Gedanken oder Fragen

09.04.2010 um 06:01 Uhr

Afghanistan und kein Ende


Erst hiess es friedensfördender und stabilisierender Einsatz.
Jetzt nimmt Guttenberg das Kriegswort in den Mund.
Unsere Soldaten sind in einem "kriegsähnlichen" Einsatz.

Für Friedenssicherung gibt es in Afghanistan viele Tote.
Und es scheint nicht sicherer dort zu werden.

Familien und Partnerinnen weinen und trauern hier um ihre dort, im fernen Afganistan, getöteten Kinder und Partner.

"Feige" und aus dem Hinterhalt angreifend nennt unsere Regierung die Taktik der Talibans.
Ich weiss nicht, wie die Afghanen es sehen, wenn ganze Hochzeitsgesellschaften, oder unbeteiligte Männer, Frauen und Kinder von unbemannten Drohnenangriffen "zufällig" getötet werden.
Auch sie trauern um ihre Angehörigen.

Früher, als die Taliban noch von uns und den USA mit Waffen und Geld unterstützt wurden, als es gegen die Sowjetbesatzung ging, da wurden sie hier noch mutige Freiheitskämpfer genannt, die aus dem Hinterhalt eine übermächtige Sowjetarmee davonjagte.

Heute sind aus den damaligen Freiheitskämpfern Terroristen
und hinterhältige Subjekte geworden, die es zu töten gilt, wo man sie treffen kann.

Haben sie sich verändert, oder hat sich nur unsere Sichtweise verändert, da sie jetzt gegen uns kämpfen?

Als Heidi Brühl in den sechziger Jahren
"Hundert Mann und ein Befehl"
sang, da sollte unsere Armee eine Verteidigungsarmee sein.
Und heute? Heute stehen unsere Soldaten wieder im fremden Land.
Und was ist der Sinn?

.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. DustinYannickPhoebe schreibt am 09.04.2010 um 08:50 Uhr:Da gibt es keinen Sinn!!
  2. JOblogt schreibt am 09.04.2010 um 14:46 Uhr:sinnloser Krieg, die mehrheit der deutschen ist für einen abzug - aber es gibt keine politische mehrheit für diesen schnitt.
  3. sternenschein schreibt am 09.04.2010 um 21:41 Uhr:@Alex,
    sehr treffend.

    @Joblogt,
    der ganze Afghanistankrieg war ja nicht "rechtmässig" und auch den "Bündnisfall" gab es nicht so, wie es bei uns oftmals behauptet wird.
    Vielleicht sähe es heute dort anders aus, wenn das Geld welches für die Militäraktionen ausgegeben wurde, wirklich für den Aufbau des Landes und unter Einbeziehung der Bevölkerung benutzt worden wäre.
    Anstatt einen Präsidenten dort einzusetzen, der lange nicht den Rückhalt in der Bevölkerung hat, wie es gewünscht wird.
    Vielleicht hätte man "damals" auch nicht die Camps zur Ausbildung der Talibans und "Gotteskrieger" finanzieren und einrichten sollen. Diese auch noch mit Flugzeugabwehrraketen ausrüsten und damit erst die damalige Talibanregierung möglich zu machen.

    Liebe Grüsse
    sternenschein
  4. AngelInChains schreibt am 10.04.2010 um 08:14 Uhr:Mit "riskant" meine ich das direkte Verlinken hier. Wir wissen ja, man macht sich mittlerweile um dreizehn Ecken mit Links strafbar, sollte nur irgendwo dazwischen was "Illegales" stecken.

    Also, wie gesagt, wens interessiert, der googled selbst nach Wikileaks.
  5. sternenschein schreibt am 10.04.2010 um 20:05 Uhr:Ich weiss ja nicht, ob es immer noch so ist, aber eine Zeitlang hatte selbst heise.de in seinen Einträgen nicht mehr auf Wikileaks verlinkt, da es wohl "verboten" war.
    Da hatten sie dann auch nur den Namen ausgeschrieben ohne einen Link zu setzen.
    Manchmal ist man doch sehr erstaunt, wenn man liest, was vor uns Bürgern verheimlicht werden soll, von dem wir nichts wissen sollen. .
    Liebe Grüsse

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