Wenn wir ein Maulwurf wären, ich glaube dann würden wir platzen.
Dann müssten wir täglich soviel essen wie wir in etwa wiegen. Das wären rund 45 bis 80 Kilo Nahrung am Tage, die wir zu uns nehmen müssten.
Wer soll das schaffen? Peng würde es wohl schon am ersten Tag machen und wir wären dahin.
Der Maulwurf ist ein wahres Kraftpaket, mit seinen Schaufelhänden und dem schwarzglänzenden Samtfell. Er buddelt den ganzen Tag in der Erde herum und sieht trotzdem nie dreckig aus. Manchmal kann man garnicht so schnell schauen, wie er neue Erdhaufen aufwirft. Ich sah ihn mal über Tage, das gefiel dem Maulwurf nicht so, er grub sich innerhalb von einer Minute durch dichte Grassoden wieder ein, zack, und weg war er.
Aufgrund seiner Schwerstarbeit hat der Maulwurf einen rasend schnellen Stoffwechsel, deswegen muss er jeden Tag etwa soviel Nahrung verspeisen wie er selbst wiegt. Bleibt er zehn Stunden ohne Beute, dann gibt er die Schaufel ab. Manche wùrden sagen, er mcht die Grätsche. ;-)
Sein Leib- und Magengericht sind die Regenwürmer, ungekocht, ungebraten. Von ihnen bekommt er einfach nicht genug. Damit seine Regenwurmvorräte haltbar bleiben, lähmt der Maulwurf die Wùrmer mit einem Biss ins Vorderende des Wurmes und packt ihn in seine Speisekammer als lebende gelähmte Nahrungsreserve. Dort kann er bis zu 1000 Würmer lagern.
Der arme Wurm, der dort auf seine Vertilgung wartet ist wirklich ein bedauernswertes Opfer.
Vielleicht kommt ja auch daher der Spruch, ich armes Würmchen. Aber der Maulwurf hat es auch nicht leicht, sein ganzes Leben lang in der Dunkelheit unter Tage arbeiten zu müssen. Hoffentlich ohne allzuviele Grubenunglücke.
Und da man den Maulwurf bei seinen Erdarbeiten nicht sieht, nennt man Menschen, die irgendwo eingeschleust werden, undercover sind, heimlich etwas anderes machen als sie sagen, auch Maulwürfe. Die Ergebnisse ihrer Daseins bemerkt man an den grossen Haufen, die sie hinterlassen. Bei ihrer Wühlarbeit.
Quelle fùr die Fakten:TV14