Gedanken oder Fragen

16.01.2011 um 15:42 Uhr

Das Leben wie ein Lehrbuch nutzen

Das Leben wie ein Lehrbuch zu nutzen,
aus den Erfahrungen lernen.

Es hört sich so einfach an, doch ist es manchmal unheimlich schwer, die Lernerfahrungen, die uns das Leben schenken möchte, auch in "Lernerfolge" umzusetzen.

Mühsam blättern wir uns durch die Seiten und durch die Kapitel, die das Leben uns in unser Lebensbuch schreibt.
Manchmal kommen wir gut darinnen weiter, ja fliegen fast über die Zeilen, dann aber wiederum müssen wir ein Stück weit zurückblättern, das vergangene Kapitel noch einmal lesen, da wir schon wieder vergessen hatten, was dort für uns geschrieben stand, was wir unbedingt uns merken wollten und inzwischen doch wieder vergessen hatten.

Lernerfolge stellen sich manchmal eben nur sehr langsam ein. Maches dauert bis wir es verinnerlicht haben.

Schneller kann es mit einer Lernhilfe gehen.
So wie diese "Lernerfolge eines unbekannten Autors, der in kurzen Sätzen darüber schreibt was das Leben ihm beibrachte.

BlueSavannah/ich habe gelernt *klick*

Fast allem, was dort geschrieben steht kann ich uneingeschränkt zustimmen.
Der Text machte mich sehr nachdenklich, denn es hört sich so schlüssig an, so einfach, diese Lernerfolge. Doch ist es wohl schwierig, sie wirklich zu verinnerlichen und auch zu leben.
Ich blätter in meinem "Lebensbuch" jetzt eine Seite weiter, mal schauen was ich da lernen werde.;-)
;

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Nasoetwas schreibt am 16.01.2011 um 17:51 Uhr:Ich hab's gelesen. In der Ich-Form wäre es perfekt!
    Mir haben 62 Jahre beigebracht was "Ich" muss nicht was "Du" musst! ;)
  2. Yaimm schreibt am 16.01.2011 um 18:26 Uhr:Ich habe das schon lange auf dem PC und auch mir ist der Verfasser unbekannt.
    In all den Jahren habe ich es abgeändert, Sätze hinzugefügt.

    Es ist tatsächlich so, daß viele Menschen schlau daher reden, aber nicht nach ihren eigenen Weisheiten leben. Zu viele...
    Es ist wohl einfacher, anderen zu sagen, wie es geht, als es selbst zu tun.

    Jorge Luis Borges hat geschrieben:
    "Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, im nächsten Leben, würde ich
    versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
    ich würde mich mehr entspannen. Ich wäre ein bisschen verrückter als ich
    gewesen bin, ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen. Ich würde nicht
    so gesund leben. Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
    Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.
    Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar
    verbrachten; freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch
    einmal anfangen könnte, würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu
    haben. Falls Du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben;
    nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen! Wenn ich noch einmal leben
    könnte, würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß
    gehen. Und ich würde mehr mit Kindern spielen, wenn ich das Leben noch vor
    mir hätte. Aber sehen Sie... ich bin 85 Jahre alt und weiß, dass ich bald
    sterben werde."

    Wissen tun das viele, erkennen tun sie es erst im hohen Alter, warum verinnerlichen sie es nicht? Ich weiß es nicht.
  3. aenne schreibt am 16.01.2011 um 21:09 Uhr:@Sternenschein
    Du hast immer so schöne Worte. Danke.

    @Nasoetwas
    Du hast recht. Die "Ich"-Form üben und anwenden, kann gelingen, wenn ich mir selbst bewußt bin, dass es erstmal nur um einen selbst geht.

    @Yaimm
    Das Wissen verinnerlichen, ist ein Prozeß, auf den sich Mancher einläßt und Andere nicht. Oftmals zu spät, wie du auch selbst schreibst.
    Es gibt Momente in meinem Leben, da wird es mir sehr bewußt, wie gut es mir tut, wenn ich mir selbst und meinen Möglichkeiten bewußt werde. ich glaube auch, genau dann beginnt der Prozeß des Verinnerlichen.
  4. aenne schreibt am 17.01.2011 um 23:15 Uhr:Aus "Brida" von P.Coelho: "Um zu lernen, muss man demütig sein."
    Ich finde, diese Worte treffen den Kern, wenn es um das Lernen vom Leben geht .
  5. sternenschein schreibt am 18.01.2011 um 09:57 Uhr:@Nasoetwas,
    stimmt, wunderte mich auch, dass es nicht in der Ich-Form geschrieben war.
    Ich kann zwar auch von anderen lernen, aber mehr noch von dem was mir selbst geschieht.

    @Yaimm,
    der Gedanke es für sich persönlich abzuändern und anzupassen hat was.
    Dein Text von Borges ist auch sehr schön, doch wüsste ich garnicht ob ich so vieles verändern würde, wenn ich es könnte.

    @aenne,
    finde deine Amerkung von Demut um von dem Leben zu lernen, schon richtig.
    Ich glaube, ich hatte über Demut auch schon mal etwas geschrieben.
    Demut kommt ja heute nicht mehr so wirklich an, es soll alles erzwungen werden, da ist für Demut dann kein Platz.
    Demut und auch Dankbarkeit dem Leben gegeüber, dem was es einem schenkt, aber auch vielleicht demgegenüber was es einem wieder nimmt, sowie der Mut zum Leben, die Freude daran, jeden Tag aufs neue, ich glaube dieses ist schon sehr wichtig.

    Liebe Grüsse

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