Gedanken oder Fragen

17.09.2009 um 21:24 Uhr

Mehr Autos ...

Stimmung: gut

Wir haben mehr Autos produziert als Kinder.
Wir haben fast mehr Autos als Menschen.


Zitat: aus einer Phoenix Doku zum Ende des Erdöls.

Diese Aussage mag plakativ sein.
Doch einige Gedanken drängen sich mir dabei auf.

Nimmt die Gebrutenrate ab, wenn die Autoproduktion zumimmt?

Opfern wir nicht immer mehr Platz den Autos, indem wir unseren Kindern diesen Platz zum Leben wegnehmen?

Was sind uns die Kinder wert?
Was sind uns die Autos wert?

Politisch gesehen ist diese Frage eindeutig beantwortet. Für die Abwrackprämie ist viel Geld vorhanden.
Für die Kinder eher nicht. Da wird in Schulen und Kindergärten sowie bei den Jugendeinrichtungen gespart wo es nur geht.

Was ist für das Image eines Menschen bei uns wichtiger, die Anzahl und Grösse seiner Autos oder die Anzahl seiner Kinder?

Merkwürdige Fragen, doch sollten sie gestellt werden.
Denn viele könnten sich wohl eine Welt ohne Kinder vorstellen, aber kaum eine Welt ohne Autos.

Was ist uns wichtig?
-

17.09.2009 um 18:43 Uhr

Amoklauf in Ansbach ohne Schusswaffe

Wie ich gerade bei
Hedera lese
Polizei stellt Amokläufer in Schule


fand in einer Schule in Ansbach ein Amoklauf eines 18 jährigen statt.
Er war bewaffnet mit einer Axt und Brandsätzen.
Etliche Schüler der 8. Jahrgangsstufe wurden zum Teil schwer verletzt.

Viele sagten nach Winnenden, Amokläufe lassen sich durch ein Schusswaffenverbot nicht verhindern.
Man kann Menschen auch mit anderen Waffen töten und verletzen.

Nüchtern betrachtet kann man sagen, zum Glück hatte dieser Amokläufer keine Schusswaffen, so wie der Täter von Winnenden, dem nach Spon Meldungen der Vater sogar die Munition zu dem Amoklauf gekauft haben soll. Nachdem der Händler sich weigerte dem Jungen, wegen dessen Alters, diese zu verkaufen.

Nein, dieser Täter in Ansbach hatte "nur" eine Axt und Brandsätze. Schlimm genug.
Aber dennoch gab es hier in Ansbach , im Gegensatz zu Winnenden, keine Todesopfer unter den Kindern. Auch wenn etliche mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Mit einer Schusswaffe des Täters, hätte wohl auch dieser Amoklauf Tote gefordert.

Weiter festzuhalten bleibt auch die Verunsicherung, das erlebte Trauma der Opfer und derer die dabei gewesen waren, diese Tat miterleben mussten.
Die tiefe Verunsicherung in ihnen durch dieses Geschehen.

Wie sollen sie, wenn sie wieder gesund sind, ihre Schullaufbahn zu Ende bringen, ohne immer wieder diese Verunsicherung zu spüren?

Wie sollen sie später ihre Kinder zur Schule gehen lassen, ohne diese Ängste zu spüren, die sie selbst erleben mussten?

Und dieses nicht nur bei den direkten Opfern und Beteiligten des Geschehen.
Nein, auch in der Gesellschaft allgemein, bei den Müttern und Vätern sowie Schülern macht sich Verunsicherung breit, entstehen Ängste durch solche Vorfälle.

Misstrauen und Verunsicherung durchdringt unsere Gesellschaft bei Meldungen wie dieser oder der von dem Münchener S Bahn Toten, der von Jugendlichen erschalgen wurde.

Verunsicherung anstelle von einem Gefühl der Sicherheit und des Grundvertrauens.

So etwas kann eine Gesellschaft auflösen.

Das ist der wahre Terrorismus, der Terrorismus von innen. Er ist viel schlimmer und nachhaltiger als der Terror durch Al Kaida und den Talibans. Es ist ein Terrorismus der von innen kommt, der jeden treffen könnte.

Gegen diesen Terror sollte der Kampf geführt werden, viel mehr, als gegen den Terror von aussen.

Näheres über den Amoklauf von Ansbach findet ihr, wenn ihr den Link oben zu Hedera anklickt.
-