Gedanken oder Fragen

07.01.2010 um 17:53 Uhr

Fuchs im Garten

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Fuchs, Garten, Gaense, Schnee, Äpfel, Meister, Reinicke, Katzen

Heute sah ich ihn aus dem Küchenfenster..
Den Fuchs, im Garten. Meister Reinicke lief durch den Schnee, schnüffelte mal hier mal dort. Besonders an den gefrorenen Äpfeln die unter dem Apfelbaum am Boden liegen.
Fast doppelt so gross wie der Kater ist der Fuchs mit seinem langen buschig braunen Schwanz.
Irgendwie tat er mir leid, wie er im Schnee schnüffelte, sicherlich hatte er Hunger bei der Kälte.
Und so ein ganz persönlicher Gartenfuchs wäre ja auch etwas.
Ja, wenn da nicht meine Gänse wären.

Nun ist das Gänsepaar fast doppelt so hoch wie der Fuchs, aber dennoch kann er ihnen gefährlich werden, wie ich leidvoll erfahren musste. Hühnern wohl sowieso.

So öffnete ich das Fenster, rief etwas. Der Fuchs schaute zu mir her, bevor er sich langsam davontrollte, gemächlich über das Feld wieder verschwand.

Nein, meine beiden Gänse soll Meister Reinicke nicht bekommen. Zumal der Teich langsam zufriert und sie auf dem Wasser dann auch nicht mehr so die Fluchtmöglichkeit vor diesem tierischen Killer haben.

Die Spuren an den am Boden liegenden Äpfeln waren neu.
Nun frage ich mich, ob Füchse auch Obst fressen, oder ob es das Kaninchen war, dessen Spur Meister Reinicke verfolgte.

Die Katzen lassen sich vom Fuchs scheinbar nicht sonderlich stören. Erklärt allerdings eventuell das laute Herumgetobe manchmal in der Nacht vor meinem Küchenfenster, wenn der Fuchs sich vielleicht auch ein wenig am Katzenfutter laben will.
Ob er jetzt der Hühnermörder der letzten Zeit war, ich weiss es nicht.
Ein hübsches Tier ist er ja, der Fuchs.
..

07.01.2010 um 04:28 Uhr

Minus 18 Grad um 4:00 am 07.01.10

Um 21 Uhr waren es schon -16 Grad hier im Osten von Niedersachsen. Jetzt, um 4 Uhr sind es
lockere -18,5 Grad. Vielleicht wird hier ja die -20 Grad Marke noch geknackt?

Der Halbmond scheint über schneebedecktes Land, Sterne sind zu sehen und es ist* ähm* ein wenig kühl kann man sagen. Jedenfalls nicht sonderlich warm.
Den ganzen Tag über blieben die Temperaturen schon unter - 10 Grad, trotz Sonnenschein.

Eisblumen an der Fensterscheibe sind ja auch Blumen. Trotz heizen wird es drinnen nicht wirklich wärmer, manchmal sogar kälter.
Aber dennoch, selbst bei 10 Grad am Bett ist es immerhin noch 28 Grad wärmer als draussen, also fast schon heiss zu nennen.;-)

Nach minus 16 Grad der letzten Nacht , ist es heute dann, für hier, die kälteste Rekordnacht dieses noch jungen Jahres.
Scheint so als würde es weniger Insekten, Mücken etc. in diesem Jahr geben werden.
Ich bin mir sicher, einige von euch werden diese Minusgrade aber noch toppen können, oder? Dann mal schauen was mit den angekündigten Schneefällen am Wochenende werden wird.
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06.01.2010 um 15:38 Uhr

Mein Schiller des Tages

Es ist ja die allgemeine Quelle
der menschlichen Klagen,
dass ihnen die Hirngespinste der Zukunft den Genuss des Augenblickes rauben.

Zitat: Friedrich Schiller
( In einem Brief an Körner, Leipzig, 7.5.1785 )

Schiller nennt es Hirngespinste, unsere Angst und Bedenken die die Zukunft betreffen.
Und es sind Hirngespinste, denn niemand vermag in die Zukunft zu sehen. Gut, wir können Folgen abschätzen, mehr als ein Abschätzen ist es aber nicht.
So wird Schiller es aber wohl nicht gemeint haben.
Eher meinte er wohl, wenn heute etwas gut und schön ist, denkt der Mensch gleich weiter, geniesst das heute nur unter Vorbehalt.
Phantasiert sich schon ein schlechtes Ende in die Zukunft hinein.

Um dann zu sagen, ich habe es ja gewusst.
Manche trauen sich kaum zu lachen oder sich wohlzufühlen, da sie dann denken die "Strafe" folgt sogleich auf dem Fusse..
Übermut tut selten gut, heisst es dann.

Erstaunlich ist auch, dass etliche, wie Schiller es sagt, sich mit Hirngespinsten der Zukunft, den Genuss des jetzt verderben. Im Umkehrschluss aber, wenn das jetzt nicht so toll ist, aber auch dieses nicht tolle in den Hirngespinsten fortschreiben, anstatt sich mit Hirngespinsten an eine gute Zukunft das jetzt zu versüssen, in der Hoffnung auf andere Zeiten.

Es wird zwar oft gesagt: "Alles wird gut" oder "Zeit heilt alle Wun den".
Doch geglaubt wird trotzdem selten daran, dass Zeit alle Wunden heilt. Und selbst wenn es so kommt, wird es meistens nur als eine vorübergehende Besserung aufgefasst, die auch schnell, ganz schnell wieder vorbei sein kann.
Wie sagte Schiller?
"Der Mensch raubt sich mit den Hirngespinsten der Zukunft den Genuss des Augenblickes".
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05.01.2010 um 16:11 Uhr

Wie wir an die Toten denken

Half Llight mit Demi Moore
sah ich letztens spätabends im TV.
Es war ein spannender Fantasy Thriller samt Liebesromanze.
Vielleicht eine etwas schwere Kost zu so später Stunde, dachte ich noch. Doch dann liess ich mich von der Geschichte gefangennehmen.

Eine Krimiautorin verliert ihren Sohn.
Sie tippt an ihrem Manuskript, ihr Sohn kommt ins Zimmer, fragt ob sie Zeit zum spielen hat. "Noch drei Minuten" antwortet sie. Vergisst ein wenig die Zeit.
Ihr kleienr Sohn geht durch die von von ihr nicht abgeschlossene Pforte auf den Bootssteg und ertrinkt.
Sie gibt sich die Schuld an dem Tod ihres Sohnes. Um diese Schuld zu verarbeiten zieht die Autorin auf eine kleine Insel an Englands Küste.
Dort verliebt sie sich in den Leuchtturmwärter.
Nur dieser Leuchtturmwärter, mit dem sie sich im Leuchtturm trifft ist schon lange tot, vor Jahren beging er Selbstmord. Die Dorfbewohner glauben sie sei irre. Zumal ihr Sohn immer irgendwie in ihrer Nähe scheint, sie schützen will.
Spannend und undurchsichtig bis zum Schluss gedreht, mit sehr schönen Landschaftsbildern der englischen Küste und deren Musik unterlegt.

Aber haften geblieben ist mir der letzte Satz aus dem Film:

"Ich glaube die Toten würden wollen dass wir sie sehen wie sie lebten, nicht wie sie sterben."
Nicht wörtliches Zitat aus Half Light

Nun sind die Bilder eines Menschen so eindringlich in uns festgebrannt, so dass sie die Bilder seines Lebens fast verdrängen können.
Und doch ist das sterben eines Menschen nicht das wichtigste in seinem Leben, sondern das Leben ansich wird für ihn das wichtige gewesen sein.
Und an dieses Leben sollten wir uns erinnern, viel mehr als an den Moment des Todes, des Gehens dieses Menschen.
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04.01.2010 um 00:57 Uhr

Winterschaukel

Auf dieser Schaukel schaukelte schon länger  niemand mehr.. 

schneeschaukel 

Nur der Schnee schaukelt im Moment ein wenig hin und her.

Wo ich sonst am milden Abend sass, beim leichten Schaukeln den Glühwürmchen zusah oder 

"Living on a Jetplan" vor mich hinsang.;-) 

winterschaukel 

 

Wo ist bloss mein Weg geblieben?

winterbaum 

 

So sieht es im Moment bei mir aus.

 

Weg 

 

Vielleicht sollte ich mir doch einen Schlitten holen?.;-) 

.  

04.01.2010 um 00:18 Uhr

Schneebilder

Schneebilder vom 03.01. aus Niedersachsen.

Heute schneite es hier bei mir kaum. Aber der Schnee der letzten Tage blieb liegen.

Die Eichen sahen auch schon mal wärmere Tage.

Schneeeichen 

 

Von den Büschen ist nicht mehr viel zu sehen.

Schneepanorama 

 

Und die Äste feiern Karneval. Haben sich weisse Kostüme angezogen.

 

schneeast

Irgendwie gefällt er mir, dieser Winter.

 

02.01.2010 um 15:31 Uhr

Tinkerchel

Als ich 10 Jahre alt war
da gab es noch kein Internet, von Blogs ganz zu schweigen.
Wir spielten viel draussen, bauten uns wunderbare Höhlen.. In diesen Höhlen wohnten wir in Gedanken, versteckten uns dort. Lachten viel, manchmal wurde auch geweint und getröstet, wenn ein Kind von den Eltern geschlagen wurde oder sonstige Probleme hatte.

wir gründeten Geheimbünde, ganz und gar geheime, von denen niemand etwas wissen durfte.

Solch ein äusserst geheimer Geheimbund musste auch einen Namen haben, so nannten wir ihn die "Rote Hand". Natürlich malten wir dieses Hand Emblem überall drauf. War ja äusserst geheim.

Wir malten uns so vieles aus und wir planten. Das Planen war immer am besten.
Wie die Fieselschweifs, die Duck Neffen wollten wir auch jeden Tag eine gute Tat tun. Alten Leuten beim einkaufen helfen, anderen Kindern beistehen und was man noch alles gutes tun konnte.

Nur leider wollten die Älteren oftmals unsere Hilfe nicht, wenn wir ihre Einkaufstasche tragen wollten, da war es mit anderen Kindern beistehen schon einfacher.
Und zum Weihnachtsfest oder Neujahr steckten wir Menschen, von denen wir wussten sie sind alleine, Zettel mit Weihnachts- oder Neujahrswünschen in den Briefkasten. Freuten uns klammheimlich, malten uns ihre erstaunte Reaktion aus.
Ich weiss nicht, vielleicht bekamen sie auch eher Angst wegen der "Roten Hand" als Unterschrift?

Wir spielten draussen, Internet gab es nicht. Unsere Technik bestand aus Dosentelefonen, wo zwischen den Konservendosen ein laaanges Band gespannt war.

Heute gibt es Internet und Blogs, die Kinder spielen lieber an Spielekonsolen, oder sind im Internet und bloggen.

Etliche Schüler der 4. oder 5. Klassen haben hier schon im Rahmen eines Schulprojekts Blogs eingerichtet. Doch wenn das Projekt vorbei war, sie nicht mehr vom Lehrer gezwungen wurden Blogeinträge zu schreiben, dann versandeten diese Blogs auch schnell wieder.

Tinkerchel *klick*
wird jetzt 12 Jahre alt,
schreibt hier bei Blogigo über
Das Haus Anubis
Hannah Montana und über Superstars

Ja, Anfangs fiel Tinkerchel etwas unangenehm auf, da sie auf vielen Blogs unabhängig von dem dort geschriebenen Eintrag Werbung für ihren Blog machte. Vielleicht auch ein wenig patzig war.
Einige schimpften auf sie, konnten Danny nicht verstehen, dass er so nachsichtig war.
Doch bevor man ein Urteil fällt sollte man erst einmal die Hintergründe kennen.

Wer würde nicht stolz sein, mit 11 seinen ersten Blog zu haben. Wer würde in dem Alter nicht sich freuen wenn er Besucher auf dem Blog bekommt?
Und einige störten sich auch an Tinkerchels Rechtschreibung, meinten sie solle erst einmal schreiben lernen.

Wie ich auf einem anderen Blog las, kam Tinkerchel mit 6 Jahren nach Deutschland. Ohne ein Wort unserer Sprache zu verstehen. Wurde deswegen ein Jahr später eingeschult.
In einem fremden Land, in dem man die Menschen nicht versteht, seine Mitschüler Anfangs auch kaum, ich stelle es mir schwierig vor.
Zumal sie in der Schule, aufgrund ihres Anderssein, ihrer Herkunft oftmals leider gemobt wird. Was für niemamden leicht ist, schon garnicht in diesem Alter.

Und dafür, auch in Anbetracht ihres Alters, führt Tinkerchel ihren Blog recht gut, wie ich finde.
Sie fragt auch oft, was sie besser machen könnte, damit bei ihr mehr gelesen wird. Freut sich schon wahnsinnig bald den 1.000 Besucher begrüssen zu können.

Klar, Hannah Montana oder WinX sind nicht unbedingt meine Themen, genausowenig wie viele meiner Themen wohl auch nicht die ihren sind.
Aber ich denke ihre Themen werden auch ihre Leser unter der jungen Leserschaft finden.

Dosentelefone, draussen spielen und Geheimbünde waren gestern, heute ist Internet, das Handy, Spielekonsolen und das Bloggen angesagter.

Und mal ganz ehrlich, wenn ich 10 Jahre alt sein würde, wüsste ich auch nicht wie mein Blog aussehen würde.;-)

01.01.2010 um 00:49 Uhr

01.01.10

01.01.10 zeigt mein Mobilgerät als Datum an.
Welch seltsame Zahl. Wie frisch und neu sie noch klingt.

Dazu Vollmond zum Jahreswechsel, dieses kann nur gutes bedeuten. Der nächste Silvestervollmond wird erst im Jahre 2028 scheinen. Wer weiss schon, was bis dahin alles geschieht?
Heute ist jedenfalls eine Neujahrsvollmondnacht. Von der partiellen Mondfinsternis am Abend habe ich nichts gesehen, die dünnen Schneewolken verdeckten den Mond.
Eine verzauberte Schneelandschaft liegt in dem hellen Zwielicht dieser Nacht. Mit teils zehn Zentimeter Flauschschnee auf den Ästen der Bäume und Büsche.

Gerade so, als sei die Schneefee durch die Landschaft gegangen und hat ihren Zuckerguss überall drüber gestreut. Ein fast unwirklich schönes Bild in dieser Nacht, in der man Kilometerweit schauen kann.

So werde ich dem neuen Jahrzehnt zulächeln und es wird zurücklächeln. Ich hoffe ihr könnt ihm auch zulächeln, wenn nicht, werde ich versuchen für euch ein wenig mitzulächeln.

Wie dieses Jahrzehnt wohl später rückblickend genannt werden wird?
Die wilden Zehner?
Ich freue mich auf dieses Jahrzehnt, ich hoffe ihr auch.
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