Gedanken oder Fragen

20.11.2009 um 11:05 Uhr

Der Liebe verfallen

von: sternenschein   Kategorie: Liebe und Emotionen   Stichwörter: Liebe, Filme, Romane, verfallen, romantisch, Leben

Der Liebe verfallen, bin ich nicht.;-)
Jedenfalls zur Zeit nicht in des Wortes Sinne.
Jedoch kenne auch ich diesen Zustand recht gut.

Die Welt scheint eine andere zu sein, im Zustand der Verliebtheit. Dieses Gefühl mehr und klarer zu sehen, voller Ideen zu sein. Gerade so, als würde man alles aufnehmen, kreativer als sonst sein.
Naja, kurz gesagt, ein Gefühl als würde man durchs Leben schweben, grenzenlos.
Und dabei vielleicht doch in Wirklichkeit eingeengt in der Wahrnehmung, die extrem fokussiert ist auf den geliebten Menschen. Dingen Werte und Beachtung zuordnet, die sonst kaum beachtet werden würden.
Wer kennt solche Phasen des Lebens und der Liebe nicht?

"Der Liebe verfallen."
Ein Filmtitel, in dem Er Sie in einer Buchhandlung sieht, sich verliebt. Sie sich auch in ihn. Und gerade, kurz vor Weihnachten, als er zu ihr fahren will, schliesst sich vor ihm auf der Strasse die Bahnschranke.
Schicksal. Diese Minuten entscheiden darüber, dass er sie nicht wiedertreffen wird.

Liebesfilme und Liebesromane, mal mit Happyend, mal ohne. Aber doch meistens schön. Zeugnis tiefer Gefühle voller Romatik.
Egal ob in "Stadt der Engel", die Liebe sogar über ein himmlisches Engeldasein siegt, und doch tragisch endet, oder "Brücken am Fluss", auch grosse Liebe und kein Happyend, nur noch ein letzter Blick, als sie mit ihrem Mann an ihm ein letztes Mal vorbeifährt.

Liebe zwischen Menschen, die sich nicht kennen und dennoch lieben, wie in "Schlaflos in Seattle".
Liebe zwischen Menschen, die meinten sie liebten sich nicht, wie in "Sally und Harry".
Nebenbei gesagt, "Als du schliefst" mit Sandra Bullock als Fahrkartenverkäuferin fand ich auch total schön und sooo romantisch.

Filme voller Liebe und Romantik.
Verstellen sie uns das wirkliche Bild aufs Leben, auf die Liebe. Gaukeln sie uns etwas vor, was es vielleicht garnicht gibt?
Endlose Sehnsucht, Romantik und ewige Liebe.
Gaukeln sie uns etwas vor, so dass sie die Erwartungen an die Liebe in uns zu hoch schrauben. Unsere Lieben, mit denen die wir durch Filme im Kopf haben, vergleichen lassen und dabei merken sie wird unseren inneren Ansprüchen nicht gerecht.

Hindern diese Vorstellungen von der Liebe uns vielleicht sogar daran real zu lieben, da wir auf etwas anderes, etwas höheres warten? Auf das ganz grosse, das wirklich wahre, was unseren Vorstellunngen entspricht.

Laufen wir da irgend etwas hinterher, was garnicht gibt. Sich nur in unserern Köpfen befindet, ohne jemals wahr werden zu können? Weil das Leben eben anders ist, nunmal kein Holllywood Film ist?

Aber bestimmen wir nicht selbst, was und wie Liebe ist. Bestimmen wir nicht selbst darüber, ob es die ewige Liebe bis ans Ende aller Tage gibt?
Liegt es nicht immer an uns selbst, was wir daraus machen?
Aus der Liebe.
Aus dieser, aus unserer Liebe.
Oder ist es wrklich besser, von Anfang an vom "Lebensabschnittspartner" zu sprechen, von der Liebe auf Zeit und ohne Garantie. Praktisch schon mit dem Stempel des Verfallsdatums versehen.
Selbst wenn das Leben oftmals dieser Version nahe kommt.
Wollen wir es wirkich, diese Zeitliebe, oder suchen wir doch eher das tiefe, das unendliche über alles hinausgehende und ja, vielleicht auch das romantische?
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