Beobachten wir uns selbst ?
Erinnerungen in merkwürdigen Sichtweisen.
Wenn ich mich an Begebenheiten aus der Kindheit erinnere, dann sehe ich das Geschehen fast immer quasi von aussen, als ganzes.
Ich mochte mit drei, vier Jahren gerne Insekten, wie Spinnen, Käfer und Ameisen beobachten.
So sehe ich mich vor einer Ameisenstrasse hocken und diese Tierchen in ihrem Treiben beobachten. Ja fast kann ich noch die einzenlnen Ameisen sehen und was sie gerade machten. Ich sehe aber auch mich, von aussen, von oben. Viele Dinge kann ich noch bildlich sehen, einzelne Kieselsteine im Bach, Schwalben samt ihren Nestern im Kalksteinbruch, Grasbüschel, Schilfwälder, Wege und Pfade mit all ihren einzelnen Unebenheiten. Büsche, Hecken, Bohnen, Erbsen und Beeren. Fast jede Einzelheit. Dabei sehe ich mich nicht.
Aber sowie ich mich mit den Dingen, den Wegen in Interaktion sehe, sehe ich mich selbst aus einer anderen Perspektive.
Es gibt davon keine Fotos, also kann diese Aussensicht nicht auf Erinnerung durch Bilder beruhen.
Und ich seh mich und dieses Mädchen. Wir waren wohl fünf Jahre alt. Sie war bei Onkel und Tante in den Ferien für einige Tage zu Besuch.
Sie war lebhaft, wir spielten zusammen. Da stand sie vor mir, in ihrer kurzen Lederhose, lachte und hob die dicke fette braune Erdkröte auf. Hielt sie in der Hand. Reichte sie mir.
Mit ein wenig Ekel nahm ich die Kröte. Sie war nicht kalt und glibberig wie ich dachte. Sie fühlte sich warm und trocken an. Die Kröte glotzte uns beide aus ihren krötigen Augen an, bevor sie wieder in die Freiheit sprang.
Diese Kröte verband uns. Das Mädchen hatte mich durch ihren Mut verzaubert. Sie war die Heldin die Freiheitskämpferin die sich vor nichts, aber auch garnichts, fürchtete.
So verbrachten wir noch einige Tage, mit vielen Unternehmungen, lachen, toben und grosse Entdeckungen machen. Irgendwann musste sie wieder zurück nach Hause. Sie kam aus Fünfhausen, einem Ort, den ich mir damals mit fünf Häusern vorstellte. Einige mehr werden es wohl in der Zwischenzeit geworden sein.
Der Zauber dieses Sommers war vorbei. Ich sah dieses Mädchen, welches mir den Frosch gab, niemals wieder.
Geht es euch auch so, dass ihr euch in der Erinnerung aus der Aussenpersektive wahrnehmen könnt? Und woher mögen diese Bilder kommen, denn wir stehen ja nicht ausserhalb, können uns aus dieser Perspektive nicht wirklich beobachten. Diese Bilder müssten folglich ein Konstrukt unseres Geistes sein.
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Wenn ich mich an Begebenheiten aus der Kindheit erinnere, dann sehe ich das Geschehen fast immer quasi von aussen, als ganzes.
Ich mochte mit drei, vier Jahren gerne Insekten, wie Spinnen, Käfer und Ameisen beobachten.
So sehe ich mich vor einer Ameisenstrasse hocken und diese Tierchen in ihrem Treiben beobachten. Ja fast kann ich noch die einzenlnen Ameisen sehen und was sie gerade machten. Ich sehe aber auch mich, von aussen, von oben. Viele Dinge kann ich noch bildlich sehen, einzelne Kieselsteine im Bach, Schwalben samt ihren Nestern im Kalksteinbruch, Grasbüschel, Schilfwälder, Wege und Pfade mit all ihren einzelnen Unebenheiten. Büsche, Hecken, Bohnen, Erbsen und Beeren. Fast jede Einzelheit. Dabei sehe ich mich nicht.
Aber sowie ich mich mit den Dingen, den Wegen in Interaktion sehe, sehe ich mich selbst aus einer anderen Perspektive.
Es gibt davon keine Fotos, also kann diese Aussensicht nicht auf Erinnerung durch Bilder beruhen.
Und ich seh mich und dieses Mädchen. Wir waren wohl fünf Jahre alt. Sie war bei Onkel und Tante in den Ferien für einige Tage zu Besuch.
Sie war lebhaft, wir spielten zusammen. Da stand sie vor mir, in ihrer kurzen Lederhose, lachte und hob die dicke fette braune Erdkröte auf. Hielt sie in der Hand. Reichte sie mir.
Mit ein wenig Ekel nahm ich die Kröte. Sie war nicht kalt und glibberig wie ich dachte. Sie fühlte sich warm und trocken an. Die Kröte glotzte uns beide aus ihren krötigen Augen an, bevor sie wieder in die Freiheit sprang.
Diese Kröte verband uns. Das Mädchen hatte mich durch ihren Mut verzaubert. Sie war die Heldin die Freiheitskämpferin die sich vor nichts, aber auch garnichts, fürchtete.
So verbrachten wir noch einige Tage, mit vielen Unternehmungen, lachen, toben und grosse Entdeckungen machen. Irgendwann musste sie wieder zurück nach Hause. Sie kam aus Fünfhausen, einem Ort, den ich mir damals mit fünf Häusern vorstellte. Einige mehr werden es wohl in der Zwischenzeit geworden sein.
Der Zauber dieses Sommers war vorbei. Ich sah dieses Mädchen, welches mir den Frosch gab, niemals wieder.
Geht es euch auch so, dass ihr euch in der Erinnerung aus der Aussenpersektive wahrnehmen könnt? Und woher mögen diese Bilder kommen, denn wir stehen ja nicht ausserhalb, können uns aus dieser Perspektive nicht wirklich beobachten. Diese Bilder müssten folglich ein Konstrukt unseres Geistes sein.
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Liebe Grüße an dich.
, als würde der eigene GEIST hinter einem stehen...
hab ich doch glatt ein Wort vergessen^^
aber vielleicht hat galahad mit der aussage ganz recht, das man sich dazudenkt,von verschiedenen fotos, bildern die man irgendwann mal betrachtet hat.ich weiß es nicht.finde es aber immer wieder interessant.