Gedanken oder Fragen

24.05.2009 um 16:15 Uhr

Pressefreiheit

Stimmung: gut

Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen.

Zitat: Peter Scholl Latour

Dieses wird wohl mit einer der Gründe für den Niedergang der Printmedien sein. Denn jetzt gibt es das Internet, und jeder, ob arm ob reich, kann dort seine Meinung veröffentlichen.
Dass dieses vielen nicht passt, den Regierenden nicht, und auch nicht der "freien" Presse, die oftmals wie gleichgeschaltet wirkt, ist logisch.

Am liebsten hätten sie wohl ein Internet ohne freie Meinungsäusserung, in dem nicht jeder schreiben darf was er will, was er meint, was er denkt.
Anders als die "freien" Medien, die abhängig von der Werbewirtschaft und den Mächtigen zu sein scheinen.

Wenn selbst der "Spiegel", den ich einst sehr schätzte, zu einer Markt und Wirtschaftspostille verkommen ist, aus dem kritische Redakteure entfernt wurden, weshalb soll ich dieses Magazin dann noch kaufen?
"Fakten, Fakten, Fakten, und immer an die Leser denken!", dieser Ausspruch kommt zwar vom Focus, aber insgesamt gesehen, klingt er doch wie Hohn.


Wir haben eine grosse Koalition, in die teilweise die Grünen sowie die FDP mit eintreten könnten.
Wir haben zwar keine SED, denn das Wort sozialistische wäre hier fehl am Platze, wohl eher eine KED, eine neoliberal und marktradikale Kapitalistische Einheitspartei.
Alles für das Kapital, so wenig wie möglich für die Menschen.
Und dieses machen sie noch nicht einmal gut!
Denn die Umverteilung von unten nach oben liesse sich sicher schneler bewerkstelligen, als es im Moment der Fall ist. Die Schere zwischen arm und reich liesse sich sicherlich schneller und weiter öffnen, als es in den letzten Jahren schon der Fall war. Siehe Armutsbericht.

Und ebenso wie wir eine grosse Koalition haben, haben wir eine grosse Presse und Medienkoalition, in der abweichende Meinungen kaum vorkommen.
In der ständig die gleichen neoliberalen und radikalmarktwirtschaftlichen Meinungen vertreten werden, die uns in die jetzige Krise führten.
Grauer Mehltau legt sich übers Land.
Land der grossen Koalitionen.
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