Island 2003
31. 7.
Das Wetter hier in Deutschland ist immer noch abartig warm, wir freuen uns richtig auf die kühle des Nordens. Am Flughafen in Frankfurt haben wir pünktilich Marion und Peter mit Isabelle und Stefanie getroffen. Natürlich waren wir viel zu früh da.
Der Flug verlief plangemäß und völlig ereignislos. In Keflavik war es warm und wolkenlos. Es gab keine Probleme bei der Übergabe der Autos, nur Marion wunderte sich ein wenig über die Formlosigkeit des Ganzen. Die Jugendherberge in Njarðvík habe ich ohne große Probleme gefunden. Die Zimmer hatte ich schon im Frühling vorbestellt, wäre aber nicht nötig gewesen, denn außer uns gab es nur einen Gast. Später traf dann noch eine Gruppe Deutscher ein, die sehr schnell für viel Lärm und Schmutz im Bad auf der unteren Etage sorgte.
Deshalb war die Nacht auch kurz und gestört!
1. 8.
Morgens fuhren wir erstmal zur blauen Lagune. Weil es ziemlich früh war, waren wir allein auf dem Parkplatz. Als wir unsere Badesachen zusammensuchten, erschienen zwei ziemlich verschlafene Typen, die uns erklärten, dass die Lagune erst in zwei Stunden aufmachen würde. Allerdings konnten wir ziemlich schnell aufklären, dass die zwei sich einfach im Datum vertan hatten.
Nach Reykjavík sind wir dann noch an Kysuvík vorbeigefahren
In reykjavik selbst waren es 22 Grad!
Auf der Fahrt nach Lýsuhóll fing es ungefähr bei Eldborg an zu regnen, nach unserer Ankunft zeigte sich der Gletscher aber wieder wolkenfrei!!
2. 8.
Den Tag haben wir überwiegend mit Faulenzen, Lesen und Schlafen verbracht. Am Nachmittag sind wir dann mit Peter und den zwei Mädchen zum Angeln gegangen, bei etwas windigem aber sehr warmen und sonnigen Wetter!
3.8.
Heute haben wir uns mit der ganzen Familie mal das Gebiet südlich des Gletschers angeschaut.
Zuerst sind wir bei sonnigen und warmen Wetter den Rundgang in Arnarstapi abgegangen. Die Klippen sind immer wieder beeindruckend und ich kann mich einfach daran nicht sattsehen. Die Kinder hatten auch ihre Freude an den Löcher im Boden, bei denen man bis auf das Meer schauen kann. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich 1986 vor meiner ersten Islandreise zum ersten Mal von diesen Löchern las, im Buch von Hanneck-Kloes.
Inzwischen habe ich sie schon x-mal gesehen und fotografiert, so dass ich fürs Blog mal ein anderes Bild nehme.
Auch der Hafen ist einfach nur nett.
Bei Djupalónssandur hat Peter sich beim Versuch die Steine zu heben, die Hose zerrissen, hat natürlich für sehr viel Heiterkeit gesorgt. Er hat allerdings den halfsterkur geschafft, muss man lobend erwähnen!
Bei Hellnar sollten angeblich irgendwelche spirituellen Tage stattfinden, die Marion und ich uns gern angesehen hätten, aber erstens waren unsere Männer nicht davon erbaut und zweitens schien dort alles tote Hose zu sein!!!
Dafür gabs in der Rauðfeldsgjá diesmal nicht so viele Leichen.
Am ganz frühen Morgen und Abend waren wir übrigens nocheinmal angeln, aber es war so warm, dass die Fische keine Lust auf Würmer hatten.
4.8. Verslunarmannahelgi
Heute war die nördliche Seite der Snæfellsnes dran, über die Froðárheiði nach Ólafsvík - Stykkishólmur - Vegamót und zurück.
In Stykkisholmur gabs den obligatorischen Besuch im Cafe am Hafen mit der obligatorischen Torte (Sahne, Baiser, und Ricekrispies mit Karamelsoße) und die Kinder sind mit Marion und Peter auf die Hafeninsel geklettert.
Abend nahm ich mir dann endlich mal Zeit die Zwillinge von Brana zu fotografieren.
5.8.
Waltour!!!!
In diesem Jahr wollten wir an der Waltour von Ólafsvík aus teilnehmen. Marion fiel am Anlegesteg beim Bezahlen erstmal die Klappe runter, über 10000 ISK pro Person. Allerdings verwandelte sich das recht schnell in ein Lächeln - Kinder unter 12 waren frei!!!! Vor der Abfahrt gabs noch ein paar seasickness pills, ich glaub, die trollen immer noch in meinem Rucksack rum!
Das Wetter: bewölkt, aber trocken und recht warm. Trotzdem war ich später auf See über meinen dicken Anorak froh. Die Fahrt selber war angenehm, kaum Wellengang. Die ersten Kleinwale gabs dann auch schon ziemlich schnell zu bestaunen, allerdings aus etlicher Entfernung. Absolutes Highlight war natürlich Hugo, der Buckelwal!!! Ihn entdeckte der Kapitän nach etlichen Seemeilen. Hugo hielt sich eine ganze Zeit in der Nähe des Bootes auf und alle Leute rannten jeweils nach back- oder steuerbord. Uns wurde das zu dumm und wir hielten unsere Steuerbordseite. Das war genau die richtige Entscheidung, denn Hugo tauchte unter dem Boot durch und kam genau auf unserer Höhe wieder nach oben um sich die komischen Menschlein da mal anzuschauen. Natürlich war ich zu überrascht um genau in diesem Augenblick auf den Auslöser zu drücken. Daher gibts nur ein Bild aus etwas weiterer Entfernung.
Am Abend waren wir dann bei Haddy und Geir eingeladen! Das Essen war sehr lecker und Bier und Schnaps gabs reichlich. Als die Mädchen dann anfingen zu tanzen und die Bubuen, allen voran Hans, ein wenig Schlagseite bekamen, hab ich meinen lieben Mann nach vielen Versuchen dann endlich loseisen können.
6.8.
Natürlich rächte sich der gestrige Saufabend und Hans bekam flugs einen neuen Namen: der große, graue Alk - fahruntüchtig, flugunfähig!!!!!
