querlenker vorn fällig. Und", dachte ich und hörte genauer hin, "der Stabi."

Und dann dacht ich so "Nee. Das Auto ist dreizehneinhalb Jahre alt, das ist halt laut."

Augenstern war bei seiner 210.000-km-Inspektion. Und hat für 20 Euro extra die Handbremse neu geschmiert gekriegt. Suppa.

Dumm gelaufen war dann noch, dass das Lesegerätdings meine EC-Karte nicht wollte. Was eventuell daran gelegen haben könnte, dass ich vor kurzem ein paar Euro aufs Tagesgeldkonto gescheffelt hatte und wohl der Meinung war, mit fünfhundert käme ich noch gut über den Rest des Monats. Was gestimmt hätte, wenn die Werkstatt nicht sechshundertachzisch Euro hätte haben wollen.
Alter.
Also. Alter! Wütend

Dafür lässt sich's jetzt wieder leichter schalten. Ahahaha... uglylol

Irish-Dance-Ding ist in der Mache. Nur noch ein paar Änderungen, dann reich' ich's als Doktorarbeit ein. Hng.
"Nur schnell ein paar Begriffe erklären", hat sie gesagt, "damit die Leute wissen, wovon ich rede", hat sie gesagt.
Hnnng.

Ich bin erst mal tanzen.

 

Edit:  Bevor noch jemand ankommt mit dem "Jaja, alte Autos"-Song: Lalala, ich hör euch nicht! Mit Wahrnehmung und Schlussfolgerungen muss man ja vorsichtig umgehen. Geschrieben hab ich nämlich nur von der einen Inspectio, die etwas kostenaufwändiger war. Nicht geschrieben hab ich von den vielen Inspectiones und Hauptuntersuchungen, bei denen ich ganz billig weggekommen bin.

So. Wehe es macht wer mein Auto an. droh

06.05.2010 um 18:40 Uhr

Centis kleine Irish-Dance-Kunde - Teil 1

Pelegrina hat ja gesagt, und sonst (bisher) keiner nein; Ich nutze diese Gelegenheit schamlos, um halbklug rumzuschwadronieren. Fröhlich Ich bemühe mich, nicht zu sehr auszuufern, was auf der anderen Seite aber zu Vereinfachungen führen wird. Außerdem werd ich hier keine wissenschaftliche Arbeit schreiben und berufe mich daher eher auf Sekundär- und Tertiärquellen. ;)
Wer mich verbessern oder ergänzen mag, darf dies gern tun.

Ich teile mal auf mehrere Beiträge auf, um euch nicht mit Stoff und mich nicht mit Arbeit zu erschlagen.
Zur Einstimmung fang ich ganz seicht an, mit den historischen Wurzeln. (Oh Gott, Geschichte.Beschäftigt)

 

Irish Dance

 

Am Anfang stand wahrscheinlich der Gesellschaftstanz.

Set Dance

Schönes Beispiel hier: Klick.
(Ihr müsst die 4,5 Minuten nicht komplett durchhalten. *gg*)
Man tanzt paarweise im Kreis, keine allzu komplizierten Figuren und es wirkt noch recht vertraut und kontinental, oder? Was die da mit ihren Füßen machen, nennt sich Battering. Quasi simple Body-Percussion und die Vorform unserer heutigen Hardshoetänze.
Aber iiiiieeeks! Die fassen sich voll an den Hüften an! Unzucht! Unzucht

Fand jedenfalls auch die katholische Kirche, weswegen diese Tänze bis noch vor relativ kurzem (1970er) verpöhnt waren und erst in den 1980ern wiederbelebt wurden.

Stattdessen bildeten sich die etwas komplexeren

Céilí-Tänze [sprich: "keyli", mit "ey" wie in "Ey! Andere Richtung!"]

Ob die traditionell sind oder nicht, darüber kann man wohl streiten. Richtig populär wurden sie, nach jahrhundertelangen "hört auf, irisch zu sein"-Gesetzen durch die Briten, erst wieder um 1900 durch die „Gaelic League“, der Vereinigung für irische Kultur, die ja auch half, die irische Sprache vor dem Aussterben zu bewahren.

Als Beispiel sei hier der Three Tunes genannt, den wird eben auch auf der Burg gelernt haben:
Klick.
Schon etwas komplexer durchchoreografiert und man hält sich nur noch an den Händen fest, wenn überhaupt.



Möglicherweise noch vor den Céilís kommt eine Form des irischen Tanzes, die, öhm, irgendwie das schwarze Schaf der Familie ist. Kaum einer spricht in Deutschland darüber und auch in vielen Texten zum irischen Tanz wird sein Name eher geflüstert:

Sean Nós Dance *bam bamm baaaamm!!* Teufel


Heißt so viel wie "Tanz nach dem alten Stil" und schaut so aus: Klick - Für den gegenwärtigen Irish Dancer ist dieses Rumgehampel wohl eher gruslig anzusehen. Und, omg, seht ihr den Schuhplattler-Move bei 1:36?

Man kann sich einigermaßen vorstellen, was aus dem Tanz geworden ist, als man ihn nach Amerika exportierte, nech? Fröhlich Für mich sieht das wie der perfekte Zwischenschritt aus dem Battering bei den Set Dances und dem heutigen traditionell genannten irischen Tanz aus.

Zu dem komme ich dann ein anderes Mal.Fröhlich

05.05.2010 um 20:46 Uhr

Fürsteneck und FedCon 2010

 

Fuersteneck

 

Vier Tage Workshop auf Burg Fürsteneck liegen wieder hinter mir und, ganz überraschender Weise, es war wieder großartigststst. Wirrer Bericht ohne spezielle Reihenfolge (Ich könnte es auch "Brainstorming nennen", dann klänge es qualitätsmanagender, aber bei dem Wort muss ich immer an den Nina-Comic-Witz denken "Wie nennt man es, wenn ein Mann sich einen-" achisjaauchegal):

Noch am Morgen musste sich eine der beiden Dozentinnen krankmelden. Die andere hat daraufhin eine ihrer Schülerinnen mit Lehrerausbildung angerufen. "Hey, wie wär's, wenn du am Wochenende mit unterrichtest? Denk in Ruhe drüber nach und sag mir dann in zwei Minuten Bescheid, ich wäre dann so in ner Stunde bei dir."
Hat eine großartige Lehrerin abgegeben, das Mädel.

Leute aus ganz Deutschland waren wieder da. Von Schwaben (thii) bis Bremen, von Sachsen über Sachsen-Anhalt bis Aachen.

Beeindruckend, was ein paar tänzerische Vorkenntnisse ausmachen. Ich hatte bis auf einen Jugendweihetanzkurs und ein bisschen Bauchgewackle keine großen und weiß noch, wie sich meine Gehirnwindung beim Erlernen des ersten Shitsteps verknotet haben. Diesmal war unter den üblichen noch nie irisch getanzt Habenden auch eine Standard-Turniertänzerin. Hatte ohnehin eine beneidenswerte Haltung, die ich seitdem zu kopieren versuche, um meinen Haltungsfehler im Alter nicht in echte Probleme umschwingen zu lassen. Und lernte die ersten Soft- und Hardshoeschritte quasi aus dem Handgelenk. Grellgelber Neid. Dann war die auch noch nett! Grmpf.

Ich hab mich dieweilen mit fortgeschritteneren Schritten rumgeplagt. Im Softshoe hab ich mit einer wirren Folge eigentlich simpler Nachstellschritte gekämpft, im Hardshoe hat die Zeit nicht mehr gereicht, eine lange Schlange von simplen Schritten und üblen Back Drums aneinander zu reihen und genug zu festigen. Hoffe, meine dahingehend rudimentären Notizen helfen mir. Wenn nicht, kratzt das aber auch nicht. Treble Walk(s). Werd ich nie wieder brauchen. Außerdem hab ich im Hardshoebereich mein Herz eh an den Treble Jig verloren.

Ich hatte nebenbei bemerkt schon mal angedacht, hier eine ganz kurz gefasste Aufklärungsarbeit über die von mir wild in den Raum geworfenen Bezeichnungen von Tänzen und Leistungstufen reinzusetzen. Gäb's da überhaupt Interesse?

Der größte Teil der Zeit ging aber für quasi historische Set Dances (Woohoo, Polka!) und Ceilis drauf. Immerhin etwas, das man dann praktisch auf Anhieb kann. Musste mein Ego wenigstens nicht ganz so sehr weinen.

Und natürlich: Das Essen! Einen Mittag hab ich dann nach dem eh schon leckeren Essen noch sämtliche Salat- und Puddingschüsseln der umliegenden Tische geleert. Hüpfen danach ist übrigens kein Vergnügen, und Lernen quasi gar nicht mehr möglich. Sehr witzig auch die vegetarische Alternative zum Sauerbraten: Ein undefinierbarer Haufen Linsenpampe, die aber hallo sowas von lecker war, dass man das Fleisch echt nicht vermisste. Dazu Kartoffeln und Rotkraut, was seltsam klingt aber woah. Und der frischgebackene Kuchen jeden Nachmittag und hach.

Und dann den Abend bei Lifemusik, Cidre und ein bisschen Getanze ausklingen lassen. Insgesamt sicher mehr getanzt als geschlafen an diesem Wochenende. (Habe die tanzfreie Zeit denn auch genutzt um zu... tanzen.) Trotzdem tat mir erstaunlich wenig weh. Die Muskeln gar nicht, nur die Gelenke grummelten ein bisschen wegen des harten Parketts.
Das gab sich aber auch nach den dreieinhalb Stunden Fahrt schon wieder. Was gut war, denn so konnte ich am Sonntag Abend dann noch eben auf der FedCon (Convention in der Nähe für Star Treck und Star Gate und Star Wars und alles, was irgendwie mit SciFi zu tun hat) vorbeischauen.

Hatte kurz im Forum geschaut, wer von den Usern so alles da sein würde, war von der Masse irritiert und bin erst mal wieder rückwärts aus dem Thread raus. Am Sonntag Abend dann dementsprechend überrascht. "Wie du bist auch hier? Wusst ich gar nicht! Whee!"
In trauter Userschaft also noch mal eben bis Mitternacht ausgehalten und Frau Katz Katzenstorys aus den Rippen geleiert.

Zwischendruch dann mal Rodney im Aufzug erblickt. (Ich draußen, er drinnen. Die großen Liebesgeschichten enden ja bekanntlich tragisch.)

Rodney

Und später Shepshep. Erster ordnungsgemäß mit teddyhaftem Strahlegesicht (*Wangekneif*), zweiter mit angemessen zerstrubbeltem Haar. Möcht auch sein!

Shepshep

Entsprechend am Überlegen, vielleicht doch mal wieder mit Stargate Atlantis anzufangen (aber die Preise!), aber doch erst mal vertagt zugunsten einer DVD, die wir teilweise auf der Burg angeschaut haben: Come West along the Road. Fundstücke aus dem irischen Fernsehen der 60er bis 80er inklusive Lillting, Sean-Nós-Gesang, großartiger prä-Riverdance-Stepeinlagen, Omis und Opis beim Set Dance und einiger Meilensteine irischer Folk-Musikgeschichte.

Montag Abend dann endlich mal wieder Tanztraining gehabt.

Oh, und: Ich habe die erste Waschmaschinenladung in meiner eigenen Waschmaschine gewaschen! Und die Wäsche ist sauber und ist nicht eingelaufen und Überschwemmung gab's auch nicht. Yay!

 

Feuer gemacht