Gedanken oder Fragen

07.03.2012 um 20:12 Uhr

Internationaler Frauentag am 8. März

Stimmung: gut

Heute, am 8 März, ist der internationale Frauentag, 1977 von den vereinten Nationen eingeführt.

Es ist nicht mein Tag, es ist euer Tag, ihr Frauen dieser Welt.
Es ist der Tag, der daran erinnern soll, dass Frau und Mann auf allen Feldern gleich sind.
Tag der Gleichberechtigung.

Die Wurzeln des Frauentages reichen weiter zurùck, Clara Zetkin forderte schon 1911 einen Frauentag.

Vieles wurde erreicht, wie zum Beispiel das Frauenwahlrecht.
In der ehemaligen DDR wurde der Frauentag immer ganz besonders gefeiert, im Westen eher nicht so sehr.

Und doch,
auch heute noch gibt es viele Frauen, die für die gleiche Arbeit, wie Männer sie verrichten, schlechter bezahlt werden.
Frauen, die, wenn sie berufstätig sind, unter der Doppelbelastung von Beruf und Haushalt mehr zu leiden haben, als die Männer.
Frauen, denen es selbstverständlich erscheint, einen Beruf auszuüben und abends dann noch im Haushalt, den Mann zu verwöhnen.
Frauen die Kinder grossziehen, deshalb von Arbeitgebern misstrauisch beäugt werden, während Männer, die Väter sind, anders behandelt werden.

Und ja, Mùtter, die ihren Söhnen alles abnehmen, wirklich alles, was auch nur im geringsten mit Haushalt zu tun hat. Die heute noch sagen, für einen Jungen ist so etwas nichts.

Wie schrieb abbygail auf ihrem Blog:
doch so treffend:
"Ja, ich bin ein Mädchen, eine Frau, aber dieses heisst doch nicht, ich sei automatisch mit einem Putzlappen, Kochbuch und einer Waschmaschine auf die Welt gekommen."
Beklagt das Verhalten der Mütter, die die Mädchen oftmals zur Hausarbeit anhalten, doch die Jungen bedienen.
Sich zu Sklaven der Jungen machen, und dennoch die Jungs versklaven, da sie sie in eine Abhängigkeit führen.

Ich denke auch, einiges im Rollenverständnis zwischen Mann und Frau muss sich auch hier in Deutschland noch verändern, bevor es soweit ist, wie die EU Kommisarin Viviane Reding sagt, die 2008 für die Abschaffung des Frauentages plädiërte:
"Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben."
Ja, haben wir die denn wirklich und in allen Bereichen schon erreicht? Ich denke nicht. Auf dem Papier vielleicht schon, aber im wirklichen Leben?

Und nicht nur das, in anderen Ländern, anderen Kulturen, sieht es mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau teils noch sehr düster aus.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. AngelInChains schreibt am 08.03.2009 um 18:01 Uhr:Ich stimme Frau Reding zu: So lange wir betonen muessen, dass Frauen besonders geachtet muessen, haben wir keine Gleichberechtigung. Denn gaebe es eine, waere es selbstverstaendlich und wir muessten nicht immer drauf hinweisen. So verstehe ich die Aussage und so wuerd ich ihn 100%ig zustimmen.

    Aber natuerlich wuerde die Gleichberechtigung nicht vorhanden sein, nur, weil man den Tag abschafft ;) Wobei es sowieso so eine Frage ist, ob der Tag irgendetwas aendert. Ich hab jedenfalls bei den Teilen der Bevoelkerung, die Frauen abschaetzig behandeln, nicht bemerkt, dass sie ueberhaupt wuessten, dass es einen Frauentag gibt.

    Dass Frauen zum Teil fuer gleiche Arbeit schlechter als Maenner bezahlt werden, ist schlimm; aber darueber haben wir uns ja schon einmal unterhalten.

    Vielleicht hat das Problem ueberhaupt schon da seine Wurzel, wo man Menschen in Geschlechterklischees zwingt? (Jaja, jetzt kommt wieder bisschen Genderqueer-Propaganda ;) )
  2. Arydale schreibt am 08.03.2009 um 20:04 Uhr:Bis gestern wusste ich auch nicht genau, dass es einen, den Weltfrauentag gibt, und dieser heute am Sonntag zelebriert wird. Doch da prangte dieses geschlechtsspezifische Zeichen beinahe überdimensional auf der Zeitung.

    Und jetzt?
    Papier ist geduldig. Zwar hat sich das ein oder andere verbessert, aber von Gleichberechtigung kann noch lange keine Rede sein. Nicht einmal in wichtigen Bereichen (Bezahlung, beruflicher Aufstieg etc.) wird sich angenähert, geschweige denn gleichberechtigt gemacht.
    Frauen verdienen bis zu 23% weniger als Männer. Dieser Unterschied wird in regelmäßigen Abständen in den Medien breitgetreten doch tatsächlich ändert sich nur wenig, wenn überhaupt Änderungen stattfinden. Ich meine mich zu erinnern, dass der Unterschied gar noch gewachsen sei!

    Ich stimme dem Statement von Frau Reding zu.

    Am 3. November soll Weltmännertag sein!

    Ach ja, und wann ist Weltmenschtag? Am 1. November, findet dieser statt. Und den gibt es erst seit 2006.

    Papier ist geduldig. Und wie.
  3. ShineyArmstrong schreibt am 08.03.2009 um 22:53 Uhr:Ach ich finde solche Tage echt bescheuert. Ob Frauenwelttag oder sonstwas^^

    LG
    Shiney
  4. sternenschein schreibt am 09.03.2009 um 01:01 Uhr:@AngelInChains,
    vielleicht fängt es schon da an, wo Menschen in höher oder niedriger vom Status her eingestuft werden. Es ist doch auch erschreckend, dass es immer noch Menschenhandel gibt. Unter dem überwiegend Frauen leiden.

    Ich glaube, in Südamerika zum Beispiel, da gehen die Frauen an diesem Tag mehr auf die Strasse um für ihre Rechte zu kämpfen, als hier bei uns zum Beipiel.


    @Arydale,

    ja, Papier ist geduldig und Veränderungen nur zäh zu bewerkstelligen.
    Die Einkommenskluft ist wirklich erschreckend.

    Vom Weltmenschentag habe ich noch garnichts gehört. Gibt es den wirklich?;-)


    Naja, @Shiney,
    als die Frauen nicht mal wählen durften, der Ehemann das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Frau hatte, sowie entscheiden konnte, ob und wo seine Frau arbeitet und vieles andere, war so ein Frauentag schon sehr wichtig, an dem dann auf solche Dinge hingewiesen wurde.


    Liebe Grüsse
    sternenschein
  5. Angel1968 schreibt am 09.03.2009 um 18:29 Uhr:Ich habe mal nach geschaut, was der Weltfrauentag ist. Es kam was ganz truriges raus:

    Der Weltfrauentag geht auf den 8.3.1908 zurück. Damals traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik "Cotton" in New York in Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.

    Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.

    Liebe Grüße
  6. nightlight schreibt am 09.03.2009 um 20:22 Uhr:Ich mag dieses ganze Gerede von "Gleichberechtigung" nicht wirklich, obwohl ich auch eine Frau bin.
    Aus einem einfach Grund:
    Ich bin für GLEICHberechtigung, nicht für FRAUENberechtigung.

    Den Kindern von heute wird einsuggeriert, dass Frauen die Opfer sind, dass Mädchen immer bessere Noten haben und einfach klüger sind, dass sie ordentlicher sind, etc.

    Frauen verdienen nicht gerecht, richtig.
    Wenn eine Frau ihr Baby abtreibt, darf der Vater nichts dazu sagen, richtig.


    Ich sehe da keine Gleichberechtigung, auf keiner der beiden Seiten. Vielleicht geht das auch gar nicht.
  7. AngelInChains schreibt am 09.03.2009 um 20:26 Uhr:Dass das, was heute als "Gleichberechtigung" gilt, im woertlichen Sinn nicht unbedingt mit GLEICHberechtigung zutun hat, habe ich auch schon oft kritisiert. Finde es gut, wenn das mehr Menschen auffaellt.
  8. Arydale schreibt am 09.03.2009 um 20:36 Uhr:Es ist zu differenzieren zwischen Gleichberechtigung und Gleichmachung!
  9. AngelInChains schreibt am 09.03.2009 um 20:45 Uhr:Davon redet keiner. Aber GleichBERECHTIGUNG haben wir auch nicht ueberall. Wieso haben Maenner sonst zB nicht das Recht, straf- und ersatzfrei keinen Wehrdienst zu leisten, wie es bei Frauen ist?
  10. nightlight schreibt am 09.03.2009 um 21:16 Uhr:Ich finde das beim Thema Kinder am härtesten.
    Ein Vater vererbt seinem Kind genauso viel, wie die Mutter,
    warum darf sie dennoch fast alles entscheiden?
  11. abbygail schreibt am 09.03.2009 um 21:26 Uhr:danke das du meinen Blogeintrag aufgegriffen hast, sternenschein!! :)

    Schließe mich Angelinchains und nightlight an. Es sollte im Grunde niemand bevorzugt werden. Den Frauen geht es doch eigentlich darum, dass ihre Arbeit genauso anerkannt wird, wie die eines Mannes. Es ist zermürbend, wenn man immer mehr Beweisen muss, als ein Mann.
    Angelinchains: die Sache mit dem Wehrdienst beruht, ich lehne mich da jetzt mal ein bisschen raus, wohl auf andere Situationen die nicht mehr in die heutige Zeit passen. Wehrdienst gibt in Kriegszeiten mehr Sinn, denn wenn auch viele Frauen im Krieg sterben würden, wäre es schwierig ein Land zu erhalten. Aber heute passt es einfach nicht mehr.
    Vielleicht brauchen wir eine Reform, eine von vielen.

    Gruß, abbygail
  12. AngelInChains schreibt am 09.03.2009 um 21:33 Uhr:Dass es mal Sinn gemacht hat, weiss ich. Danke aber dennoch fuer die Erklaerung! Jedenfalls haben viele Staaten seit dem letzten Weltkrieg zahlreiche Reformen in Sachen Militaer durchgefuehrt.

    Es kommen genug Staaten ohne Zwangswehrdienst aus - wieso Deutschland nicht? In den Staaten ohne Wehrpflicht hat sich gezeigt, dass sich auch so genuegend Freiwillige melden, dass man also ohne Wehrpflicht auch keine Angst haben muss, dass es gar keine Soldaten mehr gaebe (die im Erstfall das eigene Land verteidigen wuerden; waere sinnvoll, wenn das alles waer, was Soldaten taeten).

    Und, mal abgesehen davon: Wenn Krieg ist, dann wird darauf, ob einer Soldat ist, oder nicht, sowieso keine Ruecksicht mehr genommen. Zumindest hat sich das geschichtlich gezeigt; sonst haette es in den 1940ern in Deutschland keine 14jaehrigen, absolut nicht militaerisch ausgebildeten, Jungen an FLAKs gegeben.
  13. Arydale schreibt am 09.03.2009 um 21:54 Uhr:Ich bin für Gleichberechtigung und nicht für Gleichmachung!!!
  14. nightlight schreibt am 09.03.2009 um 22:05 Uhr:@Arydale:
    wo siehst du den Unterschied?

    @AngelInChains:
    Zum Thema Wehrdienst kann ich etwas sagen.
    Überleg mal, wir würden nur Freiwillige in den Wehrdienst nehmen...
    Wer wäre dann Mitglied? Nazis... Gewalttätige... Psychisch gestörte... Freaks... und einige wenige Patrioten plus Leute, die nicht wissen, was sie sonst tun sollten.

    In den USA ist eine andere Haltung dem Land gegenüber. Die meisten gehen gerne zur Armee, weil sie stolz darauf sind. Bei uns ist das einfach anders.
    In unserer Armee wären kaum Normale.

    So und dann kommt so ein Einsatz im Irak zum Beispiel. In diesem Fall würde unsere Volldeppenarmee Frauen vergewaltigen, Zivilisten schikanieren, Waffenstillstände brechen und wild in der Gegend rumballern.

    Nein nein, Pflichtdienst ist sinnvoll, sollte nur auch für Frauen gelten.
  15. AngelInChains schreibt am 09.03.2009 um 22:22 Uhr:Das waere natuerlich eine Gefahr, aber denkst du, Deutschland ist so anders als alle anderen Laender, die keine Wehrpflicht haben?

    Es ist ja nicht nur die USA. In Europa waeren da zum Beispiel die Benelux-Staaten, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Tschechien und Polen. Schweden plant die Abschaffung in den naechsten 3 Jahren. Eigentlich sind die Laender mit Wehrpflicht sogar in der Minderzahl. Und das sind nicht alles patriotische Laender, die keine Wehrpflicht haben.

    Meinst du nicht, es wuerden sich auch "normale" Leute melden, einfach, um als Soldat Geld zu verdienen? Uebrigens sind auch heute schon von allen Bundeswehrsoldaten nur 20% Wehrpflichtige und 80% hingegen Berufssoldaten!

    Und es ist ja leider nicht so, dass es keine US-amerikanische Soldaten gaebe, die Zivilisten ermorden und vergewal*igen.
  16. Arydale schreibt am 09.03.2009 um 22:24 Uhr:Auszug aus Wikipedia:

    Vielfach wird Gleichberechtigung mit Gleichheit und Gleichstellung gleichgesetzt bzw. verwechselt. Nach Verfassung und Menschenrechten bedeutet Gleichberechtigung jedoch nicht:

    dass alle oder gewisse Menschen von Natur aus faktisch gleich wären,
    dass die faktische Gleichheit aller oder gewisser Menschen angestrebt werden solle,
    dass alle oder gewisse Menschen faktisch gleichgemacht/gleichgestellt werden sollen.
    Kritiker der "Gleichstellungspolitik" sehen darin einen Konflikt mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau, an sich nur ein Unterfall des allgemeinen Differenzierungsverbots (Art. 3 Abs. 3 GG) würde mit "Gleichstellung" im oben erwähnten Sinn verwechselt.


    Zur Wehrpflicht ist dort u. a. auch folgendes zu finden:

    Eine Einschränkung des Artikels 3 für Männer erfolgte am 21. Juli 1956 mit der Inkrafttretung des Wehrpflichtgesetzes (WPflG). Wehrpflichtig waren alle deutschen Männer, die nach dem 1. Juli 1937 geboren waren (siehe weißer Jahrgang). 1968 wurde im Grundgesetz verankert:

    Art. 12a Wehr- und Dienstpflicht

    (1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.
    (2) Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden. Die Dauer des Ersatzdienstes darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen....

    -------------------------------------------------------------------------------- ----------

    Ich finde man soll wenn möglich auch Stolz auf gewisse Unterschiede sein, und zwar nicht nur bezüglich des Geschlechts. Aber wenn diese sog. Unterschiede das Gegenüber in weiten Teilen benachteiligen, ausgrenzen, denunzieren... ist auch eine Art von Umkehr sei es im Denken und/oder Handeln mehr als erforderlich.

    In meinem Blog hab ich vor längerer Zeit die Gleichberechtigung beerdigt ;-)) und zwar nicht weil ich sie nicht für notwendig und sinnvoll erachte, sondern, wie auch von Frau Reding erwähnt, weil solange sie immer wieder neu und auch wiederholt hervorgebracht werden muß, sie immer noch einfordert, gefeiert wird, solange gibt es meines erachtens keine wirkliche, keine echte Gleichberechtigung.

    Und ich finde Gleichberechtigung kann und muß gewisse Unterschiede aushalten. Wie bereits oben erwähnt wurde im Auszug aus Wiki, finde ich dieses "faktische Gleichmachen" nicht gut und es gilt deshalb zu differenzieren nicht nur aufgrund von Gesetzen sondern gerade auch im Alltag, was nicht unbedingt leicht sein kann da eine große Verwechslungsgefahr besteht, die hier und auch in anderen Diskussionen oft zu Tage kommt.

    Dieses ewige gegeneinander aufrechnen, alles hinterfragen um dann irgendwann auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu kommen. Nein danke.

    Gruß
    Arydale
  17. AngelInChains schreibt am 10.03.2009 um 00:02 Uhr:http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichberechtigung

    Ich verstehe nur nicht, wieso man auf sein Geschlecht stolz sein sollte. Man hat nichts dafuer getan, und man konnte sich nicht einmal dafuer entscheiden. Stolz kann man doch nur auf Handlungen sein, oder nicht? Wenn man heute auf Clara Zetkin oder Rosa Luxemburg oder wen auch immer stolz ist, dann doch nicht auf die Tatsache, dass diese Menschen Frauen waren, sondern fuer das, was sie getan haben, oder?

    Aber mal abgesehen davon: Was gibt es deiner Meinung nach denn fuer Unterschiede, die man respektieren sollte? Biologisch gibt es nachweisbar nur zwei zwischen Mann und Frau, ganz allgemein betrachtet: Die Gebaerfaehigkeit und die Muskelkraft, die bei Frauen bei gleichem Training langsamer steigt, als bei Maennern. Das ist hormonell bedingt. Allerdings sollte in unserer Zeit, wo koerperliche Kraft in den Hintergrund tritt und Menschen mit Maschinen arbeiten, diese Tatsache eigentlich irrelevant sein. Bleibt die Gebaerfaehigkeit - Fakt ist: Nur biologische Frauen (= Menschen mit weiblichen Geschlechtsorganen) koennen potentiell Kinder bekommen. Das waere ein Punkt, der zu beachten ist. Aber sonst?
  18. Arydale schreibt am 10.03.2009 um 12:46 Uhr:Oben hab ich geschrieben dass man ruhig stolz auf gewisse Unterschiede sein kann/soll auch u n a b h ä n g i g vom Geschlecht! Unterschiede im Verhalten, Herkunft, Aussehen, Handeln, Unterschiede in den Ansichten etc.
    Brechen, verletzen diese sog. Unterschiede aber Recht und Gesetz, dann gibt es da auch rechtliche Möglichkeiten dagegen vorzugehen.
    Es hat nicht nur EINS richtig zu sein es kann auch mehreres gut nebeneinander bestehen. Ob es bestehen darf ist wieder etwas anderes.

    Zu deinen Biologischen Unterschieden: Die männliche Körperkraft ist kräftiger. Na und?!? Frauen haben andere Dinge die dies ausgleichen können wenn nötig, und sei es der Mann an ihrer Seite ;-).
    Zur Gebärfähigkeit: Hier das Stichwort "künstliche Gebärmutter", da wachsen Embryonen außerhalb der Gebärmutter der Frau.
  19. AngelInChains schreibt am 10.03.2009 um 15:46 Uhr:Ich hab doch geschrieben, in unserer heutigen Gesellschaft ist die Koerperkraft voellig irrelevant, weil es mechanische Hilfsmittel aller Arten gibt. Trotzdem bleibts n biologischer Unterschied und ich hab nix weiter gemacht, als die wertungsfrei aufzuzaehlen. Ausserdem ist es nicht so, dass die Dinge, mit denen Frauen das "ausgleichen" koennten, Maennern unbedingt fremd sein muessten. Vielleicht stereotyp, aber zum Glueck halten sich da nicht alle Menschen dran.

    Zur kuenstlichen Gebaermutter: Die kenne ich, allerdings ist sie meines Wissens 1. noch nicht im Einsatz (abgesehen von den bisherigen Tests), und 2. ist der Betrieb recht teuer. Ich glaube, wenn man die finanziellen Moeglichkeiten des Grossteils der Weltbevoelkerung betrachtet, wird kaum einer davon das Geld fuer ein Kind aus einem kuenstlichen Gefaess haben. Standardmaessig werden die Menschen, die normal oder wenig verdienen, und die die Moeglichkeit dazu haben, Kinder wahrscheinlich immernoch auf dem natuerlichen Weg bekommen.
  20. nightlight schreibt am 10.03.2009 um 18:02 Uhr:@Arydale:

    "...verletzen diese sog. Unterschiede aber Recht und Gesetz..."

    Es gibt Unterschiede zwischen Menschen, welche das Recht verletzen? ó_Ò


    Zum Thema künstliche Gebärhmutter:
    Ich würde das nicht einmal wollen. Das Wunder, ein Kind in sich heranwachsen zu spüren, geht dadurch verloren. Die Beziehung wäre nicht halb so eng.
  21. sternenschein schreibt am 11.03.2009 um 23:25 Uhr:Danke für eure Wortmeldungen.
    Klar werden in einigen Bereichen auch Männer benachteiligt.
    Wie schon genannt, bei der Wehrpflicht, oder auch beim Renteneintrittsalter, bei den Urteilen was Unterhaltszahlungen nach Scheidungen angeht.
    Das die Männer allerdings mitbestmmen sollten bei Abtreibungen, würde ich nicht gut finden. Denn es gibt doch auch Männer, die keinerlei Interesse an ihrem Nachwuchs zeigen. Sich damit auch nicht weiter belasten wollen, keinen Unterhalt zahlen etc.
    Wenn eine Frau kein Kind möchte, sollte sie zwar keines empfangen, aber wenn es schon so ist, sie sich zur Abtreibung entscheidet, dann sollte es auch so sein. Denn eine erzwungene Schwangerschaft und Austragung wäre sicher für das Kind nicht das optmale.
    Konkret gefragt, habt ihr in eurem Leben Nachteile aufgrund eurer Geschlechtszugehörigkeit erfahren? Ob in Schule, Elternhaus oder auch Ausbildung und Beruf?
    Liebe Grüsse.
    sternenschein
  22. AngelInChains schreibt am 11.03.2009 um 23:37 Uhr:Konkret geantwortet: Ja. Regelmaessig.
  23. nightlight schreibt am 13.03.2009 um 18:42 Uhr:sternenschein:
    Ich wollte damit nicht sagen, dass ich MÖCHTE, dass Männer bei Abtreibungen mitentscheiden. Schließlich ist es der Körper der Frau.
    Ich denke ganz einfach, dass es niemals eine wirkliche Gleichberechtigung geben KANN und das es an der Zeit ist, dass alle Frauen, die Gleichberechtigung schreien das einsehen und auch wahrnehmen, dass sie in mancherlei Hinsicht durchaus Vorteile gegenüber Männern haben, die sich nicht eindeutig rechtfertigen lassen.

    Persönlich:
    Ich bin ein Klichée. Ich koche, mache den Haushalt, stricke, nähe und lasse auch nicht zu, dass das sonst jemand tut, zudem macht mir das alles auch Spaß.
    Ich will gerne arbeiten, aber wenn ich Kinder habe, will ich ganz Mutter und Hausfrau sein, von daher gebe ich mich mit etwaigen Benachteiligungen zufrieden, aber es gibt sie und man spürt sie sehr sehr deutlich.
    Ich bin manchmal bequem und dankbar, wenn jemand für mich Entscheidungen trifft, das macht mich allerdings ein Stück weit zum Anhängsel eines Mannes und lässt mich nicht mehr ganz als eigenständige Person fungieren.

    Wenn du nicht wüsstest, dass das in meinem Naturell liegt, dann würde man von meinem Freund denken, dass er Frauen total benachteiligt, tut er ja auch. Allerdings mit Einverständnis.

    Viele Frauenrechtler unterschätzen soetwas. Sie denken, alle Frauen empfänden, wie sie.
    Ich bin es zufrieden und wegen Leuten, wie mir wird die Gleichberechtigung der Geschlechter verzögert.

    Aber so bin ich und ich werde mich wahrscheinlich auch nicht ändern.
  24. AngelInChains schreibt am 13.03.2009 um 18:59 Uhr:Das Recht auf Gleichberechtigung heisst nicht, dass man seine Rechte nicht freiwillig abgeben darf. Es heisst, dass man sie nicht gegen seinen Willen abgeben MUSS!

    Vor daher ist es kein Problem, wenn jemand freiwillig auf etwas verzichtet. Aber niemand sollte verzichten muessen, wenn er es nicht will.
  25. nightlight schreibt am 14.03.2009 um 12:18 Uhr:Klar, so sehe ich das auch, es gibt aber einige Leute, die das anders sehen und ich gerate ständig mit Frauenrechtlerinnen aneinander, weil sie mich zwingen wollen "aufzuwachen" wie sie es nennen.
    Ich bin zufrieden und das verstehen sie nicht, wollen es auch gar nicht.
  26. AngelInChains schreibt am 14.03.2009 um 17:42 Uhr:Intolerante Menschen sind in jedem Bereich ein Problem.
  27. Puppy111 schreibt am 09.03.2012 um 09:49 Uhr:Als ich dieses eingestellte Thema gelesen habe, hätte ich nicht gedacht , dass sich sooooviele Wortmeldungen und Meinungen einfinden. Ich habe mit der Gleichberechtigung keinerlei Probleme , obwohl ich natürlich auch erbost bin über die diesbezüglichen Ungereimtheiten in dieser Welt.
    Interessant für mich war, dass ich glaube feststellen zu können, dass STERNENSCHEIN ein Mann ist :-).
  28. lustigerkasper schreibt am 09.03.2012 um 12:06 Uhr:Hallo Puppy,

    die Antworten sind doch schon 3 Jahre alt und da sind doch 26 Antworten nicht viel.

    Ich als Mann halte mich mal aus den Frauenthema raus. Ich kann nur verlieren, wenn Du weißt was ich meine!!!!

    LG
  29. sternenschein schreibt am 09.03.2012 um 12:13 Uhr:Liebe @Puppi111,
    der Eintrag war ja von 2009, wurde jetzt durch den internationalen Frauentag wieder aktuell.
    In Sachen Frauenrechte und Gleichberechtigung hatte sich bei uns zum Glück ja einiges getan und verändert.
    Die Gesetze aus den 60ern muten heute merkwürdig an, wo noch der Mann über den Aufenthaltsort der Frau bestimmen durfte oder ob sie arbeiten "dard" oder nicht. Dazu die damaligen "ehelichen Pflichten" der Frau und viele Absurditäten mehr. Was die Löhne und Beförderungen betrifft, da sind die Frauen noch heute gegnüber den Männern benachteiligt.

    Und ja, deine Erkenntnis ist richtig, ich bin ein Mann.;-)
    Und dennoch für die Frauenrechte.
    Liebe Grüsse

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