Gedanken oder Fragen

12.06.2009 um 09:16 Uhr

Wie Behinderte manchmal schikaniert werden

Berufsbildungswerk für Menschen mit Behinderungen sollten für die Behinderten da sein.
Dort sollten die Ausbilder die ihnen anvertrauten behinderten Menschen doch fördern und nicht schikanieren.

Wie geschehen bei Sibebo.
Sibebo hat das Noonan Syndrom, ein Defekt des PTPN 11 Gens, welches zu Minderwuchs, Sehnenverkürzung, Herzfehlern etc. führt.

Mit sechs Jahren musste sich Sibebo einer Herzoperation unterziehen..
Während ihrer Schulzeit wurde sie häufig von Mitschülern gemobbt, als Missgeburt beschimpft, bespuckt, ihre Sachen wurden geklaut und versteckt, einfach umgerannt, auf dem Nachhauseweg vom Radweg von den anderen in den Graben gedrängt und vieles mehr.

Wirklich keine schöne Schulzeit, wenn man schon mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, dann noch so von Mitschülern behandelt wird.
Ausgegrenzt- Schilderung der Schulzeit

Wohl froh war Sibebo als sie ihre unschöne Schulzeit endlich hinter sich gebracht hatte.
Sibebo freute sich auf die Ausbildung in einem Berufsbildungswerk für Menschen mit Behinderungen.
In dem sie zur Hauswirtschaftshelferin ausgebildet werden sollte.

Doch auch dort, in dieser Instutition die für Behinderte da sein sollte, gingen die Demütigungen und Schikanen weiter.
Da Sibebo aufgrund ihrer Beinsehnenverkürzungen und Knieoperation nicht so schnell gehen kann, trat ihr die Ausbilderin immer wieder in die Hacken, damit sie schneller geht.
Sagte noch, "Was, du kannst nicht schneller gehen? Dann werde ich es dir schon noch beibringen"
Demütigte sie beim essen, nahm keinerlei Rücksicht auf Sibebos Behinderung.

Negative Erfahrungen auch in der Ausbildung

Ich finde es schlimm, wenn in Behinderteneinrichtungen derartige Ausbilder arbeiten dürfen, die die Behinderten eher fertigmachen anstatt sie zu fördern.
Ja, so etwas macht mich wütend und traurig.
Auch dass die Lehrer und die anderen Eltern während ihrer Schulzeit nicht dafür gesorgt haben, dass sie gut behandelt wird.

Klar, Kinder können grausam sein, aber die Lehrer hätten doch da eingreifen können.
Es läuft wohl vieles falsch hier bei uns im Umgang mit Behinderten.

Wie man schon an den Kürzungen des Blindengeldes sieht. In nordischen Ländern haben Blinde zum Beispiel für Veranstaltungen und ähnliches, Anspruch auf Blindenassistenten die sie dorthin begleiten. Davon können unsere blinden Menschen wohl nur träumen.

Als ob das Leben mit einer Behinderung nicht sowieso schon schwieriger ist, werden diese Menschen dann in der Schule noch ausgegrenzt und gemobbt, und wie bei Sibebo vielleicht sogar auch noch in ihrer Ausbildung.

Sibebo hat aufgrunddessen heute noch Albträume aus dieser Zeit in denen sie das geschehene immer wieder erlebt.
Jetzt hatte sie in ihrem Blog darüber geschrieben um es zu verarbeiten und sich davon lösen zu können.

Sibebo ist sehr hilfsbereit, hilft gerne anderen Menschen. Sagt, wenn man hilft, dann wird einem auch geholfen. Man sollte nur fragen und "sich bedanken".

Es macht ihr auch nichts aus, wenn sie gefragt wird, was mit ihr los ist, dann bekommen die Frager auch eine vernünftige Antwort.
Dieses ist ihr lieber, als wenn sie angestarrt und über sie getuschelt wird.
wir sollten mehr hinsehen, aufmerkamer sein, sagt Sibebo, Zivilcourage ist gefragt.

Wer genau wissen will, was das Noonan Syndrom ist, unter dem rund 80.000 Deutsche leiden, kann es in den Einträgen vom Mai, bei Sibebo nachlesen, wo sie diese Erkrankung die nur symptomatisch behandelt, aber nicht geheilt werden kann, ausführlich dokumentiert.
Ich finde Sibebo ist ein bemerkenswerter Mensch.;-)
Ein Mensch, der sagt, ich bin wie ich bin, und für meine Behinderung kann ich nichts.

Siehe auch:
: Eintrag bei Rabenmutter
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12.06.2009 um 05:59 Uhr

Deutsche helfen Behinderten nicht

Stimmung: gut

"Die ausländischen Mitbürger sind im allgemeinen Behinderten gegenüber hilfsbereiter als die Deutschen."

Zitat: Norbert Votja (im ZDF bei Kerner )

Auf die Frage, wie es in Deutschland für Behinderte ist.

Norbert Votja, der Medienunternehmer und Journalist wurde 2008 nach einem Sturz im Bahnhof Hamburg Dammtor, von einem ICE überfahren.
Votja lag lange im Koma, wurde sechsmal operiert, verlor bei dem Unglück einen Fuss und sein anderes Bein musste über dem Knie amputiert werden.

Im Unfallkrankenhaus Hamburg Boberg lernte Norbert Votja mit Beinprothesen wieder zu gehen. Mit eisernen Willen schaffte er es, auch dank jetzt neuartiger Beinprothesen, und doch ist er häufig auf seinen Rollstuhl angewiesen.

Mit den alten Prothesen konnte er nicht so das Gleichgewicht halten. Wenn er nur einmal Richtung Himmel schaute, fiel er damit auf den Rücken wie ein Maikäfer, wie er sagte.

Die Deutschen guckten nur und gingen vorbei, wenn man sie nicht direkt ansprach. Wenn er nicht direkt rief, helfen sie mir mal bitte hoch, ist nicht ansteckend.;-)
Die Ausländischen Mitbürger aber kamen sofort und versuchten zu helfen, sagte er.
Ebenso wenn es darum geht, wenn er mit dem Rolli kommt, ihm mal eine Tür aufzuhalten, da muss er immer erst fragen.
Jetzt ärgert sich Votja auch über Autos von nichtbehinderten, die die Behindertenparkplätze blockieren. Denn auf einem normalen Parkplatz hat er Schwierigkeiten, seinen Rolli aus dem Auto herauszubekommen.

Erklärt wurde das Verhalten der Deutschen damit, dass die Deutschen Menschen mit Behinderungen recht hilflos und somit distanziert gegenüberstehen.

Im Nachhinein sieht Norbert Votja seinen Unfall als Zeichen.
"Gott wollte mir sagen, fahr mal ein bisschen langsamer."
In dem Jahr nach seinem Unfall sprach der 56 jährige Votja mit seiner Frau soviel, wie in den gesamten Jahren der Ehe vorher nicht.
Probleme hat er noch mit den Phantomschmerzen in dem nicht vorhandenen Bein.

Vielleicht sollten wir alle etwas achtsamer sein, mal unsere Hilfe anbieten, es kostet nichts, nur etwas Zeit.
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11.06.2009 um 13:41 Uhr

Wissen um das Glücklichsein

Stimmung: gut

Viele Menschen wissen dass sie unglücklich sind.
Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.

Zitat: Albert Schweitzer

Was will uns der Lambarene Arzt damit sagen?
Wissen, oder bemerken wir es wirklich nicht, wenn wir glücklich sind?
Wollen wir immer zuviel und bemerken deshalb unser Glück nicht. Wissen wir das was wir haben nicht zu schätzen?
Oder wie mag Albert Schweitzer dieses
"Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind"
gemeint haben?
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10.06.2009 um 09:32 Uhr

Bittere Gurken und die Farbe der Seele

Stimmung: gut

Haben bitter Gurken etwas mit der Farbe der Seele zu tun?
Vielleicht indirekt, doch glaube ich eher nicht.
Es sei denn man verspeist die bittere Gurke, in dem Moment wird die Farbe der Seele nicht die rosigste sein.

Auf Dauer nimmt die Seele die Farben der Gedanke an.

Zitat: Marc Aurel ( 121 - 180 )

Können die Gedanken unsere Seele beeinflussen. Ihre Farbe verändern?
Sie zu einer grauen oder zu einer bunten Seele machen, wie Marc Aurel es meint.
Ich glaube schon, wenn man denn unserer Seele überhaupt eine Farbe zuordnen möchte. Aber was haben die Gedanken und die Seele jetzt mit der bitteren Gurke zu tun.
Da müsst ihr Marc Aurel fragen, denn er sagt:

Eine bittere Gurke?
Wirf sie weg!
Dornensträucher im Weg?
Weiche ihnen aus!
Das ist alles.
Frage nicht noch: Wozu gibt es solche Dinge in der Welt?


Also weg damit und nicht gross noch Fragen stellen und sich daran festhalten.
So meinte er es wohl. Selbst wenn ich davon überzeugt bin, es hat seine Gründe, weshalb manche Gurken bitter sind und manchmal Dornensträucher im Wege wachsen.
Nur aufhalten muss man sich nicht damit.

Ich gehe dann mal Seelenkosmetik betreiben.
Mache mir schöne bunte und helle Gedanken, damit meine Seele bunt und hell wird.
Seelenfitness oder Seelenbodybuilding quasi.

Seelenrunderneuerung im Sonderangebot.
Da lacht die Seele, da lacht der Mensch.
Kann eine Seele überhaupt lachen?

Ich glaube schon, denn manchmal habe ich das Gefühl meine Seele lachen zu hören.
Ziemlich laut sogar.
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09.06.2009 um 23:14 Uhr

Strafe für Nichtwähler ?

Stimmung: gut

Wahlrecht oder Wahlpflicht?
Nach der geringen Wahlbeteiligung bei den Europawahlen denken einige Politiker laut über eine Wahlpflicht der Bürger nach.

So fordert der SPD Abgeordnete Jörn Thießen
50 Euro Strafe für Nichtwähler.
"Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht" sagte Thießen.

Ich glaube allerdings nicht, dass unter Zwang und Androhung von Bestrafung mehr Wähler die SPD gewählt hätten, wie es sich Thießen scheinbar wünscht.

SPD Wiefelspütz, der gerne Gedanken zu Internetsperren verbreitet, meint man solle über die Stimmenabgabe übers Internet nachdenken.
Zu der aber Vorraussetzung sei "eine sichere Übertragung".

Sichere Übertragung heisst ja aber auch "Ausweiskontrolle, Identitätsnachweis" im Netz.
Bei unserer Vorratsdatenspeicherung wunderbar. Sicher könnte dann unsere Regierung jeder Stimme einen Stimmabgeber zuordnen.
So lkönnten nicht genehme Stimmabgeber gleich auf eine Überwachungsliste für Stimmenterrorismus gesetzt werden.

Wunderbar für Herrn Schäuble, der sich allerdings zur Zeit noch vom Wiefelspütz und dem Thießen Vorschlag distanziert.

43,3 % Walbeteiliung ist wahrlich nicht berauschend. Die SPD bekam rund 21 % der Stimmen.
Nur etwa 9,2 % aller Wahlberechtigten stimmten somit für die SPD.
Nicht einmal jeder zehnte Wahlberechtigte.
Wahrlich nicht berauschend, für die CDU sah es ja auch nicht um so vieles besser aus.

Die Partei der "Nichtwähler" bekam mal wieder die absolute Mehrheit von 56, 7 %. Erschreckend.

Woran liegt es? An diesem Gefühl, es wird da "oben" sowieso gemacht was sie wollen., auf uns Bürger wird eh keine Rücksicht genommen?

Regieren die" Gewählten" am Bürger vorbei?

Bei den EU Wahlen sieht es sowieso für den Bürger so aus, als hätte er keinen grossen Einfluss auf die EU Politik.
Er kann mit seiner Stimme keinen Präsidenten der Europäischen Union wählen und auch keine EU Regierung. Er bestimmt lediglich die Sitzverteilung im EU Parlament mit.
EU Politik ist noch nicht sehr demokratisch. Die mächtigen EU Kommissare werden von den nationalen Regierungen geschickt. Wir werden nicht gefragt, ob wir Verheugen oder jemanden anders als EU Kommissar haben wollen. Da dürfen wir nicht mit drüber abstimmen. Das machen die Regierenden unter sich aus.

Und auch ansonsten kommt einem vieles in der EU sehr obskur vor, wenn dort verhandelt wird. Gibst du mir mehr Milchqoute bekommst du mehr...usw.
Ist das Demokratie die vom Volke aus geht?

Wahlpflicht, ja oder nein?
Bestrafung bei Nichtwahl? Manche erträumen sich vielleicht gar 99,9 % Wahlbeteiligung, aber das hatten wir ja schon.
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08.06.2009 um 05:55 Uhr

Gast Spam Kommentare gelöscht

Stimmung: gut

Spam Kommentare können nerven.
Schrieb vor drei Tagen jemand auf seiner Seite. Fragte wie die anderen dagegen vorgehen, welche Programme sie einsetzen, damit der Spam rausgefiltert wird.

Die Erfahrungen waren sehr unterschiedlich, manche schrieben, sie bekommen pro Tag hundert Spamkommentare, andere wieder garkeine.

Ich schrieb, dass Blogigo mit dem Captcha für Gastkommentare gegen Spam vorsorgt und ich Gastkommentare freigeschaltet habe.
Bis auf seltene Ausnahmen, so gut wie noch nie Spamkommentare hatte.

Hätte ich wohl nicht sagen sollen.;-)
Denn gestern morgen hatte ich 18 Spamkommentare, die vieleicht lustig sein sollten, es aber nicht wirklich waren.
Von einem "Gast" der sich mal Hase666, dann Teufel333 etc. nannte und Kommentare schrieb, die, hätte ich sie nicht bemerkt, aufgrund ihres Inhaltes, vielleicht zur Schliessung meines Blogs hätten führen können. Da sie den Blogigo AGB's nicht entsprachen.

Ja, jetzt habe ich auch Kommentare gelöscht. Gastkommentare, und das gleich 18 Stück von ein und demselben Gast, der sie unter 8 verschiedenen Nicks, in drei verschiedenen alten Einträgen schrieb.

NicciPain wird jetzt sagen:"siehste, ich weiss schon weshalb ich die Kommentare erst freischalte, bevor sie erscheinen.;-))"
So leid es mir tut für Gäste, ich habe aufgrund dessen, Gastkommentare zwar noch zugelassen, aber erscheinen werden sie erst nach Freigabe.
Kann dann allerdings etwas dauern.
Schade wenn viele darunter leiden müssen, weil einer sich unvernünftig verhält und den Blog vollspammen will.

Gestern am Sonntag, teils auch schon am Samstag, war Blogigo für mich extrem hakelig. Bekam beim Seitenaufruf dauernd die Meldung, "kann keine Verbindung herstellen", so dass mir das bloggen und kommentieren bei euch fast unmöglich war.
Hattet ihr dieses auch, oder lag es an meiner Mobilfunkverbindung?
Andere Seiten die nicht von Blogigo waren, liessen sich allerdings problemlos aufrufen.
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06.06.2009 um 15:58 Uhr

Innenminister wollen Killerspielverbot

Stimmung: gut

Die Herstellung und Verbreitung von sogenannten "Killerspielen" soll möglichst noch vor den Bundestagswahlen verboten werden.
Dieses fordert die Innenministerkonferenz.
Die Innenminister von Rheinlandpfalz und NRW lehnen dieses ab, sind strikt gegen diese Gesetzesinitiative.

"Durch Killerspiele sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt. Amokläufer haben sich vor ihren Taten immer wieder mit solchen Spielen beschäftigt."
"Eine Konsequenz aus Winnenden kann nicht nur eine Verschärfung des Waffenrechts sein."
Zitate: Uwe Schünemann
( CDU Innenminister Niedersachsen)

Gibt es bald kein WOW mehr? Oder die Ballerspiele bei denen auf Raumflotten geschossen wird? Denn immerhin könnten in den abgeschossenen Raumgleitern menschenähnliche Wesen sein.

Artikel in der Welt über die Innenministerkonferenz.

Die SPD will die Internetzensur ausweiten.

Wiefelspütz, Innenexperte der SPD hat mal wieder zugeschlagen. in der Berliner Zeitung verkündete Wiefelspütz zum Thema Zensur und Stopseiten im Internet::

"Natürlich werden wir mittel- und langfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden."

Begehrlichkeiten aller Orten. Kinderpornografie im Netz wird nicht abgeschaltet sondern hinter einem Stopschild versteckt, damit sie als Vehikel für andere Netzsperren weiterhin dienen kann.

Nunja, morgen sind Europawahlen, da könnt ihr Wiefelspütz SPD und von der Leyen CDU indirekt wählen und in ihrem Vorhaben bestärken. .
Oder eben auch nicht.
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06.06.2009 um 15:04 Uhr

Amazon Partner der NPD

Stimmung: gut

Amazon.de nimmt NPD ins Partnerprogramm.
Die NPD braucht Geld, Amazon gibt es ihnen.
In dem Amazon sich zum Partner der NPD macht, deren Bücher zur "Judenfrage" Hess und der Glorifizierung der Waffen SS ins Programm nimmt.
Die Nachfrage ist da, und wir verkaufen die Bücher, sagte ein Amazonsprecher.

So verdient die NPD an den Buchprovisionen durch Amazon..
Geld scheint für Amazon nicht schmutzig sein zu können.

Aufgedeckt wurde dieser Amazon Deal durch den Brandenburger Verfassungsschutz.
Wenn Amazon die Partnerschaft nicht kündigt, muss man die Firma boykottieren"
Zitat: Walter Momper

So kann man schnell als Partner von Amazon oder Käufer bei Amazon zum Mitpartner und Unterstützer der NPD werden.
Eine Hand wäscht die andere.
Zum Glück gibt es ja auch noch andere Buchhändler und Buchläden, die die NPD nicht finanziell als Partner unterstützen.
Dabei hat Amazon doch in seinen Partnerkriterien stehen, dass nur Partner werden kann, wer keine rassistischen oder Volksverhetzenden Äusserungen macht.
Aber Geld stinkt ja bekanntlich nicht.
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05.06.2009 um 14:33 Uhr

Montaigne zur Schulbildung

Stimmung: gut

Von der Schulbildung
und vom Stand und Beruf ist der Wert eines Menschen ganz gewiss nicht abhängig.

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

Ein schönes Wochenende, selbst wenn das Wetter nicht so prickelnd aussieht, wünscht euch
sternenschein
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04.06.2009 um 16:43 Uhr

Die armen Schafe

Stimmung: gut

Die Schafskälte.
Sie kommt fast jedes Jahr. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 89 % kann mit einem Kälteeinbruch um den 11. Juni herum gerechnet werden.
In diesem Jahr kam die Schafskälte schon am 03. Juni.
Hatte es wohl eiliger als gewohnt.

Vielleicht auch gerade aufgrund der warmen Tage im Mai. Denn diese Sommermonsun Wetterlage entsteht dadurch, dass sich die Landmassen schneller erwärmen als das Meereswasser.
Durch die Temperaturunterschiede bilden sich Tiefdruckgebiete die polare Kaltluft zu uns führen.

Nun frage ich mich, wieso die Schäfer ihre Schafe immer schon vor diesem Kaltlufteinbruch scheren?
Denn daher stammt der Name Schafskälte.

Nackt wie sie dann sind, mussen die geschorenen Schafe bitterlich frieren.
Würden wir wohl auch, wenn man uns an diesen Tagen der Kleidung berauben würde.
Arme Schafe.

Könnte man nicht mit dem scheren der Schafe bis nach dem 20. Juni warten? Dann bräuchten die armen Viecher nicht mehr so zittern.
Und wir? Wir müssten uns dann einen neuen Namen für die Schafskälte ausdenken, denn mit ihrer dicken Wolle würde der Kälteeinbruch den Schafen nichts mehr ausmachen.

Ja, es ist kühl geworden.
Merkte ich gestern als ich einkaufen fuhr.
Bin zwar kein Schaf, aber auf dem Roller fror ich trotzdem. War wohl nicht so gut.
Denn als ich zurückkam hatte ich urplötzlich eine laufende Nase. Hatschi!
Dabei hatte ich im Supermarkt das Schweinemett garnicht angeschaut, somit war Schweinegrippe auszuschliessen.. ;-)
Was für ein Glück.
Am Wochenende soll es wieder wärmer werden, allerdings unbeständig bleiben.
Schaun wir mal und denken an die geschorenen Schafe. .
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03.06.2009 um 15:51 Uhr

Manchmal ist Adoption wirklich besser

Wenn Mütter ihr Kind nicht lieben können.
Dann ist es scheinbar wirklich manchmal für das Kind besser, wenn sie es zur Adoption freigeben.

Nicht jede Mutter empfindet automatisch Mutterliebe gegenüber ihr Kind.
Problematisch ist es, wenn die Mutter das Kind erst einen Tag nach Geburt zu sehen bekommt.
Wenn das Kind lange im Brutkasten liegt oder auch wenn es ein Schreikind ist. Die Mutter nachts nicht schlafen kann.

All dieses kann sich wohl auf die Mutter-Kind Bindung schädlich auswirken.

Er ist zwei Jahre alt, ihr Sohn.

In den ganzen zwei Jahren wurde er noch niemals gestreichelt oder geküsst von der Mutter.
Nicht liebgehalten, niemals getröstet.
Sie ging nicht mit ihm auf den Spielplatz, kaufte ihm keine schönen Dinge. Er bekommt nicht auf auf der kleinsten Art Liebe von den Eltern.
Noch nie wurde ihm eine Gute Nacht Geschichte erzählt, kein Gute Nacht gesagt.
Wenn die Mutter sich ein Eis kauft, der kleine Junge muss zusehen und weinen. Sie isst das Eis vor seinen Augen alleine.
Ein trauriges Kinderleben, ein sehr trauriges.

Nein, es soll ihm nicht gut gehen, er soll keinen Spass haben, sagt seine junge Mutter, die von ihm als das "Biest" spricht, und meint, wenn sie abends vor Verzweiflung weint, "Er will nicht, dass es mir gut geht. Er zerstört mein ganzes Leben."

Ja, sogar Mordgedanken hat sie manchmal.
"Wenn wir beim schwimmen sind pass ich einmal freiwillig nicht auf und schwups bin ich ihn los und es war ein Unfall".

Manchmal ist es für ein Kind wohl wirklich besser, wenn die Eltern es zur Adoption freigeben.
So wie in diesem Fall,
in dem sie mit 18 Jahren ihr Kind bekam, sich total überfordert fühlt und selbst unter der Situation und wohl auch ihren Gedanken leidet.

So sehr leidet, dass sie in ihrer Verzweiflung, Mitte 2007, an das Kummerkastenteam eine Mail schrieb:
Hilfe Ich hasse mein Kind *klick*
und um Rat bat.
Ihr Brief, ihre Schilderungen lassen mich nicht los. Ich hoffe, sie hat inzwischen einen guten Weg für sich und ihren Sohn gefunden, der beiden gerecht wird.

Klar, sie ist wohl egoistisch, vielleicht auch selbstsüchtig auf eine Art. Aber auch sehr hilflos, als Mutter die sie garnicht sein wollte. Als Mutter, die im Grunde selbst noch ein Kind sein wollte.

Und das schlimmste ist, auf einer, auf ihrer Art, kann ich sie sogar ein wenig verstehen. Wenngleich ich nicht so denken oder handeln könnte.

Lest euch ihren Brief bitte mal durch und sagt was ihr darüber denkt.
Wenn Mütter nicht lieben können.
Danke.
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03.06.2009 um 05:22 Uhr

Vogels Sang

von: sternenschein   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Elfchen, Gedicht, Vogel, Tag, begruessen

Ein
Vogel singt
in Baumesgrüner Höh
dem jungen Tag erwartungsvoll
entgegen.

Musste doch auch mal ein Elfchengedicht schreiben.
Elfchen sind Texte mit 11 Wörtern, die sich nicht reimen müssen.
In der ersten Zeile 1 Wort,
in der 2.Zeile zwei,
in der dritten 3,
in der vierten 4 Wörter,
und in der fünften Zeile wieder ein Wort.

Eine gute Idee wie ich finde, geklaut bei:
SerenasGedanken

Inwiefern ein doppeltes oder dreifaches "Elfchen" jetzt geschummelt ist, weiss ich nicht.
*lach* Auf alle Fälle muss ich noch üüüben!
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02.06.2009 um 17:16 Uhr

Erkannt

von: sternenschein   Kategorie: Politisches   Stichwörter: Politik, Karl, Heinz, Deschner, beissend, Worte

Stimmung: gut

Politik ist die Kunst,
für viele möglichst wenig und für wenige möglichst viel zu tun.

Staat: ein Riese,
den Zwerge kommandieren; die unanständige Art weniger, auf Kosten aller zu leben.

Zitate: Karlheinz Deschner

Diese beiden "bissigen" Zitate Deschner's bringen unsere momentane Situation auf den Punkt.
Ich mag Deschner's Aphorismen, sie sind oftmals so treffend, egal zu welchem Thema er etwas sagt.

Karlheinz Deschner
Bissige Aphorismen
ISBN 3-499-22061-X
.

01.06.2009 um 16:21 Uhr

Sonnenschein und Sommeranfang

Stimmung: gut

Heute ist Pfingstmontag, der 1.Juni.
Meteorologischer Sommeranfang.
Als hätte das Wetter es gewusst, wunderbarer Sonnenschein heute, jedenfalls hier.und...27 Grad im Schatten..


Den kalendarischen Sommeranfang gibt es allerdings erst am 21.06.09. Mir langt schon der meteorologische heute.

Da über Google jemand fragte, ob wir die richtige oder die Sommerzeit haben. Nein, wir haben nicht die "richtige" Zeit. Es ist Sommerzeit. Unsere Uhr geht so gesehen im Moment eine Stunde vor.

Die Venus ist als Morgenstern zu sehen, der Jupiter geht immer früher auf. Zur Zeit um 1.45 Uhr.
Seine 63 Monde können wir nicht sehen, aber mit einem guten Fernglas vielleicht schon seine vier grössten Monde.
Ich habe sie früher oft und gerne durch ein Teleskop beobachtet. Fand es faszinierend die Jupiterscheibe nebst seinen Monden zu sehen, die wie an einem Band neben ihm standen.

Was gibt es noch?
Die Stachelbeeren werden grösser, Johannisbeeren auch, sind aber noch grün. Schmetterlinge und Libellen geniessen das Sonnenlicht. Grüne Laubfrösche sitzen auf den Algen im Teich. Schauen mich an, wenn ich vorbeikomme. Tauchen dann entweder ab, oder lassen nur noch ihren Kopf aus dem Wasser herausschauen.
Glühwürmchen sah ich dieses Jahr noch nicht, aber auch sie werden noch kommen.
Sommerzeit. Eine schöne Zeit, Zeit des grillens, des liegen am Badesee, des draussen sitzen und die Natur geniessen.

Zeit der Kleider und der Abibälle. ;-)
Sicherlich für einige Mädchen und junge Frauen total ungewohnt, wenn sie bisher nur Jeans getragen haben. Eine grosse Umstellung. Vielleicht auch ein Gefühl der Unsicherheit, des ungewohnten.
Frage mich, ob es irgendwann eine Zeit geben wird, in der es normal sein wird, als Frau auch in Jeans zum Ball zu gehen? In der Kleider nur noch eine Remizenz und ein Gedanke an vergangene Zeiten sein wird?
Ähnlich der bunten Kittelschürzen die Frauen früher häufig zu Hause trugen. Wer trägt die heute noch? Wird das kleine rote oder auch schwarze genauso aus der Mode kommen?

Sommerzeit, eine schöne Zeit, diese wünsche ich euch.
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