Gedanken oder Fragen

15.03.2009 um 12:19 Uhr

Apfel Weisheiten

Stimmung: gut

Geh nicht nach Äpfeln gucken,
wenn der Apfelnbaum erst blüht.


Lebensweisheit aus Estland.

Manchmal sollte man eben warten können, bis die Frucht reif ist.
Da der Apfel bekanntlich nicht weit vom Stamm fält, wird er einem irgendwann von ganz alleine in den Schoss fallen. Da ist nur etwas Geduld gefragt.
Geduld ist heutzutage scheinbar eine seltene Gabe.
.

14.03.2009 um 18:18 Uhr

Nürnberg, Waffenmesse für Amokläufer

Befremdlich.
Nur wenigeTage nach dem Schulamoklauf in Winnenden findet nicht weit davon entfernt, in Nürnberg, Europas grösste Waffenmesse statt.

Auch die Firma Beretta hat auf dieser Waffenmesse einen Stand. Sicher werden sie gute Abschlüsse tätigen. Denn mit einer ihrer Schusswaffen tötete Tim K. Schüler und Lehrer in der Albertville Realschule.
So können sie auf die Zielgenauigkeit, Treffsicherheit und hohe Durchschlagskraft ihrer Schusswaffen hinweisen. Künftige Amokläufer und Todesschützen können sich auf dieser Messe in Nürnberg mit neuen, garantiert tödlichen, Schusswaffen eindecken.

Erstaunlich auch, Bundesinnenminister Schäuble sowie sein Parteifreund Bosbach stellten sich nur wenige Stunden nach dem Amoklauf von Winnenden ganz betroffen vor die Kameras und sagten, Forderungen nach einem schärferen Waffengesetz seien verfehlt. Verkündeten aber im gleichen Atemzuge, zu prüfen ob Killergames sowie Gewaltdarstellungen auf Viedeos ganz verboten werden sollten.

Ich bin kein Freund von Killer und Ballerspielen, aber damit wurden die Kinder der Albertville Realschule nicht getötet.
Tim K. erschoss sie, nicht mit Counterstrike sondern mit der Beretta Schusswaffe seines Vaters.
Schäuble fragte sich, wie dieses durch ein schärferes Waffenrecht verhindert hätte werden können.
Nun, wenn der Vater die Waffen nicht legal im Hause hätte lagern dürfen, dann wäre die Tat für Tim K. wohl so gut wie nicht möglich gewesen.

Eine Initiative aus Autoren und Liedermachern ruft auf ihrer Seite sportmordwaffen zum Schulboykott auf, um ein schärferes Waffenrecht durchzusetzen.
Die Behörden weisen auf die Schulpflicht der Kinder hin. Aber sollten sie dann nicht alles dafür tun, dass solche Taten wie in Winnenden oder in Erfurt nicht mehr möglich ist. Den Privathaushalten die Feuerschusswaffen aus der Hand nehmen, damit wir alle ruhiger leben können? Die Kinder in den Schulen vor derartigen Amokläufen mit Schusswaffen geschützt sind.

In Deutschland wurden im Jahre 2000 durch Schusswaffen 1.201 Menschen getötet.
In Österreich werden 2/3 aller Tötungen im Familienbereich mit Schusswaffen begangen, wie der Justizsprecher Steinhäuser mitteilte.
Muss das sein?
Schäuble, die CDU aber auch die SPD sind auf Seiten der Waffenlobby und der Waffennarren. Dabei wäre es doch so einfach, es bräuchte nur verboten zu werden Feuerschusswaffen in Privathaushalten lagern oder führen zu dürfen.

Die Waffennarren und Waffenfetischisten sehen darin eine Einschränkung ihrer Freiheiten.
Sie fordern sogar, die Liberalisierung des Waffenrechtes, dass jeder sich bewaffnen darf, die Waffen auch in der Öffentlichkeit tragen darf.
So denken sie, könnten diese Amokläufe verhindert werden, denn dann hätten die Lehrer zurückschiessen können.
Wollen wir das? Waffen in jedermanns Hände. Ich denke, Nein. Wir sind doch in einem zivilisierten Land und nicht im wilden Westen, wo das Gesetz der Waffe galt.
Auch wenn es in Deutschland über 8 Milionen Schusswaffen in Privathand gibt, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich wesentlich höher.
Und nach dieser Waffenmesse in Nürnberg, werden sicher wieder einige weiter aufrüsten.
.

13.03.2009 um 16:44 Uhr

Goethe missbrauchte die Sprache

Stimmung: gut

Der Mensch ist eigentlich nur berufen,
in der Gegenwart zu wirken.
Schreiben ist ein Missbrauch der Sprache, stille für sich lesen ein trauriges Surrogat der Rede.
Der Mensch wirkt alles, was er vermag, auf den Menschen durch seine Persönlichkeit, die Jugend am stärksten auf die Jugend, und hier entspringen auch die reinsten Wirkungen.
Diese sind es, welche die Welt beleben und weder moralisch noch physisch aussterben lassen.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Dichtung und Wahrheit )

Hätte Goethe nicht die Sprache missbraucht, in dem er schrieb, würden wir heute von seinen Gedanken nichts, aber auch garnichts wissen.

Ist schreiben nicht mehr als ein Missbrauch der Sprache, mehr als ein trauriges Surrogat der Rede?
Geschriebenes kann einen ganz eigenen Zauber entwickeln. Etliches würde man vielleicht anders sagen, als schreiben. Vielleicht auch einiges von dem geschriebenen garnicht aussprechen.
Auch geschriebenes kann seine Wirkung auf den Menschen entfalten. Sehr sogar, wie ich finde. Teils sogar mehr, als das gesprochene Wort.
Wieviel geschriebenes der grossen Philosophen hat seine Wirkung in den Menschen entfaltet, die dessen Rede niemals hätten hören können, da sie zu deren Zeiten nicht lebten.
So lebt doch das Wort in der Schrift fort.
.

13.03.2009 um 01:19 Uhr

Am Wochenende Temperaturen im zweistelligen Bereich

Stimmung: gut

Ab heute gehen die Temperaturen in den zweistelligen Bereich. Deutschlandweit 10 bis 16 Grad Celsius..
So soll es dann bis zum Sonntag beiben. *freu*
Jedenfalls wenn die Wettervorhersage von heute stimmt. Frühlingsmässiges Wetter allerorten.
Endlich kann man ein wenig mehr draussen machen. Es gibt noch so viele Sachen zu tun.

Wünsche euch ein schönes und mildes frühlingshafte Wochenende.
.

12.03.2009 um 18:16 Uhr

Welchen Anbieter nehmt ihr zum speichern eurer Fotos ?

Stimmung: gut

Fotos nutze ich ja eher selten hier im Blog.
Da reicht mir der Dateien Seicherplatz bei Blogigo aus.

Jetzt schrieb aber Niela auf ihrem Bog
Wirre Welt *klick*

dass bei ihr Fotos aus dem Blogigo Dateienspiecher einfach verschwunden sind. Nicht mehr angezeigt werden. Wenn sie die Fotos hochlädt, dann wird der Speicherplatz dort immer weniger, aber die Bilder sind oftmals nicht zu sehen.
Weiss jetzt auch nicht woran dieses liegen könnte.

Einen Rat, bei welchen Anbieter sie ansonsten die Fotos kostenlos speichern kann, konnte ich ihr allerdings auch nicht geben, da ich selbst diese Möglichkeit nicht nutze.

Sehe aber das @1Mishou, @AngelInChains,
@ NicciPain, @Seren_a und @Gaensebluemchenblog zum Beispiel soviele Fotos auf ihrem Blog einstellen, dass diese sicher nicht in dem Blogigo Dateien Speicher vorgehalten werden können.

Bei welchen Anbieter speichert ihr die Fotos ab?
Ist es kostenlos und sind die Fotos dort dann allen Internetnutzern frei zugänglich?
Werden die Fotos, wenn sie auf einem Fremdserver liegen, genauso in den Eintrag eingebunden, als wenn sie hier bei Blogigo in dem Dateienspeicher untergebracht sind?
Was sollte dabei alles beachtet werden?

Niela möchte doch Bilder ihres Zen Gartens, den sie im Hof hat, in ihrem Blog zeigen.
Danke für Antworten und Hilfe.
.

12.03.2009 um 02:39 Uhr

Was helfen Notfallseelsorger und Psychologen?

Wenn das Kind morgens das Haus verlässt.
Zur Schule geht. Vielleicht voller Hast sogar, ohne sich verabschieden zu können.
Mit dem Gedanken an die Arbeit im Kopf, die heute geschrieben wird. Noch leicht müde vom frühen aufstehen.

Dieses Kind dann nachmittags, nach Schulschluss, nicht nach Hause kommt.
Niemals mehr nach Hause kommen wird.
Niemals mehr von guten oder schlechten Zensuren erzählen wird.

Man es niemals mehr in seinem Zimmer lachen oder singen hören wird. Es niemals mehr trösten oder in den Arm nehmen kann.
Dieses Kind, dem man die Windeln wechselte, es aufwachsen sah, zusah wie es grösser wurde.
Stolz darauf, jetzt schon in der 9. oder 10. Klasse zu gehen.
Dieses Kind, dem man gegenüber vielleicht auch mal ungerecht war. Diesem Kind, dem man noch so vieles sagen wollte.

Dieses Kind welches nicht wieder nach Hause kommt, Niemals wieder nach Hause kommen wird.
Diesem Kind, welches heute das letzt Mal zur Schule ging.
Früh am Morgen, sehr früh, um dann in der Schule das Opfer eines Amokläufers, eines Mörders zu werden.

Das junge Leben auf so eine sinnlose Weise zu lassen, durch die Hand, die Schusswaffe dieses jungen Mannes.
Das Leben zu lassen, nie mehrnach Hause zu können.
Dabei hatten sie doch noch so vieles vor. So unendliche vieles, auch so viele Träume. Träume die sich jetzt niemals mehr erfüllen werden. Er nahm ihnen jeden Traum den sie von ihrem Leben hatten. .

Was kann es schlimmeres für die Eltern geben, wenn das Kind nicht mehr aus der Schule heimkommt. Neimals mehr heimkommen wird.
Wie es jetzt in Winnenden geschah, in Winnenden wo Tim K. 8 Schülerinnen und einen Schüler erschoss.
Schüler die niemals mehr heimkomen können.

Was helfen da Notfallseelsorger und Psychologen, wenn das Kind nicht mehr heimkommt?
Den Schmerz werden sie nicht nehmen können, auch nicht helfen zu verstehen. Denn da gibt es nichts zu verstehen.
Es ist einfach nicht zu verstehen.
Nicht zu verstehen, wenn das Kind nicht mehr heimkommt.

Einfach nur traurig.
Und wenn die eine oder der andere der getöteten Schüler irgendwo einen Blog hatte, auf dem vorgestern noch über die Zensuren der letzten Arbeiten, oder dem Ärger mit dem Lehrer, von Zukunftshoffnungen geschrieben wurde, er wird verwaist bleiben.
Keine neuen Einträge mehr und keiner der Leser wird wissen weshalb.
Ein schreckliches Gefühl.
.

11.03.2009 um 17:06 Uhr

Tim K. tötet bei Amoklauf in Winnenden 16 Menschen

Nimmt dieser Wahnsinn denn nie ein Ende?
"Es war ein Amoklauf in Reinkultur. So etwas habe ich noch nie erlebt. Er ist mit einer Waffe in die Schule rein und hat das Blutbad angerichtet."
sagte der Landespolizeipräsident Hetger.

Tim K. siebzehn Jahre alt. Einzekind, unauffällig. Er ging auf die Albertville Realschule, machte dort seinen Abschluss.

In seinem Elternhaus ein ganzes Waffenarsenal von 16 Schusswaffen. Legal. Sein Vater ist Sportschütze und scheinbar ein Waffennarr, wenn er im Haus 16 Schusswaffen lagert. Aber vielleicht ist dieses bei Sportschützen, bei Menschen die gerne schiessen, das schiessen als Sport ansehen auch normal.
So ist wohl Tim K. , dieser 17 jährige Junge, schon früh mit Schusswaffen in Berührung gekommen. Er schoss scheinbar auch gerne.
Denn jetzt erschoss Tim K. auf seinem Amoklauf in Winnenden und Umgebung mindestens 16 Menschen. Nicht als Sportschütze, nein, als Amokläufer.

Tim K. soll ein völlig unauffälliger Junge gewesen sein, er wurde nie in irgendeiner Form auffällig. Andere sagen, er sei ein frustrierter Junge gewesen.

Dieser Frust, oder auch sein Geltungsdrang liess ihn eine Schusswaffe aus seinem Elternhaus nehmen, sich einen Bundeswehrtarnanzug anziehen und so gekleidet heute morgen um 9.30 in seine alte Schule, der Albertville Realschle in Winnengen, eindringen.

Dort ginge er schweigend durch die Gänge, drang in Klassenzimmer und erschoss 9 Schüler, alle zwischen 14 und 15 Jahre alt, sowie drei Lehrerinnen. Beendete einfach mit einem Zucken des Zeigefingers am Abzug der Waffe seines Vaters, das Leben dieser Schüler und Lehrerinnen. Einfach so, ohne Skrupel und scheinbar ohne Mitleid für die Opfer.

Tim K. verliess die Schule, erschoss noch einen Menschen auf dem Gelände der nahegelegenen psychiatrischen Klinik. Raubte ein Auto, den Besitzer liess er am Leben, und floh in das ca. 40 Km entfernte Wendlingen.
Die Polizei sperrte in einem Grosseinsatz, mit mehr als 1.000 Beamten, weite Teile von Winnenden ab. Die Menschen waren entsetzt, es herrschte Panik.
In Wendlingen, auf dem Gelände eines Supermarktes erschoss Tim K. zwei weitere Menschen, verletzte zwei Polizisten, bis er selbst, von einer Polizeikugel getroffen, starb.

Tim K. ein siebszehnjähriger Junge, Tim K. der 16 Menschen erschoss und dann selbst starb. 17 Tote.
WARUM??

Tim K.'s Motiv ist noch unklar. Einige vermuten, er nahm sich den Amoklauf von Erfurt, oder auch den Amoklauf vom Mittwoch im US Staat Alabama, bei dem ein Amokläufer seine Familie auslöschte, sowie weitere Menschen erschoss, einfach nur weil sie zufällig auf der Veranda sassen, oder aus der Tankstelle kamen als Vorbild..

Können diese Taten Tim K. mit dazu gebracht haben, seine Wahnsinnstat zu begehen? Hatte er schon länger mit dieser Möglichkeit gespielt? Denn die Waffen dazu waren ja jederzeit in seiner Reichweite. In seines Vaters Waffenschrank. Da brauchte Tim K. sich nur noch zu bedienen.

Ich bin oftmals erchrocken über die Googlesuchanfragen zu diesem Thema.
Soll ich ihn einfach töten.
Ich trage mich mit dem Gedanken einen Mord zu begehen.
Ich will töten.
Was steckt hinter diesen Suchanfragen. Menschen, wie der 17 jährige Tim K.? War er schon auf meiner Seite, hat nach Amokläufen geooglet? Denn danach wurde in den letzten Tagen des öfteren gesucht.
Wer weiss es schon.

Ich selbst halte nach wie vor ein totales Schusswaffenverbot in Privatbesitz für notwendig, um solche Taten zumindest zu erschweren.
Denn hätten diese ganzen Schusswaffen nicht in seinem Elternhaus legal gelegen, wäre Tim K. nicht mit Schusswaffen in Berührung gekommen, wer weiss, vielleicht könnten diese 16 Menschen dann noch leben und Tim K. auch.

So aber wurde nicht nur das Leben dieser 16 Menschen ausgelöscht, sondern auch das Leben der ganzen Angehörigen der Opfer, von einem Tag auf den anderen zerstört. Bei ihnen bleibt die Trauer und Verzweiflung zurück.
.

11.03.2009 um 10:55 Uhr

Friedrich Schiller und die Zeit

Stimmung: gut

Aber die Zeit ist ein kaltes fühlloses Ding,
das von Freud und Leid der Menschen keine Notiz nimmt, und für lauter Eigensinn immer langsamer geht, je mehr man es fortstösst, und wenn sie uns ja einmal eine falsche Gefälligkeit erweist, so ist sie von dem kleinen Kapital unseres Lebens gestohlen.

Zitat: Friedrich Schiller
( in einem Brief an Lotte v. Lengefeld, 22.11.1788 )

Die Zeit ist eine gefährliche Schiedsrichterin.

Zitat: Friedrich Schiller
( in einem Brief an Huber, Weimar, 20.01.1788 )

Ja, was ist sie nun, die Zeit?
Ein Freund oder ein Gegner?
...manchmal kämpfen wir gegen die Zeit,
aber manchmal kämpft auch die Zeit für uns.

Die Zukunft ist noch nicht, nur die Vergangenheit steht still, höre ich Schiller sagen.
Gibt es die Vergangenheit?
Nein, sie ist vergangen, sie kehrt nicht zurück, es gibt sie nicht. Es gibt sie nur in uns, in unseren Vorstellungen. Und dort steht sie, die Vergangenheit, nicht still. Denn wir bewegen uns in ihr, durch uns gibt es auch in der Vergangenheit eine Zeit. Eine Zeit die wir für sie erschaffen, nach unseren eigenen Gesetzen, je nach dem, ob wir mit unseren Gedanken durch die Vergangenheit hindurcheilen, oder auch mal an diesem oder jenem Punkt verharren, um ihn zu geniessen oder genauer zu betrachten. So ziehen wir die Vergangenheit ins Jetzt, doch ändern können wir sie nicht. Die Vergangenheit.
Nicht? Können wir sie wirklich nicht ändern? Doch, können wir, denn unsere Gedanken und Vorstellungen können alles. Selbst die Vergangenheit verändern, ganz nach unseren Wünschen. Uns eine Vergangenheit nach unserem eigenen Gusto kreiren. Doch an dem Jetzt, und auch an dem vergangenen, wird die Vergangenheitsänderung durch uns nichts ändern.
Denn die Vergangenheit besitzt ihre eigene Wahrheit, unabhängig davon welche wir ihr geben Es ist wie es ist.
Egal wieviel wir gedanklich in der Vergangenheit ändern. Denn sie ist vergangen und nicht mehr wirklich vorhanden.
So wie der Apfel vom vorigen Jahr, der rot und reif am Baume hing. Vor meinem geistigen Auge hängt er dort immer noch, wenn ich es will. Ich könnte ihn in meiner Vorstellung auch in einen grünen Apfel umändern, doch es würde sich am Jetzt nichts ändern. Denn der Apfel ist nicht mehr.
Die Zeit. Sie ist über den Apfel hinweggegangen, nahm ihn mit sich fort. Doch in mir, da ist er noch, so oft und solange ich es will und ihn sein lasse.
.

10.03.2009 um 04:47 Uhr

133.333 Besucher

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Besucher, 133, 333, Besucher, Viren, Schadsoftware, blogigo, danke

Stimmung: gut

Na, wer wird wohl der 133.333 Besucher laut meinem GOWEB Counter hier werden? ;-)
Ist ja fast eine Schnapszahl und sollte dem User Glück bringen.
Ich bin erstaunt über diese Besucherzahl, mit der ich niemals gerechnet habe. Jedenfalls nicht jetzt, vielleicht in 10 oder 15 Jahren. *g*
Ein Dankeschön an euch alle für eure Besuche.

Wie ich bei einigen gelesen habe, gibt es bei blogigo.au und blogigo.ch Schwierigkeiten.
Auf den betreffenden Blogs kommen Warnhinweise vor Schadsoftware. Einige schreiben, sie kommen mit dem PC garnicht mehr auf diese genannten Blogs.

Ich habe an den Blogigo Betreiber eine E-Mail mit der Fehlerbeschreibung geschickt. Gleich noch auf die Fehlermeldung nach dem Absenden von Einträgen, das Nichtlöschenkönnen von Einträgen sowie die in letzter Zeit wieder verstärkt auftretenden Spamblogs aufmerksam gemacht.

Mal schauen ob etwas passiert, denn auf die Einträge in den
http://www.blogigo.de/bugs
Blog wird ja nicht so wirklich reagiert.
.

09.03.2009 um 20:22 Uhr

Lehren und Demokratie

Stimmung: gut

Disciplina Praesidium Civitatis.
Lehren schützt die Demokratie.
Dieses ist das Motto der
Universität Arlington, Texas, USA.
An der Universität Arlington studieren 24.888 Studenten, sie hat 1.350 Mitarbeiter.

Die Homepage der Universität Arlington
findet man unter www.uta.edu

Vielleicht sollte ich noch eine Rubrik Füllmaterial anlegen, denn diesen Eintrag habe ich nur geschrieben, da Blogigo mal wieder rumzickt, und meinen letzten Eintrag nicht direkt veröffentlichte.
Trotzdem, ganz sicher ist Arlington in Texas eine schöne Stadt in der es sich gut studieren lässt.
Falls einer von euch dort als Gaststudent im Auslandssemester mal Architektur oder etwas anderes studieren sollte, bitte melden.;-)

09.03.2009 um 19:48 Uhr

Deutsche Frauen rasieren sich nicht und nehmen ihre Hunde mit ins Restaurant

Stimmung: gut

Vorurteil oder Wahrheit?
Ingeborg Brown schrieb 1992:
Ich habe gelernt, dass Amerikaner sich eher rasieren als Deutsche. Insbesondere amerikanische Frauen rasieren sich Beine und Achseln. Sie halten es für unhygienisch sich nicht zu rasieren.
Deutsche hingegen rasieren, wenn überhaupt nur im Sommer. Für Deutsche ist es natürlich, sich nicht zu rasieren.
Deutsche tragen auch weniger Make-up als Amerikaner. Für deutsche Frauen ist es mehr so eine 'zurück-zur-Natur-Bewegung'.
Ausserdem habe ich gelernt, dass deutsche Hunde wohlerzogen sind. Sie bellen einen nicht an, sie machen nicht in Kaufhäuser, sie haben Disziplin. Es ist selbstverständlich den Hund mit ins Restaurant zu nehmen oder in den Bus. Für Amerika ist das schon aus hygienischen Gründen unmöglich.

Teilweise liesst es sich in den Kommentaren auf einer amerikanischen Uniseite so, als ob fast alle Deutschen über und über behaart wären. Sich nicht schminken.
Einer schreibt dort, die deutschen Frauen gehen auch ohne Make-up raus. Nicht wie die amerikansichen Frauen, die sich morgens erstmal 1000 Tonnen Schminke in ihr Gesicht schmieren müssen. Deutsche Männer würden sagen, sie mögen es lieber natürlich.

Ihre Hunde nehmen Deutsche überall mit hin, in Kaufhäuser, und Restaurants, Bus und Bahn.
In den Restaurants sieht man mehr Hunde als Kinder. Auch die Geschäfte und öffentlichen Gebäude in Deutschland sind voller Hunde und Katzen. Die Deutschen behandeln ihre Hunde besser als ihre Kinder. Ihnen ist der Hund lieber als das Kind. Die deutschen Hunde sind in der Regel besser erzogen als die Kinder.
( Anm. von mir: Sie machen nicht in Kaufhäuser hin!!!*g*)

Erstaunt bin ich über den deutschen Hund. Haben Hunde auch eine Staatsangehörigkeit und national bedingte Eigenschaften? Ist der deutsche Hund anders als der amerikanische Hund?

Natürlich kenne auch ich Frauen, die sagen:" Lieber einen Hund als einen Mann.". Und Menschen, bei denen der Hund fast eine Art Partnerersatz ist, verwöhnt wird, mit im Bett schlafen darf.
Auch Deutsche Frauen sowie Männer, die, wenn der zukünftige Patner/in fordern würde, der Hund oder die Katze muss weg, dann lieber auf die Partnerschaft verzichten, als das Tier wegzugeben.

Genauso wird es wohl auch mit dem rasieren der Arme, Achselhöhlen, Beine und der Bikinizone, sowie mit dem schminken sein, die eine macht es, die andere nicht. Bei den Männern, was das rasieren betrifft, wohl ebenso.

Auf der Uniseite

der amerikanischen Universität Arlington
wird, über die Unterschiede der amerikanischen Frauen zu deutschen Frauen, bezüglich des Schminkens, Hygiene und des Rasierens sowie über die Thematik wie Deutsche und Amerikaner ihren Hunden gegenüberstehen, diskutiert.

Aufmerksam wurde ich auf diese Diskussion, da einer der Kommentatoren dort einen Link zu einem Artikel von mir, über das rasieren der Arme, Beine und der Bikinizone setzte.

Alles nur Vorurteile der Amerikaner über die Deutschen, oder die Wahrheit?

Was sagt ihr dazu? Wie haltet ihr es mit dem rasieren, schminken sowie den Hunden?

Gebt den amerikansichen Studenten der Arlington Universität doch einmal einen Einblick in deutsche, in eure Verhaltensweisen, was diese Thematiken betrifft.
Natürlich kann man es sowieso nicht verallgemeinern, denn jeder Mensch ist anders, auch die Deutschen. Und doch, können verschiedene Meinungen einen Einblick gewähren.
Danke für eure hoffentlich zahlreichen Kommentare.
.

08.03.2009 um 03:02 Uhr

Merkwürdiges Urteil

Er machte ihr einen Heiratsantrag.
Doch die Iranerin Ameneh Bahrami (30) wollte ihren Kommilitonen, mit dem sie zusammen studierte, nicht heiraten. Lehnte den Antrag ab.

Damit wurde dieser Mann scheinbar nicht fertig. Fühlte sich vielleicht auch in seiner Ehre gekränkt, oder gönnte Ameneh nicht einem anderen.
Er sann auf Rache.

Irgendwann schüttete er der jungen Frau Säure ins Gesicht.
Amenehs Gesicht war entstellt, zudem verlor sie durch dieses Saureattentat auf beiden Augen ihre Sehfähigkeit. Ist seitdem erblindet.

Ameneh liess in Spanien 16 Operationen über sich ergehen, damit ihr Gesicht einigermassen wiederhergestellt werden konnte. Die Blindheit ist aber irreversibel.

"Ich möchte, dass alle wissen, dass man so etwas nicht tun darf" sagte Ameneh und verklagte den Mann, der sie derart entstellte, vor einem iranischen Gericht.
Das Gericht im Iran gab ihr Recht, es entschied, sie darf ihrem Attentäter als Strafe auch ein Auge verätzen.
Ein Auge, da eine Frau nur halb so viel wert ist, wie ein Mann.

Gegen dieses Urteil legte sie Berufung ein.

Nach mehreren Verhandlungen erging jetzt das zweite Urteil, nachdem sie dem Mann jetzt auch in das zweite Auge Säure tropfen darf, aber nur gegen Zahlung von 20.000 Euro.
Gleichzeitig sprach ihr das Gericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 40.000 Euro zu.

Davon liess sich Amaneh nur 20.000 Euro auszahlen. Mit den anderen 20.000 Euro erreichte sie jetzt das Recht, das zweite Auge ihres Attentäters auch verätzen zu dürfen.
"Weil ich blind bin, kann ich das Urteil nicht selbst vollstrecken. Aber im Iran gibt es viele, die das freiwillig für mich tun wollen. " sagte Ameneh.

Leider kommen derartige und ähnliche, oftmals noch schlimmere Taten, von abgelehnten Liebhabern, Männern, Exmännern auch bei uns vor. Viel zu häufig, wie man es ja in der letzten Zeit lesen konnte.
Solche Taten gehören bestraft. Ich finde es auch gut, dass ein islamisches Gericht, ein Gericht im Iran sich auch auf die Seite der Frauen stellt.

Eine sehr hohe Gefángnisstrafe, von mindestens 10 Jahren, würde ich in diesem Fall auch für angemessen und gerechtfertigt ansehen.

Aber diese Art von Strafe lässt mich ratlos zurück.
Gerecht oder nicht, was sagt ihr dazu?

07.03.2009 um 23:43 Uhr

Hingelegt

Stimmung: gut hingelegt... *g*

Ins Bett legt man sich ja gerne, aber draussen legt man sich nicht so gerne hin.
Besonders nicht, wenn man es garnicht vorhat.

Ich hatte Glück im Unglück.
Wollte noch ein wenig Holz sägen. Kettensäge mit Benzin und Sägekettenöl aufgefüllt. Versucht sie zu starten. Am Startseil gerissen und gerissen, aber sie wollte nicht. Sprang nicht an. So nahm ich sie und ging erstmal zum Holz.
Und ZACK, bevor ich mich versah haut es mir die Beine weg. Rutschte aus, auf einer feuchten Bohle, die auf dem Boden lag. Es ist erstaunlich, wie schnell man dann fällt ohne noch irgendetwas machen zu können, geschweige denn den Fall aufzuhalten. Nur die Kettensäge, die behielt ich dabei in der Hand. Ein elegantes Abrollen war es auch weniger *g*, aber immerhin konnte ich den Fall so "steuern", dass ich mit dem Arm das schlimmste beim Aufprall auf den Boden abfangen konnte. Stuntman wäre aber definiitiv nichts für mich.
Wenn jemand dabei gewesen wäre, hätte er sich bei dem Anblick sicher nicht mehr halten können vor Lachen.

Glück im Unglück, dass die Kettensäge nicht angesprungen war, worüber ich mich Anfangs ärgerte, und so, bei diesem Sturz nicht lief. Hätte sonst böser ausgehen können.

Nach dem Sturz sprang sie allerdings auch nicht an. Leider. Vielleicht wollte sie heute nicht arbeiten. Streik mit der Forderung nach mehr Freizeit.

Noch ein paar Karren Laub zum kompostieren zusammengeharkt. Der Frühling kommt immer mehr, samt täglch mehrere Formationen an Kranichen die laut schreiend vorbeiziehen.
Selbst wenn es heute Nacht auch leichte Minusgrade sind, so kommen sie einem gefühlsmässig doch nicht so kalt vor, wie im tiefen Winter.

Auffallend hell empfinde ich die Nächte zur Zeit. Der zunehmende Mond gibt seit einigen Tagen alles, was er nur an Licht geben kann.
.

06.03.2009 um 16:56 Uhr

Die Arbeit und der Regenbogen

Stimmung: gut

Die Arbeit läuft nicht davon,
während du dem Kind den Regenbogen zeigst.
Aber der Regenbogen wartet nicht.

Zitat: Paul Heyse

Der Mensch der wiederaufsteht,
ist grösser als der, der nicht gefallen ist.

Zitat: Conception Arena

Zwei wunderbare Zitate, über die es sich gründlich nachzudenken lohnt.

Beide Zitate fand ich auf Lassie_come_home ihren Blog
Das Leben leben
.
Auf ihrem Blog schreibt sie, sie hat in ihrem Beruf ihre Berufung gefunden. Die Arbeit mit vernachlässigten Kindern.

Fragte sich erst, ob sie dieses überhaupt kann, mit Kindern umgehen die schwierig sind, die vernachlässigt wurden.
Zudem, da diese Arbeit innerhalb eines katholischen Ordens stattfindet, ob sie bekehrt werden sollte.

Der Pater sagte zu ihr:
"Du sollst die Kinder lieben, nicht den Orden."

Und das, so merkte sie, tut sie. Sehr sogar. Auch wenn diese manchmal schwierig sind. Auch wenn diese manchmal eine etwas derbe Umgangssprache haben. Sie liebt sie.

Es ist doch schön wenn ein Mensch in seinem Beruf seine Berufung findet.

Ich wùnsche euch allen ein schönes Wochenende, geniesst es und lasst vielleicht auch einmal die Arbeit warten, wenn ihr einem Kind einen Regenbogen zeigen könnt.
sternenschein
.

05.03.2009 um 16:02 Uhr

Autos kaufen nun mal keine Autos

Stimmung: gut

Autos kaufen keine Autos.
Dieses sagte schon der geniale Autobauer
Henry Ford. Nur seine Worte scheinen in Vergessenheit geraten zu sein. Egal ob Ford, Chrysler, Daimler, Opel, mit immer weniger Menschen wollen sie immer mehr Autos herstellen. Eine gigantische Überproduktion, die Wagen stehen auf Halde.
Ach, könnten doch Autos die Autos kaufen, dann wären die Menschen endlich überflüssig.
Dass dem nicht so ist, wusste Henry Ford, der die Fliessbandproduktion mit einführte. Doch weiss es heute noch einer?

Die Merkel Abwrackprämie beglückt auch nicht jeden. Die Gebrauchtwagenhändler haben sehr daunter zu leiden. Flaute auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Bei diesen Konjunkturpaketen, die Stimuli für die Autobranche, samt dazugehörigen Strassen und Autobahnbau sein soll, wird da nicht in eine veraltete Technik aus dem vorigen Jahrhundert investiert? Eine Technik, die uns den Verkehrskollaps bescherte, den sauren Regen, die Feinstaubbelastung. Eine Technik, die grundsätzlich sich nicht weiterentwickelt hat. Weiterentwickelt zu moderneren individuellen Verkehrssystemen. Eine Technik, die dazu führte, dass der öffentliche Nahverkehr immer mehr zurückgeführt wird, besonders auf dem Lande.

Autos, die zu einer gigantischen Material und Recourcenverschwendung führten, da sie die meiste Zeit nur nutzlos in der Landschaft herumstehen.
Herumstehen, als der Schrott von morgen, egal wie nobel die Karosse heute auch erscheinen mag.

Schon längst hätten wir automatisierte individuelle Verkehrssysteme haben können, wenn das Geld, welches für die Autoindustrie aufgewendet wird, in zukunftsweisende Verkehrssysteme invstiert worden wäre.

Aber nein, stattdessen wird die altertümliche Autoindustrie gefördert.

Und ganz nebenbei, hätten die Zeitarbeiter in der Automobilindustrie die gleichen Löhne bekommen, wie die dort festangestellten Mitarbeiter, wären die Löhne in der Vergangenheit etwas stärker gestiegen, hätten sich vielleicht auch mehr Menschen dort ein Auto kaufen können.
Stattdessen will man jetzt die Mitarbeiterzahlen reduzieren. Die verbleibenden Mitarbeiter sollen sich auf Lohneinbussen gefasst machen, wie von den Autoherstellern lauthals verkündet wird.
Ja, wer soll dann letztendlich noch die dort produzierten Autos kaufen?
Denn: Autos kaufen keine Autos.
Das wusste schon Henry Ford. Nur unsere Frau Merkel und die Manager wissen es scheinbar nicht.
.

04.03.2009 um 17:44 Uhr

Michel de Montaigne und die Gewohnheit

Stimmung: gut

Am deutlichsten zeigt sich die Macht
der Gewohnheit darin, dass sie es versteht, uns so geschickt zu packen und sich dienstbar zu machen, dass wir kaum in der Lage sind, uns ihrem Zugriff zu entziehen und den Abstand zu gewinnen, der nötig ist , um über ihre Befehle diskutieren und vernünftige Einwendungen dagegen erheben zu können.
Wir schlürfen die Gewohnheiten sozusagen mit der Muttermilch ein; sie gehören selbstverständlich zum ersten Bild der Welt, dass sich uns darbietet;
dieses Verhalten scheint uns wirklich angeboren; die üblichen Vorstellungen, die in unserer Umgebung Geltung haben und die als ein Erbteil unserer Vorfahren tief in unserer Seele liegen, erscheinen uns als allgemeingültig und naturbedingt.
'So kommt es, dass alles Ungewöhnliche zunächst als unvernünftig angesehen wird -- Gott weiss, wie wenig vernünftig dieser Schluss in der Regel ist.'

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

So kann Vernunft auch schon mal unvernünftig sein. Wieviele Erfindungen wären nicht gemacht worden, wenn die Erfinder immer nur in alten Bahnen gehandelt und gedacht hätten.
Wieviele Bücher und wieviel Musiktitel wären niemals geschrieben worden, wenn die Autoren und Komponisten immer nur das vernünftige getan hätten.
Nicht alles muss man ausprobieren, aber manchmal schadet es auch nicht, ein wenig unvernünftig zu sein und neue andere Wege zu beschreiten.
.

03.03.2009 um 21:37 Uhr

Kölner Stadtarchiv eingestürzt

Archivar ist scheinbar kein staubtrockener Beruf.
Im Gegenteil.
Sie leben sogar sehr gefährlich.
Jedenfalls in Köln. Denn dort stürzte das historische Stadtarchiv, der Stadt Köln in sich zusammen.
Ebenso wie zwei der Nachbarhäuser. Teile des Stadtarchivsgebäudes stürzten auf die Strasse, brachten die Decke einer U-Bahn Baustelle zum Einsturz. Die Strasse glich einem Trümerfeld, welches Anwohner an 9/11 in New York erinnerte.

Die Nord-Süd Stadtbahn ist zur Zeit dort mit Tunnelbauarbeiten beschäftigt.
Ob der Einsturz mit diesen Tunnelarbeiten zusammenhängt, muss noch geklärt werden.

Die Stadt Köln wurde schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass sich im Keller des Stadtarchivs Senkungsrisse gebildet hatten. Einige sahen den Einsturz des Gebäudes deshalb als vorhersehbar an.
Doch es wurde, von der Stadt Köln, nichts weiter unternommen.

Es bleibt zu hoffen, dass nicht zuviele Menschen, bei diesem Einsturz, zu schaden kamen.
Der eventuelle Verlust, der dort lagernden 65.000 Urkunden, 104.000 Karten und etwas 50.000 Fotos ist schon schlimm genug.

Die Frage aber bleibt, wer von den Behörden hatte dort in Köln geschlampt, nicht auf die Hinweise reagiert?

Die Sprecherin der Nord-Süd Stadtbahn meinte, durch den U-Bahn Bau kann dieser Einsturz normalerweise nicht verursacht worden sein.

Aber wodurch denn dann? Denn den Karneval und seine Umzüge hatte das Stadtarchiv unbehelligt überstanden. Die Tanzmariechen waren ja auch eher leichtfüssig und der riesige Merkelwagen richtete, selbst in der Politik, keine weiteren Nachbeben an.
Oder befand sich das Stadtarchiv etwa in einen derart maroden Zustand, dass den dort angestellten Archivaren schon fast ein Gefahrenzuschlag gezahlt hätte werden müssen?

Bedauerlich, verliert Köln damit ein Stück weit seine Geschichte, falls Teile der Dokumente verloren gehen.
Fügt aber gleichzeitig ein neues unrühmliches Kapitel der Stadtgeschichte und seiner verantwortlichen Baudezernenten hinzu.
Das wichtigste zum Schluss, der Kölner Dom steht noch. Ich hoffe, es bleibt so, nicht, dass auch er in einen U-Bahn Schacht versinkt.
.

03.03.2009 um 16:43 Uhr

Mordfall Yasmin Stieler weiter ungeklärt

Der Mord an der 18 jährigen Schülerin Yasmin Stieler aus Uelzen bleibt weiterhin ungeklärt.
Vor über 12 Jahren, am 5.Okt. 1996, wurde die Schülerin Yasmin Stieler ermordet und bestialisch zerstückelt. Ihren Torso fand man an einem Bahndamm vergraben, in einem Plastiksack nahe Vechelde. Die anderen Leichenteile in der Nähe Hannovers. Ihre Hände wurden bis heute nicht gefunden.

Die Ermittlungen kamen nicht weiter, mehrere XY Sendungen brachten auch nicht den entscheidenden Hinweis.

Im letzen Jahr, nach fast 12 Jahren wurde ein Tatverdächtiger, aufgrund eines Spatenfundes den man erst jetzt fand, verhaftet. Es sah nach später Gerechtigkeit aus.

Doch scheinbar wurde der verkehrte verhaftet.
Jetzt, nach fast einem halben Jahr wurde der Tatverdächtige wieder freigelassen, der Haftbefehl aufgehoben.

Das Amtsgericht Braunschweig teilte mit, es bestehe kein hinreichender Tatverdacht mehr.
Es ist weder der Tatort, noch die genaue Tatzeit und auch nicht der Ort der Leichenzerstückelung bekannt. Zudem wisse man garnicht, ob es überhaupt eine Verbindung zwischen den damals Tatverdächtigen und Yasmin Stieler gab. Ob die beiden sich je begegnet sind.

Die Vorgänge um den gefundenen Spaten, mit dem der Torso angeblich vergraben sein sollte, sah der Richter als "dubios" an.
Denn es sei nicht sicher, ob der Spaten nach dem Tatzeitpunkt noch weiterhin benutzt wurde, so dass die Erdanhaftungen daran nicht aussagekräftig sind.

Als ich im Sept. über die Verhaftung hier im Blog unter Späte Gerechtigkeitschrieb, meldeten sich zahlreiche Kollegen des damals der Tat verdächtigen Heiko v. K. in Kommentaren zu Wort, die an seine Unschuld glaubten.
Ebenso wie der Hobbyermittler Vidocq, der von Anfang an glaubte, die Indiezienkette der angeblichen Beweise werde zusammenbrechen, so dass der Festgenommene spätestens im Frühjahr dieses Jahres wieder freigelassen werden müsse.
So dass ich im Dez. 08 in einem Eintrag fragte Sitzt der falsche in Haft?Der Hobbyermittler Vidocq behielt mit seiner Vermutung recht.

Zudem kam es in diesem Zusammenhang zu Merkwürdigkeiten, ein Kommentator, der sich den Namen des Verhafteten gab, schrieb bei mir in einem Kommentar: "Er wisse wer der Mörder ist, er kennt ihn." Vidoq und sie Frau des Verhafteten bekamen eine dubiose SMS.

Der Staatsanwalt in Braunschweig hat jetzt eine Woche Zeit, gegen die Aufhebung des Haftbefehls Einspruch einzulegen. Es müssten wohl schon neue aussagekräftige Beweise auftauchen, wenn er dieses tun sollte.

Es bleibt nur zu hoffen, das der Fall Yasmin Stieler jetzt nicht wieder zu den Akten gelegt wird. Sondern die Ermittler aus Peine auch in Richtungen ermitteln, in denen bisher noch nicht ermittelt wurde, damit der Mörder von Yamin Stieler nach über 12 Jahren doch noch gefasst und überführt werden kann. Dieses abscheuliche Verbrechen, an einer jungen Frau, nicht ungesühnt bleibt.
Späte Gerechtigkeit, ich hoffe sie findet ihren Weg.
.

02.03.2009 um 22:00 Uhr

Neuer Bus Sevice, Abholung aus dem Wohnzimmer

Stimmung: gut

Steigen sie ein.
Wir kommen jetzt öfter.
Steht in grossen Lettern auf der Seitenwand des Linienbusses, der in Thedinghausen, Niedersachsen, heute die Giebelwand eines Hauses durchbrach und in ein Wohnzimmer fuhr.

Scheinbar erlitt der 61 jährige Busfahrer einen Schwächeanfall als er von der Fahrbahn abkam. Durch einen Garten direkt in die Giebelwand eines Hauses fuhr und dort im Wohnzimmer zum stehen kam.

Glück im Unglück, im Bus sass als Fahrgast, ganz hinten nur eine 19 jährige. . Sie wurde nur leicht verletzt.
Die Hausbesitzerin war gerade dabei, ihr Wohnzimmer zu putzen, als sie ein Krachen und einen Stoss in den Rücken wahrnahm. Als sie sich umdrehte stand der Bus vor ihr im Wohnzimmer. Sie kam mit dem Schrecken davon. Der Busfahrer musste allerdings schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Etwa 50 Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr waren stundenlang beschäftigt, das Haus vor einem Einsturz zu sichern, bevor der Linienbus aus dem Loch in der Mauer herausgezogen werden konnte.

Mit dem Putzen des Wohnzimmers muss die Wohnungsbesitzerin jetzt erstmal warten, bis die Handwerker das riesengrosse Loch in der Giebelwand wieder geschlossen haben und die Schäden dieses Unfalles beseitigt sind.
Sicher gibt es danach noch genug zu putzen.

Steigen sie ein. Wir kommen jetzt öfter!
Dieser Werbespruch soll hoffentlich keine Drohung sein. Denn in der Regel steigen die Fahrgäste lieber an der Haltestelle in den Linienbus, als sich von diesem aus dem Wohnzimmer abholen zu lassen. Auf diesen Zusatzservice können die meisten dankend verzichten, denke ich.
Und da in der Regel Häuser eine Tür haben, braucht auch niemand durch die Wand zu kommen. Auch keine Linienbusse.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass der Busfahrer diesen Unfall relativ gut überstanden hat um bald wieder gesund aus dem Krankenhaus entlassen werden zu können..
.

01.03.2009 um 22:14 Uhr

Maybritt Illner, Armut und Reichtum

Stimmung: gut

Maybritt Illner in ihrer ZDF Talkshow:
"Herr Müntefering, die Schere zwischen Arm und Reich geht seit 2005 immer weiter auf. Die SPD Wähler können der SPD nicht mehr Vertrauen, was wollen sie dagegen machen?"

Franz Müntefering (SPD Vorsitzender) antwortete darauf sehr langatmig, in dem er ausführte, wir werden nach der Wahl eine verantwortungsvolle Politik mit der CDU oder der FDP machen. So verantwortungsvoll wie jetzt auch schon. Und so werden wir das Vertrauen der Wähler für unsere Politik wieder zurückgewinnen.

Im Grunde sagte Müntefering nichts. Und schon garnichts davon, wie er diese immer tiefer werdende Kluft zwischen Arm und Reich zurückführen will.

Also weiter so mit der SPD. Sie steht, ebenso wie die FDP und CDU/CSU, nach wie vor für die Förderung der Reichen in Deutschland. Ist der Pate für die immer weiter zunehmende Armut grosser Bevölkerungsschichten in Deutschland.

Und Maybritt Illner?
Sie vergass einfach ihre nicht von Müntefering beantwortete Frage.
Unterbrach Müntefering nicht, fragte auch nicht mehr nach.

Es geht hier ja nur um das Prekariat, wer interessiert sch da schon für?
Muntefering schon garnicht, und Maybritt Illner scheinbar auch nicht.

Auch wenn ich Maybritt Illner gerne sehe. Ein bisschen bissiger dürfte Maybritt Illner schon sein und vor allem nicht ihre eigenen Fragen vergessen, wenn sie von den Politikern nicht beantwortet werden.
.