Der Papst reist ohne Kondome
Stimmung: gut
Nur das Papst Benedikt jetzt laut SPON behauptet: "Kondome verschlimmern das HIV Problem", mutet doch etwas seltsam an.
Gibt es Aids nur, weil es Kondome gibt und die Menschen sie benutzen?
So wird der Papst es wahrscheinlich nicht gemeint haben. Er ist zwar schon alt, aber wohl nocht nicht senil.
Von dem Gebrauch von Kondomen rät der Papst ab.
"Enthaltsamkeit ist das Mittel gegen Aids" ist seine Devise. Aber wer will schon immer enthaltsam sein? Wir sind ja nicht Papst, auch wenn die Bild es manchmal schreibt.
Papst Benedikt fordert statt Kondome zu benutzen "ein spirituelles Erwachen" und "Freundschaft für die Leidenden".
Das mag ja gut sein, nur schützt ein spirituelles Erwachen nicht gegen Schwangerschaft und auch nicht gegen Aids. Wenn erst einmal ein Mensch an Aids erkrankt ist, dann wird die Krankheit nicht durch ein spirituelles Erwachen geheilt.
Den Aussagen des Papstes, "Die gegenwärtige Krise ist Folge eines Ethikdefizites in wirtschaftlichen Strukturen", stimme ich voll zu.
Wirtschaft und Ethik, jedenfalls die Kapitalorientierte Wirtschaft scheint sich mit Ethik nicht wirklich zu vertragen.
Nebenbei bemerkt, in Washington sind über 3% der Bevölkerung über 12 Jahren inzwischen mit dem HIV Virus verseucht. Bei 1 % Durchseuchung der Bevölkerung mit ansteckenden Krankheitserregern spricht man von einer Epidemie.. Erschreckend.
In Washington grassiert die Aids Epidemie. Hätten sich die Bewohner davor geschützt, indem sie auf Kondome verzichteten, dann wäre die Infektionsrate wohl noch wesentlich höher.
Klar, wären sie enthaltsam gewesen, wie der Papst es anrät, hätte die Aids Epidemie nicht diese Ausmasse annehmen können.
Aber wir sind ja nicht Papst.
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Aber dass die Kirche dagegen ist, das wundert mich gar nicht und ich reg mich laengst nicht mehr drueber auf. Die katholische Kirche darf wohl auch gar nicht Kondome gutheissen, da ganz strenge Katholiken Geschlechtsverkehr sowieso nur zum Zeugen eines Kindes nutzen duerfen, demnach Verhuetung aller Arten verboten ist. Sind halt ihre Regeln...
Schlimm ist die AIDS-Epidemie auf jeden Fall. Nur ist die Frage, wieso der Papst sich da ueberhaupt einmischen sollte. Weltliche Mediziner sollen den Gebrauch von Kondomen propagieren und der Papst sich da heraushalten, und gut is ;)
Schlimm ist es nur, wenn AIDS-kranke Katholiken sich wegen ihrer Religion weigern wuerden, Kondome zu verwenden. Aber wenn man so streng katholisch ist, dann sollte man auch in dem Punkt auf den Papst hoeren, dass man in del Fall enthaltsam sein sollte.
Aber was erwartet man von einer Gruppe, die ihre Kirchenoberhäupter und Schäfenzähler zur Enthaltsamkeit zwingt und Lustgefühle durch Geißelungen ahndet........sich seit Jahrhunderten Kriege angezettelt und Geld angehäuft hat....Intrigen geschmiedet hat, Hexen erkannt und verbrannt hat...was erwartet man da? Das diese Truppe auf einmal die Zeichen der Zeit erkennt und ihren eigenen Prinzipien fremdgeht?
Wohl kaum. Ich kann sie nicht leiden. Ehrlich nicht. Schon lange nicht. Ich finde ihre Ansichten beängstigender (in Teilen) als den Islam, den so viele fürchten....
Die Energie lieber fuer was Positives verwenden. Etwas, wo noch etwas zu erreichen ist.
Oder ob dieser Glaube nur oberflächlich gelebt wird, der aber mit dem wirklichen Leben ansich nichts zu tun hat.
Denn immerhin gibt es in Deutschland zig Millionen Katholiken.
Ich könntr schlecht eteas glauben, und dann doch nicht danach leben.
Danke für eure unpäpstlichen Kommentare.;-)
Andererseits wird ein streng glaeubiger Mensch sich auch zuruecknehmen koennen, um sich an die Gebote zu halten, oder? Ich hab bsp. auch meine eigenen Regeln, meine Moralvorstellungen, die den meisten Menschen vielleicht auch nicht immer einfach einzuhalten sind, aber weil ich dahinter stehe, mit ganzem Herzen, daher faellt es mir nicht schwer, mich daran zu halten. Wieso sollte es mit Menschen, die wirklich aus Ueberzeugung ihre Religion leben, anders sein? Eine Ausnahme sind die, die nur Katholik sind, aus Traditionsgruenden... Aber da waer die Frage, wieso die es so schlimm finden sollten, gegen Gebote zu verstossen. Wenn sie sowieso nicht ganz von ihrer Religion ueberzeugt sind.
Ich engagiere mich auch eher in der protestantischen Kirche. Glaube ist eine sehr persönliche Angelegenheit und daher auch schwer von außen zu beurteilen.
Es gibt eine Sache, über die ich mich immer wieder aufrege: Studenten und Studentinnen der katholischen Theologie dürfen zwar uneheliche Kinder haben, dürfen aber NICHT in wilder Ehe mit ihrem Partner zusammenleben. Das gilt auch für gemischtgeschlechtliche Wohngemeinschaften. Es geht mir einfach nicht in den Kopf rein, wieso einem so etwas vorgeschrieben wird, wenn man, vor allem weil man als Frau eh keine andere Möglichkeit hat, das Fach nur aus wissenschaftlichen Gründen studiert, vielleicht Lehrer werden möchte.
Ich weiß nicht, was die katholische Kirche sich bei so Sachen denkt.