Willkommen in Valkenvania

23.11.2007 um 14:44 Uhr

Gedanken: grau

Inkongruenz der Gefühle und Gedanken im Bezug auf die Situation...

Klassischer Fall von Spielverderber.

Der Optimist sieht in jedem Problem eine Chance,

der Pessimist in jeder Chance ein Problem...

Alles Schwarz – es kann nur noch schlimmer werden,

die rosa Welt entpuppt sich als selbsteingeredete Propaganda,

als Lüge vom Paradies, das zum Selbstschutz gebaut wurde...

Alles Märchen

draußen und drinnen herrscht Wirklichkeit

-> Nieselregen in einer grauen Welt

– alles andere: Ablenkung

– indirekte Psychomodulatoren

– wir machen uns etwas vor...

Das haben wir lange gemacht

– wir haben es immer gewusst

– trotzdem haben wir weiter gemacht

– und wir werden weiter machen

– kein Ausweg

– wir müssen die Rolle spielen

– wir werden ihn tragen, auch wenn er viel zu groß ist, wir werden in tragen, Tag und Nacht ... ewig ...

es gibt keine Rettung, wenn uns einer retten kann, dann nur wir selbst

– selbst das nicht...

Das Leben ist ein Trümmerfeld.

Sehet die Hausantennen auf den Dächern... Sie sind dem Wetter ausgeliefert, sie sind funktionslos... aber sie sind eine Kontur im Grau.

Entgehen wir in eine andere Welt...

lassen wir uns feiern..

lassen wir uns bespaßen ...

Wer Phantasie hat braucht keine Drogen...

Schade es nieselt noch

– wir können uns so nicht strafen...

es sei uns nicht gegönnt das kranke fette Stück Fleisch, das wir unseren Körper nennen zu geißeln, es sei uns nicht gegönnt dieses insuffiziente Ding für seine Dekadenz, seine Arroganz und seine Anmaßung, desertieren zu wollen, zu quälen...

Los lenken wir uns anders ab mit unwichtigen Lappalien so wie immer

04.03.2007 um 21:19 Uhr

Antworten - Reaktionen

von: elfatuo   Kategorie: Eigene Gedichte   Stichwörter: Antwort, Nachricht, online, Kommunikation

Zwei alte Machwerke zum Thema "Keine Antwort" wollte ich mal posten:

"

9.11.2004

Antwort

E-Mail, SMS hab ich geschrieben. Doch hast Du sie gelesen? Oder ist sie verschwunden im Datenether? Von niemandem beachtet einfach verschwunden?

Ist sie vielleicht untergegangen in einer Flut ankommender Nachrichten? Zu viel in zu kurzer Zeit, als sie zu beachten? Falsch interpretiert und ungelesen gelöscht? Dachtest Du an Werbung?

Wolltest Du antworten? Aber hast es aus Zeitmangel nicht geschafft? Streß und zuviel zu tun gehabt? Und nachher vergessen?

Oder war es Dir keine Antwort wert? Der Text so doof, daß er keinem Kommentar bedarf? Dachtest Du „keine Antwort ist auch ne Antwort“? Ignoranz als würdige Antwort um Standpunkte klar darzulegen?

Ging Deine Antwort im Schicksalsether elektrisch-magnetischer Kommunikation unter? Worte mich nie erreichend, aber bei mir, durch ihr Fehlen, Raum für negative Interpretationen zulassend?

Also frag ich Dich: „Warum erhalte ich keine Antwort?“               "

 

"

17.01.04

Melde Dich!

Ja, ich sehe, Du bist online!

Möchtest Du Dich nicht bei mir melden?

Hab sogar ICQ an;

Obwohl ich´s nicht mag!

Könntest ja auch mal anrufen,

oder jedenfalls ne SMS?

Immerhin hast Du meine Handynummer!

Könntest auch spontan vor meiner Tür stehen,

das wär echt wie ein Lottogewinn...

 

 

Aber Du machst nix von alle dem,

ich habs von Anfang an gewußt,

als ich Dich das erste Mal sah...

die ruft nie an!

Als Du mich ansprachst...

Die meldet sich nie!

Ich habs geahnt und ich hatte recht!

Wiedermal, war ja klar!

Glaub nicht, daß ich mich noch mal melde...

Nacher ziehst Du mir den Schuh an,

Nein, Süße nochmal werd ich nicht schwach,

Meinst Du wirklich, ich wüßte nicht was läuft?"

 

 

 

 

 

23.12.2006 um 18:01 Uhr

Driving home for X-mas

von: elfatuo   Kategorie: Eigene Gedichte   Stichwörter: Heimat, fahren, Zuhause, Weg, Streß, Ruhe

Hab ich auf der Fahrt im Zug auf die Rückseite meines Busfahrplans geschrieben:

 

Durchs Treppenhaus, raus auf die Straße,

8:45 Uhr

Kälte, leichter Nebel, erstarrtes Leben

Keine LKW die, im Leerlauf, vor sich hin dieseln;

keine Autos, keine lärmenden Kinder

Nur ein Schlauch parkender Fahrzeuge, der die Straße säumt

Leere und Stille

Dann hinab in die Station 

Auch hier, bis auf einen kleinen Jungen, der auf der Bank sitzt, alles leer

Dann kommt es:

Ein lautes Rattern

Ein Rollkoffer plus Eigentümerin läutet, kurz vor Einfahrt der Bahn, das laute stressige Weihnachtsfest ein 

15.06.2006 um 22:39 Uhr

Sommernächte

sämig

klebrig

heiß

drückend

energiesparend

antriebslos

schläfrig

durstig

faul

Sommernächte eben

 

26.05.2006 um 14:11 Uhr

Mein Verdacht!!

von: elfatuo   Kategorie: Eigene Gedichte   Stichwörter: Internet, Net, Langeweile

Ich seh es im Wind,
Ich höre es im Wasser,
und
Ich fühle es in den Steinen;
Die Zwerge verlassen Moria´s Vorgärten
Die Elben flüchten in die Vergessenheit
Die Welt ist im Abbruch
und die Zeit ändert sich
Einem Sturm gleich, der über
Wüsten aus kaltem klaren Wasser fliegt.
Nur das Internet wird immer langweiliger,
Hab ich so den Eindruck

18.05.2006 um 11:09 Uhr

Hoffnung

Sie baut Dich auf,
Sie reißt Dich nieder,
Sie speit Dich aus,
Sie frißt Dich wieder,
Sie kommt und geht,
ganz wie sie will,
Sie meldet sich laut,
oder auch still,
Sie wächst und
sie schwindet,
alles von einem Augenblick zum nächsten.

Doch sterben tut sie als letztes.

07.05.2006 um 03:42 Uhr

Leben

von: elfatuo   Kategorie: Eigene Gedichte   Stichwörter: Leben, Weg, Schicksal

Ein altes Gedicht aus meinem Archiv, aber es beschreibt sehr treffend meine Allgemeinsituation:

22.06.04

 

Man sagt:

Er geht seinen Weg

Das Schicksal ist vorbestimmt

Gradlinig, ruhig,

rationell, berechnet,

routiniert, geplant,

erfolgreich, vorausschauend

 

Aber:

Es gibt keinen Weg

Wir stolpern

Nicht sehend, nicht wissend,

nicht fühlend, nicht planend,

irr und wild,

träumend und rasend

vorwärts, rückwärts, seitwärts,

an Zielen vorbei,

die nicht existieren,

durch eine riesige Wüste,

die Wir Leben nennen!

04.05.2006 um 12:50 Uhr

Stalingrad

von: elfatuo   Kategorie: Eigene Gedichte   Stichwörter: Stalingrad, Paulus, Metall

(Gedichte fallen mir immer ein, wenn ich schlecht drauf bin...)

Stalingrad

Er saß in der Sonne auf einer Bank ,
blickte nachdenkend zu Boden,
und fand,
ein Stück Metall
auf dem "Stalingrad"
stand.

Ja,
so fühlt es sich wohl an,
nur ohne Schnee.

Doch stand er auf,
sagte sich "Ich will KEIN Paulus sein
- diesmal nicht!"
und ging

23.12.2005 um 23:55 Uhr

Noch was außem Archiv, wo fast Weihnachten ist:

von: elfatuo   Kategorie: Eigene Gedichte   Stichwörter: Tannenbaum, Weihnachten, Licht, Gedicht, Müll

Oh Tannenbaum...                                                                                                 14.11.2004

 Oh Tannenbaum,
oh Tannenbaum,
jetzt stehst Du hier im Lichterglanz.
Dunkel ist der Raum,
hell erleuchten Deine Kerzen,
schwer behangen mit prunkvollem Schmuck,
der schon einige Tage später wieder in Kartons verschwindet.
Fünf Minututen Beachtung schenkt man Dir.
Man besingt Dich
verehrt Dich wie ein primitives Götzenbild;
dann wittmet man sich den Paketen zu Deinen Füßen.
Einige Tage stehst Du noch in der Zimmerecke,
herausgeputzt doch nicht beachtet,
gemartert von Heizungsluft
und dem Wachs der brennenden Kerzen.
Schon bald wirst Du hinterm Schuppen liegen,
verwelkt Dein Grün.
Nie wieder wirst Du im Sommer grünen,
nie wieder Deine Spitze stolz in den Himmel recken.
Im nächsten Jahr wirst Du,
wenn Dein Nachfolger in der Stube prankt,
im Kamin Deinen letzten Zweck erfüllen;
aber nicht lange,
denn Tanne brennt nicht lange!