Aus dem Leben eines Taugegarnichts

24.07.2010 um 20:04 Uhr

Now begins the killing, followed by light salad

half-elf
Dieses Wochenende das erste Mal seit laaangem mal wieder DSA gespielt! Woohoo! Eine großartige glaubwürdige, spannende und auch ein bisschen entzückende Geschichte mit vielen Wendungen und ein großartiger Meister haben uns bis vier Uhr wach gehalten. Dann war ich hellwach, hab etwa drei Stunden geschlafen fühle mich seitdem so ein bisschen wie ein Eichhörnchen auf Kaffee. Wheeyyy!!

Hab aber dennoch das Bedürfnis, eine besonders denkwürdige Episode zu erzählen: Der Hinterhalt eines Söldners, nennen wir ihn Alrik, der sich hierfür die Hilfe von fünf primitiven barbarischen Bergmenschen geholt hat.

Wir - ein snobistischer Krieger, eine Hexe (unbewaffnet, und wir halten sie für eine Tänzerin) und meine spielsüchtige Söldnerin - beschützen eine kleine Gruppe Reisender um einen adligen Sohn, als eine durch einen Illusionisten ins Leben gerufene seltsame Lichtspiegelung einige Meter weiter weg im hohen Gras unsere Aufmerksamkeit erringt und uns alle drei plus das Söhnchen von Neugier gepackt von der Gruppe weg darauf zu lockt.

Was natürlich nur ein Ablenkungsmanöver ist, wie wir feststellen, als wir uns zur Gruppe umdrehen und feststellen, dass diese gerade überfallen wird. Alrik und seine Barbaren haben die Reisenden ausgeknockt und bewachen sie zu zweit. Die restlichen vier laufen auf uns zu. Zwei davon auf den Krieger und die Söldnerin, die anderen beiden auf den zu schützenden Sohn. Gaaanz schlechte Konstellation.

Es entbrennt ein Kampf, der beim Krieger wie üblich verläuft: ein langatmiges Hin und Her von gewechselten Schlägen mit mehr oder weniger großem Schaden. Gähn.
Ich mach es da schon spannender: Doppel-20. Besonders kritischer Patzer. Der Söldnerin fällt die Waffe aus der Hand und sie sieht sich mal eben so unbewaffnet einem Barbaren mit einer steinernen Doppelaxt gegenüber.
Kurz festgehalten: sechs Angreifer, zwei richtige Verteidiger, eine davon entwaffnet.
Hurra! Der Meister wird etwas blass.

Tatsächlich kann die Söldnerin aber dem folgenden Angriff nicht nur ausweichen, sondern schafft es, wenn auch unelegant, zurück zu ihrer Waffe zu hechten und den nächsten Schlag der Steinaxt abzuwehren.
Für ihren Gegenangriff würfle ich eine Doppel-1. Besonders glückliche Attacke. Der Barbar hat jetzt ein ziemliches Loch im Bein und ist nicht mehr ganz so sehr von seinem Vorhaben begeistert. Und auch keine Gefahr mehr, nachdem die Söldnerin ein paar Schritte zurück gegangen ist.

Den Vogel schießt aber die Hexe ab, die sich anfangs zurückgezogen hatte und aufgrund ihrer offensichtlichen Ungefährlichkeit von den Barbaren ignoriert wurde. Die spricht nämlich jetzt eine "Große Gier" auf einen der beiden Barbaren, die auf den Sohn zurennen, und erzählt dem Steinzeitmenschen "Was du jetzt wirklich willst, ist die Rüstung von Alrik."
Glaubt der dank nicht vorhandener Magieresistenz sofort, beschreibt einen eleganten Bogen und stürmt auf seinen nun etwas verdatterten Auftraggeber zu.
Der Krieger tauscht noch immer Schläge mit seinem Angreifer aus, dieser blutet inzwischen immerhin beträchtlich. Die Söldnerin schaut sich kurz um und schlägt den Barbaren, der es zusammen mit dem gerade weggelaufenen eigentlich auf den Sohn abgesehen hatte und aufgrund der plötzlich veränderten Lage verunsichert ist, mit einem ordentlichen Angriffsschrei in die Flucht. Der Krieger schaltet seinen Angreifer dann auch endlich mal aus.

Als wir vier zurück zur Gruppe laufen, wodurch der letztverbliebene Barbar dann auch mal die Beine in die Hand nimmt, stellen wir fest, dass da gerade ein Barbar mit einem arg mitgenommenen Alrik rauft und sehen uns das Schauspiel hochgradig irritiert mit schräggelegten Köpfen an.
Söldnerin: "Was tun die da?"
Krieger: "Keine Ahnung. *starr*"
Hexe: *pfeif*
Endlich hat der Barbar Alriks Rüstung, drückt sie selig an sich und verschwindet.

Ganz klar: Phex ist auf unserer Seite.

21.07.2010 um 23:08 Uhr

Ballchange hop down kick!

32°C Außentemperatur sind ja, das seh ich ganz wie Pele, wahrlich kein Grund, ein Tanztraining ausfallen zu lassen.
Schon gar nicht, wenn es statt um choreografielastiges Gruppentraining um wettkampforientiertes Sondertraining geht.

Daher: Freitag ne Stunde, Montag drei Stunden, Dienstag zwei Stunden. Der Trick ist, nie mit dem Tanzen aufzuhören, weil man währenddessen nicht merkt, dass man völlig fertig ist und schwitzt wie blöd.
Heute hab ich Muskelkater. Sieht man mal, was man vom Aufhören hat.

Gestern haben wir jedenfalls mal diesen Sprung probiert, bei dem es so aussieht, als würde man kurz in der Luft schweben. Offensichtlich darf man für Irish Dance nie Physik in der Schule gehabt haben. Ich hatte nämlich Physik, und weiß, dass es sowas wie Schwerkraft gibt. Und so wie in den Roadrunner-Clips falle ich daher auch wieder runter. Verdammt.

 

irish leap


Jetzt hab ich wieder etwas Pause und hätte Zeit für etwas Sonne und Balkon.
Winken wir doch mal der großen Wolkenwand, die sich in gerade NRW einnistet. hngg

 

15.07.2010 um 17:11 Uhr

Come on over, have some fun

Während alles um mich herum stöhnt, muss ich doch mal wieder eine Lanze für den Sommer brechen. Und das nicht nur, weil das Büro heute wieder auf 25°C abgekühlt war und ich mich genötigt fühlte, mir einen Pullover zu nehmen.

Ich find Sommer geil!

Ich liebe es, wenn alles grün ist und blüht, wenn ich keine fünfzig Lagen Stoff am Körper tragen muss, um nicht den ganzen Tag in Kältestarre gefangen zu sein, und wenn einem der Wind über die Haut fahren kann, ohne dass man gleich eine Gänsehaut kriegt.

 

Kornblume


Es scheint alles ein bisschen ruhiger, chilliger, grooviger, entspannter zu sein. Humm, homm, nur kein Stress, es ist noch lange hell, der Tag ist noch lang, ich habe viel Zeit, Dinge zu erledigen.
Nachmittags setze ich mich auf den Balkon in die Sonne. Ich liebe Sonne. Ich liebe es, von ihr gewärmt zu werden. Vögel singen, Blätter rauschen, es duftet nach frisch gemähtem Gras.

Schwitzen ist halt doof. Ich versuche, den Scheiß zu lassen. Abkühlen kann man auch anders: etwas Rum, O-Saft, Vanilleeis. Oder ein paar Erdbeeren mit Vanilleeis. Überhaupt: Frische Erdbeeren. Mit richtigem Aroma. Gibt's auch nur im Sommer. Kühle, reife Wassermelone. Nektarinen.

Letztes Wochenende war das heißeste des bisherigen Jahres und ich stand insgesamt vier Stunden im Stau, in einem unklimatisierten Auto bei etwa 37° Außentemperatur. Mein Kreislauf war kurz vorm Wegsacken - und ich fand es großartig. Auch, wenn ich ums Schwitzen nicht ganz herumkam.

 

 

Gerste

 


Überhaupt, Autofahren im Sommer, das ist was ganz Besonders. An frischen grünen Gerstenfeldern oder von der Sonne gebleichten trockenen Roggenfeldern vorbei, durch grünleuchtende Laubwälder und an blühenden Wiesen mit kugelrunden Bäumen vorbei.

 

Gerstenfeld

Sodenn, entschuldigt mich. Es ist pro Jahr in Deutschland etwa zehn Monate lang kalt. Ich muss den Sommer genießen gehen.

 

15.07.2010 um 16:55 Uhr

Eigentlich bin ich ja monogame...

Ich hatte heute Nacht einen bezeichnenden Traum.
Eine meiner größten Ängste ist in Erfüllung gegangen und ich musste ausziehen (Ich bange ja, dass sich der Sohn meines Vermieters doch entscheidet, die Wohnung haben zu wollen, und ich wegen Eigenbedarf fliege).

Weil ja aber hier Wohnungsknappheit herrscht, ging dann nur noch WG.
Mit einem ausnehmend niedlichen blonden Exemplar des männlichen Teils unserer Spezies.

Der saß dann in meinem Traum an einem Schreibtisch hinter einem Monitor. Nein, mehreren. Es wurden immer mehr Monitore und er ging dann da irgendwie unter und ich konnte nur noch daran denken, was für geile Spiele man mit diesen Monitoren zocken könnte....


So sehen also meine geheimsten Fantasien aus: Mehrere Spiele gleichzeitig zocken. Und mit den anderen Monitoren vielleicht surfen oder Filme schauen...
Huuuuu. hrrr