Island

23.06.2009 um 13:37 Uhr

Der Wunschstein

Bei unserem Abschlusstreffen unseres Comeniusprojektes vor drei Wochen in Italien brachten uns unsere isländischen Kolleginnen einen Wunschstein mit und erzählten uns, was es damit auf sich hat.

Hier folgt jetzt die Übersetzung des englischen Beizettels, der dem Óskasteinn beiliegt:

Das Wunschsteinprojekt

Vor zwei Jahren fiel eine 40jährige Frau, Harpa, Mutter von drei Kindern, vom Pferd und ist seitdem vom Brustwirbel an abwärts gelähmt. In ihrem Namen wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um ihr eine Behandlung im ausland zu ermöglichen. Die Begründer dieser Aktion veranlassten Schüler und Lehrer, dieses Wunschsteinprojekt zu starten. Die Kinder sammelten tausende von Kieseln an einem Strand unterhalb des Berges Tindstóll und verpackten sie in kleine Schachteln. sie werden nun zugunsten dieser Hilfsaktion verkauft.

Die Idee für diese Wunschsteine kommt aus einem Märchen, in dem ein kleines armes Mädchen einen Stein am Berg Tindastóll gefunden hat. sie hielt ihn an ihr Herz und wünschte sich etwas - der Wunsch wurde Wirklichkeit.

 

Unsere isländischen Kolleginnen waren bei dem Projekt mit dabei und haben uns erzählt, dass die Kinder noch in jeden Stein einen besonderen Wunsch für die Käufer eingeflüstert haben. die gelähmte Frau lebt in Sauðárkrókur, sie hat eine eigene Website

Für Islandreisende: der Stein kostet übrigens 2500 ISK ~ 14 €

 

 

 

 

 

MeineReisen

22.06.2009 um 21:49 Uhr

Gerödel...

Heute Nachmittag habe ich zwischen Zeugnisschreiben und Wäsche versucht mal meinen Koffer probe zu packen; erstmal nur mit dem allgemeinen Gerödel wie Zelt, therm-a-rest usw. 'Es ging mir dabei einerseits um das Platzproblem und andererseits um die Gewichtsfrage.

Nun ja, Platz für Kleidung ist noch ein bisschen, Gewicht belief sich auf 15 kg, da werde ich wohl noch so einiges ins Handgepäck nehmen müssen. Ich bin schon am überlegen, ob ich auf dem Rückweg nicht einfach Zelt und anderen Krempel, soweit er sich bewährt hat, in Hlésey lassen möchte. J´hanna hat bestimmt noch irgendwo ein Eckchen dafür. Und ich habe definitiv geplant, den Abend von Verslunarmannahelgi bei Jóhanna zu verbringen. Rund um reykjavík wird wahrscheinlich die Hölle los sein.

Hier ein Bild vom "Gerödel"

19.06.2009 um 16:02 Uhr

Fischers Fritz fischt frische Fische......

Da ich ja Abenteuerurlaub, - auf Neudeutsch adventuretouring - machen möchte, gehört auch die Selbstverpflegung dazu. Natürlich ist es leicht, an die nächste Tanke zu fahren und dort ein pylsur með öllu zu ordern, aber das geht mir natürlich gegen die Hausfrauenehre!

Deshalb habe ich ja Veiðikortið gekauft und dazu gehört nun auch mal eine Angel. Ich hätte gern ein Komplettset wie sie bei etlichen Discountern immer mal wieder angeboten werden - nur nicht dieses Jahr

Wütend!

Wir haben ja schon etliche Angeln mit nach Island genommen, aber auch immer dort gelassen, deshalb sollte es keine hochpreisige sein. Ich habe mich also im I-net schlau gemacht und bei ebay eine Forellenangel fix und fertig montiert bestellt, Haken, Senkbleie, Ersatzschwimmer/posen lagen ja noch bei Hans im alten Angelkoffer.

Gestern nun ist die Angel eingetroffen und ich kann sie euch hier ganz frisch präsentieren:

 

Die Futterschleuder und den Rutenhalter habe ich gleich aus der Tasche rausgenommen, dafür wird noch ein Messer (für die weniger angenehme Arbeit des Auswaidens), einige Plastiktüten für den Fang und eine kleine Dose für die Würmer reinkommen sowie, wie man ja auch schon sehen kann, die englische Beschreibung der einzelnen Angelseen, an denen mir das Fischen mit meiner Karte erlaubt ist. Meistens muss man sich beim zuständigen 'Landlord' anmelden, ich hoffe so auch mit einigen Leuten ins Gespräch zu kommen.

Die meisten Seen liegen in der Nähe von Straßen, bei einigen muss ich aber auch bis zu 3 km laufen. Dank Hans konnte ich ja schon einige Erfahrungen sammeln beim Forellenfischen und ich hoffe, dass mir auch was an den Haken gehen wird.

Und Meike (siehe Kommentare letzter Eintrag) hat völlig recht; in Island ist es wirklich einfach auch als Frau alleine rumzureisen, da gruselt es mir wesentlich mehr bei einer Nacht in einer deutschen Großstadt.

 

Meine Reisen

15.06.2009 um 21:28 Uhr

Noch vier Wochen

Morgen in vier Wochen geht mein Flieger, die Zeit dazwischen ist aber noch mehr wie vollgepackt mit Arbeit Traurig.

Meine Planung steht auch noch nicht endgültig; fest entschlossen bin ich nur so viele Nächte wie möglich in meinem kleinen Gelert Solo zu verbringen. Zur Zeit bin ich auch dabei mir eine Ausrüstungsliste zu basteln.

Zelt: Gelert Solo (bin total gespannt, ob es mir beim ersten Wind um die Ohren fliegt!)

Unterlage: meine alte Therm-a-rest

Schlafsack: Nordisk Sarek

Kocher: der alte Ikea-Nachbau des Trangia mit der Alternative eines Gasbrenners, wenn die Ersatzteile  nicht rechtzeitig eintreffen

Dann natürlich der persönliche Ausrüstungs- und Bekleidungskramund meine neue Lumix TZ 6. Tja, ich habe die alte in Italien geschrottet, habe mich mit Kamera in der Hand abgelegt und dabei ist das Display buchstäblich in die Brüche gegangen. Sehr ärgerlich!

Außerdem besorge ich mir grad so eine Einsteigerangel, weil ich mir schon zu Ostern die Veiðikortið zugelegt habe; für 6000 ISK erschwinglich, und sie rechnet sich schon allein durch die oftmals kostenlose Campingmöglichkeit an den Seen. Wenn dann noch das ein oder andere Forellchen in meine Pfanne hüpft,.........

Irgendwie habe ich größte Befürchtungen, dass ich mit meiner Gepäckgrenze von 20 kg auskomme, ich will ja auch noch ein paar Sachen für Jóhanna mitnehmen.

Als lose Planung habe ich mal folgende Route festgelegt, allerdings mit jeder Menge Alternativerweiterungen bzw. -abkürzungen.

 

Je nach Wetterbericht werde ich gegen oder mit dem Uhrzeigersinn reisen, möglichst immer vom schlechten Wetter weg Fröhlich. Allerdings habe ich mir auch schon einige Übernachtungsalternativen ausgeschaut und hoffe nur, dass es auch dann noch irgendwo ein Zimmerchen für mich geben wird. 

 

Wenn ich so erzähle, dass ich völlig allein mit Zelt nach Island will, ernte ich nur ungläubige, erstaunte oder gar mitleidige Blicke - ich freue mich jedenfalls darauf!

 

 

Meine Reisen