Gedanken oder Fragen

03.08.2013 um 19:48 Uhr

Der letzte Akkord

Der letzte Akkord des Liedes des Lebens ist noch nicht angeklungen.
Jedenfalls bei mir noch nicht. Ich lasse mir damit noch Zeit, Überlege wie ich dann den Übergang von F über G7 hin nach C Dur bekomme.;-)

Und was kommt dann danach? Beginnt dann, wenn der letzte Akkord leise verklingt, ein ganz neuer, ein ganz anderer Song, der mich durch die Welt tragen wird?

Träume und der Geist können heilen, geben Kraft, Mut und Zuversicht.
Heute träumte ich ich hätte so einen Federstab, auf den man sich stellen konnte, durch die Federkraft damit herrliche Sprünge machen konnte.
Ich federte damit treppauf und treppab. Es war einfach ein herrlich freies Sprunggefühl. Ein heilendes, ein heilender Traum.

Diagnose: Unheilbar erkrankt.
Therapie: Einfach leben, weiterleben, immer weiterleben.

Ich lasse mir doch nicht von Ärzten diktieren wann es zu Ende zu gehen hat. Ich lebe und das ist gut so.
Und dieses habe ich noch für einige Zeit vor. Leben!
.

21.07.2013 um 17:52 Uhr

Die bittere Seite der Jugendliebe wenn sie alles zerstört

Vielleicht kann ja einer meiner Leser/innen Ilona einen Ratschlag geben?
Sie schreibt zum Thema Jugendliebe:

Hallo,
ich mache das mit der Jugendliebe zur Zeit auch mit, mein erster Mann ist vor 17 jahren gestorben, ich dachte ich verliebe mich nie wieder, dann nach 3 jahren Einsamkeit lernte ich im Internet J. kennen, er gab mir seine Telefonnummer und ich rief an. Wir telefonierten nächtelang, wie ich meine arbeit geschafft habe, weiss ich nicht mehr.
Ich hatte 3 kleine Kinder und er war noch nie verheiratet, hatte viel Mist in seinem Leben gebaut. Seine Freundin, die er sehr geliebt hatte, hatte ihn betrogen, sie hatten sich getrennt, das war länger vorbei und er hatte Kopf frei für neues. Da kam ich nun, nach Schwierigkeiten hin und her, heirateten wir. Er zog 300 km von Freunden und Familie zu uns. Alles ging 3 jahre gut, dann zog er zurück zur Familie, wir vermissten uns sehr. Er sagte immer, dass ich seine Traumfrau wäre. Er baute viel Mist, ich war immer für ihn da. Ich zog nach 1 jahr Trennung zu ihm. Dass ist 8 jahre her. Wir sind 13 Jahre verheiratet, Beziehung ist Alltag. vor 2 tagen kam er 5 stunden später von der Arbeit nach Hause, eiskalter Blick, er sagte sofort Schatz ich habe eine andere frau geküsst. ich will sofort ausziehen. er hatte seine Jugendliebe, diese Frau zufällig wieder getroffen. Sie hat ihn geküsst, nach diesem Kuss, war er total verwirrt, er sagt, alles kam hoch, die Liebe , die Vertrautheit und alles.
Gestern sagte er, dass er jeden tag mit ihr aus geht wieder lebt und glücklich ist mir ihr. das geht jetzt 3 tage so und er will diese frau, wird sie auch kriegen und alles andere und alle anderen sind ihm völlig egal. unsere Wohnung ist gekündigt. Er liebt mich, aber diese Frau mehr und sie ist die Liebe seines Lebens und sie empfindet ebenso. war 21 Jahre verheiratet, hat zwei Kinder und ist äußerlich das, was er nie wollte.
Ich stehe in 3 Monaten auf der Strasse. verliere wieder mein Zuhause, wieder einen Mann unvorbereitet, der erste starb an Herzsekundentod und muss wieder von vorne anfangen. Ich werde auf der Strasse leben müssen. Er wird zu ihr in ihr Haus ziehen mit ihrer Tochter eine neue Familie haben und er sagt immer noch, dass er mich liebt und keine Scheidung will. ich bin am Ende, dass nur zum Thema Jugendliebe. kann man einfach von einer Sekunde auf die andere Sekunde alles aufgeben und vergessen, was man 13 Jahre hatte???ich verstehe das gar nicht.

lg. ilona

26.06.2013 um 23:42 Uhr

Kleinigkeiten zu schätzen wissen

Immer war ich ein Mensch, der auch die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen wusste.
Die vielen weissen Blüten des Schneballstrauches, die Katze die schnurrend um meine Füsse streicht

Und doch merke ich, wie undankbar ich war, wenn es um das ganz "normale" ging. Um die Kraft, die mir geschenkt war, um die Ausdauer, das klare sehen können. Alles Dinge die ich als selbstverständlich hinnahm. Den Wert dieser Dinge erst jetzt wirklich erkannte, wo sie aufgrund der Erkrankung nicht mehr selbstverständlich sind.
Es ist im Leben wohl oft so, dass man den Wert von Dingen erst erkennt, wenn sie nicht mehr so selbstverständlich vorhanden sind.

Einfach aufzugeben erscheint manchmal so leicht.
Besonders wenn die Schmerzen fast unerträglich sind.
Dann fühle ich mich wie in einem Ringkampf im Würgegriff des Krebses.
Der Ringer schlägt dann mit der Hand auf den Boden, der Würgegriff lässt nach, er kann sich erholen, bevor der Kampf dann weitergeht.
Doch mein klammernder Gegner ist kein fairer Sportpartner, da kann man klopfen so viel man will, er lässt nicht locker.
Ich werde ihm irgendwann einen Tritt geben müssen, damit er sich verabschiedet.;-)

Nein, ich werde nicht aufgeben, nicht mich aufgeben.
Ich werde weitermachen, dafür ist das Leben einfach zu schön.

Meine Träume zeigen es mir immer wieder.
Träume, in denen ich gesund bin, wieder alles machen kann, eben so wie vorher als alles noch normal war.
Es sind wunderschöne Träume, die mir helfen, diesen Zustand zumindest in Teilen zu erreichen und anzustreben.
Diese Träume, sie füttern meine Seele und helfen zu heilen.

PS.: Und macht euch bitte keine Sorgen um mich.
Ich will und möchte euch mit meinen Gedanken nicht herunterziehen. Es wird schon alles wieder werden.;-)

05.06.2013 um 17:20 Uhr

Save the last Dance for me

Weinend und schreiend kommen wir wohl alle auf die Welt.
Hinausgeworfen in das Leben welches uns mit Kälte empfängt.
Jedenfalls bei mir war es so, im eisigen Nachkriegswinter, 1946.
Ich war eine Hausgeburt. Alles war schwierig, Fensterscheiben kaputt von den Bombenangriffen, notdürftig abgedichtet mit Sperrholz und dem Lila Pergamentpapier aus der Verdunkelungszeit der Bomenangriffe.
Heizstoff wie Briketts gab es so gut wie nicht, Essen auch kaum, nur sehr wenig auf Lebensmittelmarken.
Eine Petroleumlampe mit ihrem Spiegel erhellte die Dunkelheit leicht flackernd und rußte etwas vor sich hin. Die Elbe bei Hamburg, sie for in diesem Winter zu. Zu Fuss konnte man sie überqueren.

Jetzt mal ehrlich, ein kurzer Blick in diese kalte Welt, ist doch wirklich Grund genug als neuer Erdenbürger zu schreien und zu weinen, aus allen Leibeskräften.

Ich lebte - immerhin. Und ich wollte leben, und wie.
In den Jahren danach wurde es langsam wärmer und besser.
Schöne Kindersommer folgten, voller Kinderspiele, Kindergedanken und Sonnenschein.

Vielleicht rührt mein grenzenloser Optimismus auch daher, egal wie schlecht etwas ist, es kann besser werden-;-)

Ja, weinend und schreiend kam ich auf die Welt.

Heute dachte ich, so möchte ich nicht gehen, wenn es denn einmal so weit sein sollte. Jedenfalls nicht weinend und schreiend.
Dann, wenn es soweit ist, dann möchte ich tanzen, lachen und singen, zumindest in Gedanken, ich hoffe, dass es mir möglich ist, auf diese Art zu gehen, wenn ich diese Welt einmal verlassen muss. Zufrieden und mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Aber wie gesagt, noch ist es lange nicht soweit.
Noch wird mir Zeit geschenkt, noch darf ich den Sonnenschein und die Temperatur von 25 Grad Celsius geniessen, den Vögeln und dem Kuckuck zuhören und mich von den Libellen neugierig beäugen lassen. Es ist ein wunderschöner Tag, dem noch etliche folgen werden.

Und zum Schluss werde ich lächelnd sagen:
"Save the last Dance for me"

Und immer wieder:"Ist das Leben nicht schön".

27.05.2013 um 02:01 Uhr

80Spamkommentare am Tag

Langsam habe ich die Nase voll von den massenhaften Spamkommentaren der "Gäste".

Vorgestern 50 Spamkommentare, gestern waren es gleich 80 davon.
Blogigo scheint bei den Spammern sehr beliebt zu sein. Endlose Kollonnen mit merkwürdigen Links gefüllt.
Da ich auf veröffentlichen nach Freischalten geschaltet hatte, wurde es bei dieser Menge langsam schwierig alle per Hand zu löschen.
Scheinbar interessiert es die Spammer auch nicht, wenn ihre Kommentare garnicht erscheienen. Bemerken es wahrscheinlich auch garnicht.

Da ich die Kommentare mir auch von Blogigo in mein E-Mail Postfach senden lasse, finde ich auch schon fast meine normalen Mails zwischen diesem ganzen Schrott nicht mehr.

Leider, leider, musste ich aus diesem Grunde die Gastkommentare jetzt abschalten.
Ansich schade, denn es habe hier relativ viele Gäste auch sinnvolle Kommentare abgegeben, was sie jetzt nicht mehr können.
Dafür müssten sie sich jetzt ersteinmal bei Blogigo als User anmelden. Und vor einer Anmeldung schrecken doch so einige zurück.
.

25.05.2013 um 01:54 Uhr

Rafael Correa Mensch und Kapital

"Menschen sind wichtiger als das Kapital"

"Gesellschften sind wichtiger als Märkte, Gesellschaften mit Märkten, nicht für Märkte"

Zitate von Ecuador's Regierungschef Rafael Correa.

Rafael Correa versucht in seinem Land Ecuador nach diesen Maximen zu handeln. Die Gesellschaft gerechter zu machen, die Armut zu bekämpfen, der Umwelt einen hohen Rang einzuräumen und für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung zu sorgen.

Wann, wird es endlich auch einmal hier bei uns eingesehen, dass Wirtschaft und Kapital kein Selbstzweck ist, sondern dem Menschen dienen und helfen soll und nicht umgekehrt?
Selbst die von uns gewählten Politiker haben doch nicht das Wohl des Volkes im Sinn, wie sie es bei ihrer Vereidigung schwören.
Den Eid könnte man auch gerne umschreiben:"Zum Wohle der 10%, die das meiste Geld haben" könnten sie auch sagen, wenn sie sich vom Kapital und deren Eignern die Gesetze diktieren lassen.

Steuerschlupflöcher schliessen, wird gesagt, aber getan wird nichts, wenn Firmen wie Siemens, BMW, Deutsche Bahn, VW, BMW, Deutsche Bank und viele andere, Milliardengewinne ganz legal über Briefkastenfirmen an den Fiskus vorbei nach Holland oder anderswohin transferieren. Gewinnoptimierung nennt sich dann so etwas.
Wieviel könnte man doch von diesen entgangenen Steuermilliarden für die Bildung und die marode Infrastruktur der Kommunen machen.
Aber nein, da heisst es immer nur:"Wir müssen "Sparen, Sparen,Sparen".
Das Geld ist schon da, nur nicht dort wo es hingehört, in den öffentlichen Kassen.
.

19.05.2013 um 20:29 Uhr

Krebs verändert das gaze Leben

Wahrlich kein schönes Thema, eine Krebsdiagnose.
Sie verändert fast schlagartig von einem Moment zum anderen das ganze Leben.

Zeit zum reaslisieren wird einem kaum gegeben.
Es wird gedrängelt, zur Eile aufgerufen, das Leben findet jetzt in Ärztewartezimmern, Kliniken und bei der Onkologie statt.
Ein Termin nach dem anderen, OP oder Bestrahlung und Chemotherapie.
Die Nebenwirkungen, mit denen man sich einverstanden erklären muss, werden von den Ärzten lächelnd rasch abgehandelt.

Dieses erfuhr auch Eva Bley, die an Darmkrebs erkrankte. Von einem Moment zum anderen wurde aus einer gesunden Frau eine Darmkrebspatientin deren Leben dadurch total umgekrempelt wurde.Aus der Reha gibt es die Nachricht, Eva Bley gehe es inzwischen wieder besser. Siehe

www.dasmagazin.de-Eva Bley-am besten viel Geschlechtsverkehr *klick*


Gut, ich habe keinen Darmkrebs, sondern eine unbekannte Krebsart.
Aber dennoch schildert Eva Bley das Prozedere der Ärzteindustrie sehr anschaulich, ähnlich wie auch ich es erlebte.
Eine Darmspiegelung musste ich in der Klinik auch über mich ergehen lassen.
Sie dauerte praktisch vier Tage, da jeden Tag etwas unerwartetes dazwischenkam. Vier Tage lang mehr oder weniger nüchtern bleiben, massenhaft Abführwasser trinken, ich fühlte mich schon ganz wässerig, bis es am vierten Tage endlich klappte. Ein Karzinom konnte allerdings ausgeschlossen werden, Weigstens etwas gutes.

Die Ärzte mutieren mit ihren IGEL Leistungen, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden, immer mehr zu Verkäufern.
Da wird fast jedem Mann empfohlen seine PSA Werte für 20 bis 60 Euro testen zu lassen, die auf Prostatkrebs hindeuten sollen.
Letztendlich zeigte ein Fersehbeitrag, der kürzich im 1. Programm gezeigt wurde, wie nutzos dieser Test ist.
Ein betroffener Mann, der kerngesund zum Arzt ging, ist inzwischen, nach der Prostataoperation schwer krank, impotent geworden, dazu leidet er durch Verletzung des Schliessmuskels unter Inkontinenz und das gehe fällt ihm gegenüber früher auch schwerer.
Er gründete eine Interessengemeinschaft Betroffener, die sich für ein Verbot dieser PSA Wert Testerei einsetzt.
Denn wenn von 1.000 Männern vieleicht einer durch diese Test gerettet wird, werden von den 1.000 etwa 38 unnötigerweise krankoperiert, bestrahlt oder behandelt.

16.05.2013 um 00:47 Uhr

Das einzig wichtige im Leben

Das einzig Wichtige im Leben
sind Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir ungefragt weggehen
und Abschied nehmen müssen.

Zitat: Albert Schweitzer

So ist es, schon Albert Schweitzer wusste es.
Lasst uns auf das Wichtige im Leben achten, lasst uns viele Spuren der Liebe hinterlassen.
Nur dieses zählt, Gut und Geld vergehen, die Spuren der Liebe in den Herzen der anderen, die wir gelegt haben, sie aber bleiben bestehen.

Heute war ein wunderschöner Tag, voller Sonnenschein, vielen Schmetterlingen und warmen Temperaturen. Nachfolgend von wunderschönen Gewittern mit zuckenden Blitzen und Gedonner. Ich habe es genossen.

"Sorge dich nicht, Lebe".
Ja, so könnte man es sagen.
Lebensmut heisst ja auch den Mut zu haben, wirklich zu leben. Voller Zuversicht in das Leben zu sein.

03.05.2013 um 23:57 Uhr

Ist das Leben nicht schön

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Leben, Lebenssinn, James, Stewart, Einfluss, Auswirkungen

"Ist das Leben nicht schön,"
Einer meiner Lieblingsfilme, mit James Stewart, der stets zur Weihnachtszeit wiederholt wird.
Er zeigt uns anschaulich, was unsere Anwesenheit hier im Leben für Auswirkungen auf unsere Umgebung und auch auf die Meschen hat, denen wir im Laufe der Zeit begegnen.

Diese Faktoren werden oftmals unterschätzt. Viele Menschen glauben nicht an einen Sinn in ihrem Leben, fühlen sich überflüssig und nutzlos.
Ahnen jedoch überhaupt nicht, was alles fehlen würde, würde es sie nicht geben. Auf wieviele andere Leben sie bewusst oder auch unbewusst Einfluss ausgeübt hatten.
Kurz gesagt, es würde alles anders sein und aussehen, würde es Dich und auch Dich dort nicht geben.

Jetzt noch ein wenig Werbung in eigener Sache.
Für mich gehört auch zum Sommer, am Lagerfeuer zu sitzen. den züngelnden Flammen zuzusehen und die Träume mit dem sich kräuselnden Rauch emporsteigen lassen.
Darüber schrieb ich in meinem anderen Blog und denke bei diesem Eintrag mal wieder "Ist das Leben nicht schön."

kleiner blütenzauber/ da war ein Schiff *klick*

01.05.2013 um 22:44 Uhr

Es ist nicht mehr zu verbergen

Es gibt ja auch keinen Grund, es zu verbergen.
Ihr seid alle so lieb, die Nachfragen häufen sich, weshalb ich nur nur noch so selten Einträge verfasse.
Ich wollte es nicht öffentlich machen, doch jetzt habe ich mich anders entschieden, da es nicht mehr zu übersehen ist.

Die Haare sind mir von der Chemo ausgefallen, was nicht weiter schlimm ist, Ich habe mir eine Glatze geschnitten, damit sie nicht überall an der Kleidung herumhängen.
Seit Anfang November lebe ich mit den Unterschiedlichsten Krebsverdachtsdiagnosen
Etliche hatten sich als nicht wirklich greifbar erwiesen.
Geblieben ist die Diagnose von der Onkologie:"Grosser Krebstumor, unheilbar im Endstadium".

Dazu eine palliative Chemotherapie und eine Bluttransfusion aufgrund der schlechten Blutwerte.
Verordnung von Morphinhaltigen Schmerztropfen, die mich manchmal derartig durcheinaderbringen, so dass ich hier kaum etwas sinnvolles schreiben kann. Selbst das konzentrieren darauf, in eure Blogs zu lesen, fällt mir oftmals wahnsinnig schwer, obwohl ich es doch so liebe.

Ich frage mich gerade, ob die Chemotherapie mir eher gut tut, oder im Gegenteil, mehr Schaden anrichtet als sie hilft.
Denn diese Zellgifte zerstören ja auch gesunde Zellen, der Schleimhäute, behindern die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Meinen Optimismus habe ich dennoch nicht verloren.
Ich glaube an den Sinn des Lebens, habe aber auch keine Angst vor dem sterben. Was vieles in dieser Hinsicht einfacher macht. Denn die Angst ist kein guter Ratgeber.
Ich werde auch nicht kämpfen. Ich will durchlässig sein, den Sturm sich austoben lassen, seine Kraft nutzen, ihn als Freund ansehen, bis er sich beruhigt hat und vielleicht einfach weiterzieht.;-)

Oh doch, ich bin in meinem Zustand immer noch guter Dinge und irgendwie gespannt, auf das was kommen wird.

Denn so konnte ich sehr viele neue Erfahrungen sammeln, die einem im gesunden Zustand wohl eher verbrorgen geblieben wären.
Klar, es wird sich wohl keiner drängeln, diese Erfahrungen machen zu "müssen". Doch ich selbst empfinde sie als ungemein bereichernd.

Denn, wann sonst hat man die Möfglichkeit zusammen mit etwas 10 Krebspatieten, in der Onkologie zu sitzen und zuzuschauen, wie der Chemiecoktail Tropfen für Tropfen, bei allen aus den Infusionsständern über Kanülen in die Körper läuft.
Neun Stunden sass ich so da, bei der letzten Chemo. Ein Vergnügen war es wirklich nicht.
"Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist. dann ist es auch noch nicht das Ende", heisst es so schön.
Ich bin mit mir und meinem Leben im Einklang und das ist gut so.
Ich möchte noch einiges erleben, leben, und wenn es gut geht, werde ich dieses wohl auch noch, wenn mir die Zeit dazu geschenkt wird.

PS.: Fotos von meinem Charakterglatzkopf werde ich aber nicht hier hereinstellen, auch wenn der eine oder die andere es sich wünschen würde.*g*
Und ja, oftmls muss ich auch über alles lachen, was im Zusammenhang mit dieser Krebserkrankung steht.
Lachen ist gesund und wer noch lachen kann, hat noch lange nicht verloren.
Meinen Lesern wünsche ich alles Gute ud es war mit Sicherheit noch nicht mein letzter Eintrag hier bei Blogigo.