Gedanken oder Fragen

23.07.2010 um 03:24 Uhr

Antworten von Gott

Antworten von Gott erwarten scheinbar viele Menschen.
Antworten auf ihre Fragen, oder auch auf ihre Bitten.

Gibt Gott diese Antworten?
Können wir sie überhaupt wahrnehmen, oder sind wir schwerhörig den Antworten gegenüber?

Vielleicht wollen wir auch nur hören, was wir hören wollen und alles andere blenden wir aus.
Wenn es denn diese Antworten gibt.

Interessant in diesem Zusammenhang fand ich Ergebnisse von Forschern, dass Menschen, die mit Gott sprechen sollten, so sprechen als würden sie ein reales Gegenüber haben, eines welches auch antwortet und reagiert.
Diese Gespräche aktivierten Hirnregionen, die auch benutzt werden, wenn wir mit einem anderen Menschen kommunizieren. Wie bildgebende Verfahren des Hirns ergaben.
Wurde hingegen mit dem Weihnachtsmann gesprochen, waren andere Hirnregionen aktiv, es fand keine gegenseitige Kommunikation statt.
Es wurden keine Antworten erwartet, ganz im Gegensatz zu den Gesprächen mit Gott.

Ich glaube auch kaum, dass wir seine Antworten, wenn es sie denn gibt, irgendwo anders finden können. Wenn, dann wohl nur in uns selbst.

Twittern tut der gute Mann ( Oder Frau? ) ja nun auch nicht. Hat er wohl auch nicht nötig, das Internet zur Kommunikation mit uns zu benutzen.
Bei "Wer kennt wen" oder auch Stayfriend hat er sich nicht eintragen lassen.
Selbst in die Freundesliste bei Facebook will er nicht eingetragen werden. Egal, ob einige ihn als ihren Freund ansehen oder auch nicht.
..

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Schlafblume schreibt am 23.07.2010 um 05:52 Uhr:Ich hab schon das Gefühl, dass man ihn wahrnehmen kann. Nicht nur in einem selbst. Auch in der Natur. Bisher war es immer so, dass, wenn ich traurig war und in die Natur gegangen bin, immer irgendetwas passierte, was mich wieder aufheiterte. Einmal saß ich zum Beispiel auf einer Wiese und es schlüpften ganz viele Maikäfer dort und starteten ihre erste Flugversuche. Ich weiß nicht, ob es Gott ist, dem man in der Natur begegnet, aber es ist zumindest göttlich :)

    Und Antworten auf die eigenen Bitten... Ich glaube schon daran dass, wenn man nach etwas wirklich mit Leib und Seele bittet, man es bekommen kann. Ob Gott das dann war oder nicht, sei mal dahingestellt. Sicher wirkt diese Antwort von mir sehr naiv. Aber ich glaube auch, dass Beten zumindest einen Einfluss darauf hat, wie man sich selbst diesen Wunsch erfüllen kann, unbewusst. Vielleicht ist man offener für Möglichkeiten die einem bieten oder behandelt seine Mitmenschen einfach anders als gewohnt.
  2. AngelInChains schreibt am 23.07.2010 um 18:52 Uhr:Dass bei einem Gespräch mit Gott im Hirn andere Regionen verwendet werden, als bei einem Gespräch mit dem Weihnachtsmann, finde ich logisch. Wenn einer an Gott glaubt, redet er mit voller Überzeugung im Gebet mit ihm, weil für ihn ist er ja tatsächlich da. Wer glaubt das schon so extrem vom Weihnachtsmann? ;) Da ist das Gespräch doch offensichtlich sehr fiktiv, also, es sei denn, jemand wär genauso überzeugt von der Existenz des Weihnachtsmanns wie von einer Existenz Gottes. Aber wo soll man Erwachsene finden, die so an den Weihnachtsmann glauben? ;)
  3. Wari schreibt am 24.07.2010 um 13:12 Uhr:Seine Antworten kann man ohnehin nur hören, wenn man bereit dazu ist! Und man muss sehr konkret sein beim Fragestellen.
  4. sternenschein schreibt am 25.07.2010 um 04:46 Uhr:@Schlafblume,
    nein, ich halte deine Gedanken überhauot nicht für naiv.
    Wichtig ist doch, dass man das Gefühl hat man würde unterstützt werden in dem was man sich wünscht.
    Schaden werden solche Gedanken ganz sicher nicht, eher hilftreich sein.
    So wie deine Geschichte mit den Maikäfern zeigt, die dir sicher etwas gegeben hat.

    @Wari,
    wenn man keine Antworten erwartet, wird man wohl auch in der Regel keine bekommen. Da stimme ich dir zu.

    @AngelInChains,
    *g* an den Weihnachtsmann wird wohl kaum noch ein Erwachsener glauben.
    Merkwürdig aber, dass der Glaube daran, dass es ein höheres Wesen bzw. Gott gibt, sich länger hält, auch wenn er/es sich nicht realer zeigt als der Weihnachtsmann.
    Es heisst ja auch, dass Menschen, selbst wenn sie nicht glauben, in ausweglosen oder äusserst gefährlichen Situationen dann sich doch an Gott wenden, versuchen mit ihm zu sprechen.
    Selbst wenn sie nicht an seine Existenz glauben, so scheinen sie doch zu hoffen, dass ihre Worte erhört werden.
    Irgendwie schon interessant, was man heute durch bildgebende Verfahren alles erkennen kann.

    Liebe Grüsse
  5. AngelInChains schreibt am 25.07.2010 um 17:41 Uhr:Ich denke, an den Weihnachtsmann glauben die Menschen nicht, weil es ja durch die Eltern aufgelöst wird, dass es ihn nicht gibt. Die erzählen dann ja ab einem bestimmten Alter dem Kind, dass sie die Geschenke unter den Tannenbaum legen, usw. Dem Mensch wird beigebracht, dass es den Weihnachtsmann nicht wirklich gibt. Würde man genauso mit Gott vorgehen (also dem Kind jährlich Sachen schenken und behaupten, sie kämen von Gott, und dann am Ende sagen "Gott gibt es nicht, wir haben das alles gemacht, nicht Gott"), würde dann vielleicht auch der Glaube an Gott genauso aussterben?

    Ich denke, dass Menschen in Notsituationen anfangen, zu beten, hat nichts mit Glauben zutun. Sie klammern sich eben experimentell an Dinge, die helfen KÖNNTEN, weil der Versuch ja auch nix kostet und alles, was hilft, erwünscht ist. Es ist genauso mit schwer kranken Menschen, die an Wunderheilung nicht glauben, die dann aber doch zum Wunderheiler gehen, einfach, weil es helfen KÖNNTE. Oder wie mit den hungernden Kindern in einigen Teilen der Welt, die halt pro forma Christen werden, wenn das halt die Bedingung ist, von den Missionaren was zu essen zu bekommen. Der Mensch versucht alles, um zu überleben (abgesehen von Fällen wie Suizid, usw, kann man ja schon sagen, dass die meisten Menschen leben wollen), also klammert er sich an alles. Daran glauben muss er noch lange nicht.

    Auch, wenn das die Christen wohl traurig ist, für die jedenfalls, die glauben, jeder würde sich schließlich doch auf Gott besinnen (einige Christen tragen das ja wie einen Triumpf vor sich her, was ich etwas seltsam finde - ist doch schließlich egal, was andere Menschen glauben; aber das sieht nicht jeder so, sonst gäbe es nicht diese ekelhafte Missioniererei zT mit Gewalt).

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