Gedanken oder Fragen

08.02.2009 um 15:35 Uhr

Buschbrände in Australien immer grausiger

Die stärksten Buschbrände seit Jahrzehnten,
nördlich von Melbourne, im Bundesstaat Viktoria, forderten schon über 84 Todesopfer.
Es ist die Hölle, sagte Australiens Premierminister.
In Marysville wütete das Feuer so heftig, dass der Ort nicht wiederzuerkennen ist. Fast alle Häuser des rund 1.000 Einwohner Ortes sind vernichtet. In den Flammen und der Hitze explodierende Gasflaschen fachten das Feuer zusätzlich an.
Auch Kinglake, ein Ort nördlich von Melbourne ist schwer von der Feuersbrunst betroffen. Viele Menschen wollten vor dem Feuer mit dem Auto fliehen und verbrannten in ihren Fahrzeugen.
In einigen Orten Australiens stieg das Quecksilber auf bis zu 47 Grad Celsius, dazu heftige Winde, so können sich die Buschbrände rasch ausbreiten. 30.000 freiwillige Helfer und 37 Löschflugzeuge versuchen der Flammen Herr zu werden. Riesige Rauchwolken voller hochgerissener Asche liegen wie grosse Gewitterwolken über dem Gebiet.

Völlig unverständlich, dass einige der Brände scheinbar absichtlich gelegt wurden..
Die Brandstifter müssen mit einer Anklage wegen versuchten Mordes oder Mord rechnen, wenn sie überführt werden, teilte der Polizeichef mit.

Zahlreiche Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.
Ich frage mich, da die Buschfeuer diese Gegenden Australiens fast jedes Jahr heimsuchen, ob man die Menschen nicht hätte früher evakuieren können. Denn lieber in einer Notunterkunft, als in den Flammen im Haus oder Auto zu verbrennen.
Besonders betroffen machen Einzelschicksale, wie der Bericht einer Frau aus Kinglake, über einemn Mann, der mit seiner kleinen Tochter an der Hand vor ihrer Tùr stand und zu der Frau sagte:
"Ich habe meine Frau verloren und mein anderes Kind. Ich will nur, dass sie meine kleine Tochter retten." Er hatte so schwere Brandverletzungen erlitten, dass ihm die Haut in Fetzen herunterhing.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Einsatzkräfte und Helfer die Flammen bald unter Kontrolle bekommen und das nicht noch mehr Menschen den Flammen zum Opfer fallen..

Faktenquelle: australische Medien, SPON, Netzeitung