Gedanken oder Fragen

06.07.2010 um 20:34 Uhr

Andrenogenitales Syndrom

Andrenogenitales Syndrom.
Kurz AGS genannt, ist eine Stoffwechselstörung, die bei den betroffenen Mädchen zur Vermännlichung führt, bei Jungs zur Frühreife.

Da die unter AGS "leidenden" Mädchen später angeblich verstärkt zur Homosexualität neigen bzw. lesbisch werden könnten will die US Endrokrinilogin dieses schon versuchen vor der Geburt des Kindes zu verhindern.

Sie verabreicht Müttern die diese Stoffwechselkrankheit AGS aufweisen das Hormon Dexamethason um einer eventuellen Vererbung von AGS vorzubeugen.

Bewusst nicht, um dieser Stoffwechselstörung vorzubeugen, sondern als Prävention gegen "anormales" maskulines oder homosexuellem Verhalten.
So will Frau Marie New scheinbar die Homosexualität schon im Mutterleib, noch vor der Geburt "heilen".
Dass das HormonDexamethason für diese Indikation garnicht zugelassen ist, interessiert sie eher weniger.
Siehe
thehastigscenter.org/BioethikForum
Der Link ist leider in englischer Sprache.

Wenn Menschen, die diese Stoffwechselerkrankung aufweisen, diese eventuelle Vermännlichung nicht wollen, darunter vielleicht sogar leiden, dann sollte ihnen schon in aller möglichen Form geholfen werden.
Wenn sie es aber als Teil ihrer Persönlichkeit ansehen, würde ich in dem Fall nicht von Krankheit sprechen. Und schon garnicht im Zusammenhang mit Schwul- oder Lesbisch sein, es als "Krankheit" ansehen die geheilt werden muss, möglichst schon vorbeugend im Mutterleib.
Im übrigen glaube ich auch garnicht, dass ALLE lesbischen Frauen vermännlicht sind oder wie halbe Männer aussehen bzw. sich geben.
Das mag vorkommen, vielleicht sogar desöfteren, aber ob es die Regel ist wage ich zu bezweifeln.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Jari schreibt am 06.07.2010 um 20:50 Uhr:Ich finde es eklig, dass man nun schon an Ungeborenen "herumdoktern" muss. Wie du sagst, vielleicht empfindet es die Person gar nicht als Krankheit, was soll denn also daran schlimm sein, wenn man etwas maskuliner ist? Schliesslich sind wir alle so, wie wir nun mal sind. Aber nein, man muss nun schon die Augenfarbe des Kindes bestimmen und es von eventuellen Anomalien heilen (die noch nicht einmal wirkliche Anomalien sind, sondern nur von einer verklemmten Gesellschaft als solche gesehen werden). Eklig!
  2. AngelInChains schreibt am 06.07.2010 um 21:12 Uhr:Es soll sehr viele Leute geben, die alles tun würden, damit ihr Kind "normal" wird. Normal heißt eben auch, heterosexuell, normalgewichtig, geschlechtlich stereotyp, ohne irgendwelche körperlichen Anomalien... Viele sagen, sie wollen das Kind vor Ausgrenzung später im Leben durch intolerante Mitmenschen schützen. Ich glaube ihnen sogar, dass sie wirklich so denken.

    Die Frage ist, was macht man nun, wenn ein Kind wohl später mal unnormal sein wird? Es gibt auch wirklich Kinder mit Behinderungen oder anderen Krankheiten, die als Erwachsene sagen, sie wünschten sich, die Eltern hätten es verhindert. Es gibt allerdings mindestens genauso viele Menschen, die mögen sich so, wie sie sind, oder sind auch wirklich stolz auf ihre Abweichungen. Was ist nun richtig? Man weiß ja nie, wie das Kind später über seine Abweichung von der "Norm" empfinden wird.

    Die Krankheit heißt übrigens Adrenogenitales Syndrom, obwohl die männlichen Hormone korrekt Androgene heißen.
  3. sternenschein schreibt am 06.07.2010 um 23:05 Uhr:@Jari,
    zumal dieses unter Vorbeugung und "Heilung" von Homosexualität läuft.
    @AngelInChains,
    hatte ich gerade bemerkt, dass ich es falsch geschrieben hatte, da ich mich noch ein bisschen weiter darüber informierte.
    Und komm zurück, da hast du es schon gesehen.;-)
    Klar, wenn diese Stoffwechselstörung durch die Nebennierenrinde eventuell zu Unfruchtbarkeit oder Menstruationsstörungen der Frau führt, oder zu anderen Problemen, dann sollte sie es behandeln lassen.
    Nun gibt es ja diese Störung in sämtlichen Abstufungen. Von Behandlungsbedürftig bis nicht Behandlungsbedürftig.
    Nur die Frage ist, ob als Einflussnahme auf das nichtgeborene Kind, um es vor einem schwulwerden zu schützen, ein dafür nicht zugelassenes Medikament verabreicht werden darf.
    Mich würden da eventuelle Spätfolgen, die daraus resultieren mal interessieren.

    theoretisch dürften wir wohl nur noch geklonte oder genmanipulierte Kinder bekommen, wenn wir wollten dass alle Menschen der "Norm" entsprechen würden.
    Irgendwie ein grausamer Gedanke.

    Wenngleich, wie du sagst, fast alle Eltern wohl ihrem Kind ein Stigma der angeblichen "Unnormalität", wegen des ausgrenztwerdens ersparen möchten.
    Nur da fragt sich ja auch, wo fängt diese Normalität an, wo hört diese auf?
    Brauchen wir Designerkinder oder eher mehr Toleranz?
    Sind tolerante Menschen, die auch das "Andere" begrüssen, als Bereicherung der Vielfalt ansehen überhaupt als "Normal" anzusehen.
    Vielleicht sollte auch dieses "Toleranzgen" schon vor der Geburt diagnostiziert und ausgeschaltet werden, damit wir alle einheitlich und intolerant gegen das andersartige werden können.;-)

    Liebe Grüsse
  4. AngelInChains schreibt am 07.07.2010 um 00:02 Uhr:Wieso sollte man sich wegen Menstruationsstörungen oder Unfruchtbarkeit zwangsläufig behandeln lassen? ;) Wer geht davon aus, dass sich jeder daran stören würde? Das ist auch schon ein Problem... Ich würd mich wahnsinnig freuen, wär ich unfruchtbar (oder vielleicht bin ich es auch, könnte gut sein). Ich weiß, damit trete ich sicherlich Unmengen an Leuten auf den Schlips, aber ich persönlich wünsche mir einfach keine Kinder, Verhütungsmittel sind teuer und in meinem Alter darf man sich nicht sterilisieren lassen. Da wäre es schon praktisch, einfach keine Kinder bekommen zu können. Aber so isses dann wohl immer in der Natur, weg Kinder will, bekommt keine, wer keine Kinder will, bekommt welche ;) Bisschen übertrieben ausgedrückt.

    Natürlich wäre die einzig wünschenswerte Lösung nicht, die Kinder vor Unnormalität zu schützen, sondern die Gesellschaft dazu zu bringen, Unnormalität einfach zu akzeptieren. Da würde eigentlich jeder von profitieren. Aber leider sieht es recht unmöglich aus, alle Menschen zur Toleranz zu bringen. Ich erlebe im Alltag so viel Intoleranz, wegen der lächerlichsten "Unnormalitäten", da erscheint es mir einfach unrealistisch, dass das mal endlich aufhört. Es ist traurig, aber so erscheint es mir einfach.
  5. Sandsturm schreibt am 07.07.2010 um 19:23 Uhr:Ich find es grausam! Da kann man ja gleich sein Kind ganz "designen". Ich persönlich finde es gemein, dass sie das tun! Man sollte sein Kind mehr oder weniger so annehmen wie es ist...Ist doch egal wenn es lesbisch oder schwul ist! Wir wohnen eigentlich in einem offen Zeitalter, aber anscheinden gibt es immer noch Leute die verklemmt sind und nicht begreifen, dass schwul oder lesben sein nicht schlimm ist...LG
  6. AngelInChains schreibt am 07.07.2010 um 20:34 Uhr:Wie "tolerant" die Gesellschaft als Gesamtheit ist, kann ja jeder selbst ausprobieren... Einfach mal als Mann mit einem anderen Mann händchenhaltend durch bestimmte Teile Berlins laufen (wobei man nichtmal Händchen halten muss, Mann + lange Haare reicht schon!). Dann wünsch ich euch schonmal viel Glück beim Wegrennen...
  7. Noemi schreibt am 16.08.2011 um 09:52 Uhr:Das ist eine unverschämtheit hier!
    Ags ist eine Stoffwechselkrankheit und hat nichts mit Designerkind ferner noch mit Schwul oder Lesbisch sein zu tun!!!
    Ich weiß wovon Ich rede denn meine Tochter hat Ags mit Salverlust.
    Und es kann lebensbedrohlich sein und die Medikamente sind Lebensnotwendig!
    Oder lässt vielleicht eine Diabetiskranke das Insulin weg?!!
    Das hat auch nichts mit Toleranz zu tun sondern es hier um die Gesundheit!
    Das man diese Krankheit unterschätzt und sich hier künstlich aufregt ist mir sehr schleierhaft.
    Zuerst sollte man sich Infomieren und dann darüber diskutieren.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Adrenogenitales_Syndrom

  8. sternenschein schreibt am 16.08.2011 um 23:04 Uhr:Liebe Neomie,
    ich verstehe den Grund deiner Empörung nicht.
    Ich hatte ja geschrieben, diese Endrikologin verabreicht NICHT ZUGELASSENE Medikamente, nicht gegen diese Stoffwechselkrankheit, sondern vorbeugend um Homosexualität oder eben lesbisches Verhalten zu verhindern.
    Sie scheint Homosexualität für eine Krnakheit zu halten, die heilbar ist.
    Dieses war für mich der springende Punkt.
    Ich kann auch nicht in den anderen Kommentaren hier, etwas abwertendes gegen Homosexualität. lesbisches oder eben normals Verhalten herauslesen.
    Deshalb verstehe ich nicht, wieso du sagst dieser Eintrag sei eine Frechheit.
    Dass du dir Gedanken um deine Tochter und ihre Gesundheit machst, kann ich gut verstehen. Aber ich glaube dennoch nicht, dass du sie als eine Art Versuchskaninchen nicht zugelassene Medikamente testen lassen würdest.
    Und würde sie zum Lesbentum neigen sollen, kann ich mir nicht vorstellen, dass du sie aus diesen Gründen als krank ansehen würdest.
    Wenn diese Stoffwechselerkrankung allerdings gesundheitliche Einschränkungen mit sich bringt oder auch lebensgefährlich werden könnte, dann verstehe ich deine Medikation, aber nur wenn es sich um erprobte Medikamente handelt und nich um Medikamente die dazu dienen sollen, eine angebliche Homosexualtät "heilen" oder vorbeugend bekämpfen sollen.
    Liebe Grüsse

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