Gedanken oder Fragen

05.01.2011 um 19:35 Uhr

Zwang

Wir wollen nun einmal nirgends Zwang sehen,
auch nicht, wenn die Vernunft selbst ihn ausübt.

Zitat: Friedrich Schiller
( in einem Brief an Körner, Jena, 18.02.1793 )

Eine interessante These von Schiller, wie ich finde.

Wie oft handeln wir gegen alle Vernunft?
Sagen dann, was ist schon Vernunft?
Das Gefühl sagt mir etwas anderes, etwas anderes als die Vernunft.

Das Gefühl kämpft gegen die Vernunft.
Gefühl gegen Vernunft.

Doch ist es wirklich so?
Ist es nicht oftmals eher so, dass Gefühl gegen Gefühl kämpft in uns. Im Zwiespalt der Gefühle.
Da gibt es dann zwei gänzlich verschiedene Gefühle in uns. Das eine sagt uns, mache es nicht, das andere aber sagt, mache es.

Und irgendwie fühlen wir doch genau was richtig und gut für uns wäre, doch nicht immer handeln wir danach. Begeben uns auf falsche und unübersichtliche Wege, dessen Ende wir schon absehen können.

Weshalb handeln wir so, teils gegen uns selbst, frage ich mich?

Liegt es wirklich daran, dass wir keinen Zwang ertragen, auch und selbst wenn er aus uns selbst kommt?
Egal ob nun von der Vernunft oder der sich in uns widerstreitenden Gefühle, die in zwei verschiedene Richtungen gehen wollen.
Und weshalb wollen sie manchmal in Richtungen gehen, die uns eindeutig nicht gut tun, die uns schädigen könnten?
Die menschliche Psyche ist schon ein seltsam Ding.
Sie kann selbst am eigenen Untergang Lust empfinden.
Nicht umsonst gibt es den Spruch:"Mit fliegenden Fahnen untergehen".
Hilfe, wir werden alle untergehen. Aber wenn, dann wenigstens mit Pauken und Trompeten.

Welche Gefühle sind nun die richtigen, wenn sie sich in uns streiten? Wer entscheidet darüber? Gefühl oder Vernunft? Oder der Zwang, dem wir nicht folgen wollen, selbst wenn er aus uns selbst resultiert und in uns entstanden ist.
.

05.01.2011 um 05:23 Uhr

Jennifer Cranen, Crazyjenni

Stimmung: nachdenklich

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.

Dieses Zitat von Albert Schweitzer fand ich durch Zufall auf
Jennis Gedenkseite *klick hier*.

Jennifer Cranen (12.05.88 geb.) oder Crazyjenni wie sie sich selbst auf ihrer Homepage nannte,wollte einmal Modedesignerin werden.

Doch 2003 wird bei Jennifer ein Tumor an der Halswirbelsäule festgestellt. Sie kämpfte, doch verlor sie 2004 diesen Kampf.


Eine gemeinsame Woche noch, konnte sie ihrer Familie schenken.
Diese putzten die Glasscheiben im Wintergarten, um Jenni dort ein letztes Lager herzurichten.

Denn Jennifer wollte nach der ganzen langen Zeit in Krankenhauszimmern noch einmal Nachts die Sterne sehen.

Ihre Mutter schreibt: Jenni schlief ganz friedlich ein und ihre Seele flog wie ein Schmetterling in ihre 'Neue Welt'.
So ging sie dann am 16.11.04.

Die Kraft und Stärke dieses 16 jährigen Mädchens berührt mich zutiefst.
Jenni liebte das Leben, sie schrieb ein Buch über und während ihrer Krankheit.
* Ich will mein Leben zurück *
* Ich will nicht, dass ihr weint.*
Der Erlös des Buches geht lt. Jennis Wunsch an den
"Förderkreis Hilfe für krebskranke Kinder e.V." in Aachen.

Es ist ein Plädoyer für den Wert des Lebens, egal in welcher Situation ein Mensch steckt.
"Trotzdem lohnt es sich für jede Sekunde zu kämpfen"
lautet einer der letzten Sätze in ihrer Niederschrift.
Wie die Rheinische Post schreibt.

Auf ihrer Homepage steht auch:
Da ist ein Land der Lebenden
und ein Land der Toten,
und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe -
das einzig bleibende, der einzige Sinn.


Update 2011
Diesen Eintrag schrieb ich 2008.
Das Buch, welches Jennifer über sich, ihr Leben und ihre Krankheit schrieb, wird in einigen Schulen als Schullektüre im Unterricht verwendet.
Da der Erlös des Buches der Kinderkrebshilfe zu gute kommt, habe ich diesen Eintrag noch einmal nach vorne geholt.
Und natürlich um an dieses tapfere Mädchen, an Jennifer Cranen, zu erinnern.

Wer mehr über Crazyjenni, dieses mutige Mädchen erfahren möchte, bitte oben den Link anklicken.