Gedanken oder Fragen

24.01.2011 um 19:27 Uhr

Orkas auf der Jagd nach Grauwalbabys

Orkas machen Jagd auf Grauwalbabys.

Orkas, diese Delfinart, sie werden auch Schwertwal oder Killerwale genannt.
Bei den Menschen beliebt aufgrund ihrer Kunststücke, die sie in der Gefangenschaft in Delfinarien vorführen und ganz besonders seit dem Film "Free Willy", der Milionen Menschen zu Tränen rührte.

Doch diese intelligenten Tier können auch ganz schön brutal sein.
Nicht umsonst waren die Orkas bei den Seefahrern auch als Killerwale verschrien..

Sie leben in Familienverbänden, in sogenannten Schulen, die von einem Weibchen angeführt werden. Diesem Familienverband bleiben sie ein Leben lang angeschlossen.
Der männliche Schwertwal wird bis zu 8 Meter lang und wiegt biszu 9 Tonnen.
Die Weibchen bleiben ein ganzes Stück kleiner und leichter als die Männchen.
Die Orkas gelten als die schnellsten Meeressäuger, denn sie können eine Geschwindigkeit von bis zu 55 km/h erreichen.

Die Damen, in dieser matriarchalischen Meeressäugetiergesellchaft, in der die Frauen scheinbar das Sagen haben, werden etwa 50 bis 80 Jahre alt, die Männchen erreichen im Schnitt nur ein Alter von etwa 30 Jahren.
Diese unterschiedliche Lebenserwartung der beiden Geschlechter ist ein interessantes Faktum, wie ich finde. Denn anders als bei dem Menschen, kann hier nicht der höhere Tabak und Alkoholkonsum für diese Unterschiede in der Lebenserwartung geltend gemacht werden.

für ihre Jagdzüge, auf der Suche nach Nahrung, haben die Orkas sich raffinierte Strategien ausgedacht.
Sie veranstalten regelrechte Treibjagden auf ihre Opfer, wie Pinguine, Robben, Fischschwärme, die sie zusammentreiben, aber auch auf Grauwalbabys.
Diese neugeborenen Grauwalbabys oder auch 1 jährige Grauwalkälber versuchen sie von ihren Müttern zu trennen.
Greifen sie im Verbund an, ziehen das Grauwalbaby unter Wasser, verstopfen ihnen das Blasloch, damit es erstickt und fressen das Baby anschliessend.
Die Grauwalmutter kann ihr Kind nur retten,wenn sie es äusserst agressiv verteidigt und es ihr gelingt, die Orkas in die Flucht zu schlagen.
Zudem konnten Forscher bei den Orkas, jetzt zum erstenmal feststellen, dass sie als einziges bekanntes Meerestier sich eine Art Vorratshaltung anlegen.

Wie in einem interessanten Artikel auf
spiegel.de/Orkas machen Jagd auf Grauwalbabys *klick* zu lesen ist.

Kaum verwunderlich ist da, dass Tierschutzgegner dort in den Kommentaren fordern, dass jetzt Greenpeace und Walschützer gegen die Orcas demonstieren sollten. Den Menschen mit seinen Walfängen, praktisch dem Orka auf seiner Futtersuche, gleichsetzen wollen.
Da dieser sich auch nicht, an die von Menschen gesetzten Fangquoten hält.
Es mag sich brutal anhören, wenn die Orkas teils noch mit ihrer Beute, wie Robben oder Pinguine spielen, sie übermütig in die Luft schleudern, bevor sie sie töten.
Doch ist dieses mit des Menschen seinen Grausamkeiten gegen die Natur und ihren Lebewesen vergleichbar?
Vielleicht ja, vielleicht Nein.
Auf alle Fälle habe ich noch von keinem Orka gehört, der ein Tier tötete, um sich dessen Kopf als Jagdtrophäe an die Wand zu hängen.

Mag daran liegen, dass es in deren Lebensraum unter Wasser keine Wände gibt, aber das glaube ich eher weniger.;-)
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