Gedanken oder Fragen

12.03.2008 um 04:30 Uhr

Zwischenbemerkung zu Blogigo

Stimmung: gut

Blogigo lebt noch, die Top 50 sind wieder da.

Nachdem die Bestenliste vor einigen Wochen plötzlich leer war, um zwischendurch dann für zwei Tage wieder da zu sein, dann erneut in der Versenkung verschwand, scheint sie jetzt wieder zu funktionieren.

Manche neue User sagen, es sei hier so unübersichtlich, was ich nicht finde.

Sie wissen oftmals nicht wie die Suche hier funktioniert. Lesen alte Beiträge toter Blogs in denen nichts mehrgeschrieben wird.

Auf der Eingangsseite ist auf der rechten Seite eine Suchfunktion, dort kann man Usernamen, Blogname oder ähnliches eingeben, und die Suchergebnisse werden einem angezeigt.
In den Statistiken der beliebtesten Blogs kann man auch sehen, welche Blogs oder Beiträge neu sind, welche am meisten Einträge schreiben etc.

Bei einem Kommentar lässt sich auf den Usernamen klicken, wenn man sehen möchte welche Blogs der User hier führt.

Hier noch einmal ein dickes dankeschön an meine Leser und alle die, die mich so zahlreich in den Favoritenlisten haben. Es freut mich ehrlich und ein wenig erfüllt es mich auch mit Stolz. Es wäre gelogen, wenn ich etwas anderes behaupten würde.

Auch wenn meine Kommentare nicht immer und bei jedem gut ankommen. Aber auch damit muss man leben. ;-)
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11.03.2008 um 03:02 Uhr

Die achtziger und rotweissgestreifte Hosen

Stimmung: gut

Gerade tauche ich wieder empor, empor aus den achtzigern Jahren.

Beim Lesen des Blogs von sunnysightup
tauchte ich ein, wurde wie magisch in diese Welt der achtziger Jahre zurückkatapultiert.
In diese Welt der rotschwarz längsgestreiften Stretchhosen, wie auch Nena sie trug.
Der Welt in der Costa Cordalis, The Rocky Horror Picture Show, Die Ärzte, Thomas Anders (der mit seiner Nora Kette) zurückversetzt.
In eine Welt eines damals 12 jährigen Mädchens, welches in die Pupertät kommt. Eines Mädchens mit Coolnesspunkte, und einer Welt in der ein 15 jähriger Max lebt, der sie morgens im Bus immer anlächelt.

Was gibt es wichtigers im Leben eines 12 jährigen Mädchens, als ein lächelnder Max? Dabei die Coolnesspunkte zu behalten ist nicht leicht.
Dieser Max, mit seinem melancholisch traurigen Lächeln begleitet sie durch die nächsten Jahre.
Bis sie anfängt zu studieren. Andere Jungen als Max kommen, um ihr selbstaufgenommene Musikkassetten zu schenken. Da vergisst dieses Mädchen ihren Max langsam.

Nach ihrer Ankündigung soll Max aber später doch noch eine Rolle in ihrem Leben spielen. Ich bin schon ganz gespannt wie es weitergeht. Wenn ihr es auch seid, dann oben den Link anklicken.
Ich bedanke mich, für diesen Tauchgang in eine bunte grell schimmernde Welt der achtziger und der Gefühle eines Mädchens, welches immer und ständig cool sein wollte.
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10.03.2008 um 15:27 Uhr

Jagdpächter und waidmännisches Verhalten

Ist das waidmännisches Verhalten?
Beim Grassammeln für meine Kaninchen, stolperte ich fast über die Kadaver verschiedener Tiere. Sie lagen dort einfach auf der Wiese an der Grunstücksgrenze.
Zerstückelte Hasen, vieleicht auch ein halbes Reh, genau erkennen kann man es nicht. Denn dort liegt ein Huf, daneben ein Beinstumpf mit Krallen dran, ein buschiger Schwanz, Eingeweide, Gedärme und Bauchfleisch. zerschnippeltes Fell, Knochen an dem bei der Pfote noch das Fell dran ist, Fleisch aus dem der Beinknochen traurig hervorguckt. . *würg*

Zwei bis drei Tiere waren es wohl, etwa 10 Kg liegen dort herum.
Scheint ein Jäger oder Jagdpächter geschossen, an Ort und Stelle zerschnippelt und die ganzen Reste dann dort liegengelassen haben.
Klar weiss ich, vielleicht kommt einmal ein Fuchs vorbei, tut sich gütlich daran. Oder die Maden und Fliegen befallen die Fleischstücke.
Wenn der Wind aus der Richtung kommt, wird es nach gammelnden verwesenden Fleisch, nach Kadaver stinken. Wie auch beim geschossenen Fuchs und Reh vor zwei Jahren. Deren Reste dann auch stückeweise dort lagen.

Jagdpächter haben ja das Recht auf einem bestimmten Areal zu jagen, aber ist es ein waidmännisches Normalverhalten die Kadaver, Felle und Eingeweide nach dem Zerlegen dann dort einfach liegen zu lassen?

Vielleicht weiss es ja einer meiner Leser?
Ich selbst finde es unschön und einfach nur ekelig. Selbst wenn auch das alles vielleicht zur Natur dazugehört.

10.03.2008 um 05:26 Uhr

Brailleschrift und die Lomesprache

Stimmung: gut

Meine Antwort zu einem Kommentar auf den Eintrag:

einem Blinden die Farben erklären.
@kleine Rebellin,

du taeuscht Dich, wenn Du glaubst, ein Blinder koennte diesen Beitrag nicht lesen.
Denn ich habe mich durch Blindenforen und Blindenblogs gelesen, sie koennen anhand einer am PC angeschlossenen Brailleleiste Texte lesen, oder sie sich von Sprachprogrammen auch vorlesen lassen.
Auch habe ich den Unterricht blinder Schueler, in der Blindenschule, am Stadtpark, als Gast erleben duerfen.
Es war beeindruckend.
Genauso beeindruckend, wie das Restaurant, in dem in voelliger Dunkelheit gegessen und serviert wird, um sehenden etwas vom Blindsein zu vermitteln.
Herausragende Blinde gibt es viele, aber besonders der Herr Braille, der die Blindenschrift erfand, bis dahin wurden Blinde nicht unterrichtet, oder eben nur mit gestanzten Buchstaben unseres Alphabets, welches viel muehsamer, tastweise sich lesen laesst, als die Brailleschrift.
Und ganz besonders, die Frau Lome, eine Taubstummblinde, sie konnte nichts hoeren, nichts sehen, und erfand dennoch die Lomesprache, eine Sprache, in der die Woerter, in die Handinnenflaeche *geschrieben* werden.
Sie studierte erfolgreich und Unterrichtete dann andere Menschen.
Kann, oder sollte man, diese beiden Menschen bemitleiden, denn sie hatten wahrlich kein leichtes Leben, oder vielmehr bewundern?
Ich bewundere sie, wegen ihres Mutes, ihrer Ausdauer, ihrer Kraft und Intellekts.

Sie sehen mit dem Herzen, das stimmt...und oftmals so viel mehr, als wir es mit den Augen je koennten. Sie entwickeln Faehigkeiten die ich bewundere.
Meine Intention war eine andere, ich wollte auf unsere Sinne hineisen, darauf welchen Wert sie fuer uns haben. Der Gesichtsinn ist wohl nicht der wichtigste, doch ist es schon schoen wenn ich sehen darf.
Es hat auch nichts mit Mitleid zu tun, denn davon hat ein Blinder wirklich nichts. Versuchen sich einzufuehlen in diese Welt, in der er lebt schon eher.
Um ihn, sein Handeln und Denken verstehen zu koennen.
Obwohl, wir als sehende, es nie jemals ganz erfassen koennen.
Und klar, es hoert sich dann wieder so an, sind Blinde anders? Nein, sind sie nicht. Nur haben sie eine Faehigkeit, die wir haben eben nicht. Und dieses gleichen sie mit anderen Faehigkeiten und Geschick aus, soweit wie wir es niemals koennten.
Und ja, es gibt auch da verschiedene Menschen, einer sagte, alle wollen, dass ich ihr Gesicht abtaste, um sie zu *sehen*, es ist mir zu intim.
Und ich kann mir dadurch auch kein Bild machen. Meine Frau wird ewig 22 bleiben, so wie ich sie zuletzt sah. Das kraenkt sie, denn sie fuehlt sich, so wie sie jetzt ist, von mir nicht gesehen.
Ich habe daraufhin versucht, z.B. eine Statue abzutasten, es ist schwer, diese mit den Fingerspitzen zu erkennen.
Vielleicht mag es fuer einen Blinden leichter sein.
Auch kann ich mich in totaler Dunkelheit, relativ gut orientieren, etwas anderes waere es, ohne sehen zu koennen, eine Mahlzeit zubereiten oder selbst sich nur einen Kaffee einzuschenken. Aber auch dieses koennen sie, jedenfalls einige.
Auf einem Auge hatte ich zeitweise Sehverlust, nur fuer einige Minuten, es war nicht grau, es war ganz schlicht und ergreifend scharz, da sieht man garnichts und hat auch selbst keinerlei Ahnung wohin die Pupille *schaut*.
Michel de Mointagne schrieb im 15. Jahrhundert ueber die Sinne:
Denn wenn einer fehlt, kann der Mangel durch unseren Verstand nicht entdeckt werden...es ist unmoeglich einem Blinden begreiflich zu machen, dass er nicht sieht.
Unsere Seele haette garnicht die Moeglichkeit, eine Unvollkommenheit zu fuehlen, wenn sie vorhanden sein sollte.
Wir haben unser Wahrheitsbild durch das Zusammenwirken unserer fuenf Sinne aufgebaut, aber vielleicht waeren die gleichzeitigen Beitraege von acht oder zehn Sinnen noetig, um eine Wahrheit mit Sicherheit ihrem Wesen nach aufnehmen zu koennen...
Dass die Sinneseindruecke oft staerker sind - als die Ueberlegung - das erfaehrt man immer wieder....
und da gebe ich ihm wohl Recht.


kleine Rebellin..
eines noch..was ich wirklich traurig finde, wenn ein junges blindes Maedchen schreibt, es ist so schwer einen Partner zu finden. Einen der ihre Blindheit nicht ausnutzt und sie nur verarscht.
Sie dann von ihrer Mutter und anderen zu hoeren bekommt, sie koenne froh sein, wenn ueberhaupt einer sie will.
Eine solche Aussage kann ich nicht verstehen und klar macht es sie traurig.
Dabei finde ich, sie koennte stolz erhobenen Hauptes durch die Welt gehen, denn sie kann so viel mehr als wie wir *Normalos*
Und tief beruehrt hat es mich auch, als ein Blinder schrieb, er traeumt von einer Freundin. Er traeumt nicht nur des Nachts, davon, sondern auch am Tage..aber dieses wird wohl wie jeder Traum, fuer immer nur ein Traum bleiben.
Aber nun gut, es gibt auch sehende, die das gleiche empfinden.
liebe Gruesse

09.03.2008 um 03:18 Uhr

Blindsein ist nicht ansteckend

Stimmung: gut

Parnerbörse und Profile.

Menschen beschreiben sich sehr unterschiedlich in Kontaktbörsen und auf Singleseiten.

Ein Mann schrieb dort unter anderem,
Ich bin blind.
Doch nur keine verkehrte Scheu,
Blindsein ist nicht ansteckend.

Blindsein heisst auch nicht, dass ich nicht lesen und schreiben kann.
Lesen und schreiben ermöglicht mir mein Computer. Aber Liebe, nach der auch ich suche, kann mein PC mir nicht geben..
Deshalb suche einen Menschen der mich liebt.

Einfache Worte und doch so wahr.
Blindsein ist nicht ansteckend. Wirklich nicht, und ein Pc wird niemals die Liebe geben können, nach der ein Mensch sich sehnt.

Wünsche Euch einen sehr schönen Sonntag.
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08.03.2008 um 00:51 Uhr

Tanja Gräff schon 9 Monate verschwunden

Stimmung: nachdenklich

Von der im Sommer letzten Jahres, auf einem Sommerfest der FH Trier verschwundenen Studentin Tanja Gräff, aus Korlingen, fehlt auch nach neun Monaten noch jede Spur.

Ein Mensch verschwindet einfach spurlos. Es ist kaum fassbar.
Irgendjemand muss doch etwas gesehen haben, irgendetwas über ihr Verschwinden wissen.
Was ist mit den jungen Leuten, die unten am Bauzaun sassen, den Streit zwischen einem Mann und vielleicht Tanja Gräff schlichteten. Sie haben sich noch nicht gemeldet.
Im letzten Jahr schrieb ich schon in meinem Blog darüber.

Die Suche von Tauchern in Rhein und Mosel, in Seen in Luxemburg und Deutschland, nach Tanja Gräff blieb bisher erfolglos.

Anfang des Jahres wurde die Sondrkommision FH Trier aufgelöst. Aber die Suche nach Tanja geht weiter. Federführend ist jetzt der Kriminalhauptkommisar Soulier mit seiner etwa 12 köpfigen Ermittlungsgruppe.
Von der Polizei wurde eine Belohnung von 30.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.

Auch die Jägerschaft und Hundebesitzer wurden um Mithilfe gebeten.

Fotos von Tanja Gräff, ihrer Kleidung, und den Dingen, die sie an diesem Tag bei sich trug findet ihr auf der Internetseite
Wild und Hund

Ich hoffe immer noch, dass Tanja Gräff gefunden, und falls es ein Verbrechen war, der Täter gefasst wird.
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07.03.2008 um 03:38 Uhr

Dem Glück hinterherlaufen

Stimmung: gut

Manche laufen dem Glück hinterher.
Und holen es doch nicht ein. Das Glück ist flüchtig, nicht einzufangen.

Man kann es nicht besitzen, nicht erwerben.
Auch lässt es sich nicht erzwingen.
Ist es dann nicht besser dem Glück nicht hinterherzurennen. Kann es sogar unser Glück sein, es nicht einzuholen, da es nur ein scheinbares Glück für uns wäre?

Das Glück auf sich zukommen lassen, ihm entgegenzugehen, ist sicher besser, als ihm hinterherzulaufen.

Wenn wir aber dem Glück entgegengehen, dann nicht so schnell, dass wir an unserem Glück vorbeilaufen, ohne es zu bemerken.

Denn ich möchte nicht wissen, wie oft ich in meinem Leben schon an meinem Glück vorbeigelaufen bin, ohne es zu bemerken, zu erkennen. Weil ich dafür in dem Moment keine Augen hatte. Sicher schon sehr oft.
*smile* Im Grunde würde ich es doch gerne wissen wollen;-)

Neapoleon sagte:
"Die Krone liegt in der Gosse, es muss sie nur jemand aufheben" und liess sich zum Kaiser krönen.
Ich denke, auch das Glück liegt vor uns, man muss es nur sehen und annehmen können.
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06.03.2008 um 04:22 Uhr

Gedicht vom Löwenzahn

Stimmung: gut, dichtend..lach
Musik: Butterfly

Vom Löwenzahn

Der Löwenzahn tief in der Erde sass,
es macht ihm wirklich keinen Spass.
Der Winter war kalt und so lang,
manchmal wurde ihm schon bang.

Er fragte, ob er noch einmal nur,
sehe der Wiese grün Natur.
Um sie mit seinem gelb zu tupfen,
da tat ein Sonnenstrahl ihn zupfen.

Rasch trieb er aus an diesem Tage,
er wollte blühen keine Frage.
Dies gelang ihm auch recht schnell,
sein Gelb über die Wiese strahlte hell.

Im Alter wurde er weissgrau,
des Weges kam ein Kind und ein Frau.
es nahm die Blume pustend in die Hand,
die Fallschirme flogen weit durchs Land.

Ein lachen des Kindes folgte ihnen,
denn bald werden sie wieder grünen.
Von neuem sie am Wege stehen,
darauf warten, dass wir vorübergehen.


Inspiriert durch Lauralis Blog
In dem sich viele schöne Gedichte und Fotos finden.
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05.03.2008 um 19:43 Uhr

Ein Augenblick

Stimmung: gut

Beherrschen unsere Gedanken uns?
Sind wir Herr unserer eigenen Gedanken? Wer bestimmt eigentlich, was in unserem Kopf vor sich geht?

Manchmal, so scheint es, führen sie ein Eigenleben. Wie ein lautes Echo hallen sie nach von vergangenen Dingen. Es ist nur noch ein Echo was verhallt, und doch hallt es manchmal noch recht laut.

Gut, man kann durchdenken was man anders, besser hätte machen können, anders sagen. Und ja, es fällt einem auch meistens sehr viel ein, dabei.
Vielleicht hilft es auch, wenn eine derartige Situation einmal wieder kommt. Aber meistens wird sie ein anderes Gesicht tragen, eine andere Reaktion erfordern.

Aber müssen wir uns unserem Denken ergeben? Dem Echo immer weiter lauschen. Oder können wir selbst bestimmen, was wir denken?

Da ich keine Mühen scheue, habe ich mich einem Selbsttest unterzogen. Um zu sehen, ob ich das Denken steuern kann.
Ich dachte einfach:
"Ich bin glücklich! Oh man, was bin ich bloss glücklich!'
Dieser Gedanke lässt naturgemäss nicht viel Platz für anderes Denken. Ich musste lachen.
Und ehrlich gesagt ich grinse immer noch vor mich hin.

Ja, es zeigte mir, ich bin der Herr meiner Gedanken, ich entscheide, was ich denke.
Und für diesen einen Augenblick fühlte ich mich glücklich.

Ich weiss, es kommen Einwände, man könne sich alles schönreden, besser denken als es ist. Die Warnung, der Fall ist anschliessend um so tiefer. Aber folgt das Leben nicht dem denken?

Es heisst ja auch, es geschieht nicht was wir uns wünschen, sondern das was wir erwarten und denken.

04.03.2008 um 14:59 Uhr

Blick in die Vergangenheit

Stimmung: gut

Licht ist schnell, verdammt schnell.
Innerhalb einer Sekunde legt es etwa 300.000Km zurück. Und doch sind die Entfernungen innerhalb des Weltalls unwahrscheinlich gross, so gross, dass das Licht Jahre braucht, um diese Entfernungen zurückzulegen.
So schauen wir jedesmal, wenn wir in den Sternenhimmel sehen, in die Vergangenheit. Ich sehe es doch, denken wir, aber was wir da sehen gibt es so garnicht mehr. Es ist vergangenes.

Vom Sirius, dem Stern, der uns am zweitnächsten ist, braucht das Licht schon 8,6 Jahre bis es uns erreicht. Wenn wir zum Sirius schauen, dann sehen wir ihn so wie er vor 8,6 Jahren war. Würde er heute aufhören zu leuchten, wir würden es erst in 8,6 Jahren bemerken können.

Hätte der Sirius einen Planeten, wir stünden auf diesem Planeten und schauten zur Erde, wir würden sehen was wir vor 8,6 Jahren machten. Wir würden in die Vergangenheit schauen.
Klar könnte man aus dieser Entfernung nichts erkennen, aber die Vorstellung ist schon eigenartig. Die Vergangenheit sehen zu können, so als ob es gerade jetzt passiert.

Was habt ihr vor 8 Jahren gemacht, was würde ein Sirianer sehen? Der Sirianer sieht unsere Welt im Jahre 2000.
Von den anderen Entfernungen im Weltall braucht man fast nicht zu reden. Denn vom Andromeda Nebel, einer Galaxie, braucht das Licht 2,2 Millionen Jahre zu uns.

So wir wir den Andromeda Nebel sehen, sah er also vor 2,2 Millionen Jahre aus. Da gab es uns noch garnicht. Von dort gesehen, wären wir noch garnicht existent.

Da stelle ich mich lieber auf den Neptun, denn dann kann ich sehen, was ihr und ich vor 270 Minuten gemacht habt. So lange braucht das Licht von der Erde zum Neptun. Zwar auch ein Blick in die Vergangenheit, aber nur ein kurzer. ;-)

Ich hab es mit eigenen Augen gesehen. Können wir darauf vertrauen, auf das was wir sehen? Ist es wirklich so, wie wir es sehen?

04.03.2008 um 04:58 Uhr

Vom Galgen

Stimmung: gut

Die erste Nacht am Galgen
ist die schlimmste


( finnisches Sprichwort )


Was hülft ein güldner Galgen,
wenn man hängen soll

( Zitat: Emil Gött, Zettelkasten )

03.03.2008 um 15:07 Uhr

Allmacht contra Ohnmacht

Stimmung: gut

Wünschen wir uns hin und wieder die Allmacht?

Die Allmacht Gottes, oder des Schicksals?

Wenn wir, mal wieder voller Ohnmacht, zusehen müssen wie Menschen leiden.
Wünschen wir uns dann nicht die Macht ihnen helfen zu können? Alles ändern zu können.

Ein *Schnipp* und alles wäre gut. Ist es so? Wäre es gut?

Die Macht, das Schicksal zu ändern, sie ist uns nur in unserem kleinen Rahmen gegeben.

Bitten für andere, auch für uns selbst, ja das können wir. Manchmal scheint es zu helfen, auf wundersame Weise, aber manchmal war es doch vergebens.
Es kommt wie es kommt. Leider. Wir müssen es hinnehmen, auch wenn es schwerfällt.

Und doch, ich glaube es ist gut so.

Denn hätten wir Allmacht, wie wir sie uns als Kind oftmals erträumten, ich glaube wir würden alles grenzenlos durcheinanderbringen.
Da wir die wirklichen Hintergründe nicht durchschauen können.

Emil Gött (1864 - 1908 Dramenschreiber und Dichter ),der in einem Gedicht Menschen als

Niemalsfinder - wenn die Liebe nicht
sein göttlich Gegenwesen, ihm begegnet...

bezeichnet.
Ob wir wirklich Niemalsfinder sind, sei dahingestellt, auch wenn die Vorstellung des göttlichen Gegenwesens, eine schöne ist.
Sagt zum Schluss, dass er sich bemitleidet,
da ihm die Allmacht fehlt, alles gut zu machen.

So wollen wohl auch wir manchmal die Kraft und Macht haben, alles gutzumachen.
Aber vielleicht würden wir es nur noch schlimmer machen, wenn wir diese Macht besitzen würden.

Mehr über Emil Gött und sein Gedicht, findet ihr in meinem Blog
Kleine Blütenträume (mal Eigenwerbung mach )
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02.03.2008 um 21:48 Uhr

Doch ein Bild kann nicht lachen so wie du

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Bild, lachen, weinen, Peter, Maffay, Songtext, zaertlich

Stimmung: gut

Doch ein Bild kann nicht lachen so wie du.
Ja, und ein Bild kann nicht weinen so wie du.
Oh nein, ein Bild kann nicht zärtlich sein,
es kann mich nicht verstehen
und ich muss meinen Weg alleine geh'n.

sang einst Peter Maffay, (Songtext hier )

Man mag zu Peter Maffay stehen wie man will, aber dieser Text gefiel mir damals.
Ein Bild, ein Foto kann nur Erinnerung sein. Wir haben es an der Wand hängen, auf dem Schrank oder Schreibtisch stehen oder in Fotoalben.
Momentaufnahmen, eingefangenes Leben und doch leblose Erinnerungen an vergangene Zeiten..

Denn wie gesagt, ein Bild kann nicht lachen, es kann nicht weinen, es reagiert und antwortet nicht. Es ist und bleibt wie es ist. Und doch sind uns Bilder manchmal so viel wert.
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01.03.2008 um 19:04 Uhr

Darwin, die Affen und amerikanische Studenten

Erschreckend, was eine Studie
unter amerikanischen Studenten zu Tage brachte.

Den Studenten wurden kurz drei Bilder gezeigt, auf ihnen war ein Affe, ein Weisser und auf dem dritten ein Schwarzer zu sehen.
Dann sollten sie entscheiden, welchen Fotos am ehesten eine Gemneinsamkeit besitzen..

Die Mehrheit der Studenten entschied sich für die Fotos des Affen und des Schwarzen.

Für diese Gruppe von Studenten, gab es unbewusst keine Verbindung zwischen dem Weissen und dem Schwarzen. Sich selbst sehen sie wohl als Menschen an, den Farbigen rücken sie unbewusst in die Nähe eines Affen.

So latent scheint der Rassismus immer noch vorhanden zu sein.

Und auch nachdenkenswert. Habt ihr auf dem Entwicklungsbild, welches das Darwinsche Modell wiedergibt, und die Entwicklung vom Affen zum Menschen darstellt, jemals gesehen dass am Ende der Entwicklung ein Farbiger oder ein Asiat, ein Eskimo oder Indianer gezeigt wird.
Die Linie endet immer bei einem weissen, wohl als Zeichen der Überlegenheit.

Oder ist diese Darstellung nur in unserem Kulturkreis so üblich? Wird sie in asiatischen oder afrikanischen Ländern anders dargestellt?