Gedanken oder Fragen

08.07.2009 um 16:44 Uhr

Der Seele Flügel wachsen lassen

Stimmung: gut

Die Liebe. Lassen sie der Seele Flügel wachsen
Ein Buch von Peter Lauster, welches ich, ebenso wie seine anderen Bücher sehr gerne las.
Seine Denkansätze sind so klar und bestechend. Sie zeigen auf, der Liebe keine Fesseln anzulegen, sie leben zu lassen. Die Liebe nicht einsperren und konservieren zu wollen.
Und doch, selbst wenn es so klar scheint, ist es manchmal sehr schwer, auch danach zu leben.

So schreibt eine Frau, im Forum seiner Homepage:
"Je weniger du die anderen bewertest, je weniger du dich auf oder abwertest, desto offener bist du. Umso öfter verliebst du dich.
Jetzt bin ich offen. Habe ich gelernt, Liebe muss frei sein, muss atmen können, nur wer sich der Liebe öffnet, lebt.
Aber was fange ich jetzt mit der Liebe an, wenn sie einem anderem, als meinem Partner gilt?"


Peter Lauster, geb.1940 hat Psychologie studiert, entwirft selbst Grafiken und Aquarelle. Sein Buch
"Die Liebe" befand sich jahrelang auf den Bestsellerlisten, hat eine Auflage von über einer Million. Mehr über seine Werke erfahrt ihr auf seiner Homepage.
Er bezeichnet die bürgerlichen Moralvorstellungen, als krebserregend.

Dieser Eintrag ist jetzt fast 2 Jahre alt.
Schussel war noch nicht verheiratet.
NoZi sich nicht sicher wie sie leben soll.
Blomsbury fand die Schlussfolgerung der bürgerlichen Moralvorstellung interessant.
Ob die Kommentare heute wohl anders aussehen würden?
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Bloomsbury schreibt am 30.07.2007 um 19:23 Uhr:Er bezeichnet die bürgerlichen Moralvorstellungen als krebserregend.
    Interessanter Gedanke!
  2. Veela schreibt am 30.07.2007 um 19:24 Uhr:"Er bezeichnet die bürgerlichen Moralvorstellungen als krebserregend"

    Das ist mal eine sehr interessante Aussage!

    Bedeutet das etwa, dass Treue, Liebe und / oder Partnerschaft im herkömmlichen Sinne out ist?

    Schade wärs... oder?

    Veela
  3. sternenschein schreibt am 30.07.2007 um 23:34 Uhr:@Veela und Bloomsbury,
    er ist der Meinung, eine Ehe ist ein Vertrag, Liebe laesst sich aber vertraglich nicht binden und regulieren. Sie ist da, oder eben auch nicht.
    Lauster meint, lieben sollten wir das Leben, einfach alles, und Menschen ebenso wie eine Blume oder einen Schmetterling. Diese wollen wir auch nicht besitzen, weil wir sie schoen finden, sondern erfreuen uns an ihrem dasein.
    Alles muss fliessen und im Fluss bleiben, nur dann kann die Liebe existieren und sich aufbauen.
    Deshalb ist er auch der Meinung, Eifersucht ist eine Krankheit, sie hat mit Liebe nichts zu tun. Eher mit festhalten wollen, was man nicht halten kann.
    So wie er es schreibt ist es schon schluessig, nur wer kann so leben?
    liebe Gruesse
  4. Schussel schreibt am 31.07.2007 um 00:09 Uhr:Ich denke, das es schwer ist, ein solches Leben nach Lauster zu leben.
    Was allerdings mit unserer Gesellschaft und deren Erziehung zu tun hat.
    Wir bekommen doch irgendwie beigebracht, dass man heiraten soll und Kinder in die Welt setzen soll. So wird uns das Bild Familie injiziert.
    Ein jeder muss selber entscheiden, wie er sein Leben lebt und welche Prioritäten er setzt.
    Ich selber bin der Meinung, ich brauche keinen Trauschein um mit dem Mann an meiner Seite glücklich zu sein und Kinder zu haben.
    Andererseits wünscht er es sich und ich würde es ihm zu Liebe machen (und welches kleines Mädchen träumt nicht davon seinem Prinzen zu begegnen und ihn zu heiraten???).
    Ich denke, dass es für meine Kinder eine bessere Absicherung ist, wenn sie in einer Ehe zur Welt kämen.....
    Aber wie gesagt, das ist irgendwie Erziehung......(oder doch die Moral die sich über Jahre nicht weiter entwickelt hat???)

    Lieben Gruß,
    Sarah
  5. NoZi schreibt am 31.07.2007 um 12:42 Uhr:ich finde diese gedanken von euch wunderbar!

    allerdings bin auch ich manchmal an dem punkt, wie eben jene frau, die sich fragte, was sie mit der liebe macht, die sie anderen gegenüber empfindet?

    lebt man sie aus? wenn ja, wo ist der schritt, den man NICHT gehen sollte, vielleicht nähe lässt man zu?

    ich sehe das problem vorallem in unserer gesellschaft, in unserer erziehung, die es eigentlich nicht zulässt, dass man wirklich lieben kann ... denn bei vielen ist es schon der ruin, wenn man meint, man liebe mehr als einen menschen.

    das ging neulich soagr so weit, dass ich mit einem guten freund über unsere freundschaft diskutiert habe, was gefühle angeht, weil ich merkte, es ist schon über eine "normale" freundschaft hinausgehend ... auch hier die frage, wie sehr darf ich den anderen lieben, ohne dem partner weh zu tun, wieviel nähe darf man zeigen, ohne andere zu verletzen ... und egal, welche antwort wir selber dafür finden würden, so stoßen wir doch vorher an die grenzen, die uns andere auferlegen!
  6. Schussel schreibt am 31.07.2007 um 13:52 Uhr:Richtig! Denn da kommt wieder die von der Gesellschaft auferlegte Moral ins Spiel....
  7. Veela schreibt am 31.07.2007 um 20:26 Uhr:Viele durchbrechen die von der Gesellschaft auferlegte Moral und besuchen die wie Pilze aus dem Boden schiessenden Swinger Clubs. (offensichtlich eine Marktlücke die sich aufgetan hat)

    Da kann man "lieben" so viel und so oft wie man will *gg*

    Gruß
    Veela
  8. Schussel schreibt am 31.07.2007 um 21:31 Uhr:Öhm, aber die sind doch nicht neu die Swinger-Clubs *amKopfkratz*
  9. Veela schreibt am 01.08.2007 um 05:42 Uhr:nuja... in den vergangenen 20 Jahren hat sich´dahin gehend was getan... aber davor hab ich von solchen Clubs nie was gehört oder gesehen...

    *mal-wieder-feststell-das-ich-alt-werde*
  10. sternenschein schreibt am 01.08.2007 um 06:47 Uhr:Naja, die Swingerclubs werden ja heute fast so hingestellt, als ob man dort hingeht, als ginge ,man zum Chinesen, zum essen.
    Selbst "serioese" Blaetter, wie die Zeit, oder der Stern schicken da Redanktinonspaerchen hin, um zu testen wie sie es erleben, und darueber einen Artilkel schreiben zu lassen.
    "Sie" fand es ueberigens "seltsam" von der Atmosphaere her. An der Bar neben halbnackten Maennern in Strings zu stehen, die aber bei Unterhaltungen peinlichst vermieden, ihr in die Augen zu sehen.
    Fuer mich, hat so etwas auch mit Liebe, und Lieben recht wenig zu tun. Eher mehr mit Beliebigkeit.
    Es gibt Beziehungen, die trotz Swingerclubbesuche funktionieren, und andere, die daran zerbrechen.
    Die, die hingehen, sagen ja, dort koennen sie sich ausleben, Grenzen ueberschreiten, sich selbst austesten.
    Und vielleicht mag es ja auch sein, dass sie es nur mit fremden Menschen koennen, die sie nicht kennen.
    Aber ich wuerde da einen Menschen vorziehen, den ich kenne, und dem ich vertraue.
    Denn nur das, ist in meinen Augen, wahre Intimitaet, waehrend man in diesen Clubs nur den Koerper gibt, vielleicht aus Angst vor wirklicher Naehe. Nun, das ist aber Geschmackssache.

    @DarkHoneyLady,
    da stimme ich Dir zu, Ehe ist ein Vertrag, der mit Liebe nicht viel zu tun hat. Auch wenn wir es glauben, wnschen und hoffen, dass sie fuer immer haelt.
    Was sie natuerlich, auch ohne Ehe kann, und wer weiss, vielleicht sogar dann noch eher.
    Und klar, wer findet die Worte nicht schoen:"Ich will dich lieben und Ehren bis dass der Tod uns scheidet, in guten wie in schlechten Tagen."
    Wenn man es in dem Moment so empfindet ist es wunderschoen...aber kann, oder sollte man sich das wirklich versprechen?
    Denn wie Du sagst, Liebe ist ein Gefuehl, Gefuehle koennen sich aendern, ganz ohne unser zutun. Oder besser gesagt, Gefuehle aendern sich in ihrer Intensitaet, sowieso staendig.

    Was ihr zu dem Thema hier sagt, finde ich uebrigens auch sehr interessant. Danke dafuer.
    Liebe Gruesse
  11. NoZi schreibt am 01.08.2007 um 10:57 Uhr:veela, in meinen gedanken war ich noch nicht mal beim sex angekommen, geschweige denn bei den swingerclubs :)

    mir ging es allein schon darum, was man wirklich an nähe geben dürfte ... ist der auf die wange hingehauchte kuss von eben jenem freund schon zu viel für dessen frau/freundin oder gar für meinen freund? darf man denn mal arm in arm herumlaufen, ohne dass jemand einen gedanken daran verschwendet, wir wären verliebt, wir würden unsere partner hintergehen.

    ich stoße gerade an grenzen, die nicht von mir gemacht sind, die ich lieben gerne ein wenig weiten würde, ohne andere dabei zu verletzen ...

    allein schon, dass ich mit jenem freund dinge ansprechen musste, die für uns selbstverständlich sind, für andere aber vielleicht schon ein tick zu viel nähe (sei es seelischer wie körperlicher nähe), das machte mich irgendwie traurig, nachdenklich und gab mir das gefühl, dass wir noch weit weg sind, von jener innerer freiheit, WIRKLICH lieben zu können/dürfen!
  12. NoZi schreibt am 01.08.2007 um 11:02 Uhr:achso und was mir noch auffällt, ist die tatsache, dass beim thema liebe, die sich nicht auf den partner bezieht, sehr schnell von sex ausgegangen wird, dabei gibt es so viele unendliche variationen von nähe, von liebe zu einem menschen, die nichts mit körperlicher liebe zu tun haben.

    es erstaunt mich immer wieder, dass dieses thema sehr oft und dann ausschließlich auf sexuelle liebe appliziert wird!
  13. sternenschein schreibt am 01.08.2007 um 16:51 Uhr:Unsere Gesellschaft ist ja meistens auch so, wenn sie sehen, dass zwei sich moegen, vielleicht liebevoll und auch zaertlich miteinander umgehen, wird hauefig vermutet, sie haetten auch etwas miteinander, und wenn nicht, dann aber bald. *g*
    Dazu kommt der Alleinigkeitsanspruch, diese Ausschliesslichkeit.
    Das faengt ja oftmals schon bei kleinen Kindern an, "wenn du mit der spielst, dann spiele ich nicht mehr mit dir". Bei engen Kinderfreundschaften gibt es ja schon manchmal Streit, wenn ein dritter mit ins Spiel kommt.
    Geschwister stellen gerne die Frage an die Eltern, wen hast du mehr lieb? Irgendwie ist das Beduerfnis da, dem anderen alles sein zu wollen, dabei wissen wir doch genau, wir koennen nicht alles an Emotionen abdecken, selbst wenn wir es wollen.
    Es ist ein schwieriges Thema, ohne Frage.
    Oftmals steht ja auch das Gefuehl dahinter, der andere nimmt uns etwas, wenn er dieses mit einem anderen teilt.

    Ist es anerzogen, ist es die Gesellschaftliche Vorstellung, oder kommen diese Gefuehle aus uns selbst, aus unserem Ego welches sich gekraenkt und verletzt fuehlt?
    Liebe Gruesse
  14. NoZi schreibt am 01.08.2007 um 22:02 Uhr:ich denke schon, dass vieles von seiten der erziehung kommt, denn bei anderen völkern funktionieren diese dinge ganz selbstverständlich ... allerdings ist es anscheinend trotzdem ein inneres bedürfnis der menschen, den partner ganz für sich haben zu wollen. wie Christina Hachfeld-Tapukai in ihrem buch "mit der liebe einer löwin" schrieb, ist es zum beispiel auch für die frauen mancher afrikanischer völker nicht einfach, die mehrfrauen-ehe ihrer männer zu ertragen, den geliebten mann teilen zu müssen.
  15. Schussel schreibt am 09.07.2009 um 13:11 Uhr:Jetzt verstehe ich :-)
    Mh, ob mein Kommentar heute noch so ausfallen würde???

    Mittlerweile BIN ich verheiratet und eigentlich...hat sich meine Beziehung dadurch nicht geändert!
    Eher der Gedanke....bzw. die Feststellung dass man irgendwie...ruhiger wird, in sich ruhend.
    Das trifft es..
    Ich bin weiterhin der Meinung, dass man eine Beziehung sehr gut ohne Trauschein führen kann!
    Allerdings kenne ich jetzt genau die Vor- und Nachteile einer solchen Partnerschaft. Ich sehe es gerade bei meinem Schwager und seiner Freundin, in Bezug auf meinen Neffen, was die Bürokratie angeht....

    In meinen Grundsätzen hat sich da nicht viel geändert :-)

    Lieben Gruß,
    Sarah
  16. Bloomsbury schreibt am 09.07.2009 um 17:06 Uhr:Ja, nur den EINEN zu lieben, der ja auch sein eigenes Leben UND seine Arbeit lebt... was bleibt da für den (weiblichen) Partner übrig? Woher kommt das Öl für's Getriebe?
    Man muss es selbst besorgen, auch wenn man sich mit Autos nicht besonders gut auskennt ;).
  17. sternenschein schreibt am 09.07.2009 um 17:31 Uhr:@Bloomsbury,
    in Partnerschaften, wenn man sich ausschliesslich auf diese konzentriert, bleibt wirklich oftmals nicht viel an Zeit für den Partner übrig. Manche verhungern wohl seelisch fast daran, wenn sie sich nicht andere Dinge suchen, an denen sie sich erfreuen können.
    Nur dieses fällt vielen oftmals so schwer, da der Wunsch da ist viel mit dem Partner zu machen, gerade vielleicht besonders, wenn dieser sich entzieht.
    Da bleibt dann oft ein Gefühl der Leere, der seelischen Kälte.
    Vielleicht sogar Zeichen von innerlichen Erfrierungen, und das ist dann schlimm.
    Liebe Grüsse
  18. sternenschein schreibt am 09.07.2009 um 17:39 Uhr:@Schussel,
    mit Kindern ist es unverheiratet, bei verschiedenen Namen etc. wirklich von der Bürokratie, den Ämtern und Instutitionen wie Schule, den Menschen hier nicht gerade leicht gemacht.
    Ist wohl aber schon ein Stück weit besser geworden, gegenüber "früher".
    Dieses in sich ruhen, angekommen sein, dieses zu fühlen, hat es eher mit dem zunehmenden Alter zu tun, oder doch mit dem festgelegt sein, durch Heirat, Haus und Garten. Dieses Gefühl, MEINS, es bleibt jetzt erst einmal so.
    Es kommt durch dieses ja auch eine gewisse Linie in das Leben hinein. Es ist eine andere Freiheit, die man empfindet, gegenüber dem ungebundensein.
    Nebenbei bemerkt, du bist natürlich nicht alt.*g* Nur älter geworden, in deiner jugendlichen Art.;-)
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  19. Schussel schreibt am 09.07.2009 um 19:53 Uhr:Das haste aber schön gesagt :-))))
    Wobei ich dir Recht geben muss...man reift nicht nur an Jahren, sondern sieht die Dinge auch mit anderen Augen...
    Ich warte heute bereits auf den Tag, wo Kinder zu mir sagen werden, dass ich total verbohrt bin...*lach*

    Lieben Gruß,
    Sarah
  20. Bloomsbury schreibt am 09.07.2009 um 20:18 Uhr:@Sternenschein: Ja, da muss man sich selbst um seine Seelennahrung kümmern :).
  21. Rabenmutter schreibt am 09.07.2009 um 21:19 Uhr:Wieso hab ich den Eintrag noch gar nicht gesehn? *grrrr* an blogigo!!!
    Tja, ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass Lieben oft mit Begehren oder Besitzen wollen verwechselt wird. Darum tu ich mich auch sehr schwer, jemandem zu sagen "Ich liebe dich" weil damit in meinen Augen gar nicht das wiedergegeben wird, was man eigentlich sagen will.
  22. sternenschein schreibt am 09.07.2009 um 23:12 Uhr:@Rabenmutter,
    liegt ausnahmsweise mal nicht an Blogigo. Hatte den Eintrag nur editiert und das jetzige aktuelle Datum genommen. Da er schon zwei Jahre alt ist, wird er bei dir nicht als neuer Eintrag angezeigt.
    Es ist mit der Liebe ja auch eine schwierige Sache was Besitzdenken und Alleinanspruch angeht.
    Dazu kommt noch, dass wir wohl alle nicht ganz frei von Eifersucht sind, diesem Gefühl in solch einem Fall zurückgesetzt zu werden, für einen anderen zurückstehen zu müssen.

    Wie sieht es denn in diesem Fall bei dir mit Begehren und besitzen wollen aus, wenn du liebst?
    Ist es in unserer Kultur nicht auch teilweise als normal anzusehen?
    Denn in unserer Gesellschaft wird ja eher Verständnis für den Eifersüchtigen aufgebracht und Unberständnis für den, der macht wonach ihm ist, sich nach mehreren Seiten orientiert.

    Ich glaube, theoretisch ist es immer sehr einfach und recht klar, doch wenn man selbst davon betroffen ist, egal auf welcher Seite, dann wird es für fast jeden schwierig.

    In der Liebe zu lügen, dem anderen etwas vorzumachen um damit eigene Ziele zu erreichen, finde ich nicht gut. Einfach so zu sagen, ich liebe dich, ohne es auch wirklich so zu empfinden.
    Schnell wird auch gesagt für immer. Manchmal auch so gefühlt oder es so geglaubt.
    Doch wie lange ist für immer?
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  23. Rabenmutter schreibt am 10.07.2009 um 08:23 Uhr:Jemanden zu begehren heißt nicht, ihn zu lieben. Ich habe schon manche Männer kennengelernt, für die ich vorrangig Begehren ampfand, und das habe ich auch gesagt. Wie diejenigen damit umgehen, ist recht verschieden. Viele Mänenr hab ic hauch kennn gelernt, die nicht Lieben sondenr nru Leidenschaft auslben wollen aber dennoch Besitzer sein wollen, sich selber aber alle Freiheiten rausnehmen möchten. Damit kann ich gar nichts anfangen!!!

    Besitzen wollen... hm, in gewissem Sinne schon, aber nicht so, dass man alles miteinander machen oder teilen muss. Eher ein füreinander da sein, und den anderen an meinem Leben teilhaben lassen. Nicht aneinander vorbei leben. Also mein Ex-Mann und ich hatten immer eigene Freundeskreise und getrennte Hobbies. Das hat solange funktioniert, bis er aufhörte, mir von seinem Leben ohne mich/uns zu erzählen und sich für meins nicht mehr interessiert hat. - So sollte es halt nicht sein.

    Eifersucht gegen andere - ja, mein Ex-Mann war eifersüchtig auf meine Freundin, aber noch vor unserer Ehe. Sie und ich waren einfach gewöhnt, uns in die Arme zu nehmen, Hand in Hand zu gehen oder uns auch mal zu küssen. Damit konnte er überhaupt nicht umgehen. Dabei störte es mich doch auch nicht, dass er sich mit den Kumpels in die Arme fiel und die untereinander auch sehr - hm, liebevolle - Spitznamen hatten.

    Wir halten übrigens heute noch Händchen und küssen uns, wenn wir uns sehen - was sehr selten geworden ist, da sie im Ausland lebt. Für mich macht es auch einen Unterschied, ob der andere Mann ode Frau ist. also wenn ich in einer Beziehung bin/wäre, würde ich keinen anderen Mann innig umarmen/küssen, Frau schon.

    Jeder hat da vermutliche eingene Vorstellungen und Grenzen im Kopf.

    Dieses "für immer" ist wohl eher Äußerung eines innigen Wunschdenkens...
  24. 1mishou schreibt am 10.07.2009 um 16:43 Uhr:Hallo Sternenschein. Die Liebe entfesseln, damit sie lebt ist schon ganz richtig. Aber der Partner muss mit dieser Freiheit auch umgehen können. Mit meinem Ex hatte ich da Pech. Ihm habe ich alle Freiheiten gelassen und er wertete es als Desinteresse. So ist diese Beziehung in die Brüche gegangen. Zum Glück passt es jetzt mit meinem Schatz besser und wir wissen Beide unsere Freiheit zu schätzen, um sie unsere Liebe stärker machen zu lassen. Wichtig ist, wie bei allem, dass die Partner in einer Beziehung das gleiche Maß an Freiheit erwarten. Ein extrem eifersüchtiger Mann würde nie mit einer Frau wie mir klar kommen und ich nicht mit ihm. Ich würde meinen Schatz nie betrügen, ich käme gar nicht auf die Idee, aber ich hätte ein Problem damit, wenn er die Wände hochgehen würde, nur weil ich mich mal mit Freunden zum Essen treffe, oder mal alleine auf Fototour gehe. Genauso finde ich gut, dass er auch alleine auf ein Konzert geht, mit Kollegen abends ein Bierchen irgendwo trinkt. Eifersucht bringt nix, das hab ich begriffen!
    Hach Sternenschein, deine Themen sind gestern wie heute, immer sehr bewegend!
  25. sternenschein schreibt am 10.07.2009 um 18:40 Uhr:Hallo 13mishou,
    wenn ich über Liebe schreibe, dann denke ich oft an dich.
    An deine jetzige Partnerschaft mit Zucker, und an deine frühere. Sowie an das was du damals geschrieben hattest.
    Du warst immer ausserordentlich ehrlich in deinen Äusserungen und Reflektionen darüber.
    Es ist so anders geworden durch Zucker bei dir.
    Was dem bloggen zwar nicht gerade zu Gute kommt, aber ich finde es gut so.
    Ich hatte es dir damals so sehr gewünscht, als du schon fast die Hoffnung und dich selbst aufgeben wolltest.
    Und auf einmal geschah das "Wunder".
    Ich glaube, wir hatten uns alle mit dir gefreut.

    liebe Grüsse
    sternenschein
  26. 1mishou schreibt am 10.07.2009 um 19:45 Uhr:Ja das Wunder der Liebe und nun wollen wir schon zusammen ein Haus kaufen und er sagt mir immernoch täglich, wie sehr er mich liebt. Ich wünsche allen Menschen dieser Welt, auch denen die mich ge/enttäuscht haben, dass sie auf diese Weise glücklich werden und die Liebe ihres Lebens treffen!!!
    Ich danke dir Sternenschein, für dein Herz, dass so offen und freundlich ist und für alle Menschen nur das Beste hofft!
  27. sternenschein schreibt am 11.07.2009 um 09:44 Uhr:@Rabenmutter,
    ich finde diese Menschen, die nur ihre Leidenschaft ausleben wollen, trotzdem aber besitzen wollen, sie selbst aber keinerlei Rücksichten nehmen und machen was sie wollen, mit am schlimmsten.
    Das passt ja vorne und hinten nicht zusammen, so ein Verhalten.
    Ich finde immer, man sollte nicht mehr verlangen von dem anderen, als man selbst zu geben bereit ist.
    Es ist ja oft so, wenn der andere etwas macht, dann ist es schlimm, wenn wir selbst das gleiche machen, dann scheint es etwas anderes zu sein. Jedenfalls für uns.
    Deshalb ist es in der Theorie alles so einfach, in der Praxis dann aber doch etwas anderes und schwieriger.

    @1Mishou,
    freut mich mit dem Haus kaufen, auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, das du dort (was ich auf den Fotos gesehen hatte) nicht mehr wohnst.;-)
    Dankeschön für deine Worte und Wünsche.

    Liebe Grüsse
    sternenschein

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