Stimmung: gut sonnig..
Musik: Vogelgezwitscher
Montag habe ich meine Tochter auf dem Campingplatz besucht. Über 50 Kilometer zu fahren, mit dem Roller eine weite Strecke.. Zum Glück fuhren wenig LKW s, denn von denen wird man doch immer recht bedrängt, wenn sie einen überholen. Quer durch viel Wald und Truppenübungsplätze, mit roten Pfählen am Strassenrand, nebst Warnschilder. Auf ihnen steht, es wird scharf geschossen, Lebensgefahr. An der Bundesstrasse, am Waldrand, ockerfarbene Campingbusse mit einem roten Herz an der Seite. Es werden von Jahr zu Jahr mehr. Da besteht wohl keine Lebensgefahr, aber ich frage mich immer, ob es den blondierten Damen, die im Führerhaus sitzen, nicht langweilig wird?. Was sie dabei empfinden, also Spass kann es ihnen wohl kaum machen. Und ob das rote Herz gerechtfertigt ist, es ist eine andere Frage. Aber das ist bei einem roten Kreuz, ja auch manchmal fraglich. Der Campingplatz liegt nahe S., einer Kreisstadt, mitten im Wald, es sind wohl etwa 1400 Camper dort. Meine Tochter freute sich, ihr alter kleiner Hund noch mehr. Er kann kaum noch sehen, ist ganz langsam geworden, aber sprang mich doch noch erfreut wedelnd an. Tabletten bekommt er auch schon, da er mal zusammengebrochen war.
Sehr viel Natur dort, und doch alles dicht an dicht, Campingwagen an Campingwagen. Viele Menschen. Die meisten kennen sich, zumindest vom sehen. So sind die Kontakte untereinander recht gut, alle grüssen freundlich. Aber mir wäre es wohl zu eng, und zu viele Menschen, dafür muss man wohl wirklich eingefleischter Camper sein. Schön am See gesessen, gegessen, mit dem Hund durch den Wald gegangen, uns dabei ganz viel unterhalten. Das war das schönste daran, mal wieder ausgiebig miteinander zu reden, einfach dazusein. Ich fuhr dann spaeter zurück, als ich es mir vornahm. Es war schon dunkel, so war ich dann schon am gucken, ob im Scheinwerferlicht, nicht auf einmal ein Reh, oder Wildschwein aus dem Wald auf die Strasse läuft. Denn das könnte mit einem Motorroller doch das Ende bedeuten. Die Vespa hielt die ganze Strecke durch, frueher blieb sie manchmal, ganz einfach, mitten in der Dunkelheit im Wald stehen. Und sprang erst nach einer halben Stunde wieder an. Es war schon recht kühl geworden, so kam ich dann völlig durchgefroren zu Hause wieder an. Nachts um eins dann noch etwas ganz und gar aussergewöhnliches hier. Eine Gruppe, wohl jugendlicher, die laut schreiend, lachend, zu Fuss, mit Moped und Rädern auf der dunklen Landstrasse nach Hause marschierten. Es sind ja immer einige Kilometer zu laufen. Sie hatten wohl irgendwo in den Mai gefeiert, getrunken und liefen da, schlecht wie ihnen war, herum. In so einem Zustand, da kommt einem die gelaufene Strecke wohl noch um etliches weiter vor, als sie schon ist..