Gedanken oder Fragen

24.01.2010 um 14:47 Uhr

Fernsehtipp "Der Pianist"

Der Pianist
Die wahre Geschichte des polnischen Radiopianisten Wladyslav Szpilman, der als Jude das Leid und die Zeit der Nazis im Warschauer Getto überlebte.

Ein mit mehreren Oskars prämierter Spielfilm der gefangennimmt, vom Regisseur Roman Polanski gedreht, der selbst als Kind im Getto aufwuchs.

"Der Pianist" Sonntag, 24.01.10 auf 3sat

ich kannte den Film schon, sah ihn gestern auf MDR aber noch einmal...und wieder nahmen mich die Bilder, die Handlung gefangen.
Und die Frage nach dem "Warum?" und wieso können Menschen so sein.
Aus meiner Sicht, ist dieses wohl einer der besten Filme über die Zeit im Warschauer Getto.
Einer Zeit in der ein Leben so wenig zählte.

Da im Film das Schicksal des Retters von Szpilman unbekannt bleibt, hier mehr zum Film "Der Pianist"auf der Seite von

Wilm Hosenfeld *klick*

dem deutschen Hauptmann, der nach dem Kriege wegen Kriegsverbrechen angeklagt wurde, elendig im Jahre 1952 in einem Lazarett in Wolgograd verstarb. Und erst viel später als einer der "Gerechten der Völker" geehrt wurde.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Gast schreibt am 25.01.2010 um 09:48 Uhr:Ein sehr guter Film. Die Grausamkeit ist schwer zu ertragen.
    Kommt sehr gut in diesem Film rüber.
  2. Shadowfax09 schreibt am 25.01.2010 um 15:59 Uhr:Dein Fernsehtipp ist also ein Fersetipp ;o)
  3. sternenschein schreibt am 25.01.2010 um 16:43 Uhr:@Shadowfax,
    danke für den Hinweis.;-)
    Ich lese mir meinen Text immer noch mal durch zum korrigieren, aber das hatte ich dann doch übersehen.

    Liebe Grüsse
    sternenschein
  4. mockingbird schreibt am 25.01.2010 um 22:49 Uhr:Ich habe ihn mir auch schon zweimal angesehen und es ist unfaßbar für mich, zu sehen zu was Menschen fähig sind. Diese unglaubliche Brutalität. Vor ein paar Jahren gab es eine Ausstellung bei uns, mit Zeichnungen die in den Lagern angefertigt wurden. Ganz besonders erschütterten mich die Zeichnungen von Helga Weissová, die im Alter von 12 Jahren nach Theresienstadt deportiert wurde. Ihr Vater forderte sie auf "zeichne was du siehst", heraus kamen Bilder aus dem Alltag des Lagers, bei denen einem der Atem stockt und die man nicht mehr aus dem Kopf kriegt, genausowenig wie die Frage, wie sowas nur möglich war.

    Liebe Grüße
    mockingbird
  5. sternenschein schreibt am 26.01.2010 um 02:22 Uhr:Lieber Gast,
    danke für deinen Kommentar.
    ja, es ist schwer ertragbar. Wohl deshalb hatte Polanski so lange gezögert einen Film über das Getto zu drehen und dachte man kann es nicht darstellen.
    Doch es ist ihm sehr gut gelungen, wie ich finde.
    Reich Ranicki hatte Szpilmann ja selbst im Getto kennengelernt, auch gesehen wie er dort Musik machte in der Kneipe oder mit dem Orchester.
    Ranicki sagt, bei den meisten Filmen, die dieses Thema behandeln, sagt man immer "Es war doch alles ganz anders".
    Bei diesem Film sagte er.."Doch, genau so war es gewesen".
    Zeitzeugen verharmlosen manches, da sie über die schlimmsten Demütigungen und Erfahrungen oftmals garnicht berichten mögen. Sagt er.
    Es war so wie im Film und oftmals noch viel schlimmer.

    Liebe Mockingbird,

    diese Frage wie Menschen so sein können, kann man sich wirklich immer wieder stellen. Ich weiss auch nicht, ob es nur damit zu erklären ist, dass diese Menschen die Opfer wurden, von den Nazis entmenschtlicht wurden, zu Nummern gemacht ohne jedwede Rechte.
    Dieses allein kann es ansich wohl auch nicht sein, denn jeder Mensch kann doch selbst denken.
    Es war alles recht schlimm damals, und doch gibt es heute noch Menschen die behaupten, da konnte man wenigstens in Sicherheit leben. Total unverständlich wenn man diese Zeit so sieht.
    Und auch unverständlich, dass Soldaten die an Judenerschiessungen teilnahmen, gerade hunderte von Kindern, Eltern, Grosseltern ermordet hatten, am selben Tag nach Hause schrieben, wie sehr sie ihre eigenen Kinder lieben und vermissen.
    Die hätten doch Schuldgefühle ohne Ende haben müssen.

    Liebe Grüsse
    sternenschein

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