Gedanken oder Fragen

30.03.2011 um 18:48 Uhr

Katrin Konert und Tanja Gräff

Musik:

Katrin Konert und Tanja Gräff.
Zwei Schicksale vermisster junger Mädchen die bis heute nicht geklärt werden konnten.

Rund 100.000 Personen werden jährlich in Deutschland als vermisst gemeldet. Etwa 50.000 davon sind Kinder.

In der Regel werden diese Vermisstenfälle von der Polizei recht schnell, binnen weniger Stunden oder Tage aufgeklärt. Oftmals taucht der Vermisste auch selbst wieder auf.

Es gibt aber auch Schicksale, bei dem der Verbleib der vermissten Person über Jahre, ja manchmal sogar Jahrzehnte im Dunkeln bleibt und nicht aufgeklärt werden kann.

"Wo ist mein Kind"
Aktenzeichen XY bringt heute am 30.03. 20.15 Uhr hierzu eine Sondersendung.

In dieser Sondersendung soll noch einmal auf das Schicksal der Katrin Konert und Tanja Gräff hingewiesen werden.
Auf das Leid der Eltern, wenn ihr Kind spurlos verschwindet und auch nach Jahren noch nicht klar wird, was wirklich geschehen ist.
Ein Leben zwischen Bangen und Hoffen, nicht abschliessen zu können aufgrund der Ungewissheit.

Katrin Konert
Das damals 15 jährige Mädchen verschwand am Neujahrstag 2001 in dem kleinen Städtchen Bergen in Niedersachsen.
Es herrschte starkes Glatteis, als sie zuletzt dort angeblich an einer Busbude gesehen wurde. Der Bus kam aufgrund der Glätte nicht.
Ob Katrin Konert per Anhalter nach Hause fahren wollte und ihr dieses zum Verhängnis wurde, kein Mensch weiss es. Sie wurde seitdem nie wieder gesehen und es fanden sich bis heute keine Spuren von Katrin Konert, die auf ein Verbrechen hindeuten könnten oder eine Gewissheit über das damalige Geschehen, am Jahresanfang 2001 geben könnten..

Tanja Gräff
Sie verschwand angeblich spurlos von einem Sommerfest der FH Trier, am 07.06.07, vor fast vier Jahren.
Ihr spurloses Verschwinden ist besonders mysteriös, da bis heute keinerlei Spuren von Tanja, weder Kleidung, Schmuck , Handy oder ähnliches gefunden werden konnten.
Angebliche Zeugen, die in einem Gebüsch, am Ausgang vom Parkdeck der FH Trier gesessen hatten, einen Streit zwischen Tanja und einem Mann beobachtet haben sollten, meldeten sich nicht. Auf keinem der Fotos von diesem Sommerfest der FH Trier, ist Tanja Gräff zweifelsfrei zu erkennen.
Ihre Anwesenheit auf diesem Fest wurde durch die Ortung ihres Handys, welches auch bis heute verschwunden ist, belegt.
Nur ob eine Handyortung auch die Anwesenheit des Handybesitzers an diesem Ort eindeutig belegt, darf bezweifelt werden.
Von dem blauen Peugot mit Luxemburger Kennzeichen, mit dessen Besitzer sich Tanja Gräff im Morgengrauen gestritten haben soll, wird auch nichts mehr berichtet.
Die eingerichtete Sonderkommission wurde von 30 Mann nach und nach verkleinert, bis der Fall zu den Akten kam.
Vor kurzem wurden wieder drei Beamte mit dem Fall betraut, die die Akten zum Fall Tanja Gräff noch einmal Stück für Stück durchgehen sollen.
Im Rahmen dessen fand in der letzten Woche nocheinmal eine erfolglose Suchaktion nach Tanja, in den zerklüfteten Felsfortmationen nahe der FH Trier, statt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Aktenzeichen XY Sendung "Wo ist mein Kind" am heutigen Abend, aufgrund der Zuschauerresonanz neue Erkenntnisse in diesen beiden Fällen bringen wird.

Im Falle Tanja Gräff wurde eine Belohnung von
30.000 Euro für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung dieses Falles dienen, ausgesetzt.

Zuschauer der XY Sendung können direkt im Studio unter der Rufnummer
Tel. 0651/9779-2480 antrufen.

Oder sich an die Polizeidienststellen wenden.

Siehe auch meinen Eintrag aus dem Jahre 2007
Tanja Gräff spurlos verschwunden
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28.03.2011 um 01:06 Uhr

Von Russland lernen

Der Sonntag war mal wieder der kürzeste Tag dieses Jahres.
Die Nacht war besonders kurz, denn es fehlte uns diese eine Stunde zwischen zwei und drei Uhr, durch die Zeitumstellung auf die Sommerzeit.

Jetzt haben wir sie also wieder, die Sommerzeit, die Zeit des Sommers, in der es länger hell ist.
Die Sonne gab sich alle Mühe, sommerliche Gefühle aufkommen zu lassen, auch wenn die Nacht sich noch frostig mit leichten Minustemperaturen zeigte.

Von Russland lernen.
Nein, nicht in allen Dingen, aber was die Sommerzeit betrifft.
Auch in Russland begann am Sonntag die Sommerzeit.
Es soll für das Land die letzte Sommerzeit sein. Die Uhren werden dort im Hebst nicht wieder zurückgestellt.
Russland in der ewigen Sommerzeit.

Von mir aus könnte man auch hier in Deutschland darauf verzichten, im Herbst die Uhren wieder zurückzustellen.
Und einfach die Sommerzeit beibehalten.
Sie ist hier zwar nicht die "normale" Zeit, dieses ist die Winterzeit. Aber weshalb nicht für immer Sommerzeit?
Besser, als dieses zweimalige Umstellen im Jahr ist es allemal und so verkehrt wäre es ja auch nicht, wenn es auch im Winter am Abend eine Stunde länger hell sein würde.
Könnte unter Umständen sogar die Zahl der Winterdepressionen verringern.

Lasst uns die Sommerzeit beigehalten. Eine politische Entscheidung, die nichts kosten würde.
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23.03.2011 um 23:05 Uhr

Bundestag debattierte über Kernkraftsicherheit

Im Bundestag debattierten heute die Abgeordneten über die Sicherheit unserer Atomkraftwerke.
Die CDU und FDP Abgeordneten verniedlichten die Gefahren, die von unseren Atomkraftwerken ausgehen. Forderten den weiteren Einsatz der AKW's.

Hin und wieder brachte ein Bundestagsdiener, im Frack gekleidet, dem jeweiligen Sprecher ein Glas Wasser an das Rednerpult.

Es hätte mich sehr interessiert, ob die Abgeordnteten dieses Wasser genauso genussvoll getrunken hätten, wenn es kontaminiertes Leitungswasser aus Fukushima (Japan ) gewesen wäre.
Auch wie die Diskussion im Angesicht dieses Leitungswassers ausgesehen hätte.
Denn wie wir ja alle wissen, Atomkraft ist sicher und ungefährlich, da hätten die Abgeordneten von CDU und FDP die für die Atomkraft sind, dieses Waser auch trinken können, denn sie scheinen ja immun gegen atomare Verstrahlung zu sein. Ganz sicher.
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23.03.2011 um 22:41 Uhr

Trinkwasser in Tokio radioaktiv verseucht

Wasser, der Quell alles Lebens.
Was aber, wenn das Trinkwasser krankmachen kann, da es atomar verseucht wurde, wie jetzt in Tokio und im Umkreis um das havarierte AKW Fukushima geschehen?

Die Behörden warnen dort davor das Leitungswasser nicht zu trinken, da es radioaktiv verseucht ist.
Für Tokio wird zwar gesagt: " Eine direkte und sofortige Gesundheitsgefahr gehe zwar nicht vom Trinkwasser aus, doch sollte es nicht als Trinkwasser für Babys und Kleinkinder benutzt werden".
Ja, was sollen denn die Kleinkinder jetzt trinken und womit sollen Mütter die Babyflasche für ihre Babys füllen, wenn das Wasser verseucht ist? Und dieses "Es geht keine sofortige Gesundheitsgefahr von dem Wasser aus", es hört sich auch merkwürdig an.
Selbstverständlich wird man beim "Genuss" von kontaminierten Wasser, nicht sofort tot umfallen, aber was hat es für Langzeitwirkungen, was Krebs und andere Krankheiten betrifft.

Dieses ist ja gerade die Crux an der Radioktivität, man sieht sie nicht, man schmeckt sie nicht und man riecht sie nicht. Die Gefahr kommt unsichtbar, nicht spürbar. Der Mensch bemerkt sie nicht mit seinen Sinnen.

Da bemerkt man erst, wie lebenswichtig für uns Menschen doch das Trinkwasser ist.
Ohne Wasser können wir nicht leben, würden verdursten. Verdursten geht schneller als das Verhungern. Auf Flüssigkeit kann unser Körper nicht lange verzichten.
Was würde uns übrigbleiben, wenn unser Wasser verseucht wäre, wie dieses in Fukushima der Fall ist.
Nicht trinken und verdursten oder das Leitungswasser trinken und eventuell sich gesundheitsgefährdender Strahlung aussetzen?
Womit das Essen kochen, abwaschen, die Wäsche waschen, wenn das Wasser atomar verseucht ist.?

Eine fürchterliche Vorstellung.
Mit fällt dabei wieder ein alter Spruch ein, den die Indianer gesagt haben sollen.
"Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gestorben, der letzte Fluss vergiftet ist, dann werdet ihr merken, Geld kann man nicht essen".
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23.03.2011 um 20:51 Uhr

Liz Taylor

Liz Taylor im Alter von 79 Jahren verstorben.
Als DIE Schauspielerin überhaupt habe ich sie nie angesehen. Auch wenn Liz Taylors Rolle in "Cleopatra" ganz gut gespeielt war.

Und doch kommt Erinerung auf, wenn ich ihren Namen und von ihrem Tode lese.
Natürlich habe ich auch "Die Katze auf dem heissen Blechdach", "Der Regenmacher" und "Die Glasmenagerie" in TV gesehen.

Aber im innern habe ich ein ganz anderes Bild vor Augen.
Ein Bild, eine Situation, in der ich mit meiner damaligen Freundin da lag. Wir waren noch sehr jung, Also wirklich jung und sie schwärmte mir von ihrem Kinobesuch vor. Sie hatte "Cleopatra" gesehen. Schwärmte von Liz Taylor, sagte 'Liz Taylor ist die schönste Frau der Welt überhaupt".
Fand ich nun garnicht, ich fand natürlich meine Freundin, die neben mir lag, viel, viel schöner und anziehender als Liz Taylor..;-)

Einen Film, in dem Liz Tylor mitwirkte fand ich beachtenswert. Es war der Spielfilm "Giganten".
Zwar auch ein sehr spezieller Film, der wohl nicht allen gefallen wird, aber mir gefiel er, ganz besonders durch die verstörende Art mit der James Dean in diesem Film spielt. Dieser 3 Stunden Schinken, in dem die Schauspieler, dank der Visagisten, älter werden und ergrauen.

R.I.P. Liz Taylor, möge sie ihren Frieden finden in der anderen Welt.
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18.03.2011 um 02:13 Uhr

Zwangsverheiratung wird verboten

Die Zwangsverheiratung wird ein Straftatbestand.
Dieses beschloss heute der Bundestag.
Wer ein Mädchen oder eine Fau zur Ehe zwingt, wird mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 5 Jahren bestraft.
Es bleibt zu hoffen, dass damit diese Zwangsehen und Zwangsverheiratungen ein Ende finden werden.
Schwierig wird es wohl nur, wenn sich die junge Frau nicht gegen den Willen ihrer Eltern oder Familie aufzulehnen wagt, geschweige denn eine Anzeige erstattet, dass sie Zwangsverheiratet werden soll.
Sich nicht traut, sich gegen dieses Diktat aufzulehnen.

So bleibt es abzuwarten, wie sich dieses neue Gesetz auf die Zwangsverheiratungen auswirken wird.
Auf alle Fälle gibt es den Frauen eine bessere Handhabe dafür, wenn sie sich aus einer Zwangsehe mit einem Mann den sie nicht lieben, zu befreien.

Der Ächtung und eventuell Verfolgung durch ihre Familie und diesem seltsamen Verständnis davon die Ehre der Familie verletzt zu haben, werden sie wohl weiterhin ausgesetzt sein.

Zwangsverheiratungen gab oder gibt es immer noch, aber nicht nur in fremden Kulturkreisen, es gab und gibt sie vielleicht auch in den unseren.
So wurden viele Adelige und auch gekrönte Häupter zwangsverheiratet, aus politischen oder Machtgründen, so wie es bei Napoleon zum Beispiel der Fall war. Auch der engliche Hof war nicht frei davon. Dann auch in Industriellenkreisen um das Vermögen zu vermehren, ebenso wie in der Landwirschaft wo nicht zwei Menschen heirateten, sondern ein Hof in den anderen "einheiraten" musste, um mehr Land und Einfluss zu gewinnen.
Wer sich nicht beugte, der wurde verstossen und enterbt.
So ganz frei scheinen auch wir von diesen Dingen nicht zu sein.
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17.03.2011 um 18:13 Uhr

Gibt es in Japan denn keine Hotels

Musik:

Viele Opfer der Naturkatastrophe
und Leidtragende des Reaktorunglücks von Fukushima müssen ihr Dasein in Notlagern verbringen.

Dort hocken sie jetzt, teils in ungeheizten Turnhallen, wenig Wasser, keine Heizung, kaum Lebensmittel.
Es ist traurig und erbärmlich diese Bilder von den Menschen zu sehen, die teils alles was sie besassen verloren. Teils dazu auch noch den Verlust oder tod von Angehörigen zu verkraften haben.

Da frage ich mich, ob diese Unterbringung unter derartig desolaten Bedingungen einem so reichen, modernen und zivilisierten Land, wie Japan es ja ist, für angemessen gehalten werden kann.

Natürlich gibt es organisatorische sowie logistische Probleme in diesem herrschenden Chaos nach den Katastrophen.

Doch müsste es doch möglich sein, diese Evakuierten in Hotels anstatt in Lagern unterzubringen.
In den nicht vom Unglück betroffenen Landesteils Japans müsste es doch Fremdenverkehrseinrichtungen, Hotels und Freizeitparks geben, in denen man diese Menschen vielleicht unterbringen könnte. Anstatt sie in Lagern dem Frost und dem Elend auszusetzen.

Selbst die Unterbringung auf Kreuzfahrtschiffen, auf denen teils, wie auf der "Oasis of the Saes" bis zu 5900 Kreuzfahrtreisende Platz finden, könnte doch in Betracht gezogen werden. "Traumschiffe" gibt es doch genug. Weshalb sollten sie nicht mal anstatt für Luxusreisen eingesetzt zu werden, den Notleidenden zur Verfügung gestellt werden?

Aber ähnliches ist immer wieder, auf der ganzen Welt, zu beobachten, dass von Katastrophen betroffenen unter erbärmlichen Bedingungen in Notunterkünften untergebracht werden. Und dieses, obwohl in anderen Landesteilen die Infrastruktur und alles andere noch in Ordnung ist.

Dieses war in Haiti nach dem Erdbeben , in Louisana nach der Flutkatastrophe und auch in Hamburg nach der Sturmflut so.
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17.03.2011 um 17:37 Uhr

Sind Japaner strahlungsresistenter als US Bürger ?

Es scheint jedenfallls so.
Die Japanischen Bürger in einer Zone von 30 km um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima herum wurden aufgrund der austretenden Strahlung evakuiert.

US behörden forderten ihre in Japan befindichen Bürger auf, den Bereich um das AKW in einem Umkreis von 80 km aus Sicherheitsgründen zu verlassen.

Da fragt man sich doch, sind die Japaner strahlungsresistenter als die US Bürger?

Viele Staaten haben ihre Bürger aufgefordert aus Japan auszureisen, um sich keiner Gefahr auszusetzen. Frankreich hat seine Staatsbürger zu einem grossen Teil ausgeflogen. Auch Deutschland gibt eine Reisewarnung aus.

Die Ausländer bringen sich in Sicherheit, reisen aus, aber wohin sollen die Japaner gehen, die dort ihr Heim haben?
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16.03.2011 um 09:07 Uhr

Warum werden die Kernkraftwerke in Japan nicht einfach abgeschaltet

Warum werden die havarierten AKW's in Japan, an der Küste von Fukushima nicht einfach abgeschaltet?
Dieses scheinen sich viele Google Nutzer zu fragen, wie ich an den Suchbegriffen sehe.

Doch ganz so einfach ist es bei einem Kernkraftwerk mit dem abschalten nicht.
Da kann man keinen Stecker herausziehen und es bleibt stehen.

Einige der sechs Reaktorblöcke in Fukushima waren schon vor dem Erdbeben "abgeschaltet". Die restlichen wurden durch das Erdbeben automatisch heruntergefahren.

Doch dieses herunterfahren heisst noch lange nicht, dass nichts mehr passieren kann.
Die Brennstäbe im Reaktorkern entwickeln noch eine sehr lange Zeit eine grosse Hitze und müssen permanent weiter gekühlt werden.
Da der Kühlwasserkreislauf und auch die Notkühlung mit Strom aus Notdieselstromgeneratoren scheinbar versagte, erhitzten sich die Brennstäbe im Reaktorkern stark, teilweise sank auch der Wasserspiegel des Kühlwassers zu stark. Teilweise lagen die Brennstäbe zeitweilig trocken, was zur Kernschmelze führen kann.
Zeitweilig stieg auch der Druck in den Reaktoren so stark, dass er über Ventile abgeführt werden musste, wodurch es zu diesen Wasserstoff Knallgasexplosionen kam.

Also, einfach abschalten und alles ist vorbei, ist nicht. Selbst Brennstäbe im Abklingbecken können noch gefährlich werden und sich überhitzen, wenn sie nicht gekühlt werden.
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16.03.2011 um 07:48 Uhr

Unvorstellbares Leid in Japan

Meine Gedanken sind bei den von der Zerstörung ihre Lebensgrundlage geplagten Japanern.
Unendliches Leid ist über viele dieser Menschen hereingebrochen.

Keiner von uns hier, kann es sich wohl vorstellen wie es sich anfühlt jetzt dort zu leben, schreibt
Marainge in einem sehr guten Artikel *klick*

Es war der 17. Februar 1962. Der Orkan heulte um das Haus, das Wasser stieg immer höher. Es war kalt und nass in dieser Nacht. Das Wasser bahnte sich seinen Weg, riss die Strasse gurgelnd auf. Die Mutter einer Freundin stand in der offenen Tür, feudelte das Wasser immer wieder aus dem Flur heraus. Bei anderen stand es schon hüfthoch im Schlafzimmer als wir klopften und sie weckten.
Andere Häuser wurden einfach vom Wasser mitgerissen. Wir hatten Glück, das Wasser stand genau gurgelnd vor der Haustür, als es aufhörte weiter zu steigen. Ich sah die Leichen der Menschen. Sie lagen am Bahndamm, einige hingen in den Bäumen. Ich sah die Menschen, die auf ihren Dächern sassen, andere, bei denen man das Dach aufbrechen musste um sie aus ihren Häusern zu befreien.
Ich sah die Angst in den Augen der Menschen und des Hilfssoldaten, der bei uns nächtigte, vor einer neuen Sturmflut in Hamburg. Schmierte mit Wurstbrote, die die Armeehubschrauber zu den vom Wasser eingeschlossenen brachten.
Meine Schule war im Wasser und Schlamm versunken, Wusste noch nicht, dass dieses mein letzter Schultag war.
Einige Klassenkameraden sah ich nie wieder. Sie waren ertrunken, oder hatten ihre Eltern und Zuhause verloren. Die Menschen wurden teilweise in die extra für die Flutopfer neu erbaute Siedlung Rahlstedt-Hohenhorst umgesiedelt. Viele Freundinnen sah ich durch diese Umsiedlungen niemals wieder. Das Leben war danach niemals mehr wie es vorher war.
In dieser Nacht des 17. Februar stand ein Feuerball über den Gasometer, das Gas fiel aus. Und ein Feuerball stand auch über die HEW mit ihren damals vier grossen Schornsteinen, dann fiel der Strom aus und wir sassen im Dunkeln, mit den Nachbarn die sich zu uns gerettet hatten. Ohne Strom, Wasser, Licht oder Radio.

Ja, doch, ich kann dieses Leid welches über die Japaner hergefallen ist, ein wenig nachfühlen, nachempfinden.

Und doch ist es nicht vergleichbar. Denn uns hatte vorher kein schweres Erdbeben heimgesucht und das Wasser stieg nur langsam, nach den Deichbrüchen zwar rasend schnell, aber doch nicht ganz so schnell und heftg wie bei einem Tsunami.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, das überflutete HEW Kraftwerk wäre damals ein Kernkraftwerk mit 6 Reaktoren, wie in Fukushima, wo es eine Explosion nach der anderen gibt, Brände ausbrechen und Radioaktivität freigesetzt wird, dann versagt dieser Vergleich ganz und gar.
Da wäre dann in dieser Nacht nicht nur der Strom ausgefallen, nein, da wäre dann wohl Hamburg und seine ganze Umgebung für tausende von Jahren unbewohnbar geworden. Ganz Hamburg hätte umgesiedelt werden müssen. Es hätte diese Stadt schlicht nicht mehr gegeben und etliche der Umgesiedelten würden heute noch unter den Strahlenkrankheiten leiden.

Nein, vergleichbar ist die Hamburger Sturmflut nicht mit der Katastrophe die in Japan abläuft.
Dagegen waren die über 300 Tote Hamburgs garnichts. Wir hatten Glück, dass es dort am Standort des HEW Kraftwerks kein Atomkraftwerk gab.

In Japan gab es izwischen noch zahlreiche Nachbeben, die die Stärke 6 übertrafen.
Alle sechs Reaktoren von Fukushima sind von einer Kernschmelze gefährdet. Die Radioaktivität bei den Kraftwerken ist so hoch, dass die Kraftwerksarbeiter zum Teil das Gelände verlassen mussten. In Block drei gab es wieder ein Feuer. Sollte der Kraftwerksbetreiber die Situation nicht in den Griff bekommen, dann kann es bei den 6 Reaktoren und Abklingbecken zu einer sechsfachen Kernschmelze und damit zu einem sechsfachen SuperGau dort an der Küste Japans kommen.
Eventuell mit der Folge, dass Tokio für immer unbewohnbar wird.
Einfach unvorstellbar.
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15.03.2011 um 13:36 Uhr

Angela Merkel fordert Laufzeitverlängerung

"Ich fordere eine Laufzeitverlängerung für mich, die CDU und MP Mappus."
Sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

" Ich bin doch selbst sozusagen ein "Schneller Brüter".
Ständig brüte ich etwas neues aus. Gestern die Laufzeitverlängerung für unsere AKW's, heute das Moratorium, nach den Landtahgswahlen wieder etwas neues.
Als schneller Brüter strahle ich natürlich immer vor mich hin.
Deshalb fordere ich eine Laufzeitverlängerung für die CDU/FDP Regierung und meine Kanzlerschaft.
Auch für den Ministerpräsidenten Mappus, dessen Brennelemente in der Kernkraftfrage und der Forderung nach mehr Kernenergie fast überhitzten. Aber wir konnten seinen Supergau verhindern und haben Mappus inzwischen abkühlen können. . Für ihn fordern wir ein Moratorium.
Abschalten werden wir das AKW Mappus nicht, das können nur die Wähler in BW.

Natürlich ist unsere, die CDU Politik nicht optimal, aber da die Alternative zu unserer eigenen Energie noch nicht die ganze Politik versorgen kann, sondern nur zum tragen einer Teillast in der Lage ist, sind wir, die CDU/FDP Regierung, solange bis dieses erreicht wird, eine Brückentechnologie.

Damit diese Brücke recht lang wird, fordere ich für mich als schnellen Brüter eine Laufzeitverlängerung, auch über die nächsten Wahlen hinaus.
Eine Notabschaltung gibt es bei mir nicht, ich bleibe am Netz. Und nach Abschaltung werde ich noch lange Zeit weiter nachstrahlen.
Ich lass mich doch noch nicht endlagern und ein Moratorium gibt es für mich und meine Partei auch nicht. Wir strahlen weiter, aber ganz sicher"

Dieses alles hat Kanzlerin Merkel natürlich nicht gesagt, aber irgendwie hätte sie es doch sagen können, als schneller Brüter, der sie nun einmal ist.
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14.03.2011 um 13:23 Uhr

Immer neue Horrormeldungen aus Japans Kernkraftwerken

Eine Wasserstoffexplosion erschütterte jetzt auch den 3. Block von Fukushima in Japan.
Die Blöcke der Atomanlage der FirmaTepco liegen dort dicht nebeneinander.
Nachdem vorgestern schon das Gebäude des Blocks 1 explodierte, war heute morgen Block 3 dran.
Jetzt kann man nur darauf warten, wann das Reaktorgebäude des Blocks 2 explodiert.

Denn im Block 2 hat das Kühlsystem versagt. Die Kernbrennstäbe sollen schon trocken liegen.
Dieses würde bedeuten es kommt zu einer Kernschmelze, bei der durch die enorme Hitzeentwicklung die Brennstäbe schmelzen, es zu einer Explosion kommen kann, oder aber die geschmolzene Masse der Brennstäbe sich durch das Stahlgehäuse frisst, in den Boden sinkt und das Grundwasser atomar verseuchen könnte.

Noch aber sollen die inneren Stahlbehälter in denen sich die Brennstäbe bedinden unbeschädigt sein.
Angeblich soll bisher nur wenig Radioaktivität bei den Explosionen freigesetzt worden sein. Die zudem mit dem Wind eher auf das Meer hinausgetrieben wurde.
Aufgrund der atomaren Strahlenbelastung wurden Schiffe der US Marine von der Küste abgezogen.

Nicht auszudenken wäre, wenn mehr atomare Strahlung aus den havarierten Reaktoren austreten würde und der Wind die atomaren Wolken in Richtung der Megametropole Grossraum Tokio, mit ihren über 35 Millionen Einwohnern, treiben und diese Menschen gefährden würde.

Gerade, als seien die Folgen des Tsunamis und des Erdbebens nicht schon schlimm genug. Inzwischen spricht man von weit über 10.000 Toten, total zerstörten Küstengebieten. Einigen hunderttausend Menschen die ihr Obdach verloren, sich in Notunterkünften befinden.

Singapur lässt die aus Japan importierten Lebensmittel und Fische auf Radioaktivität überprüfen.
Manchmal scheint es allerdings so, als seien die sinkenden Börsenkurse der Energiegesellschaften und der Rückversicherer wichtiger als dieses ganze Elend und die Unsicherheit, welches die Menschen dort in Japan zur Zeit erleiden müssen.

Auch auf Deutschland haben diese Atomunfälle in Japan Auswirkungen.
Es wird wieder über die Atomkraftwerke und deren Sicherheit diskutiert.
Anfangs sagte Frau Merkel, Herr Westerwelle, Seehofer und Mappus, wir halten an der Kernenergie fest. Unsere AKW's sind sicher. Bei uns könnte so etwas nicht passieren, da es hier keine Tsunamis und Erdbeben dieser Stärke gibt.

Doch da bald Landtagswahlen sind, wollen sie jetzt doch noch einmal schnell die Sicherheit unserer Atomkraftwerke überprüfen lassen.

Ob unsere AKW's wirklich so sicher sind, darf bezweifelt werden. Denn sonst hätte es ja nicht zu so vielen Störfällen in der Geschichte der Kernenergie kommen dürfen. Bei einem Störfall im AKW Biblis kam es aufgrund einer Fehlbedienung sogar einmal fast zu einer Kernschmelze. Dieser Störfall wurde ein Jahr lang verschwiegen, bis er aufgedeckt wurde.

Es mag ja sein, dass unsere Kernkraftwerke relativ sicher sind, was die Notkühlsysteme angeht, aber doch sind sie nicht gesichert gegen den Aufprall eines Verkehrsflugzeuges. Und wohl schon garnicht gegen Bunkerbrechende Raketenwaffen.

Natürlich wird niemand unsere Meiler mit Bunkerbrechende Raketen angreifen.
Aber weiss das auch der Herr Gaddafi, falls er sich rächen will, oder der Iranische Präsident?

Da würde wohl nur ein Treffer ausreichen, um einen weiten Teil Deutschlands auf Dauer unbewohnbar zu machen. Selbst wenn wir hier keine so starken Erdbeben haben und derartige Szenarien unwahrscheinlich und nicht denkbar sind.
Ein Restrisiko ist ja überall, sagen sie.
Und das Problem, wo wir den ganzen Atommüll für die nächsten hunderttausend Jahre sicher entsorgen können, ist immer noch ungewiss.
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13.03.2011 um 17:50 Uhr

Goethe und die Natur

Die Natur bekümmert sich nicht
um irgendeinen Irrtum: sie selbst kann nicht anders als ewig recht handeln, umbekümmert was daraus erfolgen möge.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe ( Nachlass )

Die Natur hat sich soviel Freiheit vorbehalten,
dass wir mit Wissen und Wissenschaft ihr nicht durchgänig beikommen oder sie in die Enge treiben können.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Maximen und Reflexionen )

Irgendwie muss ich bei diesen Zitaten von Goethe an das Erdbeben in Japan denken und an die Kernkraftwerke, die es zu Goethes Zeiten noch nicht gab.
Aber wie heisst es so schön:
"Der Mensch beherrscht die Natur".
Zumindest will und denkt er dieses manchmal, um dann doch merken zu müssen, die Natur beherrscht uns.
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12.03.2011 um 06:26 Uhr

Kernkraftwerk in Japan droht die Kernschmelze,

Das schwere Erdbeben in Japan löste Ängste vor einer Kernschmelze in zwei Atomkraftwerken aus.
Ein extrem starkes Erdbeben hat Japan heimgesucht. Das Zentrum des Bebens lag in der Nähe der Stadt Sendal. Das Beben erreichte eine Stärke von 8,9 auf der Richterskala. Von mindestens 1.300 Menschen wird gesprochen, die durch das Beben, aber auch durch die von einem Tsunami gegen die Küsten getriebenen Wassermassen um ihr Leben kamen.
Die Bilder vom dort sind erschreckend und erschütternd, wie diese Riesenwelle Autos, Häuser, Boote sowie alles was sich ihr in den Weg stellt durcheinanderwirbelt und ins Land spült.
Zahlreiche Brände sind ausgebrochen, Telefonverbindungen und die Stromversorgung unterbrochen. Auch in dem vom Bebenzentrum entfernteren Tokio richtete das Beben Schäden an. Selbst die Nachbeben erreichten noch eine Stärke von bis zu 6,8.

Das Beben und die dadurch verursachten Opfer und Schäden sind katastrophal und fürchterlich.

Doch wesentlich schlimmer als es das Erdbeben sowieso schon ist, könnte es sein, wenn als Folge daraus in einem der Japanischen 54 AKW's eine Kernschmelze eintreten würde.
Die Kernkraftwerke in Japan wurden so ausgelegt, dass sie Erdbeben bis zur Stärke von 8,2 unbeschadet überstehen sollten. Doch dieses Beben mit der Stärke 8,9 war um einiges stärker.

So kam es in zwei AKW Blöcken in Fukushima durch Stromausfall zum Ausfall des Kühlkreislaufes. Ebenso noch in einem etwa 10 km entfernten AKW.
Fatal ist, dass auch die Dieselgeneratoren für die Notstromversorgung nicht ansprangen.
Herbeigeschaffte Notstromgeneratoren konnten nicht angeschlossen werden, da die Kabelverbindungen nicht zusammen passten.
Es wurde von den Behörden der atomare Notfall ausgerufen. Die Menschen im Umkreis von 10 km um das AKW aufgefordert die Gegend zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Sollten die Techniker die Lage nicht in den Griff bekommen, es zu einer Kernschmelze und es eventuell einer Explosion des Reaktors wie in Tschernobyl kommen, hätte dieses wohl noch viel schlimmere Auswirkungen für Japan, als das Erdbeben selbst.

Aufgrund der austretenden atomaren Strahlung könnten weite Gebiete Japans unbewohnbar werden.

Nach Tschernobyl waren ja auch selbst hier in Deutschland lange Zeit die Milch, Pilze und andere Lebensmittel verseucht worden. Die Kinder sollten damals nicht mehr draussen spielen, besonders nicht wenn es regnete wegen des Fallouts. . Die Strassenschuhe sollte man wegen des Strassenstaubes draussen stehen lassen. Später wurde der Sand in den Sandkisten gegen unkontaminierten Sand ausgewechselt.

Solche schlimmen Auswirkungen auf Europa und Deutschland hätte eine Kernschmelze in Japan l aufgrund der grösseren Entfernung und der Wetterlage wohl nicht. Selbst wenn die atomaren Teilchen mit den Höhenwinden um den Globus getrieben werden könnte. So stieg zu Zeiten der oberirdischen Atombombenteste jedesmal die messbare weltweite Strahlungsbelastung in Folge für einige Zeit an.

Aber selbst wenn wir hier vielleicht nicht direkt und sofort betroffen wären, so ist es doch der japanischen Bevölkerung zu wünschen, dass ihnen dieser GAU einer Kernschmelze erspart bleiben mögen. Selbst wenn es heisst, dass inzwischen schon Cäsium ausgetreten ist, was bedeuten würde, die Kernschmelze hätte schon begonnen. So ist doch zu hoffen, dass die schlimmsten Befürchtungen ausbleiben und sich nicht erfüllen.

Dieses Erdbeben war für sich alleine schon schlimm genug und es bleibt zu hoffen und wünschen , dass die Opferzahl nicht noch weiter steigt.

Update:
Es kam zu einer Explosion im AKW Fukushima 1.
Die Reaktorhülle wurde dadurch weggesprengt.Radioaktivität tritt aus. Im direkten Umfeld des Reaktors ist die Radioaktivität sehr, sehr hoch. . Die Evakuierungszone um den Reaktor wurde auf 20 km ausgeweitet. Die Menschen sollten dieses Gebiet schnell verlassen.
Die Bevölkerung wird zur Ruhe aufgerufen. An die Bewohner sollen Jodtabletten ausgegeben werden.
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10.03.2011 um 15:52 Uhr

Langsam nehmen sie wieder Überhand

Diese Spamblogs, Linkschleudern und Spameinträge bei Blogigo.
Und ja, es nervt, sehr sogar.
Wenn sich innerhalb von 30 Minuten 50 neue Spamblogs anmelden, oder in eben dieser Zeit fast nur Spamblogeinträge erscheinen und eure Einträge dadurch fast unsichtbar werden, in der Liste mit den neuen Einträgen.

Neuerdings tun sie inzwischen schon so, als seien es deutsche Blogs, die auch in deutsch schreiben.
Dazu noch mt Aufforderungen wie z.B.
"Ich brauche mal wieder eure Hilfe".
Was findet man dann dort? Ein wenig Text in Deutsch und massenhaft merkwürdige Links. So viele, dass mein Mobilgerät sie alle garnicht verarbeiten kann und gnadenlos abstürzt .

Einfach unschön.
Und falls Blogigo wirklich verkauft werden soll, wertvoller machen diese Spamblogs Blogigo wohl auch nicht gerade. Eher im Gegenteil.

Klar mag es schwierig sein, dieses massenhafte Anmelden von Spamblogs zu vermeiden oder zu verhindern, vom Betreiber aus. Falls diese Anmeldungen mehr oder weniger automatisch geschehen.

Aber bei ein wenig guten Willen, könnte der Betreiber die Blogs, die angemeldet werden, von Hand am Tage nach der Anmeldung freischalten. Ist zwar ein Mehraufwand als es die automatische Anmeldung ist, aber bei den durchschnittlich drei bis 10 wirklichen und realen Neuanmeldungen pro Tag, da sollte so etwas im Grunde doch machbar sein.
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10.03.2011 um 07:00 Uhr

Dr. Hope Bridges Adams

Ein Denkmal setzte Arte der ersten Frau, die in Deuschland Medizin studierte und mit einem Staatsexamen abschloss.
Mit dem Spielfilm
Dr. Hope, Eine Frau gibt nicht auf.

In diesem Film wird das Leben der
Hope Bridget Adams Lehmann
geb. 17.12.1855 bei London, gest. 10.10.1916 in München gezeigt und dokumentiert.
Dr. Hope, sehr eindrucksvoll von Heike Makatsch gespielt. Wenngleich der Film einige Längen haben mag, er erstreckt sich über fast 3 Stunden, so nimmt er einen doch mit auf eine beeindruckende Zeitreise, in eine Welt in der die Frauen noch recht wenig Rechte hatten und von Gleichberechtigung noch keine Rede war.
In eine Zeit, in der Frauen noch ein Kind nach dem anderen bekamen, dabei in grösster Armut lebten, kaum wussten wovon sie ihre Kinder und sich selbst ernähren sollten.

Dr. Bridgets Hope, die Frau, die es schaffte trotz aller männlichen Widerstände, als erste Frau in Deutschland das Staatsexamen in Medizin ablegte, in der Schweiz promovierte, als erste Frau in Deutschland praktzieren durfte, als Ärztin und Gynäkologin.

Diese Frau Dr. Hope, die fast in Vergessenheit geriet, von der niemand spricht und die dennoch so vieles geschafft hatte.

Klar, ich hatte mich beim Filmsehen auch geärgert, geärgert über die Borniertheit ihres Ehemannes, des Arztes Dr. Otto Walther Weber, der wie selbstverständlich meinte, jetzt wo sie ja verheiratet sind, bräuchte Bridget Hope nicht zu praktizieren, es reiche ja wenn er es täte, und sie, sie solle lieber für ihn da sein, für den Haushalt und die Tochter. Das sei der ihr zugewiesene Platz.
Doch Dr. Hope liess sich nicht kleinmachen, nicht einsperren. Sie behandelte Frauen, selbst wenn diese die Behandlung nicht bezahlen konnten. Ging zu Hausbesuchen in die Armenquartiere der Arbeiter.

Starb fast, als sie sich mit einer Lungentuberkulose ansteckte. Entwickelte gegen TBC ein ganz neues Heilkonzept und eröffnete mit ihrem Mann ein Lungensantorium in den Bergen.

Doch das war ihr nicht genug, sie wollte mehr erreichen.
Zurück in München wollte sie ein Mütterhaus bauen, eine Geburtsklinik mit einem modernen Kreissaal. Doch sie stiess auf grosse Widerstände aus der Ärzteschaft und der Hebammenorganisation. Die in ihr eine Konkurenz sahen.
Sie schrieb ein Buch
"Der ärtzliche Ratgeber für die Frau".
Ein Buch, welches die Frauen aufklären sollte, über Sexualität, Hygiene und Verhütung. Dieses Buch liess sie teilweise kostenlos in Krankenhäusern verteilen. Selbst wenn der Inhalt bei der Kirche und der Ärzteschaft verpönt war, da das Buch die Dinge beim Namen nannte und die gynäkologischen Zeichnungen der weiblichen Organe in ihrer Direktheit "Neu" war.

Ja, Dr Bridget Hope, eine Frau die beeindruckend war.Sie traf sich häufig mit Clara Zetkin, die auch längere Zeit bei ihr zu Gast war.

ALS Clara Zetkin in dem Film auftauchte, dachte ich der Name kommt mir bekann vor.
Klar, Clara Zetkin, die Frau die den internationalen Frauentag begründete. Ich schrieb vor zwei Jahren einmal daüber:
Heute ist der internationale Frauentag

Hier noch einige Filmzitate aus dem Film, die mich berührten:

"Denk an das was ist, nicht an das was kommen kann.

"Mache nicht schlecht, was so lange gut war"

"Das was wirklich zählt, ist das was man sich erkämpfen musste"

"Den einen Wassertropfen im Meer, der für einen bestimmt ist, den findet man nur einmal im Leben".

Hope Bridges Adams glaubte wohl zweimal in ihrem Leben, dass sie diesen einen Tropfen im Meer, der für sie bestimmt war, gefunden hatte.
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09.03.2011 um 07:59 Uhr

Mutter muss ins Krankenhaus, wer versorgt das Baby oder Kleinkind

Wo bekommt man Hilfe, wenn Mutter in Klinik und Baby versorgt werden muss.
Schrieb sie in einer Google Suchanfrage.
Ein kurzer Satz, hinter dem abèr eine grosse Problematik steht.

Nun kann man das Baby oder auch Kleinkinder ja nicht sich einfach selbst überlassen, in dieser Notlage.
Wo bekommt man da Hilfe und Beistand?

Im Grunde ist dafür die Krankenkasse, Rentenversicherung oder Unfallversicherung zuständig. Bei Sozialhilfeempfänger auch die Sozialkassen.

Sie müssen, wenn Kinder unter 12 Jahren im Haushalt leben, eine Haushaltshilfe für die Zeit des Klinikaufenthaltes stellen. Diese übernimmt das Einkaufen, Kochen, Waschen und die Kinderbetreuung und Haushaltsführung.
Dieses aber nur, wenn im Haushalt keine weitere Person lebt, (kommt hier nicht auf die Volljährigkeit an) , die den Haushalt weiterführen könnte.
Allerdings soll dieses weiterführen nicht dazu führen, dass sich Kinder vom Schulunterricht oder Partner von ihrer Arbeit freistellen lassen müssten.

Dieses gilt auch alles für die Mitaufnahme einer haushaltsführenden Person als Begleitperson ins Krankenhaus.

Diese stellen einer Haushaltshilfe für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes muss vor dem Klinikaufenthalt bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden.
Die Familie muss 10 % der Kosten pro Kalendertag hinzuzahlen, mindestens 5 Euro aber höchstens 10 Euro pro Kalendertag.

Sollte die Kasse aus irgendwelchen Gründen den Antrag ablehnen, könnte man noch bei dem zuständigen Jugendamt einen Antrag auf ambulante Familiepflege stellen, um die Betreuung und Versorgung eines Kindes in Notsituationen sicher zu stellen.

Ja, es ist nicht einfach, wenn die Mutter in die Klinik kommt, besonders wenn sie alleinerziehnd ist und zu Hause kleine Kinder hat.

Ich mag es mir garnicht vorstellen, dass die Fragerin von oben, ein 12 oder 14 jähriges Mädchen ist, die jetzt alleine verzweifelt mit dem Baby zu Hause sitzt, die Mutter in der Klinik ist, und sie nicht weiter weiss.
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09.03.2011 um 07:08 Uhr

Das soll Erziehung sein?

Stimmung: gut Sonne scheint

Sitz still! Nerv nicht!
Du bringst mich nochmal ins Grab! Wenn Erwachsene reden, haben Kinder ruhig zu sein. Dir gehört, was du siehst, wenn du die Augen zu machst. So lange Du die Füsse hier unter den Tisch steckst, hast Du zu machen was wir dir sagen.
Wenn du noch einmal so bist, hab ich dich nicht mehr lieb.

Ja, mit diesen Worten wurden Kinder vor nicht langer Zeit *erzogen*, und vielleicht zum Teil heute noch..ich denke diese Liste liesse sich fortsetzen.
Vielleicht fällt Euch ja noch etwas ein.
Dann können wir die Sätze - sammeln - und endlich alles über Bord schmeissen.
Ich frage mich, wie die Menschen heute wären, wenn es diese unseligen Sätze nicht gegeben hätte. Mit Sicherheit, freier, selbstbewusster und gesünder.
Einen schönen Tag Euch, und werft den Ballast ab, wenn ihr denn noch welchen mit Euch herumtragt.

07.03.2011 um 14:50 Uhr

Gestern war scheinbar nicht Blogigos Tag

Es hakelte und stockte am Sonntag bei Blogigo.
Nehme mal an, dass es nicht nur mir so erging oder es an meiner Mobilfunkverbindung lag.
Die Seiten bauten sich nur sehr langsam auf, häufig auch garnicht. Dann kam ein Verbindungsabbruch oder Server nicht gefunden. Zeitweise auch "Wir wechseln auf einen schnelleren Server".
Aber dieses alles kennen wir ja schon.

In der letzten Zeit war ich recht zufrieden mit Blogigo. Es gab kaum grössere Ausfälle, jedenfalls keine die über Tage anhielten. Kleinere Störungen verschwanden meistens wieder nach einiger Zeit.
Gut, der Betreiber mag sich vielleicht nicht sonderlich viel um Blogigo kümmern, aber solange es läuft und wir bloggen können, ist es aus meiner Sicht ok.
Zumindest haben wir keine Werbung hier direkt im Blog, so wie es bei einigen anderen Anbietern üblich ist. Bei denen dann nach jedem Blogeintrag eine dazu passende Werbung steht.
Würde man dort über die Liebe schreiben, kämen Anzeigen für Partnervermittlungen, oder nach einem Eintrag, bei dem sich über die Gesundheit beklagt wird, eine Werbung für Medikamente.
So etwas finde ich im Grunde fürchterlich.
Ebenfalls als positiv empfinde ich, dass unser Plattformbetreiber sich an die Datenschutzrichtlinien hält und keinen Adressenhandel mit unseren Daten betreibt.
Jedenfalls habe ich aufgrund meiner Anmeldedaten, die ich hier angegeben habe, noch keine Werbung oder Werbe E-Mails bekommen.

Seit einiger Zeit heisst es jetzt ja, Blogigo soll verkauft werden.
Mein erster Gedanke dabei war, dann höre ich auf hier zu bloggen.
Denn was wir haben wissen wir, was wir bekommen bei einem neuen Anbieter bzw. Besitzer aber nicht.
Doch dann dachte ich, erst einmal abwarten. Mag ja so sein, wenn es so kommt, dass sich ein neuer Besitzer findet, dass dieser die Blogigo Software optimiert, eventuell auch mal auf Beschwerden in der Sparte

Blogigo-Bugs und Fehler *klick* reagiert.

Vielleicht sogar den Blogigo Blog, mit Meldungen zu dem was intern vorgeht, mal wieder aktualisiert.
Also heisst es abwarten und Teetrinken.
Gehen kann man immer noch. Denn irgendwie hänge ich doch, wie sehr viele andere hier, sehr an Blogigo und den ganzen anderen Usern hier..
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07.03.2011 um 07:37 Uhr

Knackig kalt

Knackig kalt zeigte sich die vergangene Nacht.
Mit - 7 Grad Celsius, selbst jetzt noch am frühen Morgen, der in Sonnenlicht getaucht ist.

Von milden Frühlingsnächten kann man, hier in Niedersachsen, scheinbar noch lange nicht reden.
Nunja, wir haben ja auch noch keinen Mai, sondern erst den Monat März.

Der strahlend blaue Himmel lässt hoffen, dass die Mittagstemperaturen wieder so angenehm wie gestern werden. Da waren es Mittags fünf Grad Celsius. Aber PLUS.;-)
Die Katzen genossen die Sonne. Liessen die Sonnenstrahlen sich genüsslich aufs Fell scheinen.

Und für die Karnevalsumzüge in den Karnevalshochburgen, gut, da hatten wir schon Jahre mit wesentlich schlechterem Wetter. Mit Kälte, bösen Sturmböen, Schneefällen oder Starkregen.
Den Karnevalisten wird dieses sonnenscheinreiche Wetter wohl entgegenkommen, nehme ich an.
Fragt sich nur, ob sie so schnell mit ihren Festwagen auf Guttenbergs Abgang reagieren konnten?
Wie wird das Plagiatswägelchen aussehen?
Zu hoffen ist nur, dass sich kein Karnevalist ins Koma trinkt und des Nachts draussen liegt, denn dafür ist es wahrlich noch zu kalt.
Die jetzigen Nächte.
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