Gedanken oder Fragen

25.07.2009 um 14:22 Uhr

Eine Woche ...

Stimmung: gut

habe ich hier nichts geschrieben.
Keinen Blogeintrag verfasst.
Morgen - dachte ich, als Blogigo letztes Wochenende einen Tag nicht erreichbar war..
Morgen..doch als dann Morgen da war, fiel mir nicht wirklich etwas ein. Es ist merkwürdig, wenn ich täglich schreibe, fällt mir mehr ein, als wenn ich aussetze.!?
Dabei dachte ich, es müsste sich dann stauen, herausdrängen, aber dem war nicht so.
So kam es zu einer kleinen Blogpause, die wohl auch mal gut ist. Hatte in dieser Zeit "nur" bei euch gelesen.

Lesen ist gut, das lesen bei euch bereichert.
Ich bin dankbar, dass es Blogigo gibt, dass es euch gibt.
Dankbar über diese Einblicke in so viele verschiedene Lebenswelten. In das Innere, welches von dem äusseren oftmals ganz und gar unabhängig ist.

Blogigo, ein Ort der inneren Begegnungen, meistens auch der Achtung vor dem anderen, ein Ort des Verstehens trotz aller Unterschiedlichkeiten der einzelnen User. Blogigo, ein Ort der jedem seinen Platz bietet.

Meine Woche war schön. Voller Erlebnisse. Wechselhaftem Wetter, voller Sonnenschein, aber auch Regengüsse und einem Tag am klaren Wasser eines Baggersees. Fast wie Urlaub.
Gespräche die mich bewegten und noch nachhallen in mir.
Und Holz, sehr viel Brennholz welches auf das zersägt werden wartet. Da kommt noch so einiges auf mich zu. ;-)

Zum Schluss der Schiller zum Wochenende:

Der Gang unseres Geistes
wird oft durch zufällige Verkettung bestimmt.

Zitat: Friedrich Schiller
(in einem Brief an Rochlitz, Weimar 16.04.1801 )

Ob es wirklich ein Zufall ist, bleibt die Frage. Nur der Gang meines Geistes würde wohl ohne Blogigo, ohne euch alle hier, einen ganz anderen Gang genommen haben.
Für diese "Zufälle", für diese Gedanken, diese Inspirationen und Anregungen danke ich euch und wünsche allen meinen Lesern und Nichtlesern ein schönes Wochenende.
-

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. DustinYannickPhoebe schreibt am 25.07.2009 um 14:52 Uhr:wünsche dir auch ein schönes Wochenende... ja manchmal tut es gut einfach nur mal zu lesen und beim schreiben ne pause zu machen!
  2. Findus schreibt am 25.07.2009 um 15:44 Uhr:Ich stimme dir gerne zu, ich lese viele Tage auch "nur" und manches finde ich mehr als interessant, spannend, traurig oder einfach zum schmunzeln. Ich wollte das Lesen bestimmt nicht missen, finde es für mich persönlich immer nur bereichender als selbst zu schreiben.
  3. Aquarius schreibt am 25.07.2009 um 15:46 Uhr:Oftmals schon kam mir der Gedanke, dass gerade durch das lesen anderer Blogs, eigene Gedanken entstehen, die dann wiederum in den eigenen Beitrag einfliesen. Ganz selten hat man das Glück einem "Gedanken" über verschieden Blogs zu folgen und zu sehen, welche Auspägung er annimmt.
  4. sternenschein schreibt am 25.07.2009 um 16:49 Uhr:@Alex,
    du kennst es ja auch aus eigener Erfahrung, hattest ja auch schon manchmal eine kleine Blogpause gemacht.
    Besonders in der Zeit in der du neben deinem Haushalt und den Kindern dann noch gearbeitet hattest.
    @Findus,
    es ist sehr bereichernd. Genauso aber auch, wenn durch Kommentare auf die eigenen Einträge neue Gedanken hinzukommen.
    Ebenso lese ich auch die Kommentare auf anderen Blogs sehr gerne.
    Anfangs, als ich hier bei Blogigo nur gelesen hatte, noch nicht registriert war, las ich nur die Einträge, wusste da noch garnicht welche Schätze mir an Gedanken entgingen durch das nichtlesen der Kommentare in den jeweiligen Blogs.
    Ich kann tausend Artikel in den Medien über Gothics, Schwarzkittel, Krankenpfleger etc. lesen und weiss dennoch nicht wirklich wie diese Personen empfinden, welche Beweggründe dahinterstehe.
    Hier erfahre ich sie, hier wird es mir durch das individuelle persönliche Erleben nähergebracht, hier kann ich mich "einfühlen".
    Ich glaube mir vorstellen zu können, Blogleser werden toleranter, weil lernen die Dinge mit anderen Augen zu betrachten. Aus anderen Blickwinkeln zu sehen.
    Losgelöst von allgemeinen Klischees und Vorurteilen.
    @Aquarius,

    es geht mir ganz oft so, dass durch das lesen anderer Blogs Gedanken entstehen, ja neue Sichtweisen sich sogar entwickeln.
    Es gibt manchmal Zeiten, in denen sogar ganz unabhängig voneinander in mehreren Blogs über fast das gleiche Thema geschrieben wird. Ohne dass die Autoren von den Gedanken des anderen vorher wussten.
    Eine Art Synchronizität, die manchmal merkwürdig ist.

    Aber auch dieses, was du beschriebst, dass ein Gedanke sich von Blog zu Blog fortsetzt, sich verändert, sich ausbildet und ausprägt, habe ich hier schon oftmals erlebt.

    Es sind schöne Momente, die mir vieles geben, mich einiges anders sehen lassen.


    Liebe Grüsse
  5. Galahad schreibt am 25.07.2009 um 21:28 Uhr:Ich hab dich hier schon vermisst... du schreibst sonst ja jeden Tag, da macht man sich direkt Gedanken, wenn so lange nichts kommt *schimpf*!

    Nächstes Mal schreibst du bitte vorher "Achtung, es folgt eine Woche Pause"! ;-)

    Soviel zu Thema, dass sich die Blogger untereinander verbundn fühlen... ;-)

    Und ich gebe dir auch Recht, dass das Bloggen (und Bloglesen) toleranter macht... zum einen sieht man das Leben aus einer anderen (vielen anderen!) Perspektive/n - zum anderen werden hier Leute Freunde, die sich vielleicht sonstwo keines Blickes gewürdigt oder sogar schnell die Straßenseite gewechselt hätten.

    Ich wünsche dir und allen hier ein schönes Wochenende!

    Danny
  6. annaswelt schreibt am 26.07.2009 um 11:49 Uhr:Eben noch las ich "Synchronizität". danach die Vorstellung von Galahad, ob wir uns "außerhalb" eines Blickes würdigen würden.

    Sychronizität... noch bevor ich bei den Kommentaren angekommen war, überlegte ich mir (und diese Überlegung habe ich vorher öfter schon mal gehabt), wie es wohl wirklich wäre, wenn wir, die sich hier so gut verstehen und mögen, sich tatsächlich einmal träfen und zwar ganz bewusst und gezielt. Wäre das gut? Oder macht gerade diese Unvoreingenommenheit ohne Rücksicht auf Äußerlichkeiten jedem Gegenüber diese wunderbare Einvernehmlichkeit unter uns Blogianern aus?
  7. eineReisende schreibt am 27.07.2009 um 02:38 Uhr:Sternenschein und Galahad,
    auch ich bin unbedingt der Meinung, daß das Lesen in den Blogs toleranter macht.
    Um "das andere Leben" auf uns wirken lassen zu können bedarf es unserer Bereitschaft, uns auf dieses ein zu lassen. Für diese Bereitschaft können wir dankbar sein. Sie ist Voraussetzung dafür, etwas dazu zu lernen.

    Annaswelt, "diese Unvoreingenommenheit ohne Rücksicht auf Äußerlichkeiten" hat mir seiner Zeit dabei geholfen, Kontakte auf gleicher Augenöhe zu behinderten Menschen aufzubauen. (Ohne "die Allgemeinheit" mal wieder mit meinem Job nerven zu wollen.) Während meiner Anstellung in einem Heim für beh. Menschen hatte ich das Bedürfnis zum Austausch. Ich habe meine Gesprächspartner bei den Chattertreffen mit anderen Augen gesehen, weil ich ihre Gedanken kannte. Die Unbefangenheit hat sich bei mir nach den Treffen wieder eingestellt. Wie das bei den anderen war kann ich nicht sagen.

    Herzlichen Gruß
    eineReisende
  8. sternenschein schreibt am 27.07.2009 um 17:33 Uhr:@Danny und @Charly,
    dankeschön für eure Nachfrage.
    Wusste aber selbst nicht, dass es ein Woche Pause wird.;-)
    Es ist ja hier mehr das innere, mehr die Seele und Vorstellungen der Menschen zu sehen. Vielleicht macht dieses, ohne das drumherum der Äusserlichkeiten, toleranter und vorurteilsfreier.
    @Annaswelt,
    vor der Internetzeit gab es einige wenige Boxen, in denen man miteinander in einer Art Chat kommunizieren konnte.
    Es war zu Zeiten der Nah und Ferntelefontarife, so dass im Grunde alle User aus einer Region kamen.
    Wir trafen uns dann öfter mal zu Usertreffen. Und es war sehr gut und interessant.
    Man kannte sich vom schreiben, wusste nicht wie der andere aussah, doch irgendwie waren sie fast alle wie man sie sich vorstellte.
    Wer online ein wenig merkwürdi oder doof war, der war es dann auch in echt und umgekehrt.
    Wir trafen uns auch manchmal bei den Usern, jeder brachte was zu essen und trinken mit, es waren schöne Abende, die allen etwas gaben.
    Klar, man merkte online nicht, wenn einer ein Pfarrer war, bekam es erst mit, wenn er einen in sein Pfarrhaus zu einem Spieleabend einlud.
    Waren interessante Erfahrungen, da die Menschen so verschiedenartig waren, man sie ohne diese Box niemals kennengelernt hätte.
    Als dann das richtige Internet aufkam zerfiel diese Art der Kommunikation, ging in ein grösseres Ganzes über.
    @EineReisende,
    du nervst überhaupt nicht mit deinem Job.
    Im Gegenteil, ich finde deine Arbeit und die Art wie du gelernt hast mit Behinderten umzugehen, wie du sie siehst höchst interessant.
    Ich glaube, was du zu dem Chattertreffen sagst, wenn wir die Gedanken der anderen kennen, sehen wir sie anders, in einem anderen Licht, ist unbedingt richtig.
    Im Realleben draussen sehen wir die Gedanken der anderen nicht, sie tragen kein Schild auf der Stirn, wie sie sind, sich fühlen. Ich glaube, so einige Begegnungen draussen im Realleben würden anders sein, wenn wir um das Innere des anderen wirklich wüssten.
    Liebe Grüsse an euch alle.
  9. eineReisende schreibt am 28.07.2009 um 00:44 Uhr:Guten Abend Sternenschein,
    sternenschein:Es ist ja hier mehr das innere, mehr die Seele und Vorstellungen der Menschen zu sehen. Vielleicht macht dieses, ohne das drumherum der Äusserlichkeiten, toleranter und vorurteilsfreier.
    Was mich zu der (etwas abgedroschenen Frage) führt, wie wichtig Äußerlichkeiten sein sollten. Hätten wir die Möglichkeit, "mehr Seelen" und Vorstellungen kennen zu lernen, würden wir Äußerlichkeiten auch im realen Leben nicht so wichtig nehmen???

    Interessant, was Du da über die Boxen schreibst.

    sternenschein:Ich glaube, so einige Begegnungen draussen im Realleben würden anders sein, wenn wir um das Innere des anderen wirklich wüssten.
    Diese Überlegung wiederum hält mich ein Mal mehr dazu an, behutsam mit meinem Gegenüber um zu gehen.

    Einen lieben Gruß zurück!

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