Gedanken oder Fragen

12.03.2011 um 06:26 Uhr

Kernkraftwerk in Japan droht die Kernschmelze,

Das schwere Erdbeben in Japan löste Ängste vor einer Kernschmelze in zwei Atomkraftwerken aus.
Ein extrem starkes Erdbeben hat Japan heimgesucht. Das Zentrum des Bebens lag in der Nähe der Stadt Sendal. Das Beben erreichte eine Stärke von 8,9 auf der Richterskala. Von mindestens 1.300 Menschen wird gesprochen, die durch das Beben, aber auch durch die von einem Tsunami gegen die Küsten getriebenen Wassermassen um ihr Leben kamen.
Die Bilder vom dort sind erschreckend und erschütternd, wie diese Riesenwelle Autos, Häuser, Boote sowie alles was sich ihr in den Weg stellt durcheinanderwirbelt und ins Land spült.
Zahlreiche Brände sind ausgebrochen, Telefonverbindungen und die Stromversorgung unterbrochen. Auch in dem vom Bebenzentrum entfernteren Tokio richtete das Beben Schäden an. Selbst die Nachbeben erreichten noch eine Stärke von bis zu 6,8.

Das Beben und die dadurch verursachten Opfer und Schäden sind katastrophal und fürchterlich.

Doch wesentlich schlimmer als es das Erdbeben sowieso schon ist, könnte es sein, wenn als Folge daraus in einem der Japanischen 54 AKW's eine Kernschmelze eintreten würde.
Die Kernkraftwerke in Japan wurden so ausgelegt, dass sie Erdbeben bis zur Stärke von 8,2 unbeschadet überstehen sollten. Doch dieses Beben mit der Stärke 8,9 war um einiges stärker.

So kam es in zwei AKW Blöcken in Fukushima durch Stromausfall zum Ausfall des Kühlkreislaufes. Ebenso noch in einem etwa 10 km entfernten AKW.
Fatal ist, dass auch die Dieselgeneratoren für die Notstromversorgung nicht ansprangen.
Herbeigeschaffte Notstromgeneratoren konnten nicht angeschlossen werden, da die Kabelverbindungen nicht zusammen passten.
Es wurde von den Behörden der atomare Notfall ausgerufen. Die Menschen im Umkreis von 10 km um das AKW aufgefordert die Gegend zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Sollten die Techniker die Lage nicht in den Griff bekommen, es zu einer Kernschmelze und es eventuell einer Explosion des Reaktors wie in Tschernobyl kommen, hätte dieses wohl noch viel schlimmere Auswirkungen für Japan, als das Erdbeben selbst.

Aufgrund der austretenden atomaren Strahlung könnten weite Gebiete Japans unbewohnbar werden.

Nach Tschernobyl waren ja auch selbst hier in Deutschland lange Zeit die Milch, Pilze und andere Lebensmittel verseucht worden. Die Kinder sollten damals nicht mehr draussen spielen, besonders nicht wenn es regnete wegen des Fallouts. . Die Strassenschuhe sollte man wegen des Strassenstaubes draussen stehen lassen. Später wurde der Sand in den Sandkisten gegen unkontaminierten Sand ausgewechselt.

Solche schlimmen Auswirkungen auf Europa und Deutschland hätte eine Kernschmelze in Japan l aufgrund der grösseren Entfernung und der Wetterlage wohl nicht. Selbst wenn die atomaren Teilchen mit den Höhenwinden um den Globus getrieben werden könnte. So stieg zu Zeiten der oberirdischen Atombombenteste jedesmal die messbare weltweite Strahlungsbelastung in Folge für einige Zeit an.

Aber selbst wenn wir hier vielleicht nicht direkt und sofort betroffen wären, so ist es doch der japanischen Bevölkerung zu wünschen, dass ihnen dieser GAU einer Kernschmelze erspart bleiben mögen. Selbst wenn es heisst, dass inzwischen schon Cäsium ausgetreten ist, was bedeuten würde, die Kernschmelze hätte schon begonnen. So ist doch zu hoffen, dass die schlimmsten Befürchtungen ausbleiben und sich nicht erfüllen.

Dieses Erdbeben war für sich alleine schon schlimm genug und es bleibt zu hoffen und wünschen , dass die Opferzahl nicht noch weiter steigt.

Update:
Es kam zu einer Explosion im AKW Fukushima 1.
Die Reaktorhülle wurde dadurch weggesprengt.Radioaktivität tritt aus. Im direkten Umfeld des Reaktors ist die Radioaktivität sehr, sehr hoch. . Die Evakuierungszone um den Reaktor wurde auf 20 km ausgeweitet. Die Menschen sollten dieses Gebiet schnell verlassen.
Die Bevölkerung wird zur Ruhe aufgerufen. An die Bewohner sollen Jodtabletten ausgegeben werden.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Nasoetwas schreibt am 12.03.2011 um 08:05 Uhr:Das sind wirklich echte Probleme. (Und wir Deutschen schreien nach mehr Geld) Die Auswirkungen auf die Börse können noch gar nicht eingeschätzt werden und die größte Sorge bleibt wohl - Die Kernschmelze. Mich wühlen diese Berichte sehr auf obwohl ich doch weit entfernt von diesen Problemen bin. Bei solchen Berichten wird einem klar, dass man eigentlich gar keine hat.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
  2. sternenschein schreibt am 12.03.2011 um 09:14 Uhr:Liebe Nasoetwas,
    stimmt, dagegen sind unser Probleme hier klein, wenn da in Japan Menschen um ihr Leben und Habe kämpfen müssen.

    Es fragen sich ja viele, welche Auswirkungen eine Kernschmelze dort auf Europa und Deutschland hätte.
    Es kommt ja in diesem Fall darauf an, in welche Richtung aufgrund der Wetterlage der Wind die atomaren Wolken treibt und vor allem wo diese abregnen. Auf dem Weg um den Globus würden sie wahrscheinlich schon abregnen bevor sie bei uns ankommen. Das perfide ist ja, dass man den Wolken und dem Regen die Radioaktivität, falls vorhanden, nicht ansehen kann. Da müssen wir uns auf das Amt für Strahlenschutz und seine Meldungen verlassen.
    Damals, bei dem Tschernobylunglück wurden nach den stündlichen Nachrichten, immer die Bequerel Werte und Warnungen vor verschiedenen Lebensmitteln durchgegeben. Inwieweit diese stimmten bleibt natürlich die Frage, denn es soll ja auf der anderen Seite auch Panik bei der Bevölkerung vermieden werden.

    Merkwürdig und ein wenig unsiinnig finde ich Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit diesem Erdbeben.
    Da wird auf das Datum 11.03.11 hingewiesen und von einem Erdbebenanschlag auf Japan gesprochen oder auch als Ursache die starke Sonnenplasmaeruption vor einigen Tagen genannt. Was wohl Quatsch ist, da Japan eben ein erdbebengefährdetes Land ist und schon immer war und das Beben auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist.

    Dir auch ein schönes Wochenende bei diesem strahlenden Sonnenschein.
    Aber kein "verstrahltes". ;-) Das sollte uns erspart bleiben.
    Liebe Grüsse
  3. Rabenmutter schreibt am 12.03.2011 um 14:29 Uhr:Japp, ihr im Westen wurdet damals gewarnt - bei uns im Osten wurde alles unter den Teppich gekehrt. Mein Vater starb infolge des durch die Tschernobylkatastrophe ausgebrochenen Krebsleidens, was uns die Ärzte hinter vorgehaltener Hand bestätigten - auch, dass danach die Zahl der Krebspatienten abrupt emporgeschnellt war - offiziell war davon nichts zu hören.
    Wir haben wieterhin vertrahltes Gemüse und Pilze gegessen und im Regen draußen gespielt :-(
    Und offentsichtlich hat man nicht daraus gelernt. Ich frage mich, wie man in einer solche erdbebengefährdeten Gegend überhaupt AKWs bauen kann!
    Auch wenn Japan viel weiter weg ist als damals Russland war, es ist eine Katastrophe, die sich weltweit auswirken wird.
  4. aenne schreibt am 12.03.2011 um 19:27 Uhr:Das was Rabenmutter schildert, ist richtig. Bei uns, in der DDR wurde kein Sand ausgewechselt und die Tschernobyl-Katastrophe erfuhren wir durchs Westfernsehen. Es wurde erst in den DDR-Medien berichtet, als es eh alle wußten. Und dann wurden die Ausmaße runter gespielt.

    Die Tragik in Japan, verursacht durch Natur Mutter, zeigt uns allen, wir sind nur Gäste hier. Aber auch diesmal wird es so sein, die Demut, die wir Menschen haben sollten, wird nur in Wenigen aufkeimen.
  5. Wari schreibt am 13.03.2011 um 08:39 Uhr:sternenschein, ich kann nur bestätigen, was Rabenmutter und aenne schrieben. Während einige hundert Kilometer weiter westlich Informationen ausgeteilt wurden, spielten wir weiter fleißig draußen, zogen unsere Schuhe in der Wohnung aus und aßen alles, was ohnehin auf den Tisch kam. Aus einem befreundeten Land kann doch nichts Böses herrüberschwappen.

    aenne, ja leider wird es mal wieder so sein, dass nur wenige aufwachen und es sind ohnehin wieder nur die, die sich ohnehin schon Gedanken machen, wie sie die Natur und Umwelt besser schützen können.

    Mal wieder ist alles weit genug weg, um die Menschen zum Aufwachen zu bewegen.
    Und wenn eine Frau Merkel das Ganze damit beruhigen will, dass wir in Deutschland weit weg sind von derart schlimmen Erdbebenfolgen, uns so etwas also nicht ins Haus stehen kann, dann kann ich nur sagen: Hut ab! Diese Art der Volksverdummung ist grandios und wird sicher die breite Masse beruhigen.
    Mich macht das wütend, weil es wieder einmal ganz deutlich macht, wie kurzsichtig wir doch bitte denken sollen.
    Anstatt, dass auch Politiker mal langsam aufwachen und sich der Gefahren von Atomkraft und deren Folgen bewusst werden, nein da setzt man lieber auf Volksverblödung. Klappt ja bei einigen auch. Leider!
  6. Nasoetwas schreibt am 13.03.2011 um 09:45 Uhr:Nur hilft uns das hier leider gar nicht weiter. Auf der Straße muss etwas passieren. Die paar Menschen, die in Deutschland bisher versucht haben die Transporte zu stoppen konnten doch nichts ausrichten. Warum? Weil, wie immer, die Deutschen alles hinnehmen.

    P.S Eine Anmerkung möchte ich als alter (62jähriger) DDR-Bürger noch los werden. Trotz der Katastrophe in der Ukraine sind immer noch DDR-Bürger da die die 100 Lebensjahre überschritten haben. AUch meine Verwandten sind bereits älter als 80 Jahre. Wir alle haben die Nahrungsmittel gegessen, die auf DDR-Erde wuchsen und leben noch. Auch gesundheitliche Schäden haben wir keine davon getragen. Von den vielen Menschen, mit denen ich zu tun habe ist keiner dabei, der derartige Schäden aufzuweisen hat (es sind in etwa 7000, die meisten über 50).

    Es hilft uns nicht wenn wir uns jetzt gegenseitig heiß machen.
    Wir müssen der Regierung und der Energiewirtschaft Dampf machen und zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen Kernkraft ist. Nur dann kann und wird sie handeln.
  7. Rabenmutter schreibt am 13.03.2011 um 13:09 Uhr:@Nasoetwas: Natürlich bricht so eine Krebserkrankung nur bei denjenigen aus, dei es ohnehin in sich tragen, aber wer weiß, was er in sich trägt???
    Klar hab ich auch ältere Verwandte. Und deine älteren Verwandten und Bekannten weisen auch keine Schäden auf. Klar: Diejenigen, die es damals getroffen hat, sind ja nun auch inzwischen alle tot. Und wenn du keinen betroffenen kanntest, kannst du ja froh sein.
    Mein Sohn jedenfalls schaut derzeit fast ununterbrochen ntv, hat totale Angst, dass es irgendwie auch hierher kommt... :-(

    @Wari: Die meisten Leute hier lassen sich einfach einlullen und haben keine Lust mehr, sich gegen irgendwas zu wehren. - Oder keine Kraft. Traurig aber wahr...
    Wie ich gehört hab, will Frau Merkel ja nun doch unsere AKWs abschalten... Traurig, dass es so eines drastischen Beispiels bedrufte :-(
  8. LaFuerza schreibt am 13.03.2011 um 13:13 Uhr:Es ist der ober-hammer, wenn uns gesagt wird, wir wären hier sicher! zum einen hat wohl auch der beste experte keine erfahrung mit einer solchen entwicklung wie in japan und zum anderen ist mir scheiß-egal wo die wolke "verregnet", denn dadurch ist die radioaktivität nicht weg! regnet sie auf dem offenen meer runter, gelangen die radioaktiven teilchen ins wasser, von dort aus in die algen und fische und von dort weiter an land..... also, wieso sollte es mich beruhigen dass der wind diese wolke aufs offene meer treiben würde?! es ist einfach schrecklich! ich möchte auch dass die kraftwerke verschwinden! aber: geht das so einfach? wohin soll denn das ganze zeug entsorgt werden???
    das hätten sich die leute früher überlegen müssen....bevor sie diese kraftwerke bauten. wir zerstören den planeten und damit auch uns selbst. ich habe ironisch genickt als der film 2012 rauskam und vom weltende am 22.12.2012 die rede war.....aber langsam höre ich auf ironisch zu nicken. das macht mir angst! wir müssen was unternehmen.....sofern wir überhaupt noch irgendwas verhindern können! aber wir sollten es versuchen! also menschen dieser welt: vergesst kriege und kriminalität! legt eurer augenmerk auf die erhaltung der erde, der tiere, der pflanzen und der menschen!!! helft euch gegenseitig und vergesst mal nur für einen moment den menschlichen egoismus!!!!!
  9. khiira schreibt am 13.03.2011 um 18:01 Uhr:da hilft es, aktiv zu werden und nicht still auf der couch zu sitzen. in europa haben wir erfahrung mit einem GAU - und wir wären mitverantwortlich, wenn wir zu lassen, dass auch schrottmeiler in deutschland weiter am netz bleiben. oder auch alle anderen akw's. es gibt genug altennativen...!!!
  10. LaFuerza schreibt am 13.03.2011 um 19:51 Uhr:@khiira: ja, aber wie schaltet man sowas ab? ist nicht gerade in japan das problem, dass es quasi abgeschaltet ist und nicht gekühlt wird? wie entsorgt man sowas????
  11. Nasoetwas schreibt am 14.03.2011 um 11:38 Uhr:Deutschland exportiert doch Energie. Also können wir ja auch mal den Export lassen und die 17 Rekatoren abschalten. Wenn wir alle bisschen sparen reicht das für uns.
  12. Rabenmutter schreibt am 14.03.2011 um 14:22 Uhr:Der Hit ist, wir exportieren den Ökostrom ^^
  13. LaFuerza schreibt am 16.03.2011 um 06:53 Uhr:hat einer von euch ahnung welcher hilforganisation man trauen kann, um geldspenden für nahrungsmittel und trinkwasser zu sammeln?
    würde gerne heute ein privates spendenkonto einrichten, weil die meisten hier den großen organisationen nicht trauen. wenn das geld gesammelt ist, müsste ich allerdings wissen, wohin ich es überweisen soll. mir ist sehr daran gelegen dass es die BETROFFENEN erreichen, aber wie finde ich heraus wem ich die spenden dann anvertrauen kann? kann ja schlecht selbst dafür essen kaufen und es hin fliegen.... :-(
  14. sternenschein schreibt am 16.03.2011 um 10:08 Uhr:Im TV sagten sie, das Rote Kreuz hat ein Spendenkonto eingerichtet.
    Mit dem ankommen, der Spendengelder dort vor Ort ist es ja wirklich immer so eine Sache.

    Was die Infos zu Tschernobyl angeht, da hatte ich eine erschreckende Doku auf Phoenix gesehen.

    Gorbatschow erfuhr wohl auch erst Tage danach von dem Unfall. Anfangs auch nichts genaues über das Ausmass des Unglückes. Die Wolken zogen Anfangs nach Schweden und Norwegen. Dort wurde sich über die Radioaktivität gewundert. Bis man herausbekam, sie kam aus der Ukraine. Dann fragten die Westländer im Kreml nach und dadurch erfuhr Gorbatschow erst nach fünf Tagen die wirklichen Ausmasse.
    Es war fürchterlich, Soldaten und Arbeiter schaufelten mit Schaufeln die verseuchten Teile vom Dach des Reaktors. Die Strahlung war so stark, dass sie immer nur Sekunden lang dort arbeiten durften.
    Da wurde ein Tunnel unter den Reaktorbehälter gegraben, da sich dort Löschwasser angesammelt hatte. Wenn die Kernschmelze in dieses Wasser darunter gefallen wäre, hätte es eine Riesenexplosion gegeben. Bei uns im Westen war Bayern am meisten betroffen. Dort sind heute noch die Pilze und Wildschweine so verseucht, dass sie entsorgt werden müssen.
    Teilweise artete die Gefahr derartig aus, dass die Gefahr bestand, dass grosse Teile Russlands, aber auch Europas für immer unbewohnbar geworden wäre, sagte Gorbatschow. Da die SU die Lage nicht alleine in den Griff bekam, bat sie das Ausland um Hilfe. Was bei der SU ja fast einmalig war. Und Gorbatschow sagte, um so etwas in Zukunft zu vermeiden, auch diese Fehler die Bevölkerung nicht rechtzeitig zu evakuieren oder zu informieren, war grundverkehrt und dieses alles führte zu seiner Politik des Glasnost. Meinte er jedenfalls.
    Nur, ihr habt da im Osten von Glasnost ja nicht sehr viel mitbekommen.
    Ja, wir konnten hier per Telefon eine Ansage anrufen, bei der die Luftbelastung des jeweilgen Ortes und der Lebensmittel angesagt wurde. Da konnte man dann ausrechnen, wieweit noch was in etwa unbedenklich war.
    In Tschenrobyl ist ja immer noch ein Radius von 30 km nicht betretbar. Viele Kinder oder Kindeskinder haben dort Fehlbildungen aufgrund der Strahlung und etliche Menschen Schilddrüsen oder andere Krebsarten aufgrund der damals aufgenommenen Strahlung. Und selbst heute noch, erkranken dort Menschen, da sie sich Gemüse ziehen, welches immer noch gefährlich kontaminiert ist.
    In dem Film zeigten sie auch die Wolken und Strahlenverteilung zu der damaligen Zeit. Einmal streiften die Wolken die DDR bis zur Ostsee. Aber ich glaube in der Tschechei und Bayern war es schlimmer als in der DDR.
    Liebe Grüsse an euch und danke für euren Ost/West Hinweis.
    sternenschein
  15. khiira schreibt am 17.03.2011 um 20:31 Uhr:mit nur akw abschalten ist es nicht getan, denn eine atomare Gefahr kann es weiterhin geben, wie in japan dies gerade zu beobachten ist. je weniger atomstrom nachgefragt wird desto mehr verringert sich die gefahr (insgesamt gesehen). und brennstäbe müssen "sicherer" gelagert werden und es müsste mehr darin investiert werden...
  16. Rabenmutter schreibt am 18.03.2011 um 20:22 Uhr:@khiira: Brennstäbe kann man einfach nicht sicher lagern, dei sind imemr eine Art zeitbombe, da die Menschen sich darüebr nicht vorher Gedanken gemacht haben sondern einfach AKWs gebaut und dann standen sie vor dem Problem Atommüll... Dieses Problem bleibt natürlich einfach weiterhin erhalten :-(
    Und da können wir rein gar nix dagegen tun.
  17. khiira schreibt am 18.03.2011 um 22:39 Uhr:eine absolute sicherheit gibt es nicht. die brennstäbe in marode salzstöcke lagern zu wollen ist jedoch weit entfernt davon, minimalstandards einzuhalten. undich denke, wir können uns dafür einsetzten, dass brennstäbe besser gelagert werden in zukunft...
  18. sternenschein schreibt am 18.03.2011 um 23:49 Uhr:Die Brennstäbe besser zu lagern ist ja auch so eine Sache.
    Die sollen etwa 1 Millonen Jahre strahlen und gefährlich sein.
    Wer kann heute schon sagen was in den nächsten Millionen Jahre geschieht?
    Und vor allem, wer kann ein sicheres Lager für 1 Millionen Jahre planen und bereitstellen?
    Gorleben als Zwischenlager ist auf 40 Jahre ausgelegt. Wenn die Brennstäbe dann wirklich dort endgelagert werden würden, dann könnte bei einer eventuellen nächsten Eiszeit der Boden von dem Eis und Geröll aufgeschürft werden und die Brennstäbe kämen wieder an die Oberfläche und würden weiterstrahlen.
    Dann leben wir selbst zwar nicht mehr, aber wir müssen mit unserer heutigen Technik ja nicht unbedingt die Zukunft anderer, die dann eventuell leben, zerstören.
    Und diese Brennstäbe, die in den Becken in Fukushima "sicher" aufbewahrt werden, die können doch wohl auch schlecht dort für die nächsten 1 Millionen Jahre gelagert werden.

    Es ist ein Unding, wie die Atomindustrie manipuliert, trickst und verschweigt.
    Nach dem Tschernobyl Unglück wurde in Frankreich gesagt, es bestehe keine Gefahr, so als sei die Wolke an der Grenze stehen geblieben. Dabei war das Elsass und andere Teile Frankreichs betroffen.
    Belastetes Gemüse wurde weiter verkauft und bedenkliche Milch weiter den Kleinkindern gegeben.

    Hier im Westen machte sich auf einmal wieder Trockenmilch aus der Vortschernoby Zeit in den Läden breit, da vor dem Trinken von Frischmilch gewarnt wurde. Während die Atomlobby Werbespots schaltete, mit Micktrinkenden und Käseessenden Managern.

    Lastwagen aus der DDR wurden hier an der Grenze dekontaminiert, später wurden sie wieder zurück in die DDR geschickt um dort gereinigt zu werden.
    Dieses abschruppen der LKW's wurde dort von Arbeitern der Deutrans ohne jede Schutzkleidung gemacht.
    Die meisten der damit beschäftigten sind inzwischen an Krebs gestorben.


    Der Westen sagte die Teilnahme ihrer Radsportler an der Friedensfahrt ab, die DDR Fahrer mussten mehr oder weniger mitfahren und sich gefährden. Es regnete zu der Zeit übrigens und der Fallout war in vollem Gange.

    Ja, ist wohl schwierig einen sicheren Lagerplatz für die Brennstäbe die nächsten 1 Millionen Jahre zu finden, wenn es den überhaupt geben sollte.
    Liebe Grüsse.
  19. LaFuerza schreibt am 20.03.2011 um 09:28 Uhr:Wenn die lieben Experten nicht so unglaublich lügen und verschweigen würden....
    Ich denke, die Menschen haben einfach ganz große Scheiße gebaut die nicht wieder rückgängig zu machen ist. Wenn die Dinger wirklich 1 Million Jahre brennen und strahlen, dann Mahlzeit. Keiner weiß was in dieser Zeit passiert. Keiner kann mit sicherheit sagen, ob nicht vielleicht doch ein solche großes Erdbeben hier geschehen kann. Als die Menschen diese dämliches AKWs bauten, fingen sie an die Welt zu zerstören. Dieser Prozess ist nicht aufzuhalten, befürchte ich.
    Ich warte auf den Tag an dem irgendein dummer Regierungs-Mensch auf die Idee kommt einen Teil des Meeres abzupumpen und irgendwie im All zu entsorgen, um Tsunamis zu verhindern....oder etwas in der Art. Man muss einfach einsehen, dass wir die Natur nicht kalkulieren können. Sie beherrscht uns und nicht wir sie! das wird sich auch nie ändern. Folgedessen können wir uns solch gefährliche Dinge nicht leisten......
    Also, liebe Experten: Redet klartext und arbeitet lieber an einer Lösung diese fiesen Stäbe loszuwerden, anstatt daran zu arbeiten uns möglichst viel zu verschweigen und uns Honig um den Mund zu schmieren!!!!
  20. aenne schreibt am 20.03.2011 um 09:47 Uhr:Die Natur beherrscht uns, weil wir hier die Gäste sind und nicht anders herum. Und darin begründet sich die unglaubliche Dummheit der Menschen, wir wurden überheblich gegenüber dem Schützenwertem, nämlich unserer eigenen Lebensgrundlage. Ich glaube auch, aus der Nummer kommen wir nicht mehr ungestraft raus. Nur mit aller Vernunft, läßt sich vielleicht das Schlimmste verzögern.
  21. Rabenmutter schreibt am 20.03.2011 um 22:44 Uhr:Ja, das denke ich leider auch - das Schlimmste lässt sich nur noch verzögern, nicht mehr verhindern.
    Hier wäre nun mal wirklich geboten, dass sich die Verantwortlichen aller Länder an einen Tisch setzen, denn das geht nicht einzelne Länder nur was an sondern betrifft die gesamte Menschheit...
    Aber es sind sicher wieder nur wir Kleinen, die sich Sorgen machen und Ideen wälzen, die Verantwortlichen wachen immer noch nicht auf, wie es scheint...

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