Gedanken oder Fragen

18.02.2012 um 11:56 Uhr

Halluzinationen

Stimmung: gut auch ohne Halluzinationen

Ich sehe was, was du nicht siehst.
Könnte man es auch nennen.
Halluzinationen.
Manchmal hört man auch etwas, was andere nicht hören.

Das Gehirn sammelt ständig neue Informationen, unablässig und jederzeit. Penfield behauptete, es speichert fast alles, was wir sehen, hören, fühlen, riechen in unserem Erinnerungsspeicher.

Wenn von aussen nichts neues kommt, dann langweilt sich unser Gehirn. Beschäftigt sich mit sich selbst. Kramt in dem Erinnerungsspeicher herum und holt von dort alles mögliche hervor.
Nachts zum Beispiel, wenn wir schlafen. Das Gehirn arbeitet weiter und schickt uns in Traumwelten.

Jeder Mensch kann wohl halluzinieren.
In einem Experiment welches das ZDF auf seinem Dokukanal zeigte, wurden Freiwillige für 2 Tage unter der Erde in einem Bunker eingesperrt.
Isoliert und abgeschlossen, jeder für sich in einem Zimmer, in dem nur ein Bett und ein Stuhl stand.
Bei der Hälfte der Probanden fand dieses Experiment in völliger Dunkelheit statt.
Sie verloren sehr schnell jedes Zeit und Raumgefühl, fingen als erste an zu halluzinieren.
Sie sahen Dinge, wie Schlangen, Krokodile, Menschen, die garnicht da waren.
Beide Gruppen hatten das Gefühl fast verrückt zu werden.
Beeindruckend war, das Ende des Experiment, wie diese Menschen ihre Freiheit genossen, die Schönheit ihrer Umwelt um sich herum mit ganz anderen Augen sahen.

Dadurch, dass unser Hirn der ständigen Stimulation bedarf, kommt es durch Unterversorgung mit Informationen zu diesen Halluzinationen ohne äussere Reizgeber.
Aber auch durch Schlafentzug, Isolation, Meditation und Drogen kann es zu Halluizinationen kommen.

Halluzinationen haben inzwischen viel von ihrem unheimlichen Flair verloren. Sie gelten als eine natürliche Reaktion unseres Gehirns, die aufgrund unterschiedlicher Einflüsse entstehen können.

Dr. Erich Kasten
beschrieb auf seiner Seite wie es zur Entstehung dieser Erfahrungen der anderen Art kommen kann und wie man damit umgehen sollte.
Dr. Erich Kasten "sammelt" Halluzinationen.

Spiegel.de/wissenschaft/Halluzinationen sind kein Grund für Panik* klick*

Irgendwie ist mir dadurch klarer, weshalb in der Bibel die Gottes und Engelserscheiniungen meistens in der Wüste geschahen. Abgeschieden und alleine von anderen Reizen.

Ob ein De ja vu oder Dejaveus den Halluzinationen zuzurechnen sind, weiss ich nicht. Sie sollen ja entstehen durch zeitliche Verschiebungen in den Reizleitungen, dass beim erleben, das Hirn schon in Erinnerungen herumkramt, meistens ausgelöst durch Übermüdung.
Was ich nicht ganz glauben kann, denn wieso weiss ich in einem solchen Moment, bis zu einem gewissen Zeitpunkt, was in den nächsten Momenten geschehen wird? Solange, bis das geschehen abweicht und das De ja Vu, manchmal erst nach Minuten, sich dadurch wieder auflöst.

Halluzination, ein sehr interessantes Thema, wie ich finde, mit dem fast jeder schon mal auf die eine oder andere Art in Berührung kam und sich fragte, was ist das?
Hattet ihr schon Erlebnisse dieser Art? Halluzinationen zwischen Wirklichkeit und Phantasie?
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Hedera schreibt am 14.04.2009 um 16:39 Uhr:Nööööhhh, ich krame noch in meinem unterforderten Gehirn ;-))) aber Hallus hatte ich so noch nicht. Früher öfter Déjà vu-Erlebnisse aber schon lange eigentlich nicht mehr. Vor 20 Jahren hatte ich mal das Gefühl, ein kleiner Kobold würde hinter meinem Staubsauger sitzen....kann aber auch an dem Marihuana Dunst in unserer Wohnung gelegen haben (ich nicht!! Nicht was ihr denkt, mein damaliger Freund hatte im Flur eine kleine Plantage...). Schade, kann ich gar nix beitragen...
  2. Marainge schreibt am 14.04.2009 um 17:04 Uhr:Schade, ich kann auch nix beitragen, da hat man jahrelang exzentrisch die von Hedera beschriebene Pflanze konsumiert und was passiert? -Nüschd.
    Ich hätte eigentlich ganz gerne mal Hallus. Wer weiß, was mein Hirn so an Krankem ausspucken würde... ;-)
  3. Shadowfax schreibt am 14.04.2009 um 18:23 Uhr:ich hatte das auf arte oder so schon vor etwas längerem gesehen, war superinteressant ... auch die unterschiedlichen typen und wie sie damit umgehen ... völlige reizentfernung ... also nichts ... kein licht, kein geräusch, kein geruch ... einfach nichts ... und das 48 stunden lang .. sogar der typ der immer meditierte und meinte das würde für ihn locker werden hatte am ende probleme .... zwar nicht so heftig wie der andere der ständig rumrannte und den stuhl und tisch aufs bett stellte ....

    war wirklich interessant dieser versuch und man sollte das wirklich nicht unterschätzen ... denke ich
  4. AngelInChains schreibt am 14.04.2009 um 19:45 Uhr:Wenn ich übermüdet bin, halluziniere ich öfters. Es kommt gar nicht so selten bei mir vor. Allerdings weiß ich immer, dass das nicht die Realität ist, von daher stört es mich auch nicht. Ich finde es manchmal eher belustigend.

    Weniger belustigend dürfte es aber wohl sein, wenn man es nicht mehr unterscheiden kann. Dann dürfte es wohl auch gefährlich werden.

    P.S.: Ich finde es ab und an ganz schön, sich komplett abzuschirmen. Vielleicht habe ich das noch nicht lange genug gemacht, aber ich hatte bisher noch nicht das Gefühl, davon verrückter geworden zu sein, als ich es ohnehin schon war. Vielleicht gibt es eine Grenze, ab der man nicht mehr verrückter werden kann ;)
  5. sternenschein schreibt am 20.04.2009 um 16:47 Uhr:@Hedera,
    wie lange dauerten bei dir die DejaVeu an?
    Und was meinst du, hatte sich verändert, dass sie nicht mehr auftreten?

    @Marainge,
    *grins*

    @Shadowfax,
    war eine sehr interessante Sendung.

    es war dort ja eindeutig zu sehen, wie schnell es gehen kann, bis man halluziniert.

    Der Typ mit dem Stuhl auf dem Bett, der flippte da ja fast aus.

    Besonders beeindruckend fand ich es doch, wie sehr sie später draussen die Freiheit genossen.

    @AngelInChains,
    bei Übermüdung geschieht dieses glaube ich auch recht schnell. Ist ja vielleicht dann eine Art Vorläufer vom Traum.

    Bei Schlafmangel und Nachtschicht bin ich schon im gehen oder stehen zweimal eingeschlafen. Habe auch sofort geträumt. Und automatisch meine Tätigkeiten fortgeführt. Nur wenn dann die Ralität nicht mehr mit dem Traum übereinstimmte, bekam ich einen Schreck und erwachte.
    Dieses Wissen, was Halluzination ist und was Wirklichkeit besitzen einige ja nicht mehr. Wenn sie zum Beispiel auf ihrer Terrasse wilde Tiere sehen oder so etwas in der Art.
    Ist aber oftmals wohl altersbedingt.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  6. Hedera schreibt am 23.04.2009 um 10:16 Uhr:Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich als Kind/Teenager Orte besucht habe, die ich definitiv nicht kennen konnte und wußte, was uns hinter der nächsten Ecke erwartet. Oder später dann Gespräche, wo ich die Antworten der Gesprächspartner schon vorher kannte und lächeln mußte, weil ich ihre Antwort schon kannte, bevor sie ihren Mund verließen....das alles dauerte höchstens eine halbe Minute jeweils..Aber wie gesagt, ist mir ewig nicht mehr passiert, die Gründe sind mir völlig neu. Aber sagt man nicht Kindern teilweise nach, dass sie für vieles noch empfänglicher sind...Vielleicht liegt es auch nur daran, dass in Filmen Kinder die einzigen sind, die Dinge sehen können, die Erwachsene nicht mehr bemerken.. (six senth ) vielleicht verwechsel ich das auch bloß damit. Vor 20 Jahren hatte ich mal einen Chef, der mich so zur Weißglut gebracht hat, das ich mich plötzlich selbst neben ihm stehen sah und die Szenerie quasi von oben betrachtete, das war auch sehr befremdlich für mich. Ich fühlte die Wut in mir aufsteigen, wußte, dass ich sie bei dem egozentrischen alten Sack nicht rauslassen durfte und habe schnell (und sehr unhöflich) sein Büro verlassen, damit meine Bemerkung nicht aus meinem Mund quoll...Das ist das befremdlichste Erlebnis, dass ich jemals hatte, zusammen mit einem Kindheitstraum, in dem mir ein Klassenkamerad als Wolkenbild vor dem Fenster erschien und je länger ich das Bild betrachtete, so sehr verwandelte es sich, bis es zuletzt die Fratze eines Teufels war. Ich war sehr erschrocken und ist seit jeher der Traum, an den ich mich am besten erinnern kann, weil ich wirklich, wirklich zu Tode erschrocken war.
    Mit dem Erwachsenenalter ist mir die als Kind überreichliche Phantasie wohl abhanden gekommen - anders kann ich mir den "wegfall" all dieser Erlebnisse nicht erklären...
  7. AngelInChains schreibt am 23.04.2009 um 14:24 Uhr:Ich traeume fast jede Nacht rege. Ich habe noch oefters Deja-Vues, die auch noch sehr lang sind (zeitlich). Irgendwie scheine ich Glueck zu haben ;) Wie manns nimmt.
  8. sternenschein schreibt am 23.04.2009 um 17:23 Uhr:@Hedera,
    fnde ich interessant, was du da ausführst. Phantasie mag bei diesen Phänomenen auch eine grosse Rolle spielen.
    Dejavues in der von dir bezeichnteten Art hatte ich erst ab dem Jugendalter bzw. Erwachsenenalter bis heute hin und wieder.
    Aus der Kinderzeit kann ich mich an derartiges nicht erinnern..
    Aber auch so wie du es beschreibst, dass man das, was die anderen sagen oder machen schon vorher weiss.
    Das längste dauerte bei mir wohl etwa zwei oder drei Minuten.
    Mag aber wirklich mit Übermüdung und verzögerte Reizübertragung zusammenhängend gewesen sein.
    Dagegen spricht allerdings, dass man nicht nur das nächste Wort weiss, sondern schon die der nächsten Minuten.
    Wollen will ich dieses nicht unbedingt. Versuche dann den Ablauf zu ändern, indem ich etwas ganz anderes sage, was dann nicht passend ist.;-)
    Entweder es löst sich dann auf, oder der andere geht nicht drauf ein und es geht noch etwas weiter.
    @AngelInChains,
    Deja-Vues die sehr lang sind, sind ja eher die Ausnahme.
    Interessant fand ich damals deinen Bericht von dem Mädchen, welches ganz plötzlich nicht mehr da war.
    Ich glaube, es war eines auf einem Roller. Sozusagen eine Art Erscheinung.
    Interessant fand ich einen Traum, den ich als Jugendlicher hatte. Ich träumte überfahren zu werden. Sah meine Beerdigung und meinen Grabstein, samt genauem Datum. Danach wäre ich 27 Jahre alt geworden.
    Nun war diese Stelle, diese Hauptstrasse in derStadt, wo es geschehen sollte, etwa 20 Kilometer entfernt und ich fragte mich, was ich dort überhaupt zu suchen hätte.
    Später, als ich beruflich dort desöfteren war, hatte ich oft diesen Traum im Kopf.
    Irgendwann hatte ich dort einen Autounfall und ein andermal fiel mir dort bei einem Orkan fast ein komplettes Ziegeldach auf den Kopf. Es war Sache von einer Sekund und einem Meter, dass nichts passierte.
    Vielleicht wollte der Traum mich warnen, dort später vorsichtig zu sein? ;-))
    Unvorstellbar, aber wer weiss.
    Liebe Grüsse
  9. AngelInChains schreibt am 23.04.2009 um 22:19 Uhr:Die Deja-vues hatte ich auch schon in der Kindheit :)

    Das Kind auf dem Roller war ein kleiner Junge. Ich habe mich sogar mit ihm unterhalten, etliche Minuten lang. Ploetzlich war er weg. Schon sehr merkwuerdig. Obwohl es morgens war, fuehlte ich mich da eigentlich nicht muede und hatte vorher auch ausgeschlafen. Und normalerweise kann ich Halluzinationen, die ich ja auch schon oefters hatte, von der Realitaet ganz sicher unterscheiden. In dem Fall aber war es fuer mich eindeutig die Realitaet. Nur, wie soll so ein Kind sich ploetzlich in Luft aufloesen?

    Warnende Traeume koennen auch sehr bedrueckend sein. Ich habe vor meinem vorletzten Urlaub getraeumt, dass 1. der Reisebus verungluecken wuerde, und 2. das Hotel abbrennen wuerde. Passiert war dann zum Glueck aber doch nichts.
  10. kEVIN A schreibt am 26.11.2010 um 10:28 Uhr:Ich finde das thema auch interessant.
    Als ich ein klein kind war, also zwischen dem 4ten bis 7ten lebensjahr hatte ich immer solche tagtraüme(daydreams) aber so dass ich zum beispiel: farben auf einmal gesehen habe, solche schöne, auch z.B.: die türen sahen so aus als wäre ich im paradies.
    Das war alles so seltsam, aber schön was ich gesehen habe. Zum BEISPIEL auch war es so, als ich mit meine cousinen zu schule gehen mussten, da auf den weg zu schule, war ich manchmal halb so in irgendeine welt und ich war auf einmal wie erstarrt, ich konnte mich nicht bewegen, ich sah irgendwas, was mich so heftig umhaute, was das war, weiß ich selbst nicht mehr - war sowas wie "ECSTASE oder wie im TRANCE" . In der kindergarten war ich auch immer noch in dieser (trance) traum-welt aber die menschen um mich lehrer/in zwangten mich immer in der realität zu bleiben und nicht abzulifting(in einer anderen welt hinüber zugehen) .
    Insbesondere die kinder um mich herum zwingten mich in der realität-welt zu bleiben z.b: durch das nerven der kinder, ich war immer so ein einzelgänger, der in seiner taumwelt lebte bis von den menschen um mich endgütig weggenommen wurde.
    Was für eine erlebnis, ich viele werden mir nicht glauben,
    aber ich weiß was ich erlebt habe und werde es nie vergessen.
  11. sternenschein schreibt am 30.11.2010 um 15:28 Uhr:@Kevin,
    weshalb sollte man deine Erlebnisse von damals nicht glauben oder abtun?
    Du hast es damals so gesehen, mochtest scheinbar auch gerne in dieser Traum und Phantasiewelt sein, die dich vielleicht von den anderen wohl etwas trennte und entfernte.
    Dieses mit den Farben sehen, die andere nicht sehen, habe ich bisher eher nur von Menschen mit einem Asperger Syndrom gehört. Es gibt aber auch noch welche, die bei bestimmten Tönen Farben sehen. Für die die Töne eben auch bunt sind.
    Kann ich mir nicht wirklich vorstellen, da ich dieses nicht kenne.
    Aber deine Farbenpracht, die so besonders aussieht, so wunderschön, dass man sie am liebsten öfter sehen würde wollen, die kenne ich aus Träumen, die zwar sehr selten bei mir vorkommen, aber dennoch oder gerade deswegen etwas ganz besonderes sind. Da die Farben darinnen so unwirklich schön sind, oftmals Neonfarben leuchtend, als seien sie nicht von dieser Welt.
    Solche Träume vergesse ich dann meistens auch nicht wieder.
    Liebe Grüsse
  12. Nina schreibt am 09.05.2011 um 18:50 Uhr:Ich hatte auch mal eine akustische Halluzination - anders kann ich mir dieses Erlebnis nicht erklären.
    Ich habe Zuhause einen alten Flügel, dessen Deckel ich nachts immer zuklappe, und in der Woche hatte ich zum ersten Mal psychotische Symptome - halten immer noch an. Wahrscheinlich war es auch der Stress, aber mitten in der Nacht habe ich plötzlich gehört, wie jemand grob und mit voller Wucht in die Tasten schlug. So, dass es eigentlich jeden hätte aufwecken sollen. In der Nacht darauf war es eine kleine, ebenso laute und schräge Melodie.
    Meine Mutter meinte, sie habe nichts gehört.
    So eine heftige Halluzination hatte ich dann nie wieder - leider. Ich sehne mich nähmlich danach, seit ich es erlebt habe, auch wenn es mich erschreckt hat. Aber abends im Bett höre ich hin und wieder verstörende Geräusche, oder wie jemand neben mir etwas sagt, obwohl niemand da ist. Und das ist nicht mehr schön, dass ist beunruhigend und verängstigent.
    Das mit den Dejavus kenne ich auch.
  13. Nina schreibt am 09.05.2011 um 18:51 Uhr:Und mit dem Vorraussehen.

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