Gedanken oder Fragen

04.04.2011 um 03:29 Uhr

Atomstrom gegen Ökostrom

Immer mehr Menschen in Deutschland lehnen die Atomkraftwerke ab.
Wollen deswegen den Stromanbieter wechseln und auf Ökostrom umsteigen. Um die Produktion regenerativer Energien zu fördern

Nur fragt man sich, wie der Ökostrom in die Leitungen und in das Haus kommt?
Es sind doch alles die gleichen Stromleitungen, da wird doch nicht in der Leitung getrennt, nach Atomstrom und Ökostrom.

Es stimmt, wenn unser Nachbar Atomstrom nimmt und wir nehmen Strom vom Ökostromanbieter, dann bekommen wir beide den gleichen Strom.

Aus unserer Stecksose wird ein genauso hoher Anteil an Atomstrom fliessen, wie es auch unser Nachbar bekommt. Dieser bekommt allerdings auch einen ebenso hohen Anteil an Ökostrom wie wir auch. Selbst wenn er diesen garnicht bezahlt hat, sondern an einen Atomstromanbieter seinen Obulus entrichtet.

Die Stromkabel und Steckdosen können nicht unterscheiden welche Art von Strom wir wollen. Sie liefern uns den gesamten Mix an Strom, der von den AKW's, Kohlekraftwerken, Windkrafträdern und Solaranlagen in unser Netz eingespeist werden.

Was hilft es also, wenn wir auf einen Ökostromanbieter umsteigen?

Viel.
Denn er leitet unseren Obulus, den wir für unsere Elektzität bezahlen, nur an die Produzenten der regenerativen Energie weiter.
Von unserem Geld werden dann keine Atomkraftwerke mehr finanziert.
Je mehr Menschen sich weigern Atomstrom zu beziehen, nur noch ihre Stromgebühren für Ökostrom bezahlen, um so weniger wird es sich für die Atomindustrie lohnen ihre Atommeiler weiter zu betreiben. Da sie ihren dort produzierten Strom nicht mehr verkaufen können und letzendlich die AKW's abschalten müssten.

Nun wird es nicht ganz so sein, sofern sie ihren Atomstrom noch an das Ausland verkaufen können.

Ein weiteres Problem ist die Industrie.
Besonders die energieintensive.

Die Industrie verlangt praktisch nach Atomstrom, den sie billig beziehen kann. Ist deshalb auch gegen die Abschaltung der Atomkraftwerke.

Wenn man es genau nimmt und weiterführt, dann müsste man auch schauen, welche Produkte in welchen Werken unter zuhilfename von Atomstrom hergestellt werden.

Wohl ein schwieriges Unterfangen, denn wie soll man erfahren welche Werke Atomstrom zur Produktion ihrer Ware verwenden?
Wahrscheinlich werden es zur Zeit alle Industriewerke sein, die auch Atomstrom beziehen.

Wenn jetzt der Kunde allerdings darauf achten würde, ob die Waschmaschine, der Kühlschrank, Fernseher, der BMW, Mercedes, Opel, die oder den er kaufen will ohne Atomstrom hergestellt wurde, da er sonst auf den Kauf dieses Artikels verzichten würde, dann könnte dieses schon einen Eimfluss auf die Stromabnahme der Industrie haben.

Aber wer fragt schon nach, ob der BMW, das Essbesteck, Handy, Digitalkamera, Weihnachtsbaumkugel etc. mit Atom oder Ökostrom hergestellt wurde?

Vielleicht sollten wir mal nachfragen und unsere Kaufentscheidung nach der verwendeten Stromart ausrichten, damit die Atomkraftwerke keine Zukunft mehr haben.

Eine Art "Blauer Engel" Aufkleber, nur für Produkte und darin enthaltene Bauteile die ohne Atomstrom hergestellt wurden, könnte da schon Klarheit schaffen.
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