Gedanken oder Fragen

21.01.2009 um 17:46 Uhr

Der Job Coach in hier ab vier

Stimmung: gut

Der Job Coach, vom Mitteldeutschen Rundfunk.
Gerdade gesehen, auf "hier ab vier" vom MDR.

Da erzählt doch eine Frau, die andere in Arbeit bringen will, dass die Bewerber auf Fragen nach ihren Stärken oftmals garkeine Antwort geben können.
Sich garnicht bewusst sind, was sie besser können als andere, und was sie von anderen unterscheidet.

Was sie anders und besonders macht. Denn darüber sollten sie sich bewusst werden, damit sie mit ihren Bewerbungen sich von den 200 bis 300 Mitbewerbern durch ihre Besonderheit unterscheiden und auffallen, um an den Job zu kommen.

Und jetzt kommt es.
Da berät die Job Coach Frau eine Diplom Geographin die wirklich etwas anders ist, als man sich im allgemeinen jung, dynamisch, erfolgreich vorstellt.

Sagt ihr erstmal, dass ihre Frisur und die Haare etwas farblos und schlicht aussehen. Legt ihr nahe, sich eine neue Frisur zuzulegen, Haate ab, und den Kleidungsstil sollte sie gleich mit ändern, um dem künftigen Arbeitgeber von ihrer Kompetenz und Fähigleiten zu überzeugen. Hätte nur noch gefehlt, dass sie gesagt hatte: "Etwas abnehmen können sie auch noch"

Irgendwie habe ich mich über diese Sendung geärgert. Erst soll die Diplom Geologin anders sein als die anderen. Um das sein zu können, soll sie sich dann aber an die Normen anpassen.
Als die Kandidatin noch zugab, sich nicht zu schminken, da wurde ihr nicht nur geraten, sondern einfach so bestimmt, das müsse sie aber, wenn sie einen Job haben will.
Was soll dieser Schwachsinn, das ist doch total widersprüchlich.

Das Können und Fachwissen scheint garnichts zu zählen, Hauptsache Mainstreamkleidung und entsprechendes äusseres.
Wie oberflächlich ist denn unsere Gesellschaft inzwischen? Da könnten wir doch gleich genmanipuliert und geklont werden um stromlinienförmige Arbeitnehmer und Angestellte zu schaffen. Denn das scheint doch heute gefragt zu werden. Ist da kein Platz mehr fürs anderssein?

Was soll dann diese Forderung, anders zu sein um aufzufallen zwischen dieser Flut an Bewerbern, wenn es dann doch wieder nur ein anpassen ist.
Schöne moderne Arbeitswelt.
. Kein Platz für Individuelle.
Was nicht passt wird passend gemacht, selbst Frau Argh passte sich an.
Normal oder eher erschreckend?
.

21.01.2009 um 15:52 Uhr

Der Kleiber

Stimmung: gut

Ich mag den Kleiber, sehr sogar.
Jeden Tag kommt der Kleiber wenn ich Hühnerfutter ins Hühnergehege streue.
Nicht nur einer, nein mehrere. Sie lauern immer schon regelrecht auf mein kommen. Wissen es gibt dann etwas zu futtern.
Garnicht scheu hüpfen sie herum, schauen wartend, um dann sich am Futter gütlich zu tun. Schnapp, haben sie ein Getreidekorn im Schnabel und fliegen damit auf den nächsten Ast, um es dort zu verspeisen.
Fast hätte ich den Eindruck, bei auseichender Geduld würde der Kleiber auch aus der Hand fressen.

Der Kleiber ist ein faszinierender Kleinvogel, wenn er die Bäume hoch und auch kopfüber herunterläuft. Immer auf der Suche nach Insekten zwischen der Baumrinde. die er dann mit seinem starken und langen spitzen Schnabel hervorholt.

Der Kleiber ( Sitta europaea )
er hat eine Grösse bis zu 14 cm, einen kurzen Schwanz, der beim Klettern nicht als Stütze benutzt wird.
Sein Gefieder ist auf der Unterseite rahmgelb, die Bauchseiten und Unterschwanzdecken besitzen eine rötliche orange bis kastanienbraune Färbung.
Vom Schnabel bis zu den Flügeln reichen schmale schwarze gerade Augenstreifen. Wangen und Kehle sind weisslich.
Er ist ein sehr lebhafter Vogel, der an den Stämmen und Zweigen der Bäume hinab und hinauf läuft.
Laut lässt er seine Pfiffe "wihe, wihe" erschallen, die weithin hörber sind, um sein Revier aufzuzeigen.
Wird er gestört oder regt sich auf, ertönt ein metallisches "Twit, twit, twit".

DerKleiber brütet in Baumhöhlen. Der Eingang der Nisthöhle wird von ihm mit Lehm verengt, so dass er gerade noch hindurchpasst.
Er lebt in Laub und Mischwäldern mit Altholzbeständen und in Parks und Obstgärten.
Der Kleiber ist das ganze Jahr über bei uns zu Hause und zählt zu der Art der Spechtmeisen und Mauerläufer.

Ja, ich mag ihn, sehr sogar, den Kleiber.
Aus Katzen alerdings, die auch schon mal den Baum hinaufklettern, wird nie ein Kleiber werden.
Sie sind bei genauerem Hinsehen und Beobachtung auch kaum mit dem Kleiber zu verwechseln, da sie Kopfüber niemals seine Kletterfähigkeit erreichen.;-)
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