Gedanken oder Fragen

03.07.2009 um 15:36 Uhr

Mitblogger Frau Mausekind und Galahad

Manches beschäftigt einen sehr lange, wenn man es liest.
Mich beschäftigt heute der Artikel von Frau Mausekind.

Da lese ich schon so lange Frau Mausekind ihren Blog. Sie hat es nicht immer leicht gehabt, damals, in ihrer Tannenbaumbeziehung.
Es begann eine neue Beziehung. Anfangs fragte sie sich noch, soll ich oder nicht.
Auch diese neue Beziehung hatte Anfangs ihre Tücken und Stolperfallen, was sich aber letztendlich regelte und wohl einpendelte.
Zu unserer aller Überraschung wurde Frau Mausekind plötzlich schwanger, nachdem sie das "Feta Kind" gesehen hatte. Wurde das was sie nie sein wollte, eine Blogmutti, die ihre Freude über das in ihr wachsende Leben mit uns teilte.

Und nun der Schock.
Frau Mausekind freute sich auf die Untersuchung bei dem Gynäkologen, wollte endlich wissen, wird es ein Junge oder ein Mädchen.
Der Arzt sagte: " Da gibt es ein kleines Problem" Das Kind in ihr hat eine Zyste, kann Leber Niere und Herzen schaden. Würde wohl, wenn überhaupt, nur schwerstbehindert auf die Welt kommen.
Jetzt sollte sich Frau Mausekind noch eine zweite Meinung einer Klinik einholen.
Dann wahrscheinlich eine Tablette schlucken, mit der sie das kleine, 15 Centimeter grosse, Leben in sich tötet, um anschliessend die Geburt des toten Kindes einleiten zu können.

Eine furchtbare Vorstellung für mich, aber noch viel mehr für Frau Mausekind.

Sie fragt sich
"Erbringe ich meinem Kind nicht die gebührende Ehre, wenn ich nicht 24 Stunden am Stück heule?
Wie trauert man richtig?"

Über alles musste ich lange nachdenken.
Es würde mir wohl unsagbar schwer fallen, diese Tablette zu nehmen, die das Kind tötet.
Und ich würde wohl, so lange das Kind lebt, versuchen nicht zu trauern, gut zu dem Kind sein, damit es einen letzten schönen Tag hat, bevor es gehen muss. Denn ich denke es würde die Trauer wohl miterleben.
Wenn es mir schon so geht, dass ich es mir kaum vorstellen kann, es aber als Mann wohl nicht so wie eine Frau empfinden kann, wie geht es dann erst der Frau Mausekind.
Ja, ich denke heute an dich, Frau Mausekind.
Und wünsche dir ganz viel Kraft dieses alles zu überstehen.

Frau Mausekind Eintrag "Der Sarkasmus stirbt zuletzt"

Noch etwas was garnicht zu dem vorangegangenem passt, aber auch einen Mitblogger betrifft.

Unser Danny ist jetzt echter Staatsbürger der USA geworden. Ein waschechter Ami also.
Er hat den Einbürgerungstest glorios bestanden.
Woran ich nie gezweifelt hatte.
Hätten sie ihn nicht genommen, so wären die Staaten um eine Errungenschaft ärmer, so ist es jetzt Deutschland, welches etwas ärmer geworden ist.
Meinen Glückwunsch Galahd.

Irgendwie musste ich auch bei beiden Einträgen an diese merkwürdige These denken, "Ein Blogger muss gut lügen können um zu bloggen ".
Diese Einträge von Frau Mausekind und Galahd beweisen genau das Gegenteil. Und gerade dieses mag ich hier an Blogigo und den Mitblloggern.
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03.07.2009 um 10:55 Uhr

Hafengeschichte

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Hafen, Heimathafen, See, Schiff, rauhe, Sturm, anker

Stimmung: gut

Gerade eben habe ich die Mail an dich abgeschickt.
Leicht in Gedanken versunken denke ich jetzt:

"Lass mich dein Hafen sein."
Wenn der Sturm mal wieder tobt,
die hohen Wellen dich zu verschlingen drohen.
Geh bei mir vor Anker bis der Wind sich legt.
Die See ruhiger wird.
Du wieder hinausfahren kannst aufs offene Meer.
Lass mich dein Hafen sein.

Lass mich dein Hafen sein.
bei schönem Wetter einfach nur mal so.
Um Klarschiff zu machen,
die ruhigen Tage an Land geniessen
Bevor es wieder in die tobende See hinausgeht.
Lass mich dein Hafen sein, dein Heimathafen.

Ich bin am Wasser, mit dem Wasser aufgewachsen. Ebbe und Flut, sie kamen und gingen.
Grosse Schiffe, kleine Schiffe kamen und gingen.
Schaute als Kind welchen Namen die Schiffe trugen, aus welchem Heimathafen sie kamen.
"Heimathafen".
Welch ein tolles Wort.
Manche waren lange fort, ein Jahr oder mehr, aber irgendwann kamen sie wieder in ihrem Heimathafen an. Vollbeladen mit Dingen aus anderen Ländern, von anderen Kontinenten.
Blieben dann einige Tage in ihrem "Heimathafen", manchmal auch zur Überholung oder für einen Neuanstrich.
Heute ist alles schnelllebieger, sie bleiben nur noch kurz, ob Heimathafen oder nicht.
Fast wie die Menschen heute.

Lass mich dein Hafen sein.
Ich weiss auch nicht warum, aber ich bin gerne Hafen. War es auch schon immer. Mal länger, mal kürzer, mal für immer, mal Hafen, und mal Heimathafen
Auch wenn ich vielleicht selbst mal einen Hafen bräuchte. Nur so dringend war es noch nie, da ich mein eigener Heimathafen bin, in mir zu Hause.
Den lasse ich mir auch nicht nehmen, nehme ihn überall mit hin.. Meinen ganz eigenen Instant Heimathafen für überall und alle Fälle..

Aber für dich:
Lass mich dein Hafen sein.
Der Anker und Liegeplatz ist noch frei.
Und wenn du sagst, hiss die Segel, Bootsmann, das offene Meer liegt vor uns, der Wind steht gut. Dann lasse ich dich wieder hinausfahren aufs offene rauhe Meer.
Weiss aber ich bleibe dein Hafen, dein Heimathafen.
Lass mich dein Hafen sein.

Wenn ich dann höre
Helgoland SW 3
Faroer NW 7
Skagerack W 4
Boddengewässer SO 3
Dann weiss ich, du bist irgendwo da draussen, wirst irgendwann wieder bei mir anlegen. Wenn die See zu rauh wird.
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