Gedanken oder Fragen

09.05.2009 um 01:34 Uhr

Maiküken

Es fiepte heute, laut, sehr laut und kläglich im Hühnerstall.
Beim nachschauen sah ich die Glucke auf dem Boden sitzen, aber drei frisch geschlüpfte Küken sassen noch oben im Nest.
Riefen lautstark nach ihrer Mutter.
So setzte ich die drei Küken runter und sie krabbelten sofort unter das  Gefieder der Mutter um sich aufzuwärmen und wohl zu fühlen.

Später unternahm die Glucke dann mit ihrer wenige Stunden alten Kinderschar den ersten Aussenspaziergang, bei dem die kleinen schon Haferflocken aufpickten.
Diese kleinen Federbällchen sind ja zu süss. Es sind drei gelbe und zwei schwarze Küken, die sich um die Glucke scharren.

Vielleicht hätte ich ja in der Irmgardiskapelle, in der Nähe von Viersen, nachschauen sollen, ob die Hühnerkinder schon da sind.
Denn einer alten Sage nach, glaubte man, die Kinder kommen aus der Irmgardiskapelle.

Früher sollten Kinder dort oftmals nachgeschaut haben, ob das Brüderchen oder Schwesterchen schon da ist. So mancher warf auch eine Münze in die unter der Kapelle befindlichen Irmgardisquelle, ins Et Helije pötsche, wohl mit dem Wunsch Nachwuchs zu bekommen.

Dort wo die Irmgardiskapelle steht, war im 11. Jahrhundert die Klause am heiligen Berg. In ihr lebte die
hl. Irmgardis als Einsiedlerin. Nur selten verliess sie ihre Klause.
Ich glaube, ich hätte sie gerne kennengelernt um zu erfahren, wie die Sage entstand, dass von dort die kleinen Kinder kommen.
Da aber von Küken und Hühnerkindern in der Geschichte keine Rede war, werden die Tierkinder wohl von woanders her kommen. In diesem Falle wohl eher aus dem Hühnerstall und nicht aus der Irmgardisquelle.

Wer mehr über die Irmgardiskapelle erfahren möchte, hier auf Tossies Wanderseiten sind die Bilder der Kapelle anzusehen.