Gedanken oder Fragen

05.09.2010 um 15:48 Uhr

Herz aus Gold

Herz aus Gold.
Merwürdige Beschreibung, für ein menschliches Herz.
Gold wiegt schwer wie Stein, selbst wenn es in der Sonne strahlt, kann es kalt wie Eis sein.
Doch nach dem Golde strebt, für das Golde lebt der Mensch.
So heisst es..
Deshalb vielleicht auch dieser Goldvergleich bei einem Menschen dessen Herz überquillt, voller Güte und Wohlwollen ist.

Solche Herzen sind wohl nicht mit Gold aufzuwiegen. Gold ist dagegen garnichts, wenn eines Menschen Herz von innen strahlt, so ist es vielmehr wert, als nur des Goldes Wert.
Wie dem auch sei, bei diesem merkwürdigen Vergleich, des Herzens aus Gold, welches nicht mal schlagen könnte, wenn es denn so wäre.

Manche sehen nur den Knopf im Ohr, oder das Äusere, sehen aber nicht das Herz aus Gold, welches in der Brust des Besitzers schlägt.

Sehen nur das Auto, die gefüllte Brieftasche, die teure Kleidung, aber nicht das Herz aus Eis, welches unter und hinter diesen Äusserlichkeiten schlägt.


Oder auch umgekehrt, beides ist möglich. Das was wirklich ist, lässt sich nicht immer mit einem Blick auf das äussere festmachen.
Erkenntnis liegt tiefer, tiefer und weit unter der Hülle, die uns oft nur etwas vorgaukelt, welches garnicht ist.

Dieses waren geschenkte Gedanken, aufgrund eines Eintrages von Nasoetwas
Bart oder nicht, das war hier die Frage
..

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. ameamagao schreibt am 05.09.2010 um 16:04 Uhr:Ich muss gerade an Antoine de Saint-Exupéry und seinen Kleinen Prinzen denken... :)
  2. sternenschein schreibt am 05.09.2010 um 16:22 Uhr:Liebe ameamagao,
    in einem Märchen würde es wohl heissen:

    Er trat vor sie hin und sprach:
    "Ich behänge dich mit Diamanten und Edelsteinen, schenke dir eine fürstliche Krone sowie das halbe Reich, wenn du mich erwählst".

    Ein anderer trat vor, es sprach:

    Ich schenke dir und nur dir, mein ganzes Herz für alle Ewigkeiten, denn es schlägt nur für dich".
    Sie wählte das Herz, auch wenn es ihrer Mutter und Vater, dem König nicht recht war. Wenn sie Reich und Krone gegen ein Herz eintauschte, welches für sie voller Liebe schlug.

    Aber das sind nur Märchen und alte Legenden, in denen so etwas geschieht.
    .;-)
  3. Nasoetwas schreibt am 05.09.2010 um 16:31 Uhr:Deshalb finde ich es gut, wenn man Kindern Puppen ohne Gesicht zu spielen gibt.

    Der kleine Prinz - sollte in keinem Kinderzimmer fehlen. Und auch mancher Erwachsene sollte ruhig noch mal reinschauen.

    LG
  4. AngelInChains schreibt am 05.09.2010 um 16:38 Uhr:Kinder dürften aber noch so fantasievoll sein, bei Puppen mit Gesicht dieses gar nicht wahrzunehmen. Jedenfalls ging es mir so. Aber ich hab ich heute eine leichte Gesichtsblindheit, vielleicht liegts daran ;)

    Nein, ernsthaft, ich glaube, viele Erwachsene unterschätzen die Fantasie von Kindern. Denken, dass offensichtliche Dinge die Fantasie von Kindern stören würden. Ist nicht zwingend so (übrigens, wenn ich eine Puppe ohne Gesicht bekommen hätt, hätt ich gesagt, da fehlt dem Menschen was, wie soll er ohne Augen was sehen? Ich hätt wahrscheinlich welche selbst dazu gemalt).

    Oberflächlichkeit ist eher eine Sache von Erwachsenen (die es Kindern evtl anerziehen, aber sonst sollten Kinder nicht so sein). Oberflächliche Fixierung auf Kleidung und Co ist ja sogar vollkommen gesellschaftlich anerkannt, oder wieso meint das Arbeitsamt, einen verpflichten zu duerfen, sich Piercings zu entfernen, sich zu rasieren oder bestimmte Kleidung nicht anziehen zu duerfen, obwohl man die Sachen aber mag?
  5. Nasoetwas schreibt am 05.09.2010 um 17:10 Uhr:Wie soll man ohne Augen sehen? Das Kind soll mehr entwickeln.

    Einer Puppe ein Gesicht selber malen hat schon was. Bilder, die Kinder malen zeigen was in ihnen vorgeht. Regt Phantasie an und fördert Kreativität.

    Ich würde nie für mein Kind eine Barby kaufen.

    Man braucht Augen zu sehen, Ohren zu hören. Wobei hören letztendlich wichtiger ist.
    Nicht sehen können trennt vom Objekt, nicht hören können aber vom Menschen.

    Aber das geht jetzt fast am Thema vorbei.
  6. ameamagao schreibt am 05.09.2010 um 17:22 Uhr:
    sternenschein:
    Aber das sind nur Märchen und alte Legenden, in denen so etwas geschieht.
    .;-)


    Ach, ich gebe die Hoffnung nicht auf :). Was wäre das Leben ohne Träume?

    Der kleine Prinz ist eine "Standardlektüre" bei mir - damit ich nie die Weisheit, von der auch du hier schreibst, vergesse (selbst wenn ich selbst sie nichtmal ansatzweise leben kann *lach*).
  7. Nasoetwas schreibt am 05.09.2010 um 17:38 Uhr:und doch ist es so:
    Die Seele ist für die Augen unsichtbar und lässt sich nicht an Äußerlichkeiten wie lackierten Fingernägeln, Narben im Gesicht oder Goldketten erkennen.
    Und was jemand fühlt kann kein anderer festlegen.
  8. AngelInChains schreibt am 05.09.2010 um 19:05 Uhr:Mir sind die Augen wichtiger. Könnte ich wählen - blind oder taub, wäre ich lieber taub. Wäre schade um die Musik, die man nicht mehr hören könnte, aber mein Herz hängt am Malen und Zeichnen. Dazu brauche ich meine Augen. Das wär mir das allerwichtigste, wichtiger als hören oder sprechen zu können. (Außerdem kann man immernoch lesen, wenn man sehen kann. Dann soll meine Umwelt mir schreiben, was sie mir mitteilen möchte. Ich schreibe sowieso lieber, als zu reden.)

    Ach so, mal am Rande: "Nicht sehen können trennt vom Objekt, nicht hören können aber vom Menschen." - stammt der Spruch von dir oder ist das ein bekanntes Zitat?
  9. Nasoetwas schreibt am 05.09.2010 um 19:18 Uhr:Das stammt nicht von mir. Aber ich kann es nachvollziehen. Es gibt eine Sendung "Sehen statt hören". Die ist sehr lehrreich. Dort haben Mediziner darüber gesprochen.
  10. nasoetwas schreibt am 05.09.2010 um 20:16 Uhr:P.S. wenn du nichts hörst, nützt dir auch das Lesen nichts weil du die Bedeutung der Worte nicht kennst.
  11. AngelInChains schreibt am 05.09.2010 um 20:33 Uhr:Ach so, war nur gesunde Neugierde (und es hätte mich interessiert, von wem das Zitat stammt).

    Dein P.S. kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Sonst könnte ein taub geborener Mensch ja niemals etwas verstehen und wäre geistig völlig zurückgeblieben. Diese Unterstellung fände ich sehr dreist! Taube/Taubstumme können genauso gut aufwachsen, Schriftsprache lernen (und da gehört immer das Verständnis der Begriffe dazu), in der Schule gut sein (Durch Gelesenes lernen! Hören können sie ja nichts) und es beruflich weit bringen, wie Hörende.
  12. AngelInChains schreibt am 05.09.2010 um 20:38 Uhr:Ich denke übrigens, diese Phrase "Herz aus Gold" leidet sich simpel davon ab, dass Gold als wertvoll gilt. Und wer eben ein "Herz aus Gold" hat, ist charakterlich wertvoll. Egal, ob Gold nun hart oder kalt oder sonstwas ist ;) (Wobei Gold eigentlich recht weich ist, verglichen mit anderen Metallen; die Härte liegt bei 2,5)
  13. Nasoetwas schreibt am 05.09.2010 um 21:15 Uhr:@AngelinChains: Mit Dummheit oder Intellegenz hat das wenig zu tun. Natürlich können sie Zeichensprache lernen.
    Davon war bisher keine Rede. Fakt ist, dass ein Mensch der nicht hört auch keinen Vokal wahrnimmt. Somit in einer eigenen Welt lebt. Erst durch Einführung der eigenen Sprache (Zeichensprache) konnte geholfen werden und wurde Verständigung möglich. Es ist heute ebenso wenig ein Problem wie für einen blinden Menschen, die Blindenschrift.
    Die Diskussion schweift aber vom Thema ab.

    Eigentlich sollte es aber darum gehen, dass man nur mit dem Herzen gut sieht, das Wesentliche für die Augen unsichtbar ist.
    Deshalb Puppen ohne Gesicht.

    Deine Ansicht über das "Herz aus Gold" teile ich völlig. Gold lässt sich übrigends auch einschmelzen. Was beim Herz aus Stein nicht geht.
  14. sternenschein schreibt am 06.09.2010 um 16:45 Uhr:@ame,
    behalte deine Hoffnungen und Träume.;-)
    @Pierre,
    da hattet ihr ja nicht viele Schallplatten dort.
    Komisch, beim schreiben kam mir auch dieser Song in den Kopf. Ich glaube, ich habe die Platte sogar noch irgendwo liegen.

    @AngelInChains und @Nasoetwas,
    vielleicht ist es auch müssig, darüber zu spekulieren, welcher Sinn der wichtigere ist, sofern man beide noch besitzt.
    Wüsste selbst nicht, auf welchen ich eher verzichten könnte. Ich lese gerne, führe aber auch gerne Gespräche.
    Ohne Sehvermögen wäre ich wesesentlich mehr in meinem Alltag eingeschränkt, als ohne Hörvermögen. Ich glaube, wenn ich nicht sehen könnte, dann könnte ich hier nicht leben, wo ich jetzt lebe. Ohne Gehör wohl schon.
    Klar kann man das Lesen, selbst am Computer mit Brailleschrift erlernen. Selbst Taubblinde erlernen es, doch es wäre sehr anders als es jetzt ist.

    Manchmal wundere ich mich, welch ein Wert dem Gold zugemessen wird.
    Es ist zwar gut zu Schmuck zu verarbeiten, auch wichtig als Edelmetall in der Elektronik. Doch es in Barren zu horten, Menschen dafür zu töten, wie es immer wieder geschah, ist für mich unbegreiflich.
    Ich hatte mal darüber geschrieben, was man mit auf einer einsamen Insel nehmen würde.
    Da sagte niemand, viel Schmuck und Goldvorräte, denn sie wären dort völlig nutzlos und unangebracht.
    Gold braucht man nicht um zu leben oder zu überleben.
    Frage mich, weshalb dem Golde trotzdem ein derart hoher Wert von den Menschen zugewiesen wird. Und dieses schon seit so langen Zeiten. Ob bei den Inkas oder den Ägyptern, über die Jahrhunderte hinaus.

    Puppen ohne Gesicht, oder Gesichter die in der Phantasie der Kinder entstehen.
    Ich glaube, ich hatte mal eine Strohpuppe, sie hatte nicht wirklich ein Gesicht.
    Meinem Teddy nähte ich Augenknöpfe an, und aus Garn, einen Mund sowie eine Nase.
    Irgendwie brauchte ich das, damit er vollständig erschien.

    Es heisst, etliche Menschen heute können Gesichtsausdrücke nicht deuten. Erkennen die Emotionalität nicht, sehen nicht ob ein Mensch trauert oder sich freut.
    Für Menschen mit diesem Manko ist ein Zusammenleben mit anderen Menschen schwierig. Oftmals geht ihnen dadurch auch das Mitgefühl ab, da sie einfach die Emotionen des anderen nicht erkennen können.
    Ist ja irgendwie, als seien die anderen für sie mehr oder weniger Gescihtslos, wenn sie in deren Gesichtern nicht lesen können, oder eben falsch interpretieren.
    Da frage ich mich, wie es zu so etwas kommen mag.
    Gesagt wird ja, dass es oftmals auf einen Schaden oder Defekt im Vorderhirnlappen beruht.
    Im Grunde bekommen Kinder wohl schon teils ganz gut mit, welche Emotionen bei ihren Mitmenschen herrschen.
    Sehen, wenn z..B. die Mutter traurig oder wütend ist. Fragen vielleicht nach. Wenn dann aber gesagt wird, es sei alles in Ordnung, merken sie es meistens, dass es nicht stimmt. Fragt sich aber, wenn sie es nicht merken, oder aber glauben, ob ihnen dann die Fähigkeit zum Erkennen von Emotionen mit der Zeit abhanden kommt.

    Liebe Grüsse
  15. AngelInChains schreibt am 06.09.2010 um 17:03 Uhr:
    Nasoetwas:Fakt ist, dass ein Mensch der nicht hört auch keinen Vokal wahrnimmt. Somit in einer eigenen Welt lebt. Erst durch Einführung der eigenen Sprache (Zeichensprache) konnte geholfen werden und wurde Verständigung möglich.


    Nicht nur Gebärdensprache kann erlernt werden, auch Schriftsprache und gehörlose aber nicht stumme Menschen können auch das Sprechen der Lautsprache erlernen (durch Lippen- und Zungenstellung, kann man alles lernen; naja, "man", ich allerdings nicht, jedenfalls bin ich in meinem Phonetik-Seminar gnadenlos gescheitert ;) ). Sicher mag das Bild von der Welt anders sein, wenn man keine Töne kennt. Es ist aber auch möglicherweise anders, je nachdem, ob man ländlich oder städtisch aufwuchs, in Asien oder in Nordamerika, arm oder reich, usw.

    Aber eigentlich bezog ich mich ja auf deine These "wenn du nichts hörst, nützt dir auch das Lesen nichts weil du die Bedeutung der Worte nicht kennst." Das sehe ich eben nicht so, denn die Bedeutung von Dingen versteht auch einer, der nichts hören kann. Demnach entfernt einem das Taubsein als solches (abgesehen von Problemen wie Diskriminierung körperbehinderter Menschen, aber das wär schon wieder ein anderes Thema) nicht direkt von den Menschen.

    Aber das ist jetzt wirklich ein etwas zu weiter Exkurs gewesen, glaube ich ;)
  16. AngelInChains schreibt am 06.09.2010 um 17:16 Uhr:Sternenschein,

    Ich glaub, Gold wird von vielen Menschen so geschätzt, weil es sich eben teuer verkaufen lässt. Es zu hüten, wird wohl von vielen als Sicherheit empfunden, "wenn sonst alles verloren ist, kann man es gegen Geld eintauschen und sich davon kaufen, was man dringend braucht". Ein wenig nachvollziehen kann ich das auch. Genau genommen verliert Gold glaub ich auch nicht so an wert, wie Geld? Käme eine Inflation, wäre Gold im Keller sinnvoller, als Geld auf dem Konto. Also ich verstehs schon. Nur rechtfertigt das natürlich nichts, dass Menschen dafür getötet werden (das ist sowieso durch NICHTS zu rechtfertigen).

    Goldschmuck mag ich übrigens gar nicht so. Ich find die Farbe bisschen aufdringlich. Wobei es mir bei Schmuck eh nicht um das Material ankommt, sondern einfach um die Verarbeitung. Selbst ein billiges Kupferkettchen könnt ich nie einschmelzen, wenn es schön verarbeitet ist. Ich könnt allgemein nie irgendetwas kunstvoll gearbeitetes einschmelzen lassen, weil es mir weh täte wegen der Arbeit, die darin steckte. Find das genauso schlimm, wie wenn man ein Gemälde in einen Ofen werfen würden. Aber ich könnt ja auch heulen, wenn ich sehe, wie Leute alte (auch erst um 1900-1920) Bücher einfach in den Müll werfen.

    Emotionen optisch nicht erkennen zu können, ist sicher auch für den, der das nicht kann, traurig. Ich glaube, einige machen sich auch Vorwürfe, weil sie es nicht können. Daher wirds evtl doch ein physischer Defekt im Hirn sein können, keine Boswilligkeit oder eher Desinteresse. Wobei ich fast denke, muss man das nicht sowieso eigentlich erst erlernen, wie welche Emotion aussieht? Ich denke nicht, dass das angeboren ist, oder? Vielleicht bekommen es einige Leute nie beigebracht, oder ein langer fehlender Kontakt zu Menschen lässt sie es wieder vergessen.

    Zugeben muss ich aber, bei den vielen total überschminkten oder Botox-Gesichtern da draußen kann man manchmal echt noch schwer irgendwelche mimischen Regungen erkennen ;)

    Aber eigentlich fällt es mir eher schwerer, mir zu merken, wie ein Mensch aussieht. Haare, Körpergröße und -kontur, selbst der Gang - alles kein Problem. Augen evtl auch noch. Aber dann hörts auf. Jedenfalls, wenn ich Leute nur einmalig oder selten sehe. Leute, die ich nahezu täglich sehe, erkenne ich natürlich ;)
  17. Nasoetwas schreibt am 07.09.2010 um 05:58 Uhr:@sternenschein:
    Gold ist (neben Titan) für viele Menschen das einzige Metall, dass sie auf der Haut vertragen. Es gibt auch Weißgold.
    Mediziner verwenden Gold und Titan schon seit Jahren.
    Wenn mir jemand ein Kupferkettchen schenkt würde ich es auch in Ehren halten. Ich könnte es aber nie tragen.
    Schmuck anzulegen ist auch Geschmacksache. Ich mag z.B. keine großen Klunker oder Mischmasch und Überladung. Es darf ruhig etwas dezenter sein und zur Garderobe passen.

    LG
    nasoetwas

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