Gedanken oder Fragen

30.03.2010 um 18:56 Uhr

Wieder kein Weltuntergang in Genf

Die Welt ging heute nicht unter, wie viele Weltuntergang Propheten vorhersagten.
Im Genfer Teilchenbeschleuniger LHC der Forschungsgruppe CERN ereignete sich heute erstmals eine Kollision zweier auf fast Lichtgeschwindigkeit beschleunigten Protonen.
Damit wollten die Forscher den Urknall simulieren.
Dieses, samt befürchteten Weltuntergang, sollte schon am 21. Oktober 2008 stattfinden.
Aufgrund eines schweren Unfalls musste das Experiment damals verschoben werden.

Heute, am 30.03.2010 gelang den Forschern das Experiment endlich.
Und es tat sich kein schwarzes Loch unter Genf auf, welches erst die Schweiz und dann die ganze Welt verschluckt.

Die CERN Forscher sind der Meinung, wenn schwarze Löcher dort erzeugt werden könnten, sind sie so klein, dass sie innerhalb kürzester Zeit zerfallen.

Weltuntergangspropheten geben jedoch noch keine Entwarnung, da der Teilchenbeschleuniger erst langsam bis zum Jahre 2011 auf volle Leistung hochgefahren werden soll.
Zudem denken sie, das Mini Schwarze Loch müsste sich erst einmal Materie aneignen, aufsaugen, um grösser zu werden und langsam nach und nach dann die Erde verschlingen. Oder ins Erdinnere absinken und von dort aus seine unheilvollen Kräfte entfalten.

Also, noch ist das schwarze Loch hier nicht angekommen.
Es ist alles noch so wie es vorher war.
Aber vielleicht ist die Welt ja schon untergegangen und ich befinde mich auf der anderen Seite des schwarzen Loches, ohne es zu merken.
Den Urknall habe ich ja auch nicht gehört.;-)

Falls in Genf sich ein schwarzes Loch auftut, bitte schnell melden, damit ich Vorkehrunge für den Weltuntergang treffen kann.

Ansonsten: Wer noch ein Higgin's Teilchen in seiner Nähe herumliegen hat, bitte beim CERN in Genf melden, denn nach den Higgin's Teilchen suchen die Wissenschaftler verzweifelt. Wer es findet, gut einpacken und hinschicken. Damit sie endlich an die Existenz der Higgin Teilchen glauben können.

Ich begebe mich dann erst einmal bis zum Weltuntergang auf die Suche nach Higgin's Teilchen und werfe dabei einen kurzen Blick ins schwarze Loch.
Es knallt hier gerade, ob das der Urknall war.;-)

welt.de/Wissenschaft
Urknallexperiment glückt ohne Weltuntergang


Na, wie beruhigend, sage ich da nur.
.

30.03.2010 um 15:14 Uhr

Schmerzen und Schmerzgedächtnis

Schmerzgedächtnis, haben wir eines?
Ich denke ja.
Ebenso wie unser Gedächtnis sich an schöne Dinge erinnert, kann es sich an gelerntes aber auch an Schmerzen, an Schmach und peinliche Situationen erinnern.

Wenn wir daran denken, fühlen und empfinden wir fast genauso, wie zu der Zeit als es wirklich und real auftrat.

Wenn ich sehe, wie ein Kind sich den Kopf an der Tischkante stösst oder sich beim fallen das Knie aufschlägt, dann tut es mir selbst fast so weh, als würde es mir passieren. Denn ich kenne noch dieses Gefühl welches ich als Kind in solchen Momenten hatte.
Ja, selbst die Schmerzen meines Armbruches als Kind kann ich noch fühlen, wenn ich daran denke.
Das Schmerzgedächtnis hat scheinbar eine lange Erinnerung.
Wir können unser Gedächtnis fördern, indem wir Dinge wiederholen. Dadurch werden Verknüpfungen in unserem Gehirn gefestigt, werden zu Datenautobahnen. Wenn wir dieses allerdings mit den Schmerzen auch machen, wird es wohl eher abträglich für uns sein.
Es ist bekannt, das Schmerz sich verselbständigen kann, wenn er zu lange andauert.
Dann schmerzt es, selbst wenn die Ursache garnicht (mehr) vorhanden ist. Ist ja von dem Phantomschmerz her bekannt.

Ängste können Schmerzen wohl auch verstärken.
Was sehr gut bei der Zahnarztphobie beobachtet werden kann. Die Behandlung wird wohl für jeden Menschen gleich schmerzhaft oder nicht schmerzhaft sein, doch die Schmerzempfindungen bei den verschiedenen Patienten sind doch sehr unterschiedlich.

An der Universität Jena hat Prof. Weiß mit bildgebenden MRT Verfahren Menschen ins Gehirn "geschaut", wie dieses auf Gedanken zu Schmerz reagiert. Zu sehen waren die gleichen Aktivitäten von Hirnregionen die auch auf wirklichen Schmerz reagieren. Zu prüfen ist, ob die Erwähnung von Schmerz diesen eher manifestiert und festigt, es den Patienten auf Dauer schlechter gehen lässt. Sein Gehirn darauf konditioniert wird.

Nachzulesen hier
Friedrich Schiller Universität Jena /Schmerz

Mir selbst scheinen diese Forschungsergebnisse zu diesem Thema zwar interessant aber noch etwas dünn zu sein um klare Erkenntnisse daraus ziehen zu können.
Ich freue mich immer wieder über das menschliche Gehirn und Gedächtnis, welches auch das Vergessen oder verdrängen zulässt. Uns somit ermöglicht, nach einer Krankheit, bei der wir fast das Gefühl haben sterben zu müssen, nur ein zwei Tage nach der Gesundung auch all diese Gefühle mehr oder weniger wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen, wenn wir uns wieder gesund fühlen.
Das sind Änderungen, die manchmal innerhalb von wenigen Stunden vor sich gehen. VOn dem Gefühl schwer krank zu sein zu einem plötzlich wieder topfit.
Wer kennt diesen Zustand nicht, wenn er zum Beispiel eine schwere Grippe überstanden hat?
Wieder vergessen zu können, kann auch sehr schön sein. Oftmals besser als sich zu erinnern.

Weiterführender Link zum Schmerzgedächtnis und Vorbeugung um chronifizierte Schmerzen zu verhindern:
aerzteblatt.de, Schmerzgedächtnis.
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