Gedanken oder Fragen

20.10.2010 um 18:13 Uhr

Katzen entwurmen mit Wurmkur

Katzen können Würmer bekommen.
Zumindest wenn sie Freigänger sind, draussen herumlaufen und hin und wieder einmal eine Maus sich fangen.

So sollte man sie bei Befall mit Würmern entwurmen. Um zu vermeiden, dass die Katze die Wurmeier, Finnen und Larven in der Gegend verteilt.

Früher gestaltete sich das recht einfach.
Da ging ich in die Zoohandlung und kaufte eine Tube Wurmkur. Kostete umgerechntet etwa 2 Euro.
Auf der Tube war ein Zentimetermass, so dass ich die Menge der Paste dem Gewicht der Katze anpassen konnte.
Auch in jeder Apotheke gab es Wurmmittel für Hund und Katze.
Irgendwann durften sie diese Mittel nicht mehr verkaufen. Es darf ausschliesslich nur noch vom Tierarzt verkauft bzw. verordnet werden.

Da gab es dann diese neuen, halb flüssige Mittel, die der Katze in den Nacken geträufelt werden. Sie sollen durch die Haut aufgenommen werden.
Auf dem Kopf soll man es träufeln, damit sie es nicht mit dem Mund aufnehmen kann.
Aber was ist, wenn man mehrere Katzen hat, die sich auch mal gegenseitig abschlecken und putzen?
Zudem ist dieses Mittelchen recht teuer, so dass bei mehreren Katzen eine erkleckliche Summe dabei herauskommt.

Wurmkur, das Wort Kur hat schon etwas, da es sich bei diesen Mitteln natürlich um Chemie handelt.
Wurmbekämpfung wäre da schon passender und immer wieder überlegt man doch, ob es, diese Kur der Katze nicht schaden könnte.
Die Würmer allerdings schaden dem Hund und der Katze auch. Schwächen ihre Abwehrkräfte und gefährden zudem den Menschen, besonders Kinder, wenn diese vom Tier an den Menschen, durch Kontakt, übertragen werden.

Auf Nachfrage sagte die Tierärztin jetzt, sie hätte auch noch ein anderes Mittel in Tablettenform.

aniprazol
Es ist wesentlich günstiger als dieses Träufelmittel.
Pro Katze benötigt man nur 1 1/2 Tabletten. 10 der Tabletten kosten etwa um die 10 Euro.
Drei Tage lang soll täglich eine halbe Tablette verabreicht werden.

Ich war skeptisch, aufgrund meiner Erfahrungen Katzen etwas zu verabreichen, was sie nicht wollen. Denn die Tabletten schienen mir doch recht gross.

Es gestaltete sich jedoch viel leichter, als ich es glauben wollte.
Die Tabletten besitzen Bruchrillen, so dass man sie in 4 Teile brechen kann.
Je eine halbe Tablette in ein Stück Wurst eingewickelt, nahmen die Katzen die Tabletten gut auf.
Ich wartete darauf, dass sie sie wieder ausspuckten, was nur eine Katze machte, sie dann aber sogar ohne Wurst noch frass.
Aufpassen war angesagt, dass nicht eine Katze der anderen aus lauter Gier, das Wurststückchen stiebitzte, denn Überdosierung sollte auch nicht sein. Wenngleich Nebenwirkungen, wie Erbrechen oder leichter Durchfall, nur selten vorkommen sollen..
Bei meinen Katzen kamen diese Nebenwirkungen nicht vor. Alle haben diese Tabletten gut vertragen, es gab keine Nebenwirkungen und die Katzen leben noch.;-)

aniprazol soll sogar gegen eine Wurmart wirken, gegen die die herkömmlichen Mittel meist wirkungslos sind.
Es wirkt gegen
Bandwürmer, Spulwürmer, Peitschenwürmer und gegen die Hakenwürmer.
Die Zusammensetzung des Inhaltsstoff besteht pro Tablette aus 50 mg Praziquantel und
500 mg Fenbendazol.

Wirkt bei Hunden und Katzen.
Wichtig ist an drei Tagen hintereinander jeweils die berechnete Teildosis zu verabreichnen.
Bei Katzen etwa eine halbe Tablette pro Tag.
Bei Hunden 1 Tablette pro 10 Kilo Körpergewicht.

Nun frage ich mich, weshalb die Tierärzte fast immer dieses teure Nackenhaarträufelmittel anbieten und diese Tabletten erst auf Nachfrage, ob es noch etwas anderes gibt?
Auch weshalb diese Mittel nicht mehr in Zoohandlungen angeboten werden dürfen?
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