Gedanken oder Fragen

03.06.2009 um 15:51 Uhr

Manchmal ist Adoption wirklich besser

Wenn Mütter ihr Kind nicht lieben können.
Dann ist es scheinbar wirklich manchmal für das Kind besser, wenn sie es zur Adoption freigeben.

Nicht jede Mutter empfindet automatisch Mutterliebe gegenüber ihr Kind.
Problematisch ist es, wenn die Mutter das Kind erst einen Tag nach Geburt zu sehen bekommt.
Wenn das Kind lange im Brutkasten liegt oder auch wenn es ein Schreikind ist. Die Mutter nachts nicht schlafen kann.

All dieses kann sich wohl auf die Mutter-Kind Bindung schädlich auswirken.

Er ist zwei Jahre alt, ihr Sohn.

In den ganzen zwei Jahren wurde er noch niemals gestreichelt oder geküsst von der Mutter.
Nicht liebgehalten, niemals getröstet.
Sie ging nicht mit ihm auf den Spielplatz, kaufte ihm keine schönen Dinge. Er bekommt nicht auf auf der kleinsten Art Liebe von den Eltern.
Noch nie wurde ihm eine Gute Nacht Geschichte erzählt, kein Gute Nacht gesagt.
Wenn die Mutter sich ein Eis kauft, der kleine Junge muss zusehen und weinen. Sie isst das Eis vor seinen Augen alleine.
Ein trauriges Kinderleben, ein sehr trauriges.

Nein, es soll ihm nicht gut gehen, er soll keinen Spass haben, sagt seine junge Mutter, die von ihm als das "Biest" spricht, und meint, wenn sie abends vor Verzweiflung weint, "Er will nicht, dass es mir gut geht. Er zerstört mein ganzes Leben."

Ja, sogar Mordgedanken hat sie manchmal.
"Wenn wir beim schwimmen sind pass ich einmal freiwillig nicht auf und schwups bin ich ihn los und es war ein Unfall".

Manchmal ist es für ein Kind wohl wirklich besser, wenn die Eltern es zur Adoption freigeben.
So wie in diesem Fall,
in dem sie mit 18 Jahren ihr Kind bekam, sich total überfordert fühlt und selbst unter der Situation und wohl auch ihren Gedanken leidet.

So sehr leidet, dass sie in ihrer Verzweiflung, Mitte 2007, an das Kummerkastenteam eine Mail schrieb:
Hilfe Ich hasse mein Kind *klick*
und um Rat bat.
Ihr Brief, ihre Schilderungen lassen mich nicht los. Ich hoffe, sie hat inzwischen einen guten Weg für sich und ihren Sohn gefunden, der beiden gerecht wird.

Klar, sie ist wohl egoistisch, vielleicht auch selbstsüchtig auf eine Art. Aber auch sehr hilflos, als Mutter die sie garnicht sein wollte. Als Mutter, die im Grunde selbst noch ein Kind sein wollte.

Und das schlimmste ist, auf einer, auf ihrer Art, kann ich sie sogar ein wenig verstehen. Wenngleich ich nicht so denken oder handeln könnte.

Lest euch ihren Brief bitte mal durch und sagt was ihr darüber denkt.
Wenn Mütter nicht lieben können.
Danke.
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03.06.2009 um 05:22 Uhr

Vogels Sang

von: sternenschein   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Elfchen, Gedicht, Vogel, Tag, begruessen

Ein
Vogel singt
in Baumesgrüner Höh
dem jungen Tag erwartungsvoll
entgegen.

Musste doch auch mal ein Elfchengedicht schreiben.
Elfchen sind Texte mit 11 Wörtern, die sich nicht reimen müssen.
In der ersten Zeile 1 Wort,
in der 2.Zeile zwei,
in der dritten 3,
in der vierten 4 Wörter,
und in der fünften Zeile wieder ein Wort.

Eine gute Idee wie ich finde, geklaut bei:
SerenasGedanken

Inwiefern ein doppeltes oder dreifaches "Elfchen" jetzt geschummelt ist, weiss ich nicht.
*lach* Auf alle Fälle muss ich noch üüüben!
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